DE55307C - Maschine zum Zubereiten von Häuten und Leder - Google Patents
Maschine zum Zubereiten von Häuten und LederInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14B—MECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
- C14B1/00—Manufacture of leather; Machines or devices therefor
- C14B1/02—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather
- C14B1/04—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather using slicking, scraping, or smoothing-out cylinders or blades fixed on supports, e.g. cylinders, in a plane substantially at right angles to the working surface
- C14B1/12—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather using slicking, scraping, or smoothing-out cylinders or blades fixed on supports, e.g. cylinders, in a plane substantially at right angles to the working surface in machines with plane supporting bed-plates
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 28: Gerberei.
Vorliegende Neuerungen beziehen sich auf eine Maschine zum Zubereiten von Häuten und
Leder und haben den Zweck, in derselben Zeit mehr oder bessere Arbeit zu liefern und
dem Arbeiter eine bequemere Handhabung zu gestatten.
Zur Hin- und Herbewegung der Werkzeuge und für den Fall, dafs eins oder mehrere
derselben auf jeder Seite des schwingenden Werkzeughalters angeordnet sind und abwechselnd
gehoben werden müssen, kommen bei vorliegenden Neuerungen Excenter oder unrunde Scheiben zur Anwendung, welche auf
dem Zapfen der Kurbelscheibe sitzen, mit welcher die Verbindungsstange zur Hin- und Herbewegung
des Werkzeughalter- Gleitstückes verbunden sind.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt eine derartige Anordnung. -
" Fig. 2 und 3 sind vergröfserte Details derselben in einer Seitenansicht und geschnittenen
Draufsicht.
Die Verbindungsstange F geht von dem Zapfen F1 einer Kurbelscheibe V aus und ertheilt
dem Werkzeughalterkopf Z* eine hin- und hergehende Bewegung. Auf dem Zapfen F1
ist eine unrunde Scheibe F2 befestigt, welche
auf eine an der Lenkerstange Z vorgesehene Rolle Zx wirkt. Das andere Ende dieser
Stange Z ist an dem Hebel R J. des schwingenden
Werkzeughalters angelenkt, so dafs die Werkzeuge abwechselnd von der Lederfläche
abgehoben-werden. Das den Zapfen F1 umfassende Ende der Stange Z ist mit einem
Längsschlitz versehen, so dafs sie relativ zur Stange Y Längsbewegungen machen kann.
Der Contact der Rolle Zx mit der unrunden.
Scheibe F2 kann vermittelst einer Feder oder eines Ersatzmittels aufrecht erhalten werden.
In den Fig. 4, 5 und 6 ist eine Modification dargestellt. Hier ist die Stange Z, welche zum
abwechselnden Aufheben der Werkzeuge vom Leder dient, bei Zxx drehbar gelagert und
wird durch einen Curvenschub F2, welcher auf die Rolle Z* wirkt, in seitliche Schwingungen
versetzt.
Die Fig. 7 und 8 zeigen weitere Formen der Curvenschube; dieselben haben vorstehende
Daumen oder Ausschnitte.
Bei der Anordnung der Fig. 7 A ist die Lenkerstange Z an die andere F angelenkt
und legt sich mit dem hinteren Ende gegen den Zapfen F1, welchem durch den Curvenschub
F2 eine aus- und einwärtsgehende Bewegung ertheilt wird.
In Fig. 8 A ruht das äufsere Ende der Stange Z mittelst einer Rolle auf einem Curvenschub
F2.
In Fig. ,9 ist die Stange Z an die Stange F angelenkt und wirkt mittelst einer Rolle Zx
gegen den auf dem Kurbelzapfen vorgesehenen Schub F2.
Zu dem Zwecke, ein oder mehrere Werkzeuge während des Ganges der Maschine aus-
heben zu können, wird für jedes Werkzeug oder jeden Satz desselben eine Gleitstange A
angewendet, Fig. io, welche in Nuthen der Anschlagstücke B passen. Mit diesem Gleitstück
A sind Winkelhebel C C\ C C2,C C8
und C C4 verbunden, welche drehbar am Gestell gelagert und durch Stangen D verbunden
sind. Diese Stangen sind an den Seiten der Maschine entlang oder ganz um dieselbe
herumgeführt, so dafs der Arbeiter von jedem beliebigen Stand aus die betreffenden Werkzeuge
senken oder ausheben kann.
