DE559832C - Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen - Google Patents

Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen

Info

Publication number
DE559832C
DE559832C DEH125074D DEH0125074D DE559832C DE 559832 C DE559832 C DE 559832C DE H125074 D DEH125074 D DE H125074D DE H0125074 D DEH0125074 D DE H0125074D DE 559832 C DE559832 C DE 559832C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
corrugated cardboard
nitrogen
ring
azotizing
channels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH125074D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E H GUSTAV HILGER DR ING
Original Assignee
E H GUSTAV HILGER DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E H GUSTAV HILGER DR ING filed Critical E H GUSTAV HILGER DR ING
Priority to DEH125074D priority Critical patent/DE559832C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE559832C publication Critical patent/DE559832C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Packaging Of Annular Or Rod-Shaped Articles, Wearing Apparel, Cassettes, Or The Like (AREA)

Description

  • Azotierkörper zur Durchführung der Azotierung in Azotiergroßöfen Die bisher zur Azotierung gelangenden Carbidkörper hatten gewöhnlich eine Größe von etwa 8oo bis iooo kg. Zur Verbilligung der Herstellungskosten besteht jedoch das Bedürfnis, die Größe der Azotierkörper erheblich, und zwar bis auf das Zehnfache und mehr, zu erhöhen. Die Azotierung derartiger Azotierkörper, die in zweckmäßig gestalteten Azotiergroßöfen erfolgt, bereitete aber bisher erhebliche Schwierigkeiten, da infolge der erhöhten Azotierungsdauer lokale Überhitzungen in der Azotiermasse entstanden, durch welche eine teilweise Rückzersetzung und damit eine Verschlechterung des bereits gebildeten Kalkstickstoffs verursacht wurde. Diese Nachteile hat man bereits durch Anbringung von mehreren Heizquellen innerhalb und außerhalb des Azotierbesatzes, deren Zahl von der Größe des Azotierkörpers abhängig ist, zu beseitigen gesucht. Hierbei aber zeigte sich der neue Nachteil, daß die von den einzelnen Heizquellen aus aufeinander zu wandernden Glühzonen sich überschneiden, wodurch das von diesen Glühzonen eingeschlossene Carbid infolge mangelnder Stickstoffzufuhr unazotiert blieb.
  • Gegenstand der Erfindung ist es daher, zu zeigen, wie die Heizung und Stickstoffzufuhr in Azotierkörpern erheblicher Größe einzurichten ist, um die Azotierung ohne Verlängerung der Azotierdauer und ohne daß unazotierte Stellen im Besatz verbleiben, durchführen zu können. Zur Erreichung dieses Zieles werden im Carbidbesatz ringförmige, konzentrische Kanäle angebracht, welch- vorzugsweise der Heizung dienen und aus einem körnigen, . bei den vorkommenden Hitzegraden nicht sinternden Material bekannter Art, wie körnigem Kalkstickstoff, Koks, Halbkoks, Kokslösche o. dgl., bestehen. Die Breite der durch diese Unterteilung des Besatzes entstehenden Zonen oder Ringe wird so gewählt, daß bei Anwendung der bekannten Flächenzündung sämtliche von den Heizkanälen beiderseitig ausgehenden Glühzonen sich innerhalb dieser Carbidringe etwa nach einer Zeit treffen, die der Azotierdauer normaler Azotierkörper entspricht. Obwohl diese Kanäle, in denen zur Herbeiführung der Heizung und Flächenzündung zweckmäßig elektrische Widerstandsheizungen, elektrische Bandheizungen, Gasheizungen oder andere bekannte Heizquellen in bestimmten Abständen angebracht sind, gleichzeitig auch dem Zutritt des Stickstoffs zu der Azotiermasse dienen, ,verden weiterhin für die Stickstoffzufuhr jeweils in der Mitte der einzelnen ringförmigen Azotierkörper, und zwar an derjenigen Stelle, wo sich die einander entgegenwandernden Glühzonen bei Beendigung der Azotierung treffen würden, ringförmige Schichten aus auflockerndem Material; üüd: zwar zweckmäßig aus Wellpappe angebracht, die für die Zuführung und Verteilung des Stickstoffs besonders geeignet sind. Der zugeführte Stickstoff strömt dann aus diesen Ringkanälen den wandernden Glühzonen durch noch unazotiertes Carbid ungehindert entgegen. Da sämtliche Glühzonen konzentrisch verlaufen und sich somit an keiner Stelle überschneiden können, wird auf diese Weise eine gleichmäßige Durchazotierung des gesamten Azotierkörpers gewährleistet.
