DE550812C - Ringwalzenpresse zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere von Briketten - Google Patents

Ringwalzenpresse zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere von Briketten

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DE550812C DEM109632D DEM0109632D DE550812C DE 550812 C DE550812 C DE 550812C DE M109632 D DEM109632 D DE M109632D DE M0109632 D DEM0109632 D DE M0109632D DE 550812 C DE550812 C DE 550812C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/20Roller-and-ring machines, i.e. with roller disposed within a ring and co-operating with the inner surface of the ring

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

Beim Pressen von Formkörpern, insbesondere solchen aus feinkörnigem Gut zur Herstellung von Briketten, bereitet das Entfernen des fertigen Preßstückes aus der Preßform Schwierigkeiten, da es in derselben festsitzt und beim Lockern leicht zerbröckelt.
Es sind Ringwalzenpressen zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere von Briketten, bekannt, bei welchen daß Preßgut durch eine innerhalb eines Preßringes umlaufende und exzentrisch zu letzterem gelagerte Walze in eine in sich geschlossene Ringnut an der Innenseite des Preßringes hineingepreßt wird. Hierbei wird das Preßgut vor der Walze in die nutartige Preßform eingeführt, und man erhält ein Preßstück in der Form eines Bandes, das fest in die Nut eingepreßt ist und aus dieser an einer bestimmten Stelle entfernt werden muß, um neues Gut in die Presse einführen zu können. Um das Entfernen zu erleichtern, hat man den Ringkörper in seiner Ebene geteilt und die beiden Hälften an der Preßstelle fest zusammengehalten, an jener Stelle aber, wo das
*5 Entfernen des Preßgutes erfolgen sollte, gelockert. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß die gegenseitige Führung der beiden Ringteile besondere Vorrichtungen erfordert und daß in der Presse nur verhältnismäßig schmale Preßstücke hergestellt werden können.
Zum gleichen Zweck hat man auch schon bei gewöhnlichen Walzenpressen, bei denen also das Preßgut zwischen zwei gegenläufigen Preßwalzen hindurchläuft, den Preßraum an den beiden Seiten durch zwei mitlaufende Ringe begrenzt, die sich hinter der Preßstelle vom Preßgut ablösen. Hier besteht der Nachteil, daß sich zwischen den Walzen und den Ringen Fugen bilden, in die das Preßgut unter Druck eintritt, und so Verklemmungen, Materialverlust und übermäßige Abnutzung der Maschinenteile entstehen.
Es ist zwar bei Gießformen auch schon bekannt, das Herausnehmen der fertigen Gußstücke durch keilförmige, bei ihrem Herausnehmen einen Spalt bildende Paßstücke zu erleichtern. Für das ununterbrochene Pressen bandförmiger Körper ist die Anwendung keilförmiger, aus der Formnut vollständig herausführbarer Lockerungskörper jedoch neu und von besonderem Vorteil.
Die erwähnten Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß man zwecks Bildens eines das Entfernen des fertigen Preßstückes erleichternden Spaltes einen mit seiner Kante gegen den Boden der Preßnut zeigenden Körper von zweckmäßig keilförmigem Querschnitt an der Preßstelle durch die Preßnut führt, ihn hinter der Preßstelle aus der Preßnut unter Lostrennung vom Preßling in radialer Richtung vollständig
herausführt und erst vor der Preßstelle in die Preßnut wieder zurückführt.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung läuft demnach der Lockerungskörper nur an der Preßstelle durch die Preßform und verläßt diese hinter der Preßstelle vollständig, so daß in der Preßnut nur der Formling und etwaige den Formling in Teile zerlegende Trennkörper verbleiben. Die Stelle, an der to der Lockerungskörper beim Preßvorgang liegt, bleibt als eine leere Nut bestehen. Dadurch wird das Entfernen des Preßlings aus der Preßform wie auch das Ansetzen der hierzu notwendigen Werkzeuge besonders erleichtert.
