DE558965C - Verfahren zum Aufbereiten von Kryolith - Google Patents

Verfahren zum Aufbereiten von Kryolith

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DE558965C
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cryolite
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/02Froth-flotation processes
    • B03D1/06Froth-flotation processes differential

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbereiten von Kryolith nach Patent 557 804. Es ist für die Durchführung dieses Verfahrens von größter Bedeutung, S den Verbrauch an alkalischen Zusatzmitteln soweit wie möglich einzuschränken, da diese teuer sind, einen üblen Geruch abgeben und durch eine Färbung bzw. Trübung den Wert des Kryolithkonzentrats herabsetzen. Es hat sich nun gezeigt, daß durch die Verwendung von neutralen oder sauren Salzen der Alkalibzw. Erdalkalimetalle als Passivierungsmittel die' vorstehend genannten Übelstände vermieden werden können, wenn diese Salze in einer Menge zugesetzt werden, die das bei der Flotation sonst übliche Maß übersteigt. Versuche haben ergeben, daß durch Zugabe der genannten Salze in einer Menge von 10 bis 200 kg/t fest der Verbrauch an alkalischen
ao Zusatzmitteln auf etwa die Hälfte der sonst erforderlichen Menge herabgesetzt werden konnte; ferner war es möglich, eine praktisch vollständige Beseitigung des üblen und störenden Geruches des Fertigkryoliths zu erreichen und ein nahezu reinweißes Kryolith als Produkt zu gewinnen.
Statt der Trübe neutrale oder saure Salze der Alkali- bzw. Erdalkalimetalle zuzusetzen, kann eine gute Wirkung auch erreicht werden, wenn der Schwimmvorgang unter der an sich bekannten Verwendung von Meerwasser durchgeführt wird.
Es ist zwar bereits bekannt, Salze der Alkalimetalle zur Flotation von Kohle, 'Metallsulfiden und oxydischen Erzen zu verwenden; zum Aufbereiten von Kryolith sind sie bisher nicht benutzt worden. Kryolith verhält sich nämlich flotationstechnisch so grundverschieden von den genannten Mineralien, daß die Verwendung von Salzen der Alkali- und insbesondere Erdalkalimetalle nicht ohne weiteres auch für die Kryolithaufbereitung in Betracht kommen konnte. Durch die Verbindung des Verfahrens gemäß der Erfindung mit dem nach Patent 557 804 wird es ermöglicht, auch minderwertige Kryolithprodukte mit gutem Erfolg aufzubereiten.
Es ist auch bereits bekannt, die Salze der Alkalimetalle einer Schwimmtrübe in einer das bei der Schwimmaufbereitung sonst übliche Maß übersteigenden Menge zuzusetzen. Abgesehen davon, daß es sich hierbei nicht um neutrale oder saure Salze handelt, können die bekannten Verfahren auch nicht auf die Kryolithaufbereitung Anwendung finden, sofern nicht die im Hauptpatent genannten Sammler, wie Fettsäuren und deren Salze bzw. Derivate, neben einem Schäumer zugesetzt werden.
Die bekannten Verfahren nutzen nur die
natürliche Benetzungsfähigkeit der Stoffe aus, d. h. sie trennen lyophobe und lyophile Stoffe, z. B. Metallsulfide und Gangart oder Kohle und Gangart. Wenn lyophile Stoffe, z. B. oxydische Erze und Gangart, unter sich getrennt werden, dann wird z, B. ein Sulfidierungsmittel (Na2S) zur Beeinflussung der Benetztmgsfähigkeit benutzt. Im Gegensatz hierzu wird gemäß der Erfindung, bei der ίο lyophile Stoffe unter sich getrennt werden sollen, nicht nur der Grad der Benetzbarkeit, sondern auch die natürliche Reihenfolge im Grad der Benetzbarkeit geändert. Durch die Änderung dieser Reihenfolge wird im vor- »5 liegenden Falle die Trennung des Kryoliths vom Hagemannith, Pachnolith und Thomsenolith "erreicht.
Neben der Kombination der Passivierungsmittel mit Fettsäuren und deren Salzen oder ao Derivaten und neben der Änderung der Benetzbarkeit der nicht zu flotierenden Stoffe liegt ein weiterer Unterschied gegenüber den genannten Verfahren darin, daß gemäß der Erfindung gleichzeitig mehrere der genannten Salze Verwendung finden sollen, während bei den genannten Verfahren zur Flotation von Erzen und Kohle immer nur ein Salz der Alkalimetalle benutzt wird.
Die Verwendung von Meerwasser bei der Schwimmaufbereitung ist zwar ebenfalls an sich bekannt, bei der Kryolithaufbereitung jedoch ist Meerwasser bisher nicht verwendet worden. Gerade weil es sich in diesem Falle um die Zugabe großer Mengen handelt, wird durch Verwendung von Meerwasser unter Erzielung der gleichen Vorteile (Geruchlosigkeit, weiße Farbe des Kryoliths) eine wesentliche Verbilligung des Verfahrens erreicht.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufbereiten von Kryolith nach Patent 557 804, dadurch gekennzeichnet, daß als Passivierungsmittel der Trübe neutrale oder saure Salze der Alkali- bzw. Erdalkalimetalle in einer das bei der Flotation sonst übliche Maß übersteigenden Menge von 10 bis 200 kg/t fest zugesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmvorgang unter der an sich bekannten Verwendung von Meerwasser durchgeführt wird.
DE1930558965D 1930-08-02 1930-08-02 Verfahren zum Aufbereiten von Kryolith Expired DE558965C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2965231A (en) * 1956-05-09 1960-12-20 Pennsalt Chemicals Corp Flotation separation of cryolite and fluorite

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2965231A (en) * 1956-05-09 1960-12-20 Pennsalt Chemicals Corp Flotation separation of cryolite and fluorite

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