DE55992C - Apparat zum Ausbreiten eines Klärmittels über Flüssigkeiten - Google Patents

Apparat zum Ausbreiten eines Klärmittels über Flüssigkeiten

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DE55992C
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H. PFEIL in Cronberg bei Frankfurt a. M
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bisher war es üblich, um Weine hell und flaschenreif zu machen, Hausenblase oder Gelatine, nachdem solche in einem Gefäfse mit Wein gehörig zu Schaum gepeitscht waren, unmittelbar in das Fafs zu schütten und dann den. ganzen Wein im Fafs nochmals mittelst Stofseisen oder Kette tüchtig aufzurühren. Hierbei wurde aber der vom Wein schon abgesetzte Trüb wieder mit aufgerührt und in dem Wein vertheilt, so dafs der Wein begreiflicherweise wieder längere Zeil ruhen mufste.
Mit dem Apparate der vorliegenden Erfindung läfst sich dieses Uebel vollständig «vermeiden, und die vom Erfinder angestellten Versuche ergaben, dafs bei Benutzung dieser Erfindung der Wein in weit kürzerer Zeit hell und für die Flasche reif und ■ dabei reiner im Geschmack als bei dem früheren Verfahren wurde.
Das vom Erfinder angewendete Verfahren, welches zum Klären auch für andere Flüssigkeiten verwendet werden kann, besteht darin, mit Hülfe eines besonderen Apparates das Klärmittel über der zu klärenden Flüssigkeit in einer zusammenhängenden Schicht, Schleier genannt, gleichmäfsig auszubreiten; alsdann setzt sich dieser Schleier langsam durch die Flüssigkeit und zieht dabei alle Unreinigkeiten aus derselben mit auf den Boden.
Zur Ausübung dieses Verfahrens zum Schönen des Weines oder anderer Flüssigkeiten in Fässern wendet der Erfinder den in der Zeichnung dargestellten Apparat an. Das Klärmittel wird durch den Trichter α in das Innere des Fasses geleitet; zu diesem Zweck endigt der Trichter in die umgebogene Röhre b. Diese und der zum bequemen Reinigen vorgesehene Röhrendeckel c sind auf der unteren Hälfte mit feinen Oeffnungen versehen, durch welche die Klärflüssigkeit austritt. Ueber dem Trichter ist mit der Muffe dl das Zahnrad d befestigt. Dieses ruht mit seiner Muffe in der Platte f, welche mit den Füfsen t über dem Fasse aufgestellt wird, dergestalt, dafs das Rohr b durch das Spundloch in das Innere desselben führt, wie gezeichnet ist. Das Zahnrad e, welches in das Zahnrad d eingreift, läfst sich um den an der Platte f vorgesehenen Zapfen f1 mit Hülfe der Handkurbel g drehen, wodurch also auch der Trichter und die Röhre b in Umdrehung versetzt wird.
Der Apparat wird folgendermafsen verwendet. Aus dem vollen Fafs zieht man zunächst etwas Flüssigkeit ab, etwa so viel, dafs bei dem nachherigen Einsetzen des Trichters die Röhre desselben 3 bis 4 cm über der Flüssigkeit zu liegen kommt. Alsdann setzt man den Apparat in der dargestellten Weise über das Spundloch des.Fasses, wobei die Röhre b in das Innere des Fasses reicht. Darauf schüttet man die mit etwas Wein geschlagene Schönmasse in den Trichter und setzt durch Umdrehen des Kurbelzahnrades e den Trichter langsam in Umdrehung. Das Schön- oder Klärmittel breitet sich alsdann in Form eines Schleiers über der Flüssigkeit im Fasse aus, welcher sich in der vorhin beschriebenen Weise setzt und dadurch den Wein klärt.
In ähnlicher Weise lassen sich Spirituosen, Apfelweine und andere Flüssigkeiten klären.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum gleichmäfsigen Ausbreiten eines Klärmittels über die Flüssigkeit, bestehend aus einer durch das Spundloch des Fasses einzusetzenden Röhre c mit feinen Löchern, in Verbindung mit dem drehbaren Trichter a, durch welchen das eingegossene Klärmittel in die Röhre c fliefst und bei der Drehung .sich gleichmäfsig auf der Oberfläche der Flüssigkeit vertheilt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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