Bei der bekannten Presse mit umlaufender Ringnut und exzentrisch darin gelagerter Preßwalze wird erfindungsgemäß der Lockerungskörper mit keilförmigem Querschnitt als endloser Körper, z. B. Ring, oder als eine aus keilförmigen Gliedern gelenkig zusammengesetzte Kette ausgebildet und an der Preßstelle durch die Preßform geführt. Der Lockerungskörper hat einen kleineren Durchmesser als die nutartige Preßform und tritt vor der Preßstelle in die Preßform ein und hinter der Preßstelle aus dieser wieder heraus. Um den Lockerungskörper an der Preßstelle durch die Preßform zu leiten, kann er in eine Ringnut der Walze geführt werden. Erfahrungsgemäß genügt aber auch die an den Berührungsstellen entstehende Reibung, um den Ring bzw. die Kette in der gewünschten Lage zu erhalten.
Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele erklärt. Es zeigen:
Abb. ι schematisch die Ringwalzenpresse in Seitenansicht,
Abb. 2 dieselbe im Querschnitt, Abb. 3 bis 6 verschiedene Anordnungen des Lockerungskörpers im Querschnitt,
Abb. 7 in Seitenansicht und teils im Schnitt eine weitere Ausführungsform mit ringförmigem Lockerungskörper, Abb. 8 in Seitenansicht und Abb. 9 im Querschnitt eine Ausführungsform mit kettenförmigem Lockerungskörper. In den Abb. 1 und 2 bezeichnet 1 den Ringkörper mit an der Innenseite ausgebildeter Preßnut 2. Das durch den Trichter 3 in die Nut geführte Preßgut wird durch die Walze 4 zu einem Bande zusammengepreßt und das fertiggepreßte Band durch den Abstreifer 5 aus der Nut entfernt. Der Ringkörper 1 läuft an Stützrollen 6 und 6'. Der ringförmige Lockerungskörper 7 läuft innerhalb des Ringkörpers i, besitzt einen kleineren Durchmesser als der Boden 8 der Preßnut 2 und hat einen doppelkeilförmigen Querschnitt. Er wird durch die Rille 9 der Preßwalze 4 geführt und reicht an der Preßstelle bis zum Boden 8 der Preßnut. Da er kleineren Durchmesser als die Preßnut 2 besitzt, tritt er vor der Preßstelle in das Preßgut und verläßt dieses hinter der Preßstelle. Er wird in seiner Lage durch Rollen 10 und 11 erhalten. Durch den Lockerungskörper 7 wird das Preßstück in zwei durch einen Spalt geteilte Bänder 12 und 13 zerlegt, die leicht aus der Preßnut entfernt werden können.
Bei entsprechender Breite der Preßnut können auch mehrere Lockerungskörper Anwendung finden.
Damit beim Heraustreten des Lockerungskörpers 7 aus dem Preßstück letzteres durch die Reibung nicht beschädigt wird, kann man gemäß Abb. 4 beiderseits vom Lockerungskörper 7 Ringe 14 und 15 anordnen, die gleichen Durchmesser wie die Preßnut 2 aufweisen und den Lockerungskörper 7 vom Preßgut trennen. Die Ringe 14 und 15 lösen sich nach dem Austritt des Lockerungskörpers 7 aus der Form von dem Preßstück leicht ab und hindern nicht dessen leichtes Entfernen.
Die Abb. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Lockerungskörper 7 mit keilförmigem Querschnitt unmittelbar an einer Seitenwand der Preßform anliegt und vom Preßgut durch einen besonderen Trennring 16, der gleichen Durchmesser wie die Preßnut hat und zu dieser Nut lose bzw. seitlich verschiebbar angeordnet ist, getrennt ist. Solche unmittelbar an der Seitenwand der Nut anliegende Lockerungskörper können auch beiderseits der Preßwalze angeordnet werden. Außerdem ist unter der Preßwalze noch ein das gepreßte Band in zwei Teile 17 und 18 zerlegender Ring 19 vorgesehen, der in einer Nut 20 der Preßwalze 4 geführt ist. Der Ring 19 hat gleichen Durchmesser wie die Preßnut. Er wird zwar an der Stelle, wo er durch die Nut 20 der Preßwalze geht, von der letzteren gegen seitliche Verschiebung gesichert, kann sich jedoch wegen seiner Elastizität in dem der Walze 4 gegenüberliegenden Teil der Preßnut zwischen bestimmten Grenzen seitlich bewegen. Diese Bewegung genügt, um die Teile des Preßlings zu lockern. Man kann gemäß Abb. 6 auch mehrere solcher das gepreßte Band teilender Ringe 21, 22 anwenden, die vollständig in das Preßgut eintreten, wobei dann die Preßwalze 4 eine glatte Oberfläche aufweist. Diese Ringe 21, 22 haben ebenfalls einen Durchmesser, der nahezu gleich dem Durchmesser der Preßnut ist, und sie sind in dieser lose bzw. seitlich verschiebbar angeordnet.
Bei der Anordnung nach den Abb. 1 und 2 entstehen in den Stützrollen 10 und 11 des

