DE553677C - Schlingertankanlage fuer Schiffe - Google Patents

Schlingertankanlage fuer Schiffe

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Publication number
DE553677C
DE553677C DE1930553677D DE553677DD DE553677C DE 553677 C DE553677 C DE 553677C DE 1930553677 D DE1930553677 D DE 1930553677D DE 553677D D DE553677D D DE 553677DD DE 553677 C DE553677 C DE 553677C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tank
fan
tanks
ships
controlled
Prior art date
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Expired
Application number
DE1930553677D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Hermann Hort
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gesellschaft fuer Elektrische Apparate mbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Elektrische Apparate mbH
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B39/00Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude
    • B63B39/02Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by displacement of masses
    • B63B39/03Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by displacement of masses by transferring liquids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Ship Loading And Unloading (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. JUNI 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65 a13 GRUPPE
Schlingertankanlage für Schiffe Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1930 ab
Die Wassermengen von Tanks, die zur Dämpfung von Schiffsschwankungen dienen, müssen, falls sie keinen besonderen Antrieb besitzen, durch Drossel- oder Abschließorgane S in ihrer Bewegung so geregelt werden, daß diese gegenüber der zu dämpfenden Schiffsbewegung phasenverschoben ist. Es ist vorgeschlagen worden, in diesem Falle die Drossel- oder Abschließorgane in Leitungen einzubauen, welche die Lufträume der Tanks unmittelbar mit der äußeren Atmosphäre verbinden, weil sich dabei die geringsten Strömungsverluste ergeben und Querverbindungsleitungen zwischen den Tanks vermieden werden.
Zur Steigerung der dämpfenden Wirkung der Tanks ist es ferner bekannt, die Wassermassen künstlich im Takt der Schiffsschwankungen durch Fördermaschinen hin und her
so zu bewegen. Dabei wirken stets zwei gegenüberliegende Tanks zusammen, indem die Fördermaschinen an eine Verbindungsleitung der Flüssigkeitsräume oder besser der Lufträume angeschlossen sind. Zur Vermeidung der Flüssigkeitsleitung können im letzteren Falle die Tanks unmittelbar in die See münden.
Die Erfindung bezweckt, in solchen Fällen, wo die Wassermengen der Tanks künstlieh durch Fördermaschinen gesteuert werden, auch die quer oder längs durch das Schiff verlaufende Verbindungsleitung zwischen den Lufträumen der Tanks zu vermeiden, was erfindungsgemäß dadurch erreicht wird, daß für jeden Tank ein besonderes Gebläse vorgesehen ist, welches zwischen dem Luftraum des Tanks und einem als Akkumulator dienenden Raum eingeschaltet ist. Als Akkumulator kann beispielsweise ein Windkessel vorgesehen sein, der während einer vollen Schiffsschwankung einmal aufgeladen und danach entladen wird. Die Steuerung der Gebläse der einzelnen Tanks kann dabei nach wie vor von einer Zentralstelle aus erfolgen, etwa indem der Antrieb des Gebläses durch Elektromotoren erfolgt, die von demselben regelbaren Generator gespeist werden.
Insbesondere bei großen Schiffen ergibt sich durch die neue Anordnung wegen der dort vorhandenen großen Entfernungen zwischen den Bord- bzw. Bug- und Heckseiten eine exaktere Steuerung, weil das zusammendrückbare Luftvolumen verkleinert wird. Ferner wird die neue Anordnung den auf Schiffen fast immer bestehenden Forderungen nach dem geringsten Raumbedarf besser gerecht.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einer Schlingertankanlage beispielsweise veranschaulicht. Die Lufträume der Tanks 1 und 2, die als Außenbordtanks ausgeführt sind und nach unten hin unmittelbar in die
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Dr. Hermann Hort in Berlin-Charlottenbiirg.
See münden, sind jeweils an Gebläse, beispielsweise an Pumpen 9 und 10, angeschlossen, die mit Elektromotoren 13 und 14 gekuppelt sind, welche beide von dem durch den dauernd laufenden Motor angetriebenen Generator 20 gespeist werden. Die Motoren 13 und 14 sind dabei gegenläufig geschaltet, so daß die Pumpe 9 Luft aus demTanki fördert, wenn die Pumpe 10 Luft in den Tank 2 hineinpumpt, und umgekehrt. Die Steuerung der Gebläse erfolgt dabei durch Änderung der Erregung des Generators 20 beispielsweise in Abhängigkeit von der Größe oder der Winkelgeschwindigkeit der zu dämpfenden Schiffs-
x5 Schwankung. Die Pumpen arbeiten mit Windkesseln 23 bzw. 24 zusammen, die als Akkumulatoren dienen und beim Vollsaugen des Tanks aufgeladen und beim. Herausdrücken des Wassers aus den Tanks entladen werden. Die Verwendung der Windkessel ergibt eine erhebliche Leistungsverminderung der Gebläse gegenüber der sonst noch möglichen Anordnung, bei welcher die Pumpen die Luft unmittelbar aus der äußeren Atmosphäre ansaugen, insbesondere in dem für die Stabilisierung des Schiffes besonders günstigen Fall, daß die Tanks vollkommen unter dem Meereswasserspiegel liegen, weil dann der mittelbare Druck in dem Luftraum jedes Tanks erheblich größer als der äußere Atmosphärendruck ist. Zur Vermeidung von Wasserschlägen in den Tanks, etwa infolge Versagens der Fördermaschinen, ist mit dem Gebläseantrieb 13 bzw. 14 eine Pumpe 21 bzw.
22 gekuppelt, welche in nicht dargestellter Weise auf einseitig wirkende Drosselventile derart arbeitet, daß sie in derjenigen Umlaufrichtung, in welcher Luft in den Tank hineingepumpt wird, leerläuft, in der anderen Umlauf richtung jedoch, also bei Ausströmen der Luft aus dem Tank, die Fördermaschine 9 bzw. 10 abbremst. Dem gleichen Zweck können die in den oberen Tankräumen angeordneten Drosselventile 17 und 18 dienen. Die beschriebene Anordnung kann natürlich ohne weiteres einseitig verwendet werden, weil die Steuerung beider Tanks vollkommen unabhängig voneinander ist Durch Zusammenfassung zweier Tanks bestimmter Größen zu einem 'einzigen Tank lassen sich aber erhebliche Raum- und Gewichtsersparnisse erzielen, ohne daß die zur Steuerung erforderliche Leistung oder die Stabilität des Schiffes dadurch vermindert wird.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schlingertankanlage für Schiffe, bei der die in Seitentanks befindlichen Wassermassen unabhängig voneinander durch Veränderung des Luftdruckes oberhalb der Tankfiüssigkeit gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung für jeden Tank ein besonderes Gebläse vorgesehen ist, das zwischen dem Tank und einem als Akkumulator dienenden Raum eingeschaltet ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Gebläses mit einer selbständig wirkenden Bremsvorrichtung versehen ist, die das Gebläse nur in der zur Füllung des Tanks mit Wasser erforderlichen Umlaufrichtung abbremst.
3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der Geblase umsteuerbare und gegenläufig geschaltete Motoren vorgesehen sind, die von einer Zentralstelle aus gesteuert werden, z. B. indem sie an einen gemeinsamen, in Abhängigkeit von der Schlingerbewegung in bekannter Weise gesteuerten Generator angeschlossen sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930553677D 1930-09-04 1930-09-04 Schlingertankanlage fuer Schiffe Expired DE553677C (de)

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DE (1) DE553677C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6029595A (en) * 1998-12-11 2000-02-29 Bachmann; Helmuth G. External water ballast container for sailboats
WO2020009588A1 (en) * 2018-07-06 2020-01-09 Pav Holding As A geostationary floating platform

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6029595A (en) * 1998-12-11 2000-02-29 Bachmann; Helmuth G. External water ballast container for sailboats
WO2020009588A1 (en) * 2018-07-06 2020-01-09 Pav Holding As A geostationary floating platform
US11878777B2 (en) 2018-07-06 2024-01-23 Stationmar As Geostationary floating platform

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