DE548602C - Vorrichtung zum Herstellen und Einlegen von Gewoelbegurten fuer Siemens-Martin-OEfen - Google Patents

Vorrichtung zum Herstellen und Einlegen von Gewoelbegurten fuer Siemens-Martin-OEfen

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Publication number
DE548602C
DE548602C DE1930548602D DE548602DD DE548602C DE 548602 C DE548602 C DE 548602C DE 1930548602 D DE1930548602 D DE 1930548602D DE 548602D D DE548602D D DE 548602DD DE 548602 C DE548602 C DE 548602C
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DE
Germany
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vault
belt
frame
adjustable
kiln
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Expired
Application number
DE1930548602D
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English (en)
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EMIL BEDNARSKY
Original Assignee
EMIL BEDNARSKY
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Publication date
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Publication of DE548602C publication Critical patent/DE548602C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D1/00Casings; Linings; Walls; Roofs
    • F27D1/02Crowns; Roofs
    • F27D1/025Roofs supported around their periphery, e.g. arched roofs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Herstellen und Einlegen von Gewölbegurten für Siemens-Martin-Öfen Es ist allgemein bekannt, daß das Gewölbe an Martin-Ofen beim Betriebe durch die große Hitze der Glutgase sehr oft durchgebrannt wird, so daß dasselbe oft repariert werden muß. Solche Reparaturen erfolgen immer in sehr anstrengender Weise dadurch, daß der Ofen vorerst wenigstens so weit abgekühlt werden muß, bis sich in demselben überhaupt arbeiten läßt, worauf erst der beschädigte Teil des Gewölbes ausgestemmt und gereinigt wird und sodann die Auswölbung des beschädigten Gewölbeteiles erfolgen kann. Da der Ofen durch jede solche Abkühlung sehr leidet, dabei jedoch die Temperatur für einwandfreie Reparaturarbeiten noch immer zu hoch ist, sind schon Vorrichtungen vorgeschlagen worden, mittels welchen die Gewölbegurte für Herdöfen außerhalb des Ofens hergestellt und im fertigen Zustand mittels eines Kranes auf den Ofen gebracht und an die vorbereitete Stelle in das Ofengewölbe eingesetzt werden, ohne daß der Ofen abgekühlt werden muß. Diese Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß z. B. die Tragkonstruktion derselben mit Seitenbacken versehen ist, zwischen welchen der Gewölbegurt beim Einlegen in den Ofen festgespannt wird, d. h. daß die Backen an den Seitenenden des Gurtes von außen angreifen, so daß der Stützpunkt für das einzulegende Gewölbe erst durch Vermauerung zwischen der Ofenverankerung und dem Gurte selbst mittels zu mauernden Ziegeln möglich oder erreichbar ist, wobei die Tragkonstruktion bei der schwierigen Einmauerung an dem Gewölbegurt festgespannt bleiben muß und erst nachher abgehoben werden kann, wodurch dieselbe hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Dies hat noch den weiteren Nachteil zur Folge, daß mehrere solche Gurte nicht so schnell nacheinander ersetzt werden können. Schließlich ist bei dieser Vorrichtung keine Sorge dafür getragen, daß dieselbe jeder Spannweite und Pfeilhöhe des Gewölbes angepaßt werden kann.
  • Alle diese Nachteile werden durch die neue, aus einem Unterteil und einer oberen Tragkonstruktion bestehende Vorrichtung nach der Erfindung behoben, die darin besteht, daß der Unterteil der Vorrichtung aus einem rahmenartigen, an beiden Enden mit einstellbaren Seitenstützen verselienen Längsgestell besteht, zwischen welchen je nach der Größe der Gewölberundung ein auswechselbare- Auflagebogen als Gewölbeschablone eingelegt wird, an welchem die Steine oder Ziegel nebeneinandergestellt und in bekannter Weise mittels Mörtels o. dgl. zu einem Gewölbegurt verbunden werden, wobei die obere, an einem fahrbaren Kran angehängte Hebe- und Transportvorrichtung aus einem Rahmenträger besteht, der an beiden Enden nach innen senkrecht zum Gewölbe gebogene und in der Höhe je nach der Rundung des Gewölbes verstellbare und auswechselbare Befestigungsarme besitzt, die am unteren Ende mit abnehmbaren Verlängerungsstäben versehen sind, welche in entsprechende in den Randsteinen des Gewölbegurtes vorgesehenen Öffnungen eingesetzt werden und derart den ganzen Gewölbegurt untereinander festhalten.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. i die Seitenansicht derselben, Fig: 2 die Draufsicht und Fig. 3 die Seitenansicht bei angehobenem Gewölbebogen in teilweisem Schnitt durch die Seitenstütze nach A der Fig. 2.
