DE554378C - Abdrehmaschine fuer Sprechwalzen - Google Patents

Abdrehmaschine fuer Sprechwalzen

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DE554378C
DE554378C DED55248D DED0055248D DE554378C DE 554378 C DE554378 C DE 554378C DE D55248 D DED55248 D DE D55248D DE D0055248 D DED0055248 D DE D0055248D DE 554378 C DE554378 C DE 554378C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B25/00Apparatus characterised by the shape of record carrier employed but not specific to the method of recording or reproducing, e.g. dictating apparatus; Combinations of such apparatus
    • G11B25/02Apparatus characterised by the shape of record carrier employed but not specific to the method of recording or reproducing, e.g. dictating apparatus; Combinations of such apparatus using cylindrical record carriers

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Description

Die Erfindung betrifft eine Abdrehmaschine für Sprechwalzen, insbesondere für sogenannte Diktiermaschinen, bei der das Abdrehmesser für den ersten Schnitt von Hand in die Schnittstellung eingerückt wird, für weitere Abdrehvorgänge an derselben Walze aber in an sich bekannter Weise selbsttätig mittels eines Schaltrades Vorschub erhält. Gegenüber den bekannten Einrichtungen bezweckt die Neuerung insofern eine Verbesserung, als die Anzahl der benötigten Bauteile verringert wird, sie also einfacher hinsichtlich ihres Zusammenbaues ist. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Schaltrad als Hubscheibe ausgebildet ist, die jeweils nach Beendigung eines Abdrehvorganges beim Anheben des Schlittens zum Ausrücken der Mutter von der Leitspindel durch Auftreffen eines drehbar gelagerten Schaltklinkenträgers auf die Grundplatte um
ao einen Zahn fortgeschaltet wird. Dabei ist der das Messer tragende Halter mit dem auf der Führungsstange gleitenden Schlitten gelenkig verbunden und wird durch eine Feder gegen die exzentrische Bahn der Hubscheibe gedrückt.
Die Hubscheibe kann ihrerseits wieder unter die Wirkung einer Rückholfeder gesetzt sein, die beim Ausheben der Sperrklinke die Hubscheibe in ihre Ausgangsstellung zurückbringt, die durch einen Anschlagstift und eine Anschlagkante gebildet wird.
Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform gemäß der Erfindung, und zwar
Abb. ι eine Draufsicht (Grundriß) der Maschine,
Abb. 2 eine Ansicht der Rückseite der Maschine, zum Teil geschnitten, mit auf ihrem Träger gelagerter Walze,
Abb. 3 eine ebensolche Ansicht mit geöffneter Brücke oder Lagerung,
Abb. 4 eine Teilansicht, zum Teil geschnitten, und
Abb. 5 einen senkrechten Querschnitt der Maschine.
Die Maschine hat in üblicher Ausführung eine das Gestell bildende Grundplatte 12 mit zwei Ständern 13 und 14 (Abb. 1) für die Führungsstange 15, auf der der Laufschlitten 17 mit dem Messerhalter mittels einer Hülse 16 gelagert ist und geführt wird. Der Schlitten ist mit einem zu einem kugeligen Handgriff 18 ausgestalteten Arm ausgestattet, der zum Zurückführen des Schlittens dient und sich vom Griff 18 nach unten zu einem Fuß 19 (Abb. 5) fortsetzt, der auf einer Längsschiene 20 der Fußplatte ruht. Parallel zur Führungsstange 15 ist auf Spitzenschrauben 21 und 25 die Tragewelle 22 mit Antriebscheibe 23 und Hohldorn 24 gelagert. Die Brücke 26 ist waagerecht ausschwenkbar auf einem in der Fußplatte 12 bei 28 gelagerten Drehzapfen 27 angeordnet. Beim Öffnen der Brücke 26 aus der Stellung nach Abb. 2 in die nach Abb. 3 wird die Dornwelle 22 in einem Hilfslager 32 (Abb. 1) durch einen Bund 33 gegen Verschiebung nach links gesichert.
