DE56129C - Vorrichtung zum Ueberwachen und Vormerken der Entnahme von Flaschen und anderen Gegenständen aus ihrem Lager - Google Patents

Vorrichtung zum Ueberwachen und Vormerken der Entnahme von Flaschen und anderen Gegenständen aus ihrem Lager

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DE56129C
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R. je well in London, 9 Victoria Road, Battersea Park, Surrey, England
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06MCOUNTING MECHANISMS; COUNTING OF OBJECTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06M1/00Design features of general application
    • G06M1/08Design features of general application for actuating the drive
    • G06M1/083Design features of general application for actuating the drive by mechanical means
    • G06M1/086Design features of general application for actuating the drive by mechanical means including barriers

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Gegenständen aus ihrem Lager.
Die vorliegende Erfindung dient zum Ueberwachen und Vormerken der Entnahme von mit Flüssigkeit gefüllten Flaschen und anderen Gegenständen aus Borten, Fächern, Zellen oder ähnlichen Behältern.
Zu diesem Zwecke ordne ich die Borte, das Fach, die Zelle oder irgend einen anderen Behälter derart an,' dafs, wenn derselbe mit Flaschen oder anderen Gegenständen gefüllt ist, dieselben nur an dem einen Ende desselben entnommen werden können, indem das Fach oder dergleichen mit einer Oeffnung versehen ist, welche genügend weit ist, um entweder das Hervorragen des Flaschenhalses zu ermöglichen oder das Hindurchschieben der Hand zu gestatten und die Flaschen oder ähnliche Gegenstände in dem Fach entlang zu ziehen.
An dem Austrittsende wird eine bewegliche Doppelklappe angebracht, welche aus zwei Platten besteht, die rechtwinklig mit einander verbunden sind und sich um Zapfen drehen können, welche im Scheitelpunkt dieser beiden Platten angeordnet sind. Dreht man also die Klappe in der einen Richtung um diese Zapfen, so nimmt die eine Platte eine waagrechte Stellung ein, während die andere in einer senkrechten Lage sich befindet und die Austrittsöffnung des Faches verschliefst, da der von beiden Platten eingeschlossene Hohlraum von dem Fach abgekehrt ist, während beim Drehen der Klappe in entgegengesetzter Richtung die zuerst erwähnte Platte die senkrechte und die zweite die waagrechte Stellung einnimmt , indem der von denselben eingeschlossene Hohlraum nach dem Fach hin gedreht wird.
Um eine Flasche entnehmen zu können, mufs dieselbe zunächst in den erwähnten Raum zwischen den beiden Platten hineingeschoben werden, indem die Klappe die zuletzt erwähnte Stellung einnimmt.
Dreht man alsdann die Klappe herum, so wird die Flasche nach der vom Fach abgekehrten Seite gedreht und kann herausgezogen werden.
Um nun eine zweite Flasche herausnehmen zu können, ist es erforderlich, die Klappe zunächst zurückzudrehen und alsdann den obenerwähnten Vorgang zu wiederholen.
Mit der Klappe sind elektrische Contacte vereinigt, welche derart angeordnet sind, dafs bei jeder Bewegung derselben zwecks Entnahme einer Flasche ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, welcher ein elektrisches Vormerk- oder Zählwerk irgend welcher Art bethätigt, wodurch die Anzahl der entnommenen Flaschen oder dergleichen oder auch der Geldwerth für dieselben aufgezeichnet oder gezählt wird. Ein solcher Mechanismus kann erforderlichenfalls auch derart eingerichtet werden, dafs derselbe ein hörbares Signal abgiebt.
Die elektrischen Contacte für den obenerwähnten Zweck können in geeigneter Weise aus zwei feststehenden metallischen Flächen bestehen, an welchen die Enden der elektrischen Leitung angeschlossen sind, sowie aus einem an der Klappe befindlichen Schleifcontact, so dafs der letztere den Stromkreis während eines
Theiles seiner. Bewegung schliefst und denselben alsdann unterbricht.