  • Die Stickstoffzufuhr in die hierfür bestimmten Ringkanäle erfolgt nicht nur von oben, sondern in bekannter Weise auch von unten her und wird erleichtert durch die Anbringung von zweckmäßig ebenfalls aus Wellpappe bestehenden Rohren, welche seitlich neben den Ringkanälen angebracht sind und mit diesen in Verbindung stehen. Die Stickstoffzufuhr kann noch weiterhin durch Einlegung von radialen Brücken aus Pappe o. dgl., welche von dem Zuführungskanal des Stickstoffs bis zum entgegengesetzten Rande des Azotierringes reichen, erleichtert werden. Diese Maßnahme hat bekanntlich außerdem noch den Vorteil, daß die durch Verkohlung der Pappe entstehenden Kohleschichten den Kallistickstoffblock in handliche Teile unterteilen, so daß bei der Entleerung des Azotierbehälters der Kalkstickstoff--block in leicht zu transportierende und zu zerkleinernde Stücke zerfällt.
  • Der auf diese Weise durch Anbringung der Ringkanäle in Zonen unterteilte Azotierkörper '#@ist mit einer bekannten Innenelektrode und weiterhin mit gleichfalls bekannten äußeren Heizquellen beliebiger Art zu versehen. Auch ' können die in der Mitte jedes Carbidringes angebrachten Ringkanäle, welche zur Stickstoffzufuhr dienen, statt aus Wellpappe aus körnigem Material gebildet werden, ähnlich wie die Ringkanäle, welche vorzugsweise der Heizung dienen. Die Herstellung der aus körnigem Material bestehenden Ringkanäle erfolgt durch Einsetzen von doppelten Blechzylindern, wobei der Abstand derselben der Breite des Ringkanals entspricht, demnach in ähnlicher Weise, wie die bekannte, behälterlose Azotierung durchgeführt wird. Der Zwischenraum der Blechzylinder wird dann mit dem körnigen Material gefüllt, während außen und innen der Carbidbesatz eingebracht wird. Dann werden die Blechzylinder herausgezogen, so daß ein freier, aus körnigem Material bestehender Ringkanal zu den angegebenen Zwecken bestehen bleibt. Es ist hierbei natürlich auch möglich, in bekannter Weise die Blechzylinder an den dem Carbidbesatz zugewendeten Seiten mit einem Wellpappebelag zu versehen, so daß dann nach Entfernung der Füllzylinder das körnige Material zwischen Wellpapperingen eingebettet ist.
  • Die Zuführung des Stickstoffs zu den im Besatz eingebetteten ringförmigen Schichten kann von oben oder von unten bzw. gleichzeitig von oben und unten her erfolgen. Von oben her dringt der Stickstoff lediglich nach Maßgabe seiner Absorption während der Azotierung in diese Schichten ein, von unten her aber sind besondere Zuführungen vorgesehen, welche am Boden des Azotiereinsatzes in bekannter Weise so angebracht sind, daß die Zutrittsöffnungen durch die Azotiermasse nicht verstopft werden können. Die im Azotiereinsatz eingelegten Schichten bestehen hierbei zweckmäßig aus einseitig oder zweiseitig beklebter Wellpappe. Einseitig beklebte Wellpappe wird zweckmäßig an denjenigen Stellen verwendet, an welchen der Azotierkörper äußerlich oder gegenüber, den Elektroden abgegrenzt wird. Die Verwendung zweiseitig beklebter Wellpappe'bringt indessen den Vorteil einer unmittelbaren Trennung zweier Carbidmassen mit sich, indem ein schachtartiger Kanal zwischen diesen :Massen frei bleibt, der keinerlei verengte Stellen aufweist; auch leistet zweiseitig beklebte Wellpappe Zerstörungen dieses Kanals beim Einfüllen des Azotiermaterials leichter Widerstand.
