DE55519C - Photographische Camera - Google Patents

Photographische Camera

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Publication number
DE55519C
DE55519C DENDAT55519D DE55519DA DE55519C DE 55519 C DE55519 C DE 55519C DE NDAT55519 D DENDAT55519 D DE NDAT55519D DE 55519D A DE55519D A DE 55519DA DE 55519 C DE55519 C DE 55519C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
camera
frame
plates
pins
disks
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55519D
Other languages
English (en)
Original Assignee
L. LUMIERE in Lyon-Montplaisir, 21 und 25 Rue Saint Victor
Publication of DE55519C publication Critical patent/DE55519C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/26Holders for containing light sensitive material and adapted to be inserted within the camera

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographie.
LOUIS LUMIERE in LYON-MONTPLAISIR. Photographische Camera.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Mai 1890 ab.
Die vorliegende photographische Camera hat den Zweck, mehrere Aufnahmen schnell nach einander vornehmen zu können, ohne für jede Aufnahme einzeln die Aufnahmeplatte in den Apparat einbringen zu müssen.
Die lichtempfindlichen Glasplatten werden nicht in ganz verschliefsbare Cassetten gebracht, welche erst im Augenblick der Belichtung innerhalb der Camera wieder geöffnet werden, sondern man schiebt unter Lichtabschlufs je eine Platte in einen Rahmen A, der, wie Fig. ι zeigt, aus einer Blechplatte mit auf drei Seiten umgebogenen Rändern besteht; hierbei mufs die Rückseite der Glasplatte gegen die Rückseite des . Rahmens zu liegen kommen. Auf den beiden hohen Kanten des Rahmens ist oben und unten je ein Zapfen α befestigt, mit welchen der Rahmen in der photographischen Camera, für die Aufnahme bereit, gegenüber dem Objectiv aufgehängt wird. Dies geschieht in der Weise, dafs ein hinterer Verschlufs D von der Camera entfernt und dann durch diese Oeffnung der Rahmen A, mit der Glasplatte tiach vorn gerichtet, eingeführt wird, wobei sich die oberen Rahmenzapfen α in je eine seitlich und oben in der Camera angebrachte .Nuth c einlegen, Fig. 2. Der Rahmen wird nun, geführt durch seine Zapfen in den Nuthen, so weit in den Apparat hineingeschoben,, bis er oben gegen zwei auf der Welle f festsitzende Scheiben e e stöfst und von diesen in der Weiterbewegung gehemmt wird, während sich die unteren Zapfen al gegen je einen an den Seitenwänden der Camera angebrachten Stab d stützen. In gleicher Weise wird hinter den ersten ein zweiter mit einer Glasplatte versehener Rahmen, hinter diesen ein dritter und so fort ein Rahmen immer ■ hinter den anderen in die Camera eingeschoben und zuletzt. das Verschlufsstück JD wieder vorgesetzt. Dieses ist an seiner Innenwand mit einer Feder E versehen, welche jetzt gegen die Rückseite des letzten Rahmens drückt und somit sämmtliche Rahmen fest gegen einander gegen die Scheiben e e und die Anschläge d d preist, wodurch die Rückwand jedes vorhängenden Rahmens die lichtempfindliche Platte des nächsten Rahmens völlig gegen das Licht abschliefst und nur die vorderste Platte belichtet werden kann, wenn man jetzt die Dunkelkammer, in der die bisher beschriebenen Arbeiten vorgenommen werden mufsten, mit dem Apparat verläfst und durch das Objectiv B Lichtstrahlen in den Apparat einfallen läfst.
Nachdem genügend exponirt worden ist, dreht man die Welle f mittelst des aufsen am ' Apparat auf ihr festsitzenden Knopfes g etwas um, so dafs je eine in den Rand jeder Scheibe e eingearbeitete Nuth vor jeden Zapfen α des Rahmens A zu liegen kommt. Die Zapfen legen sich, veranlafst durch den Druck der Feder E, in diese Nuthen ein und werden von diesen aus den Nuthen c herausgezogen, wobei sie, der Bewegung der Nuthen nach abwärts folgend, den Rahmen A oben nach vorn. herunterdrücken und die Zapfen α1 in je eine seitliche, von den Stäben d und der Hinterwand gebildete prismatische Führung hineinschieben. Sobald durch die Wellenumdrehung die Nuthenöffnungen nach unten gerichtet sind, werden die Zapfen α durch das
Eigengewicht des Rahmens A aus den Nuthen herausgezogen, und der Rahmen fällt nach unten in die Camera hinein. Dabei dienen die Zapfen al a1 als Führung. Der Rahmen wird sich während des Falles allmälig um diese Führungsachse α1 α1 drehen, welche sich dabei gleichzeitig immer tiefer in ihren Führungen herunterschiebt, und schliefslich wird sich der Rahmen mit der belichteten Platte nach unten auf den Boden der Camera auflegen. Seitlich in der Camera angebrachte Federn r r verhindern das allzu schnelle Herabfallen des Rahmens, wobei leicht die Glasplatte beschädigt werden könnte.
An die Stelle des herabgefallenen Rahmens ist durch die Feder E sogleich der nächstfolgende Rahmen gerückt worden; dieser macht nach seiner Belichtung dem dritten, dieser wieder dem vierten Platz, und so können auf sämmtlichen Platten Aufnahmen gemacht werden. Da die bereits benutzten Platten mit ihren exponirten Seiten verdeckt unten auf dem Boden der Camera über einander liegen, so können sie von den in den Apparat gegen die jeweilig benutzte Platte fallenden Lichtstrahlen nicht mehr schädlich beeinflufst werden.
Es sind, wie die Zeichnung erkennen läfst, in die Scheiben e je zwei gegenüberstehende Nuthen eingearbeitet, um die Auslösung der Zapfen α α aus ihren Führungen c c schnell nach einander vornehmen zu können. Es kann dann noch auf der Welle f ein die Wellenumdrehung zweckentsprechend regelndes Sperrwerk angebracht sein. Anstatt. durch die dargestellten Blechrahmen A können die Platten auch durch einfache, mit Zapfen versehene Klammern oder auch sonstwie an ihnen befestigte Zapfen aufgehängt sein.

Claims (2)

Pa te nt-Ansprüche:
1. Eine photographische Camera, bei welcher die Platten unmittelbar hinter einander dem Objectiv gegenüber· in der Camera durch in seitliche Führungsnuthen (c) eingeschobene, an den Platten mittelbar oder unmittelbar sitzende Zapfen (a a) aufgehängt sind und mittelst einer Feder (E) oben gegen zwei Scheiben (e), unten mit auch dort an ihnen angebrachten Zapfen (a1 a1) gegen Anschlagstäbe (d) gedrückt werden, wobei durch Umdrehung der auf einer Welle sitzenden Scheiben (e) je eine in den Scheibenumfang eingearbeitete Nuth sich vor die Zapfen (a) legt, diese aus den Führungsnuthen (c) heraus in sich aufnimmt, nach unten führt und hier wieder freiläfst, so dafs die vorderste Platte, um ihre untere senkrecht geführte Zapfenachse (al a1) sich drehend, mit der belichteten Seite zu unterst auf den Cameraboden fällt, während die nachfolgenden Platten durch die Feder (E) um je eine Plattenbreite vorgerückt werden.
2. Bei der unter i. angegebenen Camera die Anbringung von Federn (r) an den Seiteninnenwänden, zwischen welche die Platten hindurchfallen und somit in ihrer Fallgeschwindigkeit gehemmt werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT55519D Photographische Camera Expired - Lifetime DE55519C (de)

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