  • Die neue Vorrichtung besteht aus zwei Teilen, und zwar aus einem Unterteil zur Herstellung des Gewölbegurtes und aus einem oberen Hebe- und Transportteil zum Übertragen des ganzen fertigen Gurtes an die Gebrauchsstelle.
  • Der Unterteil besteht aus einem rahmenartigen, aus zwei parallelen und miteinander fest verbundenen Trägern i hergestellten Gestell, welches an beiden Enden mit Seitenstützen versehen ist. Zwischen den Seitenstützen ist ein eiserner und entsprechend breiter Auflagebogen 2 als Gewölbeschablone herausnehmbar eingesetzt, welcher behufs besserer Tragfähigkeit einige Stützen 3 besitzt. Auf den Auflagebogen 2 werden die einzelnen Steine oder Ziegel 4 nebeneinandergestellt und mittels Mörtels o. dgl. in einen festen Gewölbegurt in Ausdehnung des Ofens verbunden. Die beiden Randsteine 5 sind etwas breiter ausgebildet und besitzen von oben gesehen offene Vertikalöffnungen zum Festhalten des ganzen Gewölbegurtes, wie noch weiter beschrieben wird.
  • Die Seitenstützen bestehen aus je zwei miteinander fest verbundenen Seitenstegen 6, zwischen welchen eine um den Zapfen 8 verschwenkbar angeordnete Stützplatte 7 zum Unterstützen und Festspannen der Randsteine 5 des Gewölbegurtes eingesetzt ist, deren Neigung mittels Spannschrauben 9 nach Bedarf eingestellt werden kann. Um die Seitenstützen 6 der Länge des Gewölbegurtes genau anzupassen, sind dieselben an den Enden des Rahmengestelles i mittels Schraubenvorrichtung 1o, Längsschlitzen 11 und Schraubenzapfen 12 o. dgl. verschiebbar und einstellbar angeordnet.
  • Ein fertiger Gewölbegurt wird sodann von dem Unterteil mittels der oberen, an einem fahrbaren Kran eingehängten und bis an den Gewölbegurt herabsenkbaren Hebe- und Transporte orrichtung abgehoben und an den Bestimmungsort übertragen. Diese Vorrichtung besteht aus einem Rahmenträger 13, der an beiden Enden nach innen senkrecht zum Gewölbe gebogene Befestigungsarme 14 besitzt, welche je nach der Rundung des Gewölbes mittels Schraubenklemmen 15 in der Höhe verstellbar angeordnet sind. Die Zuhaltungsarme 14 besitzen am unteren Ende abnehmbare Verlängerungsstäbe 16, welche in Öffnungen in den Randsteinen 5 von oben eingesetzt und mittels Schrauben i7 an den Armen 14 befestigt werden. Von der Außenseite werden die Verlängerungsstäbe 16 und somit auch der ganze Gewölbegurt noch mittels der an einer Querachse 1g zwischen den oberen Trägern i 3 verschwenkbar angeordneten Schraubenspannvorrichtung 18 festgespannt, deren äußere Querleisten 2o an die Verlängerungsstäbe 16 der Zuhaltungsarme 14 von außen angreifen. In der Mitte besitzt der Träger 13 eine Spindeldruckvorrichtung 21 zum Festspannen des Gewölbegurtes in der Mitte.
  • Der ganze derart befestigte und festgespannte Gewölbegurt wird von dem Unterteil i und 2 mittels eines fahrbaren Kranes 22 in die Höhe gehoben (Fig.3), über den Ofen gebracht und in den vorbereiteten Raum im Gewölbe des Ofens eingesetzt. Hier werden die Verlängerungsstäbe 16 durch Herausnahme der Schrauben 17 von den Gliedern 14 freigelegt, wonach die Spannvorrichtungen i Sdurch Nachlassen der Schrauben 23 entspannt und mittels untergreifenden Schiebern 24 nach oben verschwenkt werden, wodurch der ganze Gewölbegurