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Brenner für flüssige Brennstoffe Die Erfindung erstreckt sich auf
einen Brenner für flüssige Brennstoffe, dessen belastete Düsennadel von dem Flüssigkeitsdruck
des geförderten Heizöls verstellt und derart angehoben wird, daß jeweils ein der
zu zerstäubenden Ülmenge angepaßter Austrittsquerschnitt freigegeben wird.
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Die bekannten Brenner dieser Art arbeiten insofern nicht feinfühlig
genug, als es zum Verstellen der Düsennadel immer erst einer gewissen öldruckssteigerung
bedarf, um die Reibung der Ruhe zu überwinden und die Nadel in die neue Stellung
zu bringen. Diese Erscheinung wird erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß die Düsennadel
von der zur Zuleitung des Brennstoffs dienenden Bohrung ausgehende gekrümmte Kanäle
aufweist, durch die der Brennstoff zur Erzeugung einer kreisenden Bewegung der Düsennadel
in die Zerstäuberkammer übertritt. Hierdurch wird gleichzeitig die Reibung bei der
Nadelverstellung vermindert und dem 01 im Brenner eine kreisende Bewegung
erteilt, die uneingeschränkt an der Brennermündung zur Wirkung kommt und die Durchmischung
der zerstäubten Brennstoffteilchen mit der Verbrennungsluft begünstigt.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung
dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i einen Längsschnitt durch den neuen Brenner,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Teil desselben mit der Düsennadel in Ansicht,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Brenner in Höhe der in Fig. i eingezeichneten
Schnittlinie d-b und Fig. q. einen herausgebrochenen Teil des Längsschnitts nach
Fig. i in größerem. Maßstab.
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Das zur Verwendung gelangende Heizöl tritt durch das Rohr 33 in das
Brennergehäuse 8o ein. Dieses ist am oberen Ende zum Überschrauben einer Kappe 82
mit Gewinde versehen. Die Kappe besitzt zum Verstellen Handgriffe 83 und dient als
Widerlager für einen Teller 84., der sich seinerseits gegen die Feder 85 abstützt.
Die Feder ist im Ausführungsbeispiel als Doppelfeder dargestellt. Ihr unterer Teil
legt sich gegen den Teller 86. Mit diesem Teller ist beispielsweise durch \Terschweißung
eine balgartig geformte Membran 87 verbunden, deren oberes Ende durch eine Hülse
88, die in das Gehäuse 8o eingeschraubt wird, gegen eine scharfe Kante 89 gedrückt
und dadurch so fest gespannt wird, daß sie einen flüssigkeitsdichten Abschluß bildet.
In die Hülse 88 ist ein Rohr go eingeschraubt, das eine Führung für die Feder bildet'
und als Abstandsstück wirkt. Das untere Ende des Rohres 9o befindet sich nämlich-
nur in verhältnismäßig geringer Entfernung von dem Teller 86 und verhindert dadurch,
daß die Membran 87
durch zu starkes Zusammendrücken gefährdet wird.
Der Teller 86 besitzt einen mit Gewinde versehenen Teil 9i, der in einen becherförmigen
Körper 92 eingeschraubt wird. Dabei kann die Tiefe des Einschraubens durch verschiedene
Unterlegscheiben 93 bestimmt werden. Weiter besitzt der Teller 86 an seinem unteren
Ende eine ballige Vertiefung zur Aufnahme einer Druckkugel 94, auf deren entgegengesetzter
Seite ein auf Kugeln-96 drehbar gelagerter und durch einen kegeligen Teil 97 mit
einem zylindrischen Körper 98 verschraubter Körper 95 angeordnet ist. Der Teil 98
ist seinerseits in dem Gehäuse 80 auf Kugeln 99 drehbar gelagert und besitzt
in seinem Innern einen mit Abzweigungen zu dem Ölraum 16 versehenen Kanal i. An
seinem unteren Ende trägt der Körper 98 einen Körper 2, der mit ihm verschraubt
ist und sich mit einem Absatz 3 gegen die zwischen die Körper 98 und 2 eingeschaltete
Scheibe 4 legt. Durch den Körper 2 führen radiale Ölbohrungen 5, die mit der Hauptleitung-i
in Verbindung stehen und in einen ringförmigen, durch die Unterlegscheibe 4 gebildeten
Kanal 6 münden. Aus dem ringförmigen Kanal 6 führen kurvenförmige Bob rungen 7 nach
außen, die das 01 in den Raum 8 außerhalb und unterhalb der Unterlegscheibe
4 leiten. Diese Bohrungen wirken während des Öldurchtritts infolge der Rückstoßwirkung
der austretenden Ölstrahlen als Antrieb und erzeugen eine Drehbewegung der Teile
2, 98 und 95. Der aus dem Ölraum 8 austretende Brennstoff durchströmt einen schraubenförmigen
Kanal 9 und erhöht hierbei noch die Drehbewegung der Nadel. Schließlich gelangt
er in den durch die Diisenplatte 12 begrenzten Raum io. Eine Überwurfmutter i i
preßt die Düsenplatte 12 flüssigkeitsdicht gegen den unteren Teil des Gehäuses 8o.
In die Düse ragt die Düsennadel 13 hinein, die entweder zylindrisch oder leicht
konisch ausgeführt sein kann.
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Die Wirkungsweise des Brenners ist folgende: Die gewünschte Anfangsbelastung
wird durch die Feder 85 eingestellt, und zwar durch Anziehen der Haube
82. Das Öl wird in den Raum 16 gepumpt. Mit der wachsenden Menge entsteht
ein höherer Druck, der auf die Teile 92, 86 usw. wirkt und schließlich die Feder
85 zusammendrückt, sobald die eingestellte Federbelastung überschritten wird. In
diesem Falle werden die beweglichen Teile angehoben und eine Durchtrittsöffnung
durch die Düse freigegeben, so daß das Brennöl aus dem Raum 16 durch die Bohrung
i und die übrigen Kanäle in den Ölraum io gelangen und von dort durch die Düsenöffnung
fein zerstäubt austreten kann. Der strömende Brennstoff ruft eine Drehbewegung der
Teile 95, 98, 2 usw. hervor, die die Aufundabbewegung der einzelnen Teile erleichtert
und damit die Zerstäubung unterstützt. Eine Drehbewegung tritt jedoch nicht auf,
wenn die Nadel 13 die Düsenöffnung geschlossen hält.