Claims (7)

  1. Lockerungskörpers 7 erhebliche Drücke, da letzterer unter dem Preßdruck die Neigung hat, sich zu verschieben. Dem wird erfindungsgemäß dadurch vorgebeugt, daß man den Ring gemäß Abb. 7 derart in der Preßnut anordnet, daß der Punkt a des tiefsten Eindringens des Lockerungsringes 7 in die Preßnut in der Drehrichtung 23 betrachtet vor dem Punkt b des tiefsten Eindringens der Preßwalze 4 in die Preßnut liegt. Dann genügt zum Führen bzw. Stützen des Lockerungskörpers 7 eine einzige Stützrolle 24, die nur einen ganz geringen Gegendruck aufzunehmen hat.
    Bei der Ausführungsform nach den Abb. 8 und 9 ist der Lockerungskörper als eine endlose Kette ausgebildet, deren einzelne Glieder 25 keilförmigen Querschnitt haben und miteinander gelenkig verbunden sind. Die Kette läuft zwischen der Seitenwand 26 der Preßnut und einem ringförmigen Trennkörper 27 und wird durch die Kettenrollen 28 und 29 in die Preßnut hinein- bzw. aus dieser herausgeführt.
    Ρλ τ ic ntansi' η ij c 11 κ:
    ι. Ringwalzenpresse zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere von Briketten, bei der die Preßform von einer umlaufenden, in sich geschlossenen Nut des Läufringes gebildet wird, das Pressen durch eine zum Laufring exzentrisch gelagerte Preßwalze erfolgt und zum Lockern der Preßlinge ein zweckmäßig keilförmiger Lockerungskörper dient, dadurch gekennzeichnet, daß · der an der Preßstelle durch die Preßnut geführte Lockerungskörper aus der Preßform hinter der Preßstelle unter Lostrennung vom Preßling in radialer Richtung vollständig herausgeführt und erst vor der Preßstelle in die Preßnut zurückgeführt wird.
  2. 2. Ringwalzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lockerungskörper (7) als innerhalb der Preßnut (2) exzentrisch zu ihr gelagerter Ring von kleinerem. Durchmesser als die Preßnut ausgebildet und durch Leitkörper (10, 11) an der Preßstelle durch die Preßnut geführt ist.
  3. 3. Ringwalzenpresse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lockerungsring (7) von zweckmäßig keilförmigem Querschnitt derart in der Preßnut (2) geführt ist, daß der Punkt (α) des tiefsten Eindringens des Lockerungsringes in die Preßnut (2) in der Drehrichtung der Preßnut vor dem Punkt (b) des tiefsten Eindringens der Preßwalze (4) in die Preßnut liegt (Abb. 7).
  4. 4. Ringwalzenpresse nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Ringnut (g) in der Preß walze (4), die zur Führung des Lockerungsringes (7) dient.
  5. 5. Ringwalzenpresse nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch seitlich zum Lockerungskörper (7) umlaufende Ringe (14, 15), die gleichen Durchmesser wie die Preßnut (2) haben und den Lockerungskörper von dem Preßgut trennen.
  6. 6. Ringwalzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lockerungskörper als eine aus miteinander gelenkig verbundenen Gliedern (25) keilförmigen Querschnitts zusammengesetzte endlose Kette ausgebildet ist, die an der Preßstelle durch die Preßform geführt wird (Abb. 8 und 9).
  7. 7. Ringwalzenpresse nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Preßform mehrere das Preßgut in Streifen zerlegende, lose bzw. seitlich verschiebbare Ringe (19, 21, 22) von gleichem Durchmesser wie die Preßnut (2) angeordnet sind, die mit der Form (1) umlaufen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM109632D 1928-06-13 1929-04-16 Ringwalzenpresse zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere von Briketten Expired DE550812C (de)

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KR870001736B1 (ko) * 1983-12-01 1987-09-26 니홍 고강 가부시기 가이샤 오니(汚泥)의 탈수 방법 및 장치

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