Das Abdrehen der Walze erfolgt mittels eines Messers 39 (Abb. 1 und 5), das sich mit dem Schlitten 17 auf der Stange 15 vor der Walze
entlang bewegt, und zwar in üblicher Führung durch eine Leitspindel 40 und eine an der Hülse 16 sitzende Leitmutter 41. Die Leitspindel 40 ist zwangsläufig mit der Dornwelle 22 durch Riementrieb 42 auf Scheiben 43 und 44 verbunden. Die Riemenscheibe 23 neben der Scheibe 44 der Welle 22 wird gewöhnlich durch einen unter der Grundplatte 12 angeordneten Elektromotor angetrieben.
Für das zweckmäßig aus einem Hartsteine, wie Saphir, bestehende Messer ist in bekannter Weise ein Messerhalter 45 in einem drehbar auf dem Schlitten 17 angeordneten Träger 46 verschiebbar gelagert, der gegen den Hohldorn 22 bis zur Berührung des Messers mit der Walze eingestellt werden kann, so daß die gleichzeitige Drehbewegung der Walze 34 und Fortschaltbewegung des Schlittens 17 mit dem an dem Walzenmantel angreifenden Messer 39 die Abdrehung der Walze herbeiführt. Die Späne fallen dabei auf einer Rinne 17 durch eine Öffnung 48 der Grundplatte 12 in einen geeigneten Behälter.
Halter, Zapfen und Querstück 50 sind so miteinander verbunden und gestaltet, daß die Schneidekante des Messers 39 um etwa 0,38 mm über die Endfläche 51 des Zapfens vorsteht. Dies nebst einem weiteren Vorschub von 0,13 mm, der auf die nachstehend beschriebene Weise erhalten wird, stellt die Tiefe des ersten oder Vorschnitts dar. Um nämlich die von der Lehre bestimmte Schnittiefe ändern zu können, ist der Zapfen 49 am Außenende mit Gewinde 52 (Abb. 4) in einem Gewindeloch 53 des Quer-Stücks 50 einstellbar befestigt und wird in der eingestellten Lage durch eine Mutter 54 gesichert, die zweckmäßig zu einer als Stellknopf zum Einstellen der Lehre und des Halters dienenden Kappe 54'1 (Abb. 3) ausgestaltet ist. Ist die Lehre gegenüber dem Messer für Durchschnittsverhältnisse eingestellt worden, so werden diese Teile aus der Ruhelage in die Arbeitsstellung für den ersten oder Vorschnitt dadurch übergeführt, daß man mit dem Finger auf den Stellknopf 54^ drückt, bis das Zapfenende 51 mit der Umfläche der Walze in Anlage kommt, wobei die Messerschneide um einen bestimmten Betrag darüber hinaus vorsteht. Zur Sicherung des Halters 45 im Träger 46 in dieser Arbeitsstellung ist eine Querwelle 55 (Abb. 5) drehbeweglich im Träger gelagert, die sich mit einem Exzenterteile 56 gegen eine unten am Halter 45 befindliche ebene Ausschnittsfläche 57 anlegt, wenn die Welle 55 durch eine Feder 58 (Abb. 2) gedreht wird und den Halter verriegelt. Der Exzenterteil 56 in der Welle 55 ist so angeordnet, daß er bei etwaigem Zurückweichen des Messerhalters 45 unter dem Arbeitsdruck die Welle 55 dreht und damit die Klemmwirkung vergrößert und den Halter gegen weitere Bewegung sichert. Ein Handhebel 59 am Ende der Welle 55 dient zu deren Ein- und Ausrücken oder zur Ver- und Entriegelung des Halters 45. Die im Gehäuse und am Hebel 59 verankerte Feder 58 hält gewöhnlich den Exzenterteü der Welle mit der ebenen Ausschnittsfläche 57 des Halters in Berührung.
