DE554246C - Verfahren zur Einstellung des Abstandes zwischen dem Magnetpol und dem Anker bzw. der Membran von elektromagnetischen Tonerzeugern - Google Patents
Verfahren zur Einstellung des Abstandes zwischen dem Magnetpol und dem Anker bzw. der Membran von elektromagnetischen TonerzeugernInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R31/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture of transducers or diaphragms therefor
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Description
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Einstellung
des Abstandes zwischen den Magnet-. polen und dem Anker bzw. der Membran von elektromagnetischen Tonerzeugern.
Die bisher bekannt gewordenen Mittel hierfür lassen sich in drei Gruppen unterteilen:
1. Verstellung des Magnetsystems innerhalb des Telephongehäuses durch Einstellmittel
ίζ. Β. Schrauben) relativ zur feststehenden Membran,
2. Verschieben der Membran in axialer Richtung durch Gewindefassung o. dgl. relativ
zum feststehenden Magnetsystem,
3. Deformierung der unverstellbar eingespannten Membran zwecks Änderung ihres
Abstandes von dem ebenfalls unverstellbar ausgebildeten Magnetsystem.
Diese bisher bekannt gewordenen Verfahren und Einrichtungen zur Einstellung des
günstigsten Abstandes zwischen Membran und Magnetpolen sind zum Teil unvollkommen
und unzweckmäßig, zum Teil ungeeignet für die Membraneinstellung an Kapseltelephonen
und insbesondere bei Kapseltelephonen zu umständlich und zu teuer und meist auch verbunden mit einer ungewünschten
Erhöhung des Gesamtgewichtes infolge der Anwendung von zusätzlichen Einstellmitteln.
Bei von außen zugänglichen Stellschrauben, Gewinderingen o. dgl. kann es beispielsweise vorkommen, daß der bei der
Fabrikation eingestellte günstigste Abstand nachträglich von Nichtfachleuten wieder verschlechtert
oder das Telephon unter Umständen durch unsachgemäße Betätigung der Einstellmittel
ganz unbrauchbar gemacht wird. Die erwähnte Einstellung durch Deformieren der Membran ist infolge der großen Empfindlichkeit
der dünnen Membran schwierig und erfordert große Geschicklichkeit. Außerdem können hierbei leicht ungewünschte innere
Membranspannungen auftreten.
Zwecks Vermeidung dieser Nachteile wird gemäß dem Verfahren nach der Erfindung
die Einstellung des günstigsten Luftabstandes zwischen Magnetpolen und Anker bzw.
der Membran durch Deformieren des Telephongehäuses, zweckmäßig des das Magnetsystem
tragenden Gehäusebodens erzielt. Die Deformierung geschieht hierbei z. B. in der ■
Weise, daß der das Magnetsystem tragende Gehäuseboden allmählich nach der Membranseite
hin durchgedrückt wird, bis eine den Arbeitsgang kontrollierende elektroakustisehe
Einrichtung bei Erreichung der gewünschten Lautstärke anspricht. Es kann aber auch umgekehrt verfahren werden, indem
man die Membran zunächst auf den Polschuhen aufliegen läßt und sie dann durch
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Weeber in Berlin-Charlottenburg.
Deformation des Gehäuses von den Polschuhen entfernt.
Eine zweckmäßige Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens besteht in der Hauptsache
aus einem die Telephonkapsel aufnehmenden Behälter, an dem Mittel zur Stromzuführung
zu den Telephonmagneten vorgesehen sind, sowie einem entweder von Hand oder maschinell angetriebenen Gewindedruckstempel,
mit dem allmählich auf dem Boden der Telephonkapsel ein Druck ausgeübt wird. Auch dieser Druckstempel ist derart
ausgebildet, daß die Anbringung geeigneter Mittel zur Stromzuführung zu dem Telephonmagneten möglich ist.