Anstatt den Vormerk mittelst eines elektrischen Stromes zu bewirken, kann auch die Achse oder der Zapfen der Klappe mechanisch mit einem Zählwerk verbunden werden, so dafs bei jeder Bewegung zwecks Entnahme einer Flasche das Zählwerk bethätigt wird.
Anstatt der beschriebenen Doppelklappe kann man auch ein Rad benutzen, welches vier Zellen oder Abtheilungen besitzt. Dieses Rad kann alsdann stets in einer und derselben Richtung bei der Entnahme einer Flasche um je einen Viertelkreis gedreht werden.
Es kann eine beliebige Anzahl solcher Borte oder Fächer über einander angeordnet werden, wobei die Austrittsenden alle in einen senkrechten Kanal münden, in welchen entweder alle Entnahmeöffnungen bis auf eine durch in senkrechter Richtung verschiebbare Thüren bekannter Form geschlossen sind, so dafs, wenn aus einem Fach oder einer Zelle .eine Flasche entnommen werden kann, alle anderen geschlossen sein müssen, um es unmöglich zu machen, gleichzeitig zwei oder mehr Flaschen aus zwei oder mehr Fächern zu entnehmen, während nur eine einzige Registrirung stattfindet. .
Die Fig. ι der Zeichnung stellt im Aufrifs eine Anzahl von Fächern mit Ueberwachungsvorrichtungen dar, welche der vorliegenden Erfindung gemäfs angeordnet sind; die Fig. 2 und 3 zeigen Einzelheiten der Klappe. Die Zellen oder Fächer A A sind an der vorderen Seite geschlossen bis auf einen Schlitz B, durch welchen die Hälse der Flaschen hindurchreichen und welche in eine Erweiterung B1 auslaufen, durch welche die Flaschen herausgezogen werden können. Zwischen dem engen Theil des Schlitzes und der Verbreiterung ist eine winkelförmige Klappe C angeordnet, welche bei C ] gelenkig mit der Borte verbunden ist, so dafs dieselbe sich aus der in Fig. 1 dargestellten Lage in diejenige Fig. 3 drehen kann. Um die Herausnahme einer Flasche aus dem Flaschenständer zu ermöglichen, mufs dieselbe zunächst an die Klappe herangeschoben werden, wenn dieselbe die Stellung Fig. 1 einnimmt, worauf die Klappe in die Stellung Fig. 3 gedreht wird, um die Flaschen vor die Erweiterung B1 bringen zu können.
Der eine Zapfen der Klappe C ist in leitender Verbindung erstens mit einem Contactstück C2 an der Stirnfläche des Flügels derselben und zweitens mit dem einen Ende einer Batterieleitung D, in welche das elektrische Zählwerk oder die Vormerkvorrichtung E eingeschaltet ist, die irgend eine bekannte geeignete Form haben kann. Das andere Ende der Leitung steht in Verbindung mit dem Contactstück F, welches an der Rückwand des Faches A in einer solchen Stellung befestigt ist, dafs der Contact C2 an der Klappe C über dasselbe hinweggleitet, wenn die Klappe in der obenerwähnten Weise gedreht wird, so dafs jedesmal, wenn eine Flasche aus dem Fach genommen wird, indem man dieselbe an die Klappe heranschiebt und dieselbe dann herumdreht, wie beschrieben, der erwähnte Stromschlufs hergestellt wird, so dafs der erforderliche Vormerk bewirkt wird.