Um das Messer 39 schrittweise gegen die Walze 34 vorzuschieben, was selbsttätig beim Zurückführen des Schlittens in die Ausgangsstellung (Abb. 1) erfolgt, ist erfindungsgemäß der Träger 46 drehbeweglich auf einem in zwei Lageraugen 61, 62 (Abb. 2) des Schlittens 17 ruhenden Bolzen 60 gelagert und füllt mit seiner Lagerbuchse 63 genau den Zwischenraum der beiden Lageraugen 61, 62 aus. Der Bolzen 60 liegt parallel zur Achse des Doms 24, so daß bei jeder Drehung des Trägers 46 auf dem Bolzen 60 das Messer, je nach der Drehrichtung, von der Walze entfernt oder ihr zugeführt wird, wie aus der Abb. 5 ersichtlich ist.
Gewöhnlich wird ,der Träger 46 durch eine Feder 64 (Abb. 5) von der Walze oder dem Dorn 24 entfernt gehalten. Diese Feder ist im Schlitten 17 um einen Kolben 65 gewunden und drückt den Kolben aufwärts gegen einen Arm 66 des Trägers 46. Der schrittweise Vorschub wird entgegen dem Druck der Feder 64 durch eine auf einem Zapfen oder Bolzen 68 des Schlittens 17 sitzende Daumenscheibe 67 (Abb. 2) vermittelt, die mit einer auf einem Bolzen 70 im Arme 71 (Abb. 5) des Trägers sitzenden Rolle 69 zusammenarbeitet. Die Feder 64 preßt die Rolle 69 gegen den Umfang der Daumenscheibe 67. . -
Die Scheibe 67 hat eine Anzahl Zähne 73 für den Angriff einer Vorschubklinke 74, deren Träger 75 auf einem Zapfen oder Bolzen 76 des Schlittens 17 drehbeweglich angeordnet ist. Weiter greift eine ebenfalls auf dem Bolzen 76 gelagerte Sperrklinke 1Jj in die Verzahnung 73 ein, und zwar ständig unter der Wirkung ihres Gewichtsarmes 78, wodurch die Daumenscheibe 67 am Zurückgehen unter dem Druck einer in einer Ausdrehung des Fortsatzes 80 (Abb. 5) ruhenden Feder 79 verhindert wird.
Um nun die Scheibe 67 und damit das Messer, wie erwähnt, schrittweise bei der Bewegung des Schlittens in die Ausgangsstellung fortzuschalten, ist der Träger 75 der Vorschubklinke 74 so angeordnet, daß er über einem Vorsprunge 81 (Abb. 2) der Bodenplatte 12 steht, wenn der Schlitten am Ende eines Abdrehvorganges Halt macht. Wird der Schlitten 17 mittels des Handgriffs 18 aus der Stellung nach Abb. 1 und 5 angehoben, so fährt der Klinkenträger 75 gegen den Vorsprung 81 an und greift bei seiner Drehung in die Verzahnung 73 ein, so daß die Daumenscheibe 67 um eine Zahnbreite fortgeschaltet wird. Hierbei dreht sich der Träger 75, wie Abb. 2 und 3 erkennen lassen, in Uhrzeigerrichtung entgegen der Wirkung einer
Feder 82 (Abb. 5). Während die Scheibe 67 so bewegt wird, gleitet ein Zahn der Verzahnung 73 über die Klinke jy, die danach die Scheibe 67 sperrt.
Das Anheben des Schlittens ist nötig, um ihn in die Ausgangsstellung zurückzubringen. Hierbei wird die Fortschaltmutter 41 außer Eingriff mit der Spindel 40 gehalten, und das Messer 39 wie auch der Stellzapfen 49 sind von der Walze 34 abgehoben. Der angehobene Schlitten wird in einem Bewegungsgang von Hand in die Ausgangsstellung zurückgeschoben, beim Niederlassen greift dann die Mutter 41 wieder an die Spindel 40 und das Messer an die Walze an, worauf ein neuer Abdrehvorgang stattfinden kann.
Während der Zurückbewegung des Schlittens in die Ausgangsstellung geht der Klinkenträger 75 (Abb. 2) unter der Wirkung einer Feder 83 (Abb. 2, 3), die um den Bolzen 76 gewickelt ist und mit einem Ende an dem Schlitten 17, mit dem anderen am Träger 75 angreift, in seine frühere Lage zurück. Genügt ein einziger Nachschnitt nicht, um die Walze glatt abzudrehen, so können weitere Abdrehungen durch wiederholtes Zurückführen des Schlittens in die Ausgangsstellung vorgenommen werden. Dabei bedarf es keiner Messereinstellungen von Hand, da die selbsttätige Vorschubrichtung — Vorschubklinke 74 und Daumenscheibe 67 — den erforderlichen Messervorschub während des Anhebens des Schlittens besorgt.