In dem Falle, in dem der Druckstempel maschinell angetrieben wird, kann dessen
Stillsetzung selbsttätig erfolgen, beispielsweise durch die Anwendung eines phonischen
Relais, das in dem Augenblick zum Ansprechen kommt, in dem der günstigste Luftabstand
zwischen der Membran und den Magnetkernen erreicht ist. So könnte z. B. der Antrieb des Druckstempels durch einen Elektromotor
erfolgen, der bei Ansprechen des phonischen Relais abgeschaltet wird. Über geeignete Zuleitungen wird das zu justierende
Telephon an eine Wechselstromquelle angeschlossen und hierauf der Druckstempel in Bewegung gesetzt. Das phonische Relais
ist im Bereich der Membran angeordnet und so justiert, daß es bei einer ganz bestimmten
Lautstärke seinen Kontakt betätigt, der den den Druckstempel antreibenden Kraftmechanismus
direkt oder indirekt stillsetzt.
Eine Anordnung zur Ausübung des Verfahrens ist an Hand der Zeichnung im nachstehenden
an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
Es sei angenommen, daß das Kapseltelephon, das in der Hauptsache aus dem Gehäuse
i, der Membran 2, den Magnetpolen 3 und den Erregerspulen 4 besteht, nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren justiert werden soll. Zu diesem Zwecke wird das Kapseltelephon
mit der Membran nach unten in die an dem Auflager 5 vorgesehene Vertiefung gesetzt, wodurch selbsttätig die Feder 6, die
zur Klemme 7 führt, mit dem Kapselgehäuse in Verbindung kommt. Der Druckstempel 8
ist mit dem Gewinde 13 versehen und kann mittels der Mutter 11 nach oben oder unten
bewegt werden. Zur Führung der Mutter bzw. des Druckstempels sind die Teile 9 und
10 vorgesehen. Die Mutter 11 steht mit
einem abgekürzt gezeichneten Hebel 12 in Verbindung und kann durch diesen von Hand
gedreht werden. Der Druckstempel ist mit einer Bohrung 14 versehen zum Zwecke, die
Blattfeder 20 durch die Litze 16 mit der Klemmvorrichtung 17 und 18 elektrisch leitend
zu verbinden. Die Blattfeder 20 ist durch eine Isolationszwischenlage 19 vom
Druckstempel 8 isoliert. Die elektroakustische Einrichtung zur Kontrolle des Justier-Vorganges
wird an den Klemmen 7 und 18 angeschlossen. Zwecks Hörbarmachung der
von der Kapsel erzeugten Töne während der Justierung ist die Unterlage 5 mit einer trichterförmig
ausgebildeten Bohrung 21 versehen.
Claims (7)
1. Verfahren zur Einstellung des Abstandes zwischen dem Magnetpol und dem
Anker bzw. der Membran von elektromagnetischen Tonerzeugern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstellung des günstigsten Luftspaltes durch eine dauernd wirkende Verformung des Telephongehäuses
(ζ. B. des das Magnetsystem tragenden Gehäusebodens) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einer fertig zusammengebauten
Telephonkapsel der das Magnetsystem tragende Gehäuseboden allmählich nach der Membranseite durchgedrückt
wird, bis eine den Arbeitsgang kontrollierende elektroakustische Einrichtung anspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (z. B. ein pho-'
nisches Relais) vorgesehen sind, welche die die Deformation des Gehäuses bewirkende
Kraft selbsttätig außer Wirkung setzen.
4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet
durch eine einen Druck auf die Gehäusekapsel ausübende Vorrichtung (z.B. einen Gewindedruckstempel).
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindedruckstempel
mit Mitteln zur Stromzuführung zu den Telephonmagneten versehen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen mit Mitteln zur
Stromzuführung zu der Telephonkapsel versehenen Aufnahmebehälter für das zu justierende Kapseltelephon.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmebehälter
mit einer oder mehreren Öffnungen versehen ist zwecks Durchtritts der Schallwellen während des Justiervorganges.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLIN. GEDRUCKT IN DER
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE554246T | 1930-11-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE554246C true DE554246C (de) | 1932-07-06 |
Family
ID=6564022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930554246D Expired DE554246C (de) | 1930-11-11 | 1930-11-11 | Verfahren zur Einstellung des Abstandes zwischen dem Magnetpol und dem Anker bzw. der Membran von elektromagnetischen Tonerzeugern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE554246C (de) |
-
1930
- 1930-11-11 DE DE1930554246D patent/DE554246C/de not_active Expired
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