DE5494C - Neuerungen an Metallbürsten - Google Patents
Neuerungen an MetallbürstenInfo
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Description
1878.
Klasse 9.
GEORGE, ROBERT und ELIJAH ASHWORTH in MANCHESTER (England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. November 1878 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Drahtbürsten, welche in der Weise dargestellt werden, dafs
der vorher mit einem aufgestauchten Kopfe versehene Draht in ein elastisches Material eingesteckt
wird. Diese mit Drahtborsten versehenen Platten werden auf einem Rücken befestigt und
bilden nun Bürsten.
Zuerst wird die elastische Platte, in welcher die Drähte befestigt sind, mit einer verzinnten
Metallplatte, wie Messing, Zink, Kupfer oder einer weichen Legirung verbunden. Die Metallscheibe
ist schüsseiförmig gebogen, damit man sie unter den ausgehöhlten Rand des den
Rücken der Bürste bildenden Stückes einlassen kann, Fig. 1. Nachdem die Platte auf den
Rücken α niedergedrückt ist, treten die Ränder unter den hohlen Rand des Rückens, auf
welchem die Metallplatte sammt der elastischen Platte einer oder mehrerer Schrauben befestigt
wird (s. Fig. 2).
Die Metallplatte kann auch aus Stahl oder hart gewalztem Messing, oder einem anderen,
Federkraft besitzenden Metallgemisch bestehen, und wird dann einfach etwas zusammengebogen
und in den mäfsig tiefen Rand des Rückenstückes eingelassen. Eine Befestigung
durch Schrauben wird in diesem Falle kaum nöthig sein.
Die Verbindung der elastischen Platte mit der Metallplatte geschieht in verschiedener Weise.
Entweder näht man die erstere an die vorher mit Löchern versehene Metallplatte oder bördelt
diese um jene um, oder man zahnt die Metallplatte an ihren Rändern aus, Fig. 3, und biegt
die Zähne um den Rand der elastischen Platte • um, kurzum man befestigt dieselbe in irgend
einer Weise.
Die Bürste kann auch vermittelst Aufnähens, Nageins oder Nietens auf eine Holzplatte befestigt
werden.
Fig. 4 zeigt im Schnitt die gedachte Anordnung, bei welcher die Metallplatte ausgezahnt
und deren Zähne sich bei halber Umbiegung in entsprechende Lücken am Rande der elastischen Metallscheibe einlegen, um diese
dann bei vollendetem Umlegen fest an sich zu klammern, Fig. 5. In Fig. 6 sind die Zähne
spitz geformt und dringen durch das elastische Material hindurch. Sie sind dann entweder
durch die Metallplatte hindurchgeschlagen, oder wenn diese mit entsprechenden Löchern versehen
ist, durchgesteckt und auf der anderen Seite umgehämmert.
Eine andere Art der Ausführung unserer Bürste ist die, dafs die elastische, die Borsten
enthaltende Platte direct auf den hölzernen Bürstenrücken gelegt ist. Die Befestigung auf
diesem geschieht dabei entweder durch Aufnageln der herumgebogenen Kanten der Borstenplatte am Rande oder durch Verbinden dieser
herumgelegten Kanten mit einander durch Nähen mittelst grofser Stiche, welche über den Rücken
des Holzstückes hinlaufen.
Das Holzstück kann auch auf dem Rücken mit parallelen Rinnen versehen und die elastische
Platte vermittelst Bindedraht oder Schnur u. dergl. aufgenäht werden, wobei die Naht in die Rinne
zu liegen kommt. ' .
Fig. 7 und 8 zeigen im Querschnitt, in welcher Weise die umgelegten Ränder der Borstenplatte auf das Holzstück aufgenagelt werden
können. In Fig. 7, in welcher die Ränder bis auf den Rücken des Holzes umgelegt sind,
können diese statt aufgenagelt auch über den Rücken kreuzweise mit Stichen verbunden
werden.
Fig. 9 zeigt eine Holzplatte von ovaler oder sonst passender Form mit einer rings um den
Rand laufenden Nuth d. Hier wird die Borstenplatte in der Art angeheftet, dafs man nach
dem Auflegen derselben auf die Holzplatte die Ränder umbiegt, so dafs sie die Nuth η überdecken
und alsdann durch einen umgelegten Drahtring, dessen Enden man mit einander zusammendreht
und in die Nuth eindrückt. In Fig. 10 ist dargestellt, in welcher Weise die
eben besprochene Verbindung der Borstenplatte mit einer Holzplatte in gefälliger Art durch ein
ausgehöhltes Stück / verkleidet werden kann. Dasselbe kann aus allen möglichen Materialien
hergestellt werden, wie z. B. aus Papiermache oder sonst einer formbaren Composition.
Zu einigen Zwecken, z. B. beim Anfertigen von Hutbürsten, wenden wir ein Material an,
welches mittelst einer Kratzensetzmaschine mit den feinen Borstendrähten besetzt wird..