Nach beendeter Bearbeitung einer Walze werden der Träger 46 mit dem Messer 39 samt der Vorschubvorrichtung in die Ausgangsstellung zurückgeführt, so daß das Messer dann wieder von Hand für den Vorschnitt bei einer neuen Walze eingestellt werden kann. Hierzu wird mittels des Hebels 59 die Ouerwelle 55 entgegen der Wirkung der Feder 58 zum Entsperren des Messerhalters 45 gedreht, der dann durch eine Feder 84 im Träger 46 (Abb. 4) in die unwirksame Stellung zurückgeführt wird. Gleichzeitig wird die Daumenscheibe 67 entsperrt, so daß sie unter der Wirkung der die Sperrklinke 77 aushebenden Feder 79 wieder zurückgehen kann. Dies geschieht ohne einen besonderen Handgriff infolge einer losen Verbindung zwischen dem Gewichtsarme 78 der Klinke Jj und einem Arme 84 des Handhebels 59 (Abb. 5). Diese Verbindung besteht aus einer Nase 85 am Arme 78, die in eine Aussparung 86 des Armes 84 greift. Wird also der Hebel 59 mit der Welle 55 gedreht, so hebt der Arm 84 den Arm 78 der Klinke Jj an und damit die Klinke aus der Verzahnung 73 aus. Bei diesem Vorgange kann die Daumenscheibe 67 unter der Wirkung der Feder 79 in ihre Ausgangsstellung zurückgehen, da die Vorschubklinke 74 mit ihr nicht in Eingriff steht. Ist die Scheibe 67 aber in ihre Normalstellung zurückgekehrt, so läßt sie auch den Träger 46 unter der Wirkung seiner Feder 64 (Abb. 5) in die Ausgangslage zurückgehen. Ein Anschlagstift 87 (Abb. 2) dient dazu, den Ausschlag der Scheibe 67 in beiden Richtungen zwischen deren Anschlagflächen 88 und 89 zu begrenzen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Abdrehmaschine für Sprechwalzen, bei der das Abdrehmesser für den ersten Schnitt von Hand in die Schnittstellung eingerückt werden kann, für weitere Abdrehvorgänge an derselben Walze aber selbsttätig mittels eines Schaltrades Vorschub erhält, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltrad (73) als Hubscheibe (67) ausgebildet ist, die jeweils nach Beendigung eines Abdrehvorganges · beim Anheben des Schlittens (17) zum Ausrücken der Mutter (41) von der Leitspindel (40) durch Auftreffen eines drehbar gelagerten Schaltklinkenträgers (75) auf die Grundplatte (Vorsprung 81) um einen Zahn fortgeschaltet wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Messer (39) tragende Halter (46, Abb. 2) mit dem auf der Führungsstange (15) gleitenden Schlitten (17) gelenkig (Bolzen 60) verbunden ist und durch eine Feder (64) gegen die exzentrische Bahn der Hubscheibe (67) gedrückt wird.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubscheibe (67) unter der Wirkung einer Rückholfeder (79) steht, die beim Ausheben der Sperrklinke (yy) die Hubscheibe (67) in ihre Ausgangslage zurückbringt, die durch einen Anschlagstift (87) und eine Anschlagkante (88) gebildet wird.
4. Maschine nach Anspruch 1 mit einer die Schnittiefe des Messers bestimmenden, am Messerträger gelagerten und mit Schraubeneinstellung versehenen Lehre, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Messerhalter (45) durch ein Querstück (50) verbundene, die Lehre bildende Zapfen (49, Abb. 4) im Messerträger (46) in an sich bekannter Weise parallel zum Messerhalter (45) geführt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DED55248D 1928-03-20 1928-03-20 Abdrehmaschine fuer Sprechwalzen Expired DE554378C (de)

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