DE55062C - Apparat zur Herstellung von Wasserstoff - Google Patents

Apparat zur Herstellung von Wasserstoff

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DE55062C
DE55062C DENDAT55062D DE55062DA DE55062C DE 55062 C DE55062 C DE 55062C DE NDAT55062 D DENDAT55062 D DE NDAT55062D DE 55062D A DE55062D A DE 55062DA DE 55062 C DE55062 C DE 55062C
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DENDAT55062D
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H. JÄGENHORST in Ahstedt bei Schellerten, Hannover
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Apparat gegenwärtiger Erfindung erzeugt sein eigenes Heizgas, um die Retorten zur Wasserstofferzeugung im Betriebe zu erhalten.
Es ist auf der Zeichnung:
Fig. ι der Längsschnitt durch den Apparat,
Fig. 2 und 3 sind die Seiten- und Oberansicht desselben.
Die eingemauerten, senkrecht stehenden Retorten A haben oben Oeffhungen zum Einfüllen der etwa Y2 cbcm grofsen Eisenkörner und der grobkörnigen Holzsäge- oder Holzdrehspäne in geeigneter Mischung, welche Oeffnungen durch die mit Holzasche ausgefüllten und Lehmmörtel eingesetzten Verschlüsse B abgedichtet werden. '
In diesen äufseren Vergasungsretorten A sind die kürzeren Heizretorten C angeordnet, welche seitliche Oeffnungen D zum Einfüllen von Koks und unten einen Rost zum Feuern haben. Im Innern dieser konischen Heizretorten C sind Rohre E angebracht, welche die Rauchgase nach unten in das Rohr F abführen, das dieselben unter einen Dampfkessel G zum Heizen desselben leitet.
Unter den Heizretorten C sind die Holzgasbrenner H angeordnet, welche ihr Gas aus dem danebenstehenden Gasometer J erhalten und durch das Rohr K mit den kleinen, zwischen den Retorten A angeordneten Dampferzeugern L in Verbindung stehen, so dafs ein Gemisch von Holzgas und Dampf mit dem Koks auf dem Rost verbrennt.
Vom Dampferzeuger L aus wird durch die Rohre M Dampf unten in die Retorten A zur Erzeugung des Wasserstoffgases eingeleitet, nachdem die Hojzspäne in den Retorten A vollständig zu Kohle geworden sind und das dadurch erzeugte Holzgas durch das Rohr JV in den Kühler O geleitet worden ist. Das hierauf erzeugte Wasserstoffgas wird durch das Röhr P in den Kühler Q geleitet, nachdem vorher die Hähne N1 und P1 entsprechend umgestellt und die Hähne ■ der Dampfrohre M geöffnet worden sind.
In dem Dampferzeuger L ist ein Schwimmer, welcher beim Sinken des Wassers mit einer Hebelcombination den unten an dem Wasserreservoir R angebrachten Hahn R1 öffnet, so dafs Wasser durch das Rohr R2 unten in den Dampferzeuger L einströmt, welches bei richtiger Höhe wieder abgesperrt wird. Sobald der Druck in diesem Dampferzeuger L zu hoch wird, öffnet sich das in dem Ausblasrohr L1 befindliche Sicherheitsventil und la'fst ein entsprechendes Quantum Dampf oder Wasser entweichen.
Dem durch das Rohr N in den Kühler O geleiteten Holzgas wird aus dem Reservoir R durch das Rohr JV2 etwas Wasser zugeführt; das Wasser und die dickeren Substanzen sammeln sich unterhalb des Kühlers O in dem Gefäfs O1, während das Holzgas durch das Rohr Oä in den ausbalancirten Gasometer J strömt, um durch das Rohr J1 zu den Brennern Ή geleitet zu werden; das Wasser in dem Gefafs O1 läuft durch das Ueberlaufrohr O8 ab und die dickeren Substanzen werden durch einen Hahn oder dergleichen herausgebracht.
Der mit dem Wasserstoffgas in den Kühler Q. kommende Wasserdampf wird condensirt und läuft das Wasser unten durch das Ueberlaufrohr Q.1 ab, während das Wasser-
stoffgas und die Kohlensäure vermittelst des Rohres Q2 durch den nachfolgend beschriebenen Scheidungsapparat geleitet werden.
Die Kühlapparate werden innen mit grobem Filz ausgekleidet und die Mantel der Kühler haben kleine Ausbauchungen Q3, welche durch das Rohr Q4 mit einem Wasserbehälter in Verbindung stehen, und da in den Kühlern durch die oben angeordnete Luftpumpe S die Luft bis zu einem gewissen Grade verdünnt wird, so wird durch das Rohr Q4 in die Ausbauchungen Q3 der Mäntel hinter den Filz Wasser angesaugt, welches denselben vollständig durchnäfst erhält. Die Schlangenrohre sind mit durchlöchertem Weifsblech umkleidet, unterhalb dessen ein kleines durchlöchertes Wasserrohr läuft, das die Schlangen und ihre Verkleidung stets feucht erhält, so dafs unter der Wirkung der Luftpumpen S das Wasser verdunstet und Kälte erzeugt wird. Damit die Luftverdünnung nur bis zu einem gewissen Grade geht, ist das Luftventil Q5 angebracht.
Das durch das Rohr Q2 aufsteigende gekühlte Gemisch von Wasserstoffgas und Kohlensäure tritt in den Behälter T ein, in welchem sich ein aus Thon und Holzkohle hergestellter gebrannter Hohlkörper U befindet, durch welchen das Wasserstorfgas wegen seines grofsen Diffusionsvermögens begierig hindurchdringt und durch das Rohr U1 nach einem Gasometer entweicht, während die Kohlensäure um die Hohlkörper U herum in das Rohr V und durch das Wasser des Behälters V1, dessen Schmutzwasser unten abläuft, in die freie Luft abgeht.
Durch das Einfüllen von Holzspänen mit den Eisenkörnern in die Retorten A wird das Holzgas zur Feuerung dieser Retorten gewonnen und zugleich durch die erzeugten Holzkohlen in der Retorte die Fähigkeit erhöht, die Eisenkörner auf einen höheren Hitzegrad zu bringen, so dafs der eingeführte Wasserdampf mit gröfserer Sicherheit zerlegt wird.

Claims (2)

  1. Pa te nt-Ansprüche:
    ι . Ein Apparat zur Herstellung von : Wasserstoffgas, bestehend'aus mit einer Mischung von Eisenkörnern und Holzspänen gefüllten Vergasungsretorten A, welche mit einem Gasometer /, einem Dampferzeuger L und Scheideapparaten T in Verbindung stehen und im Innern mit Heizkammern C ausgestattet sind, durch deren Rostfeuerung die Holzspäne in den Retorten A verkohlt und vergast werden, worauf die . entwickelten Holzgase in den Gasometer J geleitet und .alsdann zur Beheizung der Retorten A in den Heizkammern C verbrannt werden, während durch Einleiten von Wasserdampf aus dem Dampferzeuger L in die Retorten A der Wasserstoffentwickelungsprocefs vor sich geht und das hierbei gebildete Gemisch von Wasserstoffgas und Kohlensäure zwecks Befreiung von der letzteren durch die Scheideapparate geleitet wird. . ·
  2. 2. In Verbindung mit dem Apparat gemäfs Anspruch i. der Scheideapparat T, in dem ein aus Holzkohle und Thon hergestellter gebrannter Hohlkörper U angeordnet ist, welchen das Wasserstoffgas durchdringt, während die Kohlensäure durch das Rohr" F1 in die Luft abgeführt wird. . ;
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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