Die Vormerkvorrichtung kann entweder derart angeordnet sein, dafs der Vormerk nur ausgeführt wird, wenn ein zweiter Stromschlufs hergestellt wird, indem man die Klappe in ihre ursprüngliche Lage zurückdreht, oder der eine Stromschlufs kann dazu benutzt werden, den Vormerk zu bewirken; der Stromschlufs bei der Rückwärtsbewegung der Klappe kann dadurch vermieden werden, dafs ein geeigneter Daumen angeordnet wird, welcher den Contact beeinflufst. Die Rückwärtsbewegung der Klappe kann entweder von Hand oder mittelst einer Feder bewirkt werden. Von ■ der Hauptleitung D sind Zweigleitungen nach allen Contacten der Klappe C geführt, so dafs die Entfernung einer Flasche aus irgend einem Fach vorgemerkt wird.
Vor den Entnahmeöffhungen B1 ist eine Anzahl in senkrechter Richtung verschiebbarer Thüren G angeordnet; die Zahl derselben ist derart gewählt, dafs eine ThUr weniger vorhanden ist als Fächer, so dafs die Austrittsöffnung des einen oder anderen dieser Fächer immer frei ist, während alle übrigen geschlossen sind, so dafs man die Thüren auf- und niederziehen mufs, je nachdem man aus1 dem einen oder anderen Fach eine Flasche entnehmen will.
Durch diese Einrichtung ist es unmöglich gemacht, einen Betrug dadurch auszuführen, dafs man gleichzeitig Flaschen aus zwei oder mehreren Fächern entnimmt, was ohne diese Anordnung möglich wäre.
Anstatt einer hin- und hergehenden Klappe C kann auch eine rotirende H angewendet werden , wie eine solche in der Fig. 4 dargestellt ist, und welche bei jeder Entnahme einer Flasche um einen Viertelkreis gedreht und durch eine geeignete Sperrvorrichtung in ihrer Lage erhalten werden mufs.
Eine andere Abänderung der Vorrichtung besteht darin, dafs dieSchubthüren fortbleiben und eine einzige Klappe angeordnet wird, welche für eine ganze Anzahl von Borten genügt, . wie in der Fig. 5 dargestellt. In diesem Falle stehen alle waagrechten Schlitze B mit einem senkrechten Kanal in Verbindung, an dessen Vorderseite sich ein Schlitz jB2 befindet, der ähnlich denjenigen B angeordnet ist. Dieser Schlitz B2 wird am oberen Ende durch eine Klappe C0 abgesperrt, welche ebenso ange-
ordnet ist und ebenso wirkt, wie die obenbeschriebene, so dafs eine Flasche, welche aus irgend einer Borte herausgezogen worden und in den senkrechten Kanal hineingeschoben ist, nicht herausgezogen werden kann, bis dieselbe an der Klappe vorbeigeschoben ist, wobei die Bewegung der letzteren eine Bethätigung der Vormerkvorrichtung herbeiführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Ueberwachen und Vormerken der Entnahme von Flaschen und anderen Gegenständen aus ihrem Lager, bei welcher die Entnahme von Gegenständen nur in einzelnen Stücken dadurch' gesichert ist und vorgemerkt wird, dafs zwischen die eigentliche — zwecks Vorschiebens der Gegenstände nur durch einen schmalen Schlitz zugängliche — Lagerstelle und einem zweiten — mit einer Oeffnung zum Herausnehmen versehenen — Räume eine Zählklappe eingefügt ist, an welcher ein elektrischer Leitungsschlufs derart angeordnet ist, dafs beim einmaligen Hin- und Zurückschwingen oder Drehen um einen dem Vorschub eines Gegenstandes entsprechenden Winkel derselben einmal der Stromkreis eines Zählwerkes geschlossen wird, und bei der Vereinigung mehrerer Lagerstellen oder dergleichen mit einander an dieselben ein Raum angeschlossen ist, dessen Schlitz in den des Entnahmeraumes ausläuft oder an jede Lagerstelle je ein Entnahmeraum angefügt ist, indem über den Oeffhungen derselben verschiebbare, in zwei gemeinsamen Schlitzen bewegliche, nicht herausnehmbare Thüren angeordnet sind, deren Zahl um eins kleiner ist als die der Entnahmeöffnungen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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