  • Die Azotiereinsätze selbst können bei einer derartig weitgehenden Erleichterung der Stickstoffzuführung nunmehr mit undurchbrochenen Wandungen hergestellt werden, was für eine Verlängerung der Lebensdauer dieser Azotiereinsätze günstig ist. Der Boden der Azotiereinsätze kann mit den Seitenwandungen fest verbunden sein oder auch in bekannter Weise von denselben trennbar vorgesehen werden. Eine Stickstoffzuführung durch den Mantel des Azotiereinsatzes kann indessen vorgesehen sein, beispielsweise durch Schlitze, die am unteren Rande des Mantels angeordnet sind und durch welche der Stickstoff in den Raum zwischen Wellpappe und Mantel tritt.
  • Wie bereits erwähnt, sind am Boden des Azotiereinsatzes Zuführungskanäle vorgesehen, welche rinnenförmig ausgeführt sein können und in ihren Seitenwänden geeignete, dicht benachbarte Zuführungsschlitze für den Stickstoff besitzen. Die Wellpappe wird stets derart in den Azotiereinsatz eingelegt, daß sie in Verbindung mit den Zuführungsorganen des Stickstoffs steht und der zugeführte Stickstoff unmittelbar innerhalb dieser Wellpappeeinlagen Weiterströmen und sich in allen Kanälen gleichmäßig verteilen kann.
  • Die aus Wellpappe gebildeten Ringe bzw. Kanäle haben außerdem noch die Wirkung, daß ! der Wärmefluß.innerhalb der Azotiermasse, herrührend von der exothermischen Reaktion, in gewissem Grade für alle Stellen des Besatzes ausgeglichen wird, so daß die Azotierung.zurückgebliebener Stellen beschleunigt und diejenige weiter fortgeschrittener Stellen verzögert wird, da der Wärmestrom durch die Pappeeinlagen bzw. ihre Verkohlungsprodukte abgelenkt wird und gezwungen ist, sich längs derselben auszubreiten.
  • Auf weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung wird bei der 'folgenden Erläuterung der in der beiliegenden Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele hingewiesen werden. Abb. i zeigt eine Draufsicht auf einen Azotierbehälter mit einer beliebigen bekannten Innenheizung 2, dessen äußere Heizung ebenfalls in bekannter Art, beispielsweise durch eine elektrische Bandheizung, Gasheizung o. dgl., erfolgt. Wie ersichtlich, - sind sowohl der aus urdurchlochten Blechen bestehende äußere Azotierbehälter i sowie das innere Blechrohr il' je mit einer inneren Auskleidung 3 bzw. einer äußeren Umhüllung 4 aus Wellpappe versehen. Auch im Indern des Azotierkörpers befindet sich ein solcher Wellpappering 5 Die Zuführung des Stickstoffs erfolgt von oben oder unten bzw. gleichzeitig von oben und unten her mittels der durch das Einlegen der Wellpappe gebildeten Ringkanäle. Um den Stickstoffzutritt zu diesen und die Verteilung des Stickstoffs in denselben zu erleichtern, können an den Wellpapperingen besondere schachtartige Stickstoffzuführungskanäle 6 angebrachtwerden. Während die Wellpapperinge 3 und 4 zweckmäßig aus einseitig mit glattem Papier beklebter Wellpappe bestehen, ist zur Herstellung des inneren Ringes 5 doppelseitig beklebte Wellpappe verwendet. Die Zuführungskanäle 6 der Ringe 3 und 5 sind zweckmäßig gegeneinander versetzt. Die Räume a sind mit Azotiermasse ausgefüllt.
