DE550540C - Vorrichtung zum Herstellen einer Draenleitung in Torf- oder aehnlichen Boeden - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen einer Draenleitung in Torf- oder aehnlichen Boeden

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DE550540C
DE550540C DEM115176D DEM0115176D DE550540C DE 550540 C DE550540 C DE 550540C DE M115176 D DEM115176 D DE M115176D DE M0115176 D DEM0115176 D DE M0115176D DE 550540 C DE550540 C DE 550540C
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drainage
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DEM115176D
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JAN MARTENKA
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L1/00Laying or reclaiming pipes; Repairing or joining pipes on or under water
    • F16L1/024Laying or reclaiming pipes on land, e.g. above the ground
    • F16L1/028Laying or reclaiming pipes on land, e.g. above the ground in the ground

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
IS. MAI 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vi 550540 KLASSE 45 a GRUPPE
■ Patentiert Im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1931 ab
Es ist bekannt, Dränleitungen. in Torf- oder ähnlichen Böden durch Ausschneiden einer als Leitung dienenden Grabensohle und Abdeckung der Leitung durch Stücke des Aushubes herzustellen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen einer Dränleitung in dieser Art und Weise, die eine sehr schnelle Herstellung der Dränleitung mit nur wenigen Arbeitern, die die Vorrichtung bedienen, ermöglicht. Weiterhin hat eine Vorrichtung nach der Erfindung den Vorteil^ daß mit ihr auch auf schwierigen und weichen Stellen des Bodens die Dränleitung fehlerfrei hergestellt werden kann, was bisher mit Handarbeit nicht zu erzielen war.'
Das Wesen einer Vorrichtung nach der Erfindung liegt in einem aufhängbaren Aushubrahmen, der zwecks Eindrückens in den Boden an seiner Unterseite mit einem Messerrahmen und zwecks Ausschneidens der Grabensohle mit einem in der Leitungsrichtung beweglichen, dem Profil der Grabensohle entsprechenden Trennmesser versehen ist.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung perspektivisch dargestellt.
Fig. 2 veranschaulicht die. aus dem ausgehobenen Torfklotz herzustellende Torfhalbröhre, ebenfalls in perspektivischer Darstellung.
An einem über dem Drainagegraben aufhängbaren rahmenartigenGestell befinden sich unten drei beim Niederdrücken des Gestells die vordere und zwei Seitenflächen eines rechteckigen Torfklotzes ausschneidende Messer sowie ein im wesentlichen waagerecht angeordnetes, in der Längsrichtung des Grabens verschiebbares Messer-
Das Gestell wird vorzugsweise von miteinander verbundenen,: senkrechten und waagerechten Profiistäben gebildet. Die an ihren oberen .Enden durch den Querstab 20 verbundenen senkrecnten Streben.;9. und 9' dienen zum Tragen der ganzen ,Vorrichtung, die mittels der an dem Querstab 20 angebrachten öse 21 über dem Drainagegraben schwebend aufgehängt werden kann. An den senkrechten Streben 9 und 9' sind die waagerechten Streben 12 und 12' angeordnet und in beliebiger Weise, z. B. durch. Streben 14, 14 und 15, r5', versteift. Die Querstreben 12 und 12' sind vorzugsweise um einen solchen Betrag von dem unteren Ende entfernt angeordnet, daß sie beim Einstoßen der Vorrichtung in den Torfboden in Höhe der das Gefalle kennzeichnenden, an der Grabenwandung abgesteckten Schnur zu liegen kommen. Die Querstreben 12 und 12' sind an ihren vorderen und hinteren Enden senkrecht nach unten abgebogen, so daß die senkrechten Streben 10, 10' und ι r, 11'gebildet werden, welche
zusammen mit den senkrechten Streben 9 tind 9' die eigentliche, den Torfklotz ausstechende Vorrichtung tragen. Die senkrechten Streben können-in beliebiger Weise untereinander, z. B. durch die Querstreben 16, 17, 18, 18' und 19, versteift werden.
Die eigentliche Aussteckvorrichtung bildete ebenfalls einen Rahmen, der an den unteren Enden der senkrechten Streben ro, 10', 9, 9' und 11, 11' angebracht ist und von den waagerechten, messerartigen. Flanken 3, 3' so wie, dem in der Querrichtung dazu befestigten bogenförmig gestalteten Messer ι und den Querwänden 1' und 3"' gebildet wird. An den Seitenflanken 3,3' ist das gekrümmte und profilierte Messer 2 in der Längsrichtung verschiebbar geführt, so daß es aus der dargestellten hinteren Lage unter der Querwand 1' hinweggleiten und dabei die -untere Flärihe des Torfklotzes ausstechen kann. Dieser Messerschieber 2 gleitet im hinteren Teil der Flanken 3, 3' beispielsweise in nicht näher dargestellten Führungsschienen, während er im vorderen Teile der Flanken in denSchlitzen 5 und 5' geführt ist, die in die Falten 4, 4' der Messerflanken 3, 3' eingeschnitten sind. Der Messerschieber wird mittels des an der Querstrebe 19 drehbar gelagerten Hebels 7 bewegt, der an dem Schieber in beliebiger, geeigneter Weise angreift. Außerdem ist am unteren Teil des Hebels 7 eine Schlammschaufel 6 angebracht.
