DE55729C - Kugelmühle zum Ausbringen von Gold und Silber auf nassem Wege - Google Patents

Kugelmühle zum Ausbringen von Gold und Silber auf nassem Wege

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DE55729C
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M. CRAW-FORD in Liverpool, 3 Oxford Street, Grafschaft Lancaster, England
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/10Obtaining noble metals by amalgamating

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Kugelmühle zum Ausbringen von Gold und Silber auf nassem Wege besitzt eine solche Einrichtung, dafs während des Zerreibens des Gutes das Edle unmittelbar in ein Quecksilberbad gefördert und zugleich das taube Mehl mittelst unter Druck eingeführten Wassers abgeschlämmt bezw. mittelst Prefsluft abgeblasen wird.
Die Kugelmühle ist auf den beiliegenden Zeichnungen in Fig. 1 im Verticalschnitt und Fig. 2 in der Oberansicht mit abgehobenem Deckelgehäuse dargestellt. Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach 1-2, Fig. 1.
In dem von Säulen B getragenen (am zweckmäfsigsten gufseisernen) kreisrunden Bett A liegt eine aus zwei concentrischen Theilen zusammengesetzte hohle Bahn für die Kugeln F; davon ist der äufsere ,Theil C im Bett A befestigt, also stillstehend, während der innere Theil C2 auf einer stehenden (im Fufslager E laufenden und in der Bettmitte durch Stopfbüchse E"2 abgedichteten) Welle D, welche mittelst Kegelradvorgeleges PP Drehbewegung erhält, aufgekeilt ist und so in Verbindung mit den losen Kugeln F das Zermahlen bewirkt. Die beiden Theile C und C2 sind durch einen Spalt G getrennt, unterhalb dessen im Bett A eine das Quecksilber aufnehmende breite Rinne H gebildet ist. Damit etwa zwischen A und C sich eindrängendes Quecksilber nach H zurückgelangen kann, sind die Flächen, mit denen sich A und C unten berühren, unter einem Winkel zum Trog H geneigt (s. α α, Fig. 1). Ferner läfst der rotirende Theil C2 zwischen sich und dem Bett einen Zwischenraum J, von dem ein Kanal K^ durch das Bett nach unten führt, wo sich an ,ST2 ein Rohr K anschliefst. Die Mühle ist oben durch einen kegelförmigen Deckel L geschlossen, der in seiner Mitte den Einschüttetrichter M und um diesen herum die Abführung N für das taube Mehl trägt.
Ist die Mühle in Bewegung, so wird das (in M eingeschüttete und durch dessen enge Verlängerung M2 nahe oberhalb der Kugeln auf C' ausgeschüttete) Gut theils zwischen den Kugeln und theils zwischen diesen und der Bahn zerrieben. Gleichzeitig wird durch K Flüssigkeit zugeprefst, welche durch J, über das Quecksilber weg und durch G in das Deckelgehäuse L dringend, letzteres füllt und schliefslich über den oberen Rand von N in eine Rinne R überfliefst, aus welcher sie durch die geneigte Rinne i?2 abläuft. Hierdurch wird alles taube (leichte) Mehl ausgeschwemmt bezw. alles Lösliche ausgelaugt, während die schwereren Theilchen infolge der im Gehäuse L stattfindenden Verzögerung zurückfallen und weitere Zerreibung erfahren; das schwere edle Mehl gelangt dagegen durch G nach H in das Quecksilberbad. Anstatt Wasser kann man zum Ausschwemmen auch andere Flüssigkeiten benutzen, wenn man gleichzeitig chemisch auf das Taube einwirken will.
Will man trocken mahlen, so bewirkt man die Entfernung des tauben Mehles durch Ab-
blasen mittelst eines durch K eingeprefsten Luftstromes.
Im Bett A kann noch ein Kanal T vorgesehen werden, um behufs etwa erforderlicher Erhitzung des Quecksilberbades oder der Schwemmflüssigkeit Dampf einzuleiten.
Der die Mahltrübe abführende Kanal N wird, wie aus Fig. 3 zu ersehen, zweckmäfsig mit Wänden V ausgesetzt, um schwere Theilchen zurückzustofsen, welche etwa durch unregelmäfsige Bewegung des Wassers (infolge der Rotation von C2) mit nach N hineingewirbelt werden sollten.
Das gesättigte Quecksilber (bezw. Amalgam) wird aus H durch das Rohr W abgelassen; um Verstopfung des letzteren durch Amalgam auszuschließen, wird es am zweckmäfsigsten so eingerichtet, dafs sein Ablaufende, wie Fig. 1 zeigt, beim Nichtgebrauch nach oben gedreht werden kann, woselbst es festgehalten wird (s. #>, Fig. 1).
X ist ein abstellbares Rohr zum Entleeren der Mühle, um Verstopfungen durch Setzen des tauben Mehles während des Stillstandes auszuschliefsen.

Claims (2)

Pa te nt-Ansprüche:
1. Eine Kugelmühle zum Ausbringen von Gold und Silber auf nassem Wege, bei welcher die Kugeln von dem rotirenden inneren Theil C2 der Kugelbahn getrieben werden und das edle Mehl durch einen Spalt G zwischen dem festen und rotirenden Theil der Kugelbahn in den Quecksilbertrog H fällt, während gleichzeitig die Entfernung des Tauben mittelst Flüssigkeit oder Luft bewirkt wird, die unter Druck über das Quecksilber weg durch den Spalt J unter den Kugeln eingeleitet wird und wobei zur Erwärmung des Quecksilbers bezw. der Flüssigkeit das Bett der Kugelbahn noch mit einem Dampfkanal T versehen sein kann (Fig. 1).
2. In Verbindung mit der Kugelmühle unter 1. deren Abdeckung durch einen kegelförmigen Deckel L, der in seiner Mitte den Einschüttetrichter M M2 und um diesen herum die mit Wänden F und beim Nafsmahlen auch mit Rinne RR2 versehene Abführung N für das Taube trägt (Fig. 1).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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