  • Abb. 2 zeigt eine weitere Draufsicht auf einen Azotierbehälter ähnlich Abb. i, bei welchem sich an jedem der drei Wellpapperinge 3, 4 und 5 je drei gegeneinander versetzte Zuführungskanäle 6 befinden. Von den Zuführungskanälen 6 der Ringe 4 und 5 sind radial nach außen Wellpappestreifen 7 gelegt, die ebenfalls der erleichterten Stickstoffverteilung im Azotierbehälter dienen. -Die Abb. 3, 4 und 5 zeigen einige Ausführungsbeispiele der Anbringung von Zuführungskanälen 6 unter Verwendung von doppelseitig geklebter Wellpappe an dem beiderseitig von Azotiermaterial umgebenen inneren Ringe 5. Wie ersichtlich, erfolgt bei Abb.3 die Ausbildung dadurch, daß beim Zusammenbiegen der Wellpappe der entstehende kurze Steg, mit welchem der Zuführungskanal 6 mit dem Ringe 5 in Verbindung steht, gegebenenfalls unter Einlage eines Wellpappestreifens 8, mittels einfacher Heftklammern 9 zusammengeheftet wird. Nach Abb.4 sind die einander zugekehrten Enden des Ringes 5, zwischen denen der Zuführungskanal 6 gebildet ist, etwas auseinandergezogen und durch einen Streifen io glatter Pappe wiederum mittels der Heftklammern 9 miteinander verbunden. Der Ring nach Abb.5 besteht aus zwei aneinanderliegenden Wellpapperingen, die unter einer aus der Abb.5 erkennbaren Ausbildung des Zuführungskanals 6, gegebenenfalls wiederum unter Einlegung von schmalen Pappestreifen 8, mittels der Heftklammern 9 zusammengeheftet sind. Beim Einfüllen des Azotiermaterials in den Azotierbehälter stellt man, um Deformierungen der Zuführungskanäle 6 zu vermeiden, zweckmäßig Holzstangen oder Blechrohre in dieselben, welche dann nach Beendigung der Füllung wieder herausgezogen werden.
  • Die Abb. 3a, 4a und 5a zeigen die durch die Ringe 5 gemäß Abb. 3, .4 und 5 im Besatz entstehenden schachtartigen Hohlräume, welche der Stickstoffzuführung dienen.
  • Gemäß Abb. 6 ist zur Herstellung des an der äußeren Wand des Azötierbehälters i befindlichen Ringes 3 einseitig beklebte Wellpappe verwendet. Im übrigen erfolgt die Herstellung des Zuführungskanals 6 in gleicher Weise wie bei Abb. 3.
  • Die Abb. 7, 8 und 9 stellen einige Ausführungsbeispiele der Stickstoffzuführung an der Bodenplatte ia des Einsatzes dar. Wie ersichtlich, strömt der Stickstoff durch ringförmig an der Bodenplatte angeordnete Einströmungsschlitze oder Löcher ii in einen rinnenförmigen Ring 12, welcher von oben her durch einen Ring 13 aus U-Eisen derart abgedeckt ist, daß das Azotiermaterial die seitlich des Ringes 12 angebrachten Ausströmungsschlitze 12a nicht verstopfen kann. Gemäß Abb. 9 wird der Wellpappering 5 lediglich seitlich des U-Eisens 13 in der ersichtlichen Weise aufgestellt, so daß der Stickstoff unmittelbar zum Fuße desselben gelangen und innerhalb des durch die beiderseitig geklebte `Wellpappe 5 gebildeten Schachtes hochsteigen kann. Gemäß Abb.8 wird der Wellpappering 5 unten beiderseitig mit Pappestreifen 5' in der ersichtlichen Art beklebt und in eine Führungsrinne 14 gestellt, welche ringförmig auf dem U-Eisenringe 13 angebracht ist. Die Klebstreifen 5' ragen beiderseits über die Rinne 14 hinaus und verhindern, daß Azotiermaterial in dieselbe gelangt. Der U-Eisenring 15 ist an seinem oberliegenden Stege mit einer großen Anzahl von Schlitzen oder Löchern 15 versehen, durch welche der Stickstoff in die Rinne 14 und weiterhin in den durch den Wellpappering 5 gebildeten Kanal strömt. Gemäß Abb.7 sind auf der Oberseite des U-Eisenringes 13, entsprechend der Anordnung der Zuführungskanäle 6, gemäß Abb. i und 2 oberhalb der Löcher 15 des Steges Ansatzrohre 16 vorgesehen, welche von Hauben 17 überdeckt sind. Sowohl am Fuße der Hauben 17 als auch am oberen, kegelförmig gestalteten Teil derselben befinden sich Ausströmungsschlitze 17a bzw. 17b, welche ebenfalls derart angeordnet sind, daß das Azotiermaterial nicht in das Innere der Stickstoffzuführung gelangen kann. 18 ist ein aus Blech bestehendes Zentrierrohr, welches, wie früher erwähnt, vor dem Einfüllen des Carbides in die Pappekanäle 6 gesteckt wird, um eine Deformierung derselben zu vermeiden. Dieses Zentrierrohr dient gleichzeitig zur erleichterten Einsetzung des mit den Kanälen 6 versehenen Ringes 5, derart, daß die Kanäle 6 in richtiger Weise auf die Zuführungshauben 17 zu stehen kommen. Nach dem Einfüllen des Besatzes werden dann die Zentrierrohre 18 entfernt, und der Stickstoff strömt in die Kanäle 6, von wo aus die Verteilung in den Wellpappering 5 entsprechend den Abb. 3, 4 5 bzw. 3a, 4a und 511 erfolgt.