Das Ausheben der Drainagegräben erfolgt mit der beschriebenen Vorrichtung in folgender Weise:
Es wird zunächst- der Rasen entfernt und mittels Handarbeit der Graben ungefähr 50 cm tief ausgehoben, was erforderlich ist, um das Gefälle mittels der an kleinen Pfählen zu befestigenden Absteckschnur kennzeichnen zu können. Danach wird die mit ihrer öse 21 mittels; über eine Rolle laufender Kette an einem Dreibein o. dgl. über dem Graben aufgehängte Vorrichtung mit einem Ruck in den Graben gestoßen, und zwar so tief, daß die obere Kante der Streben 12 und. 12' mit der das Gefälle kennzeichnenden Schnur abschneidet. Ein zu tiefes Eindringen der Vorrichtung wird dabei selbsttätig dadurch verhindert, daß der Messerschieber sich auf den Boden des bereits ausgehobenen Grabens aufsetzt. Auf diese Weise erzielt man die bei dem Ausheben des Grabens von Hand an schwierigen Stellen fast unmöglich zu erreichende Genauigkeit des Gefälles.
Beim Einstoßen der Vorrichtung in den Torfboden wird der Torfklotz von dem Messer ι und den messerartigen Flanken 3 und 3' vorn und auf den beiden Seiten abgestochen. Wird nun durch Betätigung des Hebels 7 der Messerschieber 2 nach vorn verschoben, so I schneidet er den Torfklotz auf seiner Unterseite ab und nimmt ihn in der Weise auf, daß er ausgehoben werden kann. Dabei erhält die Grabensohle mit ein und demselben Schnitt die profilierte Form des Torfdeckels 22, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist.
Nunmehr wird der Torfklotz, der zwischen den Flanken 3 und 3', dem Messer 1 und der Querwand ir auf dem Messerschieber 2 ruht, durch Anheben der ganzen· Vorrichtung ausgehoben, so daß er von dem Messerschieber abgenommen oder ausgekippt werden kann. Aus jedem Torf klotz kann man sodann zwei Torfdeckel oder zwei andere Torfhalbrohre 75-schneiden, wozu man sich zweckmäßig eines Messers, bedient, das ein der Unterseite der oberen Torf halbrohre 22 entsprechendes Profil besitzt. Von den beiden Torfhalbrohren kann jeweils dasjenige verwendet werden., das zum Abdecken der Drainageröhre am besten geeignet ist.
Die bereits abgedeckte Drainageröhre wird mittels einer Kugel, deren Durchmesser der richtigen Weite der Röhre entspricht, von etwa darin befindlichen Torfbrocken usw. befreit, indem diese von der mittels einer biegsamen Stange o. dgl. durch die Röhre hindurchgezogenen Kugel in die Röhrenwandung eingepreßt werden. go
Das Zuschütten der Gräben soll ebenfalls mit Sorgfalt ausgeführt werden. Auf die Torf röhren kommt- zunächst eine Schicht feinen Torfmulls, der im Graben festgetreten wird. Über diese wird bei weichen oder oft befahrenen Stellen Strauchwerk, billige " ■ Schalbretter o. dgl. oder gewöhnlich die Rasenschicht gelegt, und hierüber wird der rest- · liehe Torf geschüttet, der ebenfalls festgetreten wird.- Der auf diese Weise hergestellte Torf drainagegräben, der sich durch ein sehr '■■ genaues Gefälle auszeichnet, ist gegen Beschädigungen und Einstürzen gesichert, auch wenn der Torfboden von Ackerpferden begangen wird. Die oben erläuterten hergestellten -" Torf- . ■ halbröhren können auch bei Ton- oder Lehmboden mit Erfolg angewendet werden.
Eine Drainierung entsprechend der Erfindung kann in verhältnismäßig kurzer Zeit und mit geringen Kosten ausgeführt werden, da ■ zur Bedienung der dargestellten und beschriebenen Vorrichtung nur zwei Mann benötigt werden, die in der Lage sind, täglich eine Torfdrainageröhre von etwa 200 ni herzustellen.
Die Vorrichtung arbeitet auch bei Ton- und mildem Lehmboden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Herstellen einer Dränleitung in Torf- oder ähnlichen Bö-
    den durch Ausschneiden einer als Leitung dienenden Grahensohle und Abdecken der Leitung durch Stücke des Aushubs, gekennzeichnet durch einen Aushubrahmen, der zwecks Eindrückens in den Boden an seiner Unterseite mit einem Messerrahmen und zwecks Ausschneidens der Grabensohle mit einem in der Leitungsrichtung beweglichen, dem Profil der Grabensohle entsprechenden Trennmesser versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen*
DEM115176D 1931-05-05 1931-05-05 Vorrichtung zum Herstellen einer Draenleitung in Torf- oder aehnlichen Boeden Expired DE550540C (de)

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