In Fig. 11 sieht man den Querschnitt einer solchen Hutbürste, i ist ein Stück Holz, welches
auf eine zweckentsprechende Länge mit dem die feinen Drahtborsten tragenden Stoffe
belegt ist, der seinerseits auf eine der oben angegebenen Arten aufgeheftet ist. Das Ganze
sitzt auch hier wieder in einer hölzernen Verkleidung k, die in diesem Falle noch mit
Plüsch überzogen ist, welcher mit seinen Rändern in der angegebenen Weise eingeklemmt
ist. Für einige Zwecke wenden wir auch statt der hölzernen Verkleidung Leder
an, welches entweder auf den übrigen Theil aufgenäht oder aufgenietet wird. Aufserdem
wird oft zum besseren Handhaben der Bürsten ein Querriemen zum Durchstecken der Hand
angebracht. In Fig. 12 ist eine solche Bürste aufgezeichnet, g ist das Rückleder, h der Querriemen.
Diese Bürste eignet sich besonders zum Putzen der Pferde.
Die Borstenplatte kann ferner auf ein metallenes Rückstück aufgeheftet sein, das entweder
mit oder ohne Handhabe angefertigt wird, indem das überstehende Metall der elastischen
Platte um diese wieder umgebördelt wird.
Dieses Rückstück ist alsdann stärker gehalten, als die oben besprochene verzinnte
Unterlageplatte, so dafs ein zweites Rückstück überflüssig wird. Die Art der Befestigung der
Borstenplatte auf einem solchen stärkeren Metall kann dabei die gleiche wie früher bei der
dünneren Platte, Fig. 3 und 6, bleiben. Diese Anordnung unserer Erfindung eignet sich ebenfalls
zur Verwendung als Pferdestriegel.
In einer weiteren Anordnung unserer Bürste ist ein Borstenkranz um die eigentliche Bürste
herumgesetzt. Wird dieser Borstenkranz bei der Anordnung Fig. 10 angewendet, so ist der
durch die einzelnen Borstenbüschel gezogene Befestigungsdraht leicht in das Holz einzuschieben,
dafs er äufserlich gar nicht sichtbar wird.
In dem Fall Fig. 12, wo das Rückstück aus
Leder gebildet wird, können diese Borsten entweder durch Bindedraht rings am Rande eingezogen
oder auch wie in Fig. 13 wie bei einer gewöhnlichen Bürste eingesetzt werden.
Bei Bürsten mit Metallrücken, wie wir solche für Striegel anwenden, geschieht auch das Einsetzen
der Borstenkränze in um den Rand der Bürste herumlaufende Lederstreifen, welche nach
Art der Fig. 14 befestigt sind.
Schliefslich geben wir unserer Bürste noch die Form eines Cylinders, indem der mit den
Drahtborsten besetzte Stoff um einen cylindrischen Körper umgelegt wird. Diese Ausführung
findet ihre Anwendung als Haarbürsten oder für den Maschinenbetrieb, wie z. B. bei Papierbürstmaschinen.
Eine andere Art- unserer Herstellung solcher cylindrischer Bürsten ist die,
das die Borstennadeln tragende Material auf einen Lederriemen aufzunähen, welcher um
den entsprechenden cylindrischen Körper spiralförmig umgewunden und seinerseits selbst auf
den Körper genagelt wird. Der in den meisten Fällen hölzerne Körper kann in erforderlicher
Weise durchbohrt werden, um eine entsprechende Spindel aufzunehmen.
Claims (8)
1. Das Befestigen der mit Drahtborstennadeln besetzten elastischen Platten auf passend
gestaltete Metallplatten und das Einsetzen, Befestigen oder Einspringenlassen dieser
Metallplatten in den zu diesem Zweck ausgehöhlten Rand des die Handhabe bildenden
Rückstückes.
2. Die beschriebenen Arten der Befestigung der Borstenplatte auf der metallenen Platte.
3. Die Befestigung der Borstenplatte auf einer entsprechend geformten Holzplatte und die
Einsetzung dieser in eine ausgehöhlte Bürstenhandhabe aus Holz, Papiermache" oder irgend
welcher formbaren Masse.
4. Die Borstenplatte in der eben beschriebenen und in Fig. 7 und '8 dargestellten Weise,
auch direct auf dem hölzernen Bürstenrücken aufzuheften.
5. Die Art der Anfertigung unserer Bürsten, wie in der Zeichnung Fig. 9 angegeben ist.
6. Die Art der Anfertigung unserer Bürsten, wie in Fig. 11 angegeben ist.
7. Die Befestigung der Borstenplatte auf einem dickeren Metallrücken, ohne weiteres Rückstück,
wie beschrieben.
8. Den geformten Drahtborstensafz, am Rande mit einer gewöhnlichen Borstenreihe zu umgeben,
wie z. B. in den Fig. 13 und 14 dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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