  • Abb. 8a zeigt die Ausbildung des Ringkanals 5 bei Anwendung der in Abb. 8 bzw. g dargestellten Einrichtung, bei welcher von der Anbringung besonderer Zuführungskanäle 6 abgesehen worden ist.
  • In Abb. io ist ein vertikaler Teilquerschnitt durch den unteren Teil des Azotierbehälters i dargestellt, um die Anordnung der Stickstoffzuführung beispielsweise gemäß Abb. 7 und die Stickstoffzuführung in der Mitte und an der äußeren Wandung zu veranschaulichen. Hierin ist wiederum i der äußere Mantel, ia der Boden und ib das innere Rohr des Behälters. Die Anordnung -der Bodenschlitze ii ist im Vergleich mit Abb.7 ohne weiteres verständlich. Am Fuße der äußeren und inneren Wandung i und il befinden sich wiederum Schlitze und Löcher Zia, welche durch ein äußeres bzw. inneres Rohr iib nach außen hin derart verdeckt sind, daß das Azotiergut aus den Schlitzen oder Löchern Zia nicht herausfallen kann. Der hier eindringende Stickstoff strömt in dem durch einseitig beklebteWellpapperinge 3 und 4 gebildetenSchacht nach oben und verteilt sich hierbei gleichmäßig auf die ganze innere bzw. äußere Oberfläche des Azotierkörpers.
  • Abb. ii zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Draufsicht auf den Azotierbehälter gemäß Abb. i und 2. Der innere Verteilungskanal s des Azotierkörpers besteht hier aus zwei -Wellpapperingen 5a und 5b, zwischen welchen sich eine Füllung von geeignetem Material, beispielsweise körnigemHalb-oder Ganzkoks, befindet, um ein leichteres Aufsteigen und Verteilen des zugeführten Stickstoffes zu ermöglichen. Die das Füllmaterial seitlich begrenzenden Wellpapperinge 5" und 5b können hierbei auch gänzlich fortfallen. Es werden in diesem Falle zwei Blechzylinder entsprechend den Wellpapperingen 5a und 5b in den Azotierbehälter eingesetzt, deren Zwischenraum mit dem Füllmaterial 5c ausgefüllt ist. Nachdem dann das Azotiermaterial a in den Einsatz eingefüllt ist, werden die Blechzylinder aus dem Besatz entfernt, wobei aber das Füllmaterial im Besatz verbleibt. Die Stickstoffzuführung vom Boden des Behälters aus kann in Art der Abb. 7, 8 oder g erfolgen. Außer der Innenelektrode :z sind hier auch bekannte Außenelektroden 2a vorgesehen.
