DE549321C - Spinnduese zur Herstellung von Kunstseide - Google Patents
Spinnduese zur Herstellung von KunstseideInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D4/00—Spinnerette packs; Cleaning thereof
- D01D4/02—Spinnerettes
- D01D4/022—Processes or materials for the preparation of spinnerettes
Landscapes
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Description
- Spinndüse zur Herstellung von Kunstseide Die nachbeschriebene Spinndüse dient zur Herstellung von Kunstseide, insbesondere .Viskoseseide. Es ist bekannt, in der Kunstseidenindustrie hütchenartige Spinndüsen zu verwenden, welche aus Edelmetall oder Metallegierungen bestehen, in deren Boden die Spinnöffnungen angebracht sind. Es ist an und für sich bekannt, die Düsenkapsel bzw. den. Kapselmantel aus weniger teurem, unedlrem Metall oder auch aus Glas herzustellen und einen Düsenboden aus edlem Metall auf den Spinnplattenträger zu setzen. In jenen Fällen, wo die Kapsel aus Metall bestellt, hat man zu diesem Zweck einen mit Biirdelrand versehenen Düsenboden über die Kapsel gekrempelt oder gebördelt. Bei Düsenplattenträgern aus Glas hat man die Böden direkt in die Glasfassung eingeschmolzen.
- Die Düse nach der Erfindung besteht ebenfalls aus verschiedenen Baustoffen. Die Düsenkapsel wird auch aus einem verhältnismäßig billigen, gegen Säure und Lauge genügend widerstandsfähigen Stoff, insbesondere auch aus unedlem Metall oder Metalllegierungen, wie :`Tickel, Monelmetall, in der Industrie bekannten, säurefesten Stahlblechen u. dgl., hergestellt, während der Düsenboden, welcher die Spinnöffnungen trägt, aus Edelmetall oder Edelmetallegierungen besteht.
- Die Erfindung verfolgt zu einem Teil den Zweck, die teure Diisenplatte auswechselbar zu gestalten. Dies war weder beim Einschmelzen in Glas noch beim Umkrempeln des Düsenbodens um die Düsenkapsel möglich, da hierbei der Boden in unzulässiger Weise hätte deformiert und beschädigt werden müssen.
- Bei der Düse nach der Erfindung besteht der Düsenboden aus einer einfachen Platte, in welcher die Spinnöffnungen angebracht werden. Zum Zwecke des genügend festen und dichten Einsetzens der Platte in den Plattenträger oder in das eigentliche Hütchen wird davon abgesehen, beim Einsetzen die Düsenplatte selbst zu verändern oder zu deformieren. Statt dessen wird die Befestigung der Düsenplatte vorgenommen durch eine passende Bearbeitung des mantelartigen Hütchens selbst. Zu diesem Zweck wird der obere Rand des Hütchens von innen so weit ausgefräst, daß für die Düsenplatte eine sichere Unterlage entsteht, worauf nach Einlegen der Düsenplatte auf diese Unterlage der äußerste Rand des Hütchens über den Plattenrand umgebördelt, eingedrückt oder angerieben wird. Wesentlich hierbei ist, daß nur das billige Material des Hütchens bearbeitet wird, während die kostbare Düsenplatte tunlichst unverändert und unversehrt belassen wird.
- Bei der Düse nach der Erfindung können die Düsenlöcher in die Düsenplatte in an und für sich bekannter Weise unmittelbar eingebohrt und eingerieben werden, auch können Düsenöffnungsträger in Gestalt von kleinen Edelsteinen. Halbedelsteinen oder selbst hartem Glas, von denen jeder eine entsprechende feine Düsenöffnung trägt, eingesetzt werden.
- Nachstehend wird eine beispielsweise Ausführungsform der Düse beschrieben.
- Abb. i zeigt den Querschnitt durch die Düse. Hierbei ist zwecks Einsetzens des Düsenbodens i In das zylinderförmige Spinnhütchen 2 das letztere in seinem- oberen Rand 3 auf den äußeren Durchmesser der Düsenplatte i ausgefräst, so daß eine sichere Anschlagkante .I geschaffen ist. Nach dem Einsetzen der Düsenplatte wird der obere Rand 3 der Kapsel 2 über den Plattenrand gebördelt. Um das Umbördeln, Aufreiben oder Anpressen des Plattenrandes einfacher und sicherer vornehmen zu können, hat die Düsenplatte i gemäß Abb. 2 eine facettenartige Kante.
- Die Spinnöffnungen können unmittelbar in den Düsenboden eingebohrt und eingerieben werden. Statt dessen kann man gemäß Abbildung den Düsenboden i auch mit eingesetzten kleinen, besonderen Spinnöffnungsträgern versehen; als solche kann man kleine Edel- und Halbedelsteine oder Glaskörperchen aus hartem Glas, Uhrensteine u. dgl. verwenden, die in den Düsenboden eingesetzt werden und von denen jeder ein Düsenloch trägt.
- Die einfachen Düsenböden sind im allgemeinen ebene Platten, was natürlich nicht ausschließt, daß sie besondere Einfräsungen, z. B. , für das zweckmäßige Anbringen der Düsenöffnungen o. dgl., aufweisen oder kalottenförmig gewölbt sein können.
- Zum Zwecke des Auswechselns der kostbaren Düsenböden kann man in verschiedener Weise vorgehen. Man kann entweder den Düsenboden nach vorn herausdrücken durch Einführen eines passenden Stempels in das Innere des Hütchens, oder man kann den umgebördelten oder umgeriebenen äußersten Rand des Hütchens abreiben oder abschleifen, wodurch die Düsenplatte 'frei wird, worauf sie entweder von selbst oder durch leichten Druck herausgebracht werden kann. Hierbei braucht das Abschleifen nicht bis zur vollständigen Entfernung der Bördelung getrieben zu werden. Je nach dei Art und Weise der Entfernung der Düsenplatten können die weniger wertvollen Kapseln entweder verworfen werden oder, im Falle sie an und für sich noch brauchbar sind, nach entsprechender Umarbeitung und Vorbereitung neu verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Spinndüse zur Herstellung von Kunstseide, insbesondere aus Viskose, bestehend aus einem die Spinnöffnungen tragenden Düsenboden aus Edelmetall und einem aus weniger edlem Metall bestehenden Kapselhütchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenboden aus einer einfachen Platte besteht, welche ohne Deformation nur durch passende Bearbeitung des Hütchens allein, und zwar dadurch, daß das Hütchen an seiner oberen Kante innen so weit ausgefräst ist, daß die Düsenplatte guten Sitz bekdmmt, durch Umbördeln, Eindrücken u. dgl. in das Hütchen eingesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE549321T | 1930-01-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE549321C true DE549321C (de) | 1932-04-26 |
Family
ID=6562259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930549321D Expired DE549321C (de) | 1930-01-18 | 1930-01-18 | Spinnduese zur Herstellung von Kunstseide |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE549321C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747174C (de) * | 1940-11-12 | 1944-09-13 | Bernhard Wempe | Kunstseidespinnduese |
| DE885769C (de) * | 1940-06-26 | 1953-08-06 | Gerhard Aschenbrenner | Spinnduese |
-
1930
- 1930-01-18 DE DE1930549321D patent/DE549321C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE885769C (de) * | 1940-06-26 | 1953-08-06 | Gerhard Aschenbrenner | Spinnduese |
| DE747174C (de) * | 1940-11-12 | 1944-09-13 | Bernhard Wempe | Kunstseidespinnduese |
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