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Henkelkorb Die Erfindung betrifft einen Henkelkorb, bei dem wie bei
einer Faltschachtel die Stirnwände mit den Seitenwänden des Rumpfes durch Lappen
verbunden sind und bei dem ein Henkel vorgesehen ist, der so nach unten verschiebbar
ist, daß er für den Versand des Korbes auf dem oberen Rande des Korbrumpfes zu liegen
kommt, um den übereinander zu lagernden Körben unter ihrem Boden einen festen Stützpunkt
zu bieten. Um einen solchen Henkelkorb für den Versand und für den Verkauf von Früchten,
wie Erdbeeren u. dgl., verwendbar zu machen, so daß er an den Käufer des Korbinhaltes
ohne Sonderberechnung abgegeben werden kann, ist das Hauptaugenmerk außer auf die
einfache, billige Konstruktion darauf zu richten, daß beim Tragen des Korbes ein
Pendeln desselben gegenüber dem Traghenkel (durch das die Früchte in dem Korb eine
Verlagerung erfahren und sich gegenseitig stoßen können, wodurch sie in ihrer Qualität
und in ihrer Haltbarkeit Einbuße erleiden) vermieden wird. Nach der Erfindung wird
bei einfacher, billiger Konstruktion des Henkelkorbes das Pendeln desselben gegenüber
dem Henkel dadurch verhindert, daß unter Verwendung von mittels Schlaufen oder Haken
an dem. Korb zu befestigender Traghenkel in die breiten Schlaufen oder Haken von
beiden Seiten her die die Stirnwände mit den Seitenwänden des Korbrumpfes verbindenden,
an ihren Enden frei liegenden, d. h. keine feste Verbindung mit dem Rumpf besitzenden
Lappen eindringen, so daß die schräg ansteigenden unteren Kanten dieser Lappen zu
beiden Seiten der Schlaufen oder Haken Stützpunkte bilden.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Henkel aus
einem zur Bildung der Schlaufen doppelt gelegten Streifen hergestellt wird, dessen
beide Enden unter dem die Tragarme miteinander verbindenden Griffteil übereinandergelegt
und zusammengeschlossen sind. Der aus einem Streifen Pappe @o. dgl. in der gekennzeichneten
Art hergestellte Henkel erlangt eine solche Festigkeit, daß ein Durchbiegen desselben
beim Tragen des Korbes ausgeschlossen ist.
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Die Erfindung ist ferner gekennzeichnet durch die Anordnung, daß bei
der Verwendung eines mit Haken am K orbrumpf befestigten, aus einem Streifen Pappe
o. dgl. gebildeten Henkels über der Falzkante am unteren Ende der Tragarme des Henkels
eine Heftklammer eingeschlagen ist, die die Hakenbildung auf einfache und zuverlässige
M',eise sichert, so daß der Schnabel des Hakens die Neigung zeigt, sich zu schließen,
statt sich zu öffnen. Es wird also vermieden, daß das freie Ende des Hakens vom
Rumpf des Korbes absteht und beim Lagern sowie Transport des Korbes Druck -und Stoß
mit den nachteiligen Folgen für den Korbinhalt ausgesetzt ist.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen
zur Darstellung gebracht worden.
Abb. i zeigt eine Ausführungsform
des neuartigen Henkelkorbes in Seitenansicht, Abb. a in mittlerem Querschnitt.
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Abb. 3 zeigt die zweite Ausführungsform des Henkelkorbes in Seitenansicht.
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Abb. q. stellt in größerem Maßstab einen Teil des zu dem Korb nach
Abb. i und z gehörigen Henkels dar.
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Abb. 5 stellt in größerem Maßstab einen Teil des zu dem Korb nach
Abb. 3 gehörigen Henkels dar.
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Abb. 6 veranschaulicht das zur Herstellung des Korbrumpfes zugeschnittene
und vorgefalzte Werkstück flach ausgebreitet.
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Der in erster Linie zum Versand und zum Verkauf von frischen Früchten,
wie Erdbeeren u. dgl., bestimmte Korb wird aus Pappe oder einem ähnlichen billigen
Werkstoff hergestellt, so daß er als Verpackung ohne Sonderberechnung an den Käufer
abgegeben werden kann.
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Der Rumpf des Korbes ist in hekannter Weise in einem Stück aus dem
nach Abb. 6 zugeschnittenen und vorgefalzten Werkstoff hergestellt; @er setzt sich
zusammen aus dem den Korbboden bildenden Mittelteil a, den an die Langseiten desselben
anschließenden Seitenwänden b, b1 und den an die Schmalseiten anschließenden Stirnwänden
c, cl, die in Lappen d, dl übergehen, welche nach dem Aufrichten der Stirnwände
e, cl und der Seitenwände b, b1 an diesen durch Heftklammern e o. dgl. festgeschlossen
werden.
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Die infolge ihrer Gestalt und Größe in der Mitte f der Seitenwände
b, b1 vollkommen oder annähernd zusammentreffenden Lappen d, dl sind erfindungsgemäß
mittels der Heftklammern e so befestigt, daß ihre Enden frei liegen, um die verschiebbare
Anbringung des Traghenkels g zu ermöglichen, der zweckmäßig aus dem gleichen Werkstoff
wie der Rumpf des Korbes hergestellt wird. Als Streifen zugeschnitten, bildet der
Henkel an den beiden mit den Seitenwänden des Rumpfes zu verbindenden Enden Schlaufen
h, in die die Enden der Lappend,dl eingreifen können, so daß die schräg ansteigenden
unteren Kanten! der Lappen zu beiden Seiten der Schlaufen Stützpunkte bilden, die
beim Tragen des Korbes ein Pendeln desselben gegenüber dem Henkel verhindern.
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Der den Henkel abgebende Streifen wird so lang gewählt, daß seine
beiden Enden nach der Bildung der Schlaufen h unter dem Griffteil des Henkels übereinander
zu liegen kommen. Der Henkel besteht somit aus zwei Lagen Werkstoff, die an dem
Griffteil durch Heftklammern j @o. dgl. miteinander verbunden sind.
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Die die Schlaufen lt bildenden beiden Arme h des Henkels g haben eine
solche Länge, daß der Henkel in an sich bekannter Weise aus der Stellung nach Abb.
i in diejenige nach Abb.3 nach unten verschoben werden kann, damit er mit dem die
beiden Arme h verbindenden Griffteil auf den oberen Rand des Rumpfes zu liegen kommt
und so ein stabiles übereinanderpacken der Körbe für den Versand.. mit geringster
Raumbeanspruchung gestattet.
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Nach 'Abb. 5 ist der Henkel g statt mit Schlaufen mittels Haken an
dem Korb auf und ab verschiebbar angebracht. Dabei sind die freien Enden der Lappen
d, dl ebenfalls frei vom Korbrumpf durch Heftklammern L o. dgl. zusammengeschlossen.
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Die Haken zur Anbringung des Henkels am Korb werden durch die Enden
des für den Henkel verwendeten Streifens gebildet, die nach außen an den Armen h
:emporgebogen sind. Damit sich die Haken m dicht gegen die Arme h anschmiegen,
ist über der Falzkanten eine Heftklammem eingeschlagen.
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Wie bei den Schlaufen ya des Henkels ist auch bei den Haken m ein
das Pendeln des Korbes gegenüber dem Henkel verhindernder doppelter Stützpunkt durch
die schräg ansteigenden unteren Kanten! der Lappen d, dl vorhanden.