  • Abb. 12 zeigt schließlich die Draufsicht auf einen Azotierbehälter ganz besonderer Größe, in welchem das Zehn- oder Mehrfache des Inhalts der gewöhnlichen Azotierbehälter in gleicher Zeitdauer, aber mit bedeutend geringeren Wärme- und Stickstoffverlusten azotiert werden kann. Es sind hier im Innern des Besatzes zwei Wellpapperinge 5 nach Art der Abb. i und 2 vorgesehen, welche der Zuführung und Verteilung des Stickstoffes im Azotierbesatz dienen. Zwischen diesen Wellpapperingen 5 ist aber im Innern des Besatzes ein aus Koksstückchen o. dgl. gebildeter freier oder beiderseitig durch Wellpapperinge begrenzter weiterer Ring ig, ähnlich dem Ringe 5a, 5b, 5e derAbb.ii, vorgesehen, welcher hier aber außer der Zuführung von Stickstoff auch noch zu Heizungszwecken dient. Daher sind außer den bereits erwähnten Elektroden 2 und 211 in zweckmäßig gewähltem Abstand voneinander noch weitere Heizquellen bzw. Elektroden 21 innerhalb des Füllmaterials dieses Ringkanals derart angebracht, däß die zugeführte Wärme sich ungehindert über das ganze Füllmaterial des Ringkanals verbreiten kann. Die Glühzonen wandern hier nicht nur von den äußeren Begrenzungen des Azotiereinsatzes, nämlich den Wandungen i und ib des Azotierbehälters, aus nach dem Innern desselben, sondern gleichzeitig auch beiderseitig von dem Heizkanal ig innerhalb des Azotierbehälters, wobei jeweils die Stickstoffzuführung von den Verteilungskanälen 5 entgegen der Richtung der wandernden Glühzonen erfolgt. Bei weiterer Vergrößerung des Azotierkörpers können unter Beibehaltung der in Abb. 12 ersichtlichen Anordnung beliebig viele Heizkanäle ig, zwischen denen sich jeweils Stickstoffzuführungskanäle 5 befinden, angeordnet werden, soweit es die Herstellungsmöglichkeit der Azotierbehälter zuläßt, ohne daß -die Azotierdauer verlängert oder der hergestellte Kalkstickstoff in seiner Qualität verschlechtert wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Azotierkörper zur Durchführung der Azotierung in Azotiergroßöfen unter Zuleitung des Stickstoffes durch auflockernde Schichten in entgegengesetzter Richtung zum Fortschreiten der Reaktionszöne und unter Anwendung der gleichzeitigen Flächenzündung an verschiedenen Stellen bei Vermeidung der Überschneidung von Glühzonen, dadurch gekennzeichnet, daß in ihm konzentrische, beiderseitig freie oder durch Wellpappe begrenzte, mit körnigen Stoffen gefüllte Ringkanäle, die außer der an sich bekannten Mittel- und Außenheizung der Heizung dienen, zur Abgrenzung von ringförmigen Zonen (a, a) beliebig bestimmbarer Breite vorgesehen sind, während innerhalb dieser Zonen gleichartige, jedoch lediglich der Stickstoffzufuhr dienende Ringkanäle oder lediglich Wellpapperinge (5, 5a) an denjenigen Stellen angebracht sind, an welchen andernfalls die einander entgegenwandernden Glühzonen sich treffen würden.
  2. 2. Azotierkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkanäle (5a, ig) mit körnigen Stoffen bekannter Art, wie Kalkstickstoff, Kalk, Koks, Halbkoks o. dgl., gefüllt werden, und soweit sie Heizzwecken dienen, mit Elektrodenheizungen o. dgl. versehen sind, die in ihnen in geeigneten Abständen untergebracht werden.
  3. 3. Azotierkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, falls Wellpapperinge (5) zur Stickstoffzufuhr vorgesehen sind, sie mit zweckmäßig gleichfalls aus Wellpappe hergestellten Rohren (6) v ersehc@n werden, die der Stickstoffzufuhr von oben und von unten her dienen, wobei diese Rohre (6) zweckmäßig an dem üblichen Wellpappebelag (3, 4.) der inneren und der äußeren Wandung der Azotierbehälter angebracht werden. .f.
  4. Azotierkörper nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungskanäle (6) der einzelnen Wellpapperinge (3, 4, 5) im Besatz gegeneinander versetzt angeordnet sind.
  5. 5. Azotierkörper nach Anspruch 1, 3 und 4., dadurch gekennzeichnet, daß von den Stickstoffzuführungskanälen (3, 5) radial nach außen Wellpappestreifen (7) in den Azotierb,satz eingelegt sind, welche die Wellpapperinge (3, .4, 5) miteinander verbinden.
  6. 6. Azotierbehälter für Azotierkörper nach Anspruch i bis -, dadurch gekennzeichnet, daß am Fuße der äußeren und inneren undurchlochten Seitenu-ände (i, 1b) dicht oberhalb des abnehmbaren oder nicht abnehmbaren Bodens (ia) Schlitze oder Löcher (iia) angebracht sind, welche der Stickstoffzuführung dienen und mit einer Deckleiste (11b) derart überdeckt sind, daß bei ungehindertem Zutritt des Stickstoffs das Azotiermaterial nicht herausfallen kann. (Abb, io).