Fig. 11 zeigt eine andere Anordnung zu
demselben Zwecke; hier ist eine auf einem Ende drehbar am Maschinengestell gelagerte
Stange C durch eine Nuth der Anschlagstange B der Werkzeuge geführt und am
anderen Ende mit einer Handhabe D versehen. Bewegt man dann die Stange C, während das
Werkzeug und seine Anschlagstange B sich in ihrer höchsten Stellung befinden, seitwärts, so
hält die Stange C die Anschlagstange B und das Werkzeug hoch, worauf die Handhabe
festgelegt wird. Derselbe Erfolg wird durch eine Anordnung, wie sie Fig. ii A zeigt, erzielt
; hier ist anstatt des Anschlags B die Stange C mit einem Schlitz C1 versehen.
Die Anschlagstange( B kann auch, wie
Fig. 12 zeigt, vermittelst konischer Räder I und einer Schraube hin- und herbewegt werden
; dabei wird die Welle F vermittelst eines Handrades- gedreht. -
Statt der konischen Räder können, wie Fig. 13 zeigt, Schraubenräder zur Anwendung
kommen. Bei den Anordnungen der Fig. 14 und 12A wird die Hin- und Herbewegung
von B vermittelst einer Zahnstange, in welche ein Stirnrad greift, bezw. mittelst eines Excenters
L erreicht.
Fig. 15 zeigt zum Antrieb des Anschlages B,
welcher durch mit Köpfen .R4 versehene Stangen
R2 mit dem Werkzeughalter verbunden ist, ein gewöhnliches Excenter C auf der
Welle C1. Auch kann für jedes Werkzeug ein ■ Daumen C, Fig. 16, auf Welle C1 vorgesehen
werden, welcher durch irgend eine Handhabe gedreht werden kann und dadurch
das Werkzeug entweder hebt oder senkt.
Für manche Fälle kann auch ein Anschlagstück B von der in Fig. 17 veranschaulichten
Form zur Anwendung kommen, welches in seiner Längsrichtung von jeder Seite der Maschine
aus verschoben werden kann.
Der Kopf i?4, welcher in eine Längsnuth
dieses verschiebbaren Anschlages greift, ist mit dem Werkzeughalter verbunden und läfst in
der gezeichneten Stellung eine freie Auf- und Abwärtsbewegung des Werkzeuges zu. Bewegt
man jedoch den Anschlag B in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles, so kommt der
Kopf R*- in Contact mit dem Theil T der
Nuth und läfst also nun Aufwärtsbewegung des Werkzeuges nicht zu. Bei weiterer Bewegung
in derselben Richtung kommt Kopf i?4 zwischen die Nuthbegrenzungen T und T1
und verhindert so jede Bewegung des Werkzeuges. Der Theil T2 an der anderen Nuthhälfte
verhindert zunächst eine Abwärtsbewegung des Theiles T3, dann auch eine
Abwärtsbewegung des Werkzeuges. Wiederholt man diese Anordnung, so kann eine beliebige
Zahl von Werkzeugen gleichzeitig angehalten werden. Der Anschlag B kann in
diesem Falle durch ein Zahnrad bewegt werden, welches in eine Zahnstange T1 greift.
Fig. 18 ist eine Seitenansicht,
Fig. 19 eine Endansicht und
.Fig. 20 eine Draufsicht des Werkzeughalters einer Maschine ,der gewöhnlichen, mit vorliegenden
Neuerungen ausgestatteten Construction. Der Werkzeughalter Rx am Gleitstück Z*
legt sich gegen eine Feder R3. Die Enden jedes Werkzeughalters sind durch mit Köpfen i?4
versehene Stangen R2 mit den Anschlägen B verbunden, Fig. 19.
