DE5541C - . Von der Kolbenbewegung abhängige Handsteuerung für hydraulische Druckwerke - Google Patents

. Von der Kolbenbewegung abhängige Handsteuerung für hydraulische Druckwerke

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DE5541C
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J. Stummer Ritter VON TRAUNFELS in Wien
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B13/00Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
    • F15B13/02Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
    • F15B13/04Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors for use with a single servomotor

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Description

1878.
JOSEPH STUMMER RITTER von TRAUNFELS in WIEN. Von der Kolbenbewegung abhängige Handsteuerung für hydraulische Druckwerke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. October 1878 ab.
Diese Vorrichtung besteht aus einem prismatischen oder cylindrischen, an beiden Enden offenen Hohlkörper und aus drei oder mehreren Kolben, welche wasserdicht an die Wand des Hohlkörpers anschliefsen, und zwar so, dafs der letztere über bezw. in dem Kolben hin- und hergeschoben werden kann, ohne dafs durch die Kolbenliderungen irgend etwas von der zwischen den einzelnen Kolben befindlichen Druckflüssigkeit austreten kann.
Wenn in der Vorrichtung nur drei Kolben zur Anwendung kommen, so ist von diesen drei Kolben entweder einer beweglich und zur Kraft- und Bewegungsübertragung geeignet,. während die beiden anderen in ihrer gegenseitigen Stellung unverrückbar und an einer entsprechenden gemeinschaftlichen Unterlage befestigt sind, oder zwei von den drei Kolben sind beweglich und zur Kraft- und Bewegungsübertragung geeignet, während der dritte an der Unterlage der ganzen Vorrichtung unverrückbar befestigt ist.
Wenn mehr als drei Kolben zur Anwendung kommen, so richtet sich das Verhältnifs der Anzahl der unbeweglichen zu jener der beweglichen Kolben nach dem jeweiligen Bedürfnisse, immer aber sind die Kolben so eingetheilt, dafs von drei auf einander folgenden Kolben wenigstens einer beweglich sein mufs.
Der Hohlkörper enthält ■ am Umfange eine oder mehrere Oeffhungen, welche so angeordnet sind, dafs sie im Zustande der Ruhe von der Liderung eines oder mehrerer der festen oder beweglichen Kolben verdeckt werden.
Wenn jedoch der Hohlkörper in irgend einer Richtung so verschoben oder gedreht wird, dafs dessen Oeffnungen mit den anstofsenden Räumen in Verbindung gesetzt werden, so wird die Druckflüssigkeit durch die Oeffnungen ausströmen, und zwar mit einer Geschwindigkeit, welche sich nach dem freigemachten Querschnitte der Oeffnungen richtet.
Einer oder mehrere der festen und beweglichen Kolben sind derartig ausgehöhlt, dafs durch dieselben die zur Verwendung gelangende Druckflüssigkeit frei in alle einzelnen, von je zwei auf einander folgenden Kolben begrenzten Räume des Hohlkörpers eintreten kann.
So lange die Oeffnungen des Hohlkörpers von den Liderungen der Kolben verdeckt werden, gleichen sich die Pressungen in den einzelnen Räumen aus und geben keine Veranlassung zu irgend einer Bewegung.
Sobald jedoch eine theilweise oder vollständige Aufdeckung der Oeffnungen stattfindet, wird die Druckflüssigkeit der betreffenden Hohlräume ausströmen und eine entsprechende Druckverminderung stattfinden.
Bei voller Aufdeckung der Ausströmungsöffnungen überwiegen deren Querschnitte die der Einströmung, so dafs der Druck in dem zugehörigen Räume auf den äufsereh Atmosphärendruck herabgebracht werden kann.
Die Ausflufsöffhungen sind stets so angeordnet, dafs bei Aufdeckung derselben 'einer oder beide anstofsende Räume nicht auch gleichzeitig durch Aufdeckung der Oeffnungen eine Druckverminderung erfahren können. Also werden sich die beweglichen Kolben nach der Richtung des verminderten Druckes bewegen. Diese Bewegung wird so lange anhalten, als die Ausflufsöffhungen offen bleiben.
Die Ausflufsöffhungen des Hohlkörpers sind ferner derartig angeordnet, dafs sie mit gleicher Leichtigkeit auf der einen wie auf der andern Seite der Kolbenliderungen aufgedeckt werden können. Hierdurch ist die Wirkung der beweglichen Kolben nach beiden Seiten hin gesichert.
In den beiden auf der beiliegenden Zeichnung dargestellten Formen der Vorrichtung ist der Hohlkörper ein Cylinder A A V Die Ausflufsöffnungen α α sind in der Fig. 1 in der Mitte vereint, in Fig. 2 dagegen an beiden Enden des Cylinders angebracht.
Die Bewegung des Cylinders geschieht in beiden Figuren mittelst eines Hebels H und" einer Leitstange L. In Fig. 1 ist der Drehpunkt des Hebels H an der Kolbenstange k k' des einzigen beweglichen Kolbens K, in Fig. 2 dagegen an der Grundplatte befestigt.
Von den drei Kolben ist einer beweglich, zwei sind unbeweglich. Der bewegliche Kolben K ist mit einer durchgehenden Kolbenstange k k1 versehen, an deren einem Ende k die Kraftwirkung übertragen wird, und an deren anderem Ende in Fig. 1 der Drehpunkt D des Bewegungshebels H befestigt ist.
Die beiden festen Kolben F F1 sind hohl und an ihren hinteren Enden G G' durch Zugstangen ZZ1 mit einander verbunden, sowie
auch noch .durgh .die Schrauben SS1 an der gemeinschaftlichen "Grundplatte befestigt.
Die Druckflüssigkeit tritt in beiden Fällen durch das gemeinschaftliche Einströmungsrohr R ein, welches zu dep beiden festen Endkolben durch die Zweigrohre r ri abzweigt. Diese Abzweigungen stehen mit den Kanälen τη ml der festen Kolben in Verbindung und führen so die Druckflüssigkeit in die beiden Räume BB* zu beiden Seiten des beweglichen Kolbens K.
Zu Fig. i. Wenn der Cylinder A A* mit Hülfe des Hebels H und der Leitstange L über den beweglichen Kolben nach der einen oder der anderen Richtung verschöben wird, so werden die Ausströmungsöffnungen α α über dem Räume B oder B' aufgedeckt. Die Druckflüssigkeit in dem betreffenden Räume strömt durch die Oeffnungen α α in den im Querschnitte in Fig. 3 ersichtlichen ringförmigen Raum p und aus diesem durch das Ausströmungsrohr P ins Freie. Da der Kolben K durch seine Kolbenstange k k' mit dem Hebel H und durch diesen und die Leitstange L mit dem Cylinder A A' verbunden ist, so wird der Cylinder dem durch die Hand bewegten Kolben folgen.
Zu Fig. 2. Hier sind die Ausströmungen a a' nicht wie in Fig. ι durch den beweglichen, sondern durch die beiden festen Kolben bedeckt. Sobald der Cylinder A A * nach rechts oder links verschoben wird, treten die linken a bezw. die rechten Oeffnungen «' über einen der beiden Räume BB1 und bewirken in dem zugehörigen Räume eine Druckverminderung, während gleichzeitig die am anderen Ende des Cylinders A A' gelegenen Oeffnungen noch mehr hinter die Liderung des entsprechenden festen Kolbens zurücktreten und daher in diesem Räume keine Ausströmung und keine Druckverminderung eintreten kann. So lange die Oeffnungen der einen Seite aufgedeckt sind, wird der bewegliche Kolben K nach des Richtung der Druckverminderung getrieben. Nur wird hier der Hebel H nicht dem Wege des Kolbens folgen, sondern blos auf die Gröfse der Cylinderverschiebung einwirken. Diese Anordnung gestattet eine Verkürzung der ganzen Vorrichtung, mit Bezug auf deren nutzbaren Maximalhub, sowie auch die Anbringung fester Ausströmungen statt des beweglichen Ausströmungsrohres P.
Die ausströmende Druckflüssigkeit tritt nämlich in Fig. 2 in den ringförmigen, in Fig. 4 im Querschnitt dargestellten, am Cylinder A A befestigten Raum //' und von diesem wieder durch die Ausströmungsöffhungen hinter der Liderung der festen Kolben FF1 in den Cylinder zurück, und zwar in einen Raum q, der durch die Hinterwand, der festen Kolben FF1 und einen zweiten Kolben ffx gebildet wird. Aus diesem ringförmigen Räume q ql wird dann die verbrauchte Druckflüssigkeit in das feste Ausströmungsrohr PP1 geleitet.
Die Kolbenstangen gehen in beiden Figuren durch Stopfbüchsen, welche in der Hinterwand ggi der beiden festen Kolben FF* angebracht sind.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die Zusammenstellung eines beweglichen, mit Ausflufsöffnungen versehenen prismatischen oder cylindrischen Hohlkörpers mit drei oder mehreren druckflüssigkeitsdicht anschliefsenden, theils beweglichen und zur Kraft- und Bewegungsübertragung geeigneten, theils gegen einander unbeweglichen Kolben, über welche der Hohlkörper mit seinen Oeffnungen bewegt werden kann.
2. Die Anordnung der Ausflufsöffnungen des prismatischen oder cylindrischen Hohlkörpers in solcher Weise, dafs dieselben in der Ruhelage von der Liderung eines oder mehrerer Kolben verdeckt werden.
3. Die Anordnung der beweglichen oder unbeweglichen Kolben, so dafs alle zwischen den einzelnen Kolben in dem Hohlkörper befindlichen Räume durch in den einzelnen Kolben angebrachte Oeffnungen beständig mit Druckflüssigkeit angefüllt werden können, unabhängig von der Ruhelage oder Bewegung der einzelnen beweglichen Kolben.
4. Die Vertheilung der Oeffnungen im Umfange des Hohlkörpers mit Bezug auf die beweglichen und unbeweglichen Kolben in solcher Weise, dafs durch die Bewegung des Hohlkörpers über die sämmtlichen Kolben die Oeffnungen der Druckflüssigkeit den Austritt gestatten, in dem unmittelbar anstofsenden Raum jedoch ein solcher Austritt nicht gleichzeitig stattfinden kann, während mindestens einer der drei Kolben be^ weglich ist, so dafs bei der Ausströmung der Druckflüssigkeit aus einem Räume durch die Umfangsöffnungen die beiden Seiten wenigstens eines beweglichen Kolbens einer Druckdifferenz unterworfen werden, welche denselben nach der Richtung der Druckverminderung hintreibt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT5541D . Von der Kolbenbewegung abhängige Handsteuerung für hydraulische Druckwerke Active DE5541C (de)

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