  7. 7. Azotierbehälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden (ia) des Azotierbehälters ringförmig angeordnete Schlitze oder Löcher (ii) vorgesehen sind, welche zur Stickstoffzuführung dienen und in mit Seitenschlitzen (12a) versehene ringförmige Rinnen (12) münden, welche durch Ringe (13) aus U-Eisen o. dgl. derart abgedeckt sind, daß bei ungehindertem Zutritt des Stickstoffs das Azotiermaterial nicht herausfallen kann (.-bb. g). B. Azotierbehälter nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite des U-Eisenringes (13) eine ringförmige Rinne (14) angebracht ist, welche durch Schlitze oder Löcher (15) mit dem Innern der Rinne (12) in Verbindung steht, wobei das Eindringen des Azotiermaterials in die Rinne (14) durch Deckstreifen (5') verhindert wird, welche beiderseitig am unteren Ende des Wellpapperinges (5), der in der Rinne (14) steht, angeklebt sind. g. Azotierbehälter nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite des U-Eisenringes (13) in entsprechenden Abständen Rohrstutzen (16) angebracht sind, welche durch Löcher (15) mit dem Innern der Rinne (12) in Verbindung stehen, wobei diese Rohrstutzen (16) durch nach oben spitz geformte Hauben (17) überdeckt sind, welche durch Schlitze bzw. Löcher (17a und 17b) den Stickstoffzutritt zu den auf diese Hauben gestellten, mit den Wellpapperingen (5) in Verbindung stehenden Zuführungskanälen (6) gestatten (Abb.7).
DEH125074D 1931-01-20 1931-01-20 Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen Expired DE559832C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH125074D DE559832C (de) 1931-01-20 1931-01-20 Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH125074D DE559832C (de) 1931-01-20 1931-01-20 Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE559832C true DE559832C (de) 1932-09-26

Family

ID=7174801

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH125074D Expired DE559832C (de) 1931-01-20 1931-01-20 Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE559832C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2714208C2 (de) Doppelzylindervorrichtung zum Regenerieren von verbrauchter Aktivkohle
DE2452734C3 (de) Heizzylinder
EP0105436A2 (de) Heiz- und kühlbarer Scheibenrührer
DE559832C (de) Azotierkoerper zur Durchfuehrung der Azotierung in Azotiergrossoefen
DE409617C (de) Verbrennungskraftmaschine
DE2115235C2 (de) Backofenbaugruppe mit erhitzten Wasserdampf und Kondensationswasser aufnehmenden und durch einen Herd beheizten ringförmig gekrümmten Röhren
AT149975B (de) Elektrolytischer Druckzersetzer für Wasser od. dgl., insbesondere Hochdruckzersetzer mit hintereinander geschalteten, konzentrisch ineinander angeordneten Elektroden.
DE528264C (de) Kokskuehlanlage
DE572702C (de) Pressmundstueck zur Herstellung von Elektroden aus schuppen- oder nadelfoermigem Graphit
DE676850C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren
DE670672C (de) Verfahren und Apparat zur Herstellung von Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren
DE899235C (de) Kathode fuer elektrische Entladungsgefaesse
DE484686C (de) Wanderrost mit Unterwindeinrichtung in einer unterhalb der oberen Rostbahn liegenden Kammer
DE625262C (de) Verfahren zur Azotierung von Grossazotierkoerpern mit aeusserer und innerer Beheizung
DE665030C (de) Koksofen mit diagonal aufgeteilten Heizzuegen
DE534424C (de) Vorrichtung zum Kneten von Margarine und anderen Speisefettstoffen
DE896926C (de) Erhitzer fuer Schlamm, vorzugsweise Rohschlamm, zur Herstellung von Zement
DE486764C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Kalkstickstoff
DE558644C (de) Azotierbehaelter
DE569783C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Azotierkoerpern erheblicher Groesse fuer Azotiergrossoefen
DE897094C (de) Senkrechter, absatzweise betriebener Ofen zum Schwelen von Presslingen
DE652308C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Koks in waagerechten, von aussen beheizten Kammeroefen mit getrennter Absaugung der unter und ueber 500íÒC entstehenden Gase
DE1451259C3 (de) Wärmeaustauscher
DE428295C (de) Trockentrommel
DE456149C (de) Verfahren und Ofen zur Verkokung von Kohle