Die beiden Hebel EE1 sind auf schweren
Wellen Fund F1. angeordnet. Die letzteren sind je mit einer eingelassenen Längsfeder versehen,
so dafs die auf den Wellen F und F1
vorgesehenen Hebel H und / hin- und hergleiten können, wenn das Kopfstück Z^ durch
die nach vorausgegangener Schilderung angetriebene Lenkerstange Y in seiner Führung G
sich hin- und herbewegt. Die Hebel E E1 haben doppelt gegabelte Enden, auf welche
Stangen K wirken. . Diese Stangen werden in Lagern M l des Ges'telles M getragen und
dienen zum Ausheben der Werkzeuge vom Leder.
Die Stange Y ertheilt beim Hin- und Herbewegen
des Gleitstückes Z^ dem Hebel R 5,
welcher mit ihm' durch das Zwischenstück R6 verbunden ist und die Feder R3 trägt, eine
steigende und fallende Bewegung, Fig. 18. .
Hierbei wird die Stange i?2, welche mit je
einem Werkzeughalter R x verbunden ist,
bald gehoben, bald gesenkt, und mit ihr der Kopf i?4.
Bewegt man die Stange K, welche mit dem Hebel E verkuppelt ist, so ertheilt der mit
einem Zahnradsegment versehene Hebel / dem Anschlag B die Bewegung, deren Zweck bei
Behandlung der Fig. 17 erläutert wurde. Hierdurch kann die Bewegung je eines Werkzeughalters
genau controlirt werden. Die Stange K1 dient zum Hochheben einer Bürste <S und ist
zu diesem Zwecke mit einem Hebel E1 verkuppelt, welcher mit dem Hebel H auf derselben
Welle F1 angeordet ist.
H ist durch eine Stange Hx mit einem
Hebel H2 verbunden, welcher mit- einem
zweiten Hebel H^ auf einer Welle HB sitzt,
Fig. 19 und 20. Der letztere Hebel HA wirkt
auf ein Querstück H5 und dieses vermittelst Stangen H6 auf die Bürste F.
<
Im Haupt-Patent sind zwei Arbeitstische beschrieben,
welche auf verschiedenen Seiten der Maschine auf Wagen angeordnet sind. Sollen
zwei Arbeitstische auf demselben Wagen vorgesehen werden, so gilt die in Fig. 21 dargestellte
Anordnung. Für diesen Fall können auf dem Wege A3 die Tische D Dl angeordnet
werden, deren einer sich dann unter dem Werkzeughalter Rx befindet zu einer
Zeit, in welcher der andere hinw.egbewegt ist, damit entweder neues zu bearbeitendes Material
aufgelegt oder das bearbeitete abgenommen werden kann. Zu diesem Zweck kann der Wagen AB entweder mit einer ebenen Oberfläche
oder mit doppelten Neigungen versehen werden, wie es in Fig. 21 punktirt dargestellt
ist, oder schliefslich mit Neigungen und ebenen Flächen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An der durch Patent No. 50414 geschützten Maschine zum Zubereiten von Leder und Häuten:a) die Anordnung eines Curvenschubes Y2 auf dem zur Hin- und Herbewegung des Werkzeugkopfes Z^ dienenden Kurbelzapfen Y1, welcher Curvenschub durch Vermittelung einer Lenkerstange Z den Werkzeughalter in Schwingungen versetzt;b) die Aordnung von Anschlagstücken B für jedes Werkzeug oder jeden Werkzeugsatz, welche von jedem Punkte der Maschine aus in Wirkung versetzt werden können, so dafs irgend ein Werkzeug während des Ganges der Maschine von der Haut abgehoben werden kann;c) die Verbindung zweier Tische D mit einem beweglichen Wagen B zum Zwecke der Neubeschickung des einen, während der andere unter der Wirkung der Werkzeuge steht.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55307C true DE55307C (de) |
Family
ID=329842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55307D Expired - Lifetime DE55307C (de) | Maschine zum Zubereiten von Häuten und Leder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55307C (de) |
-
0
- DE DENDAT55307D patent/DE55307C/de not_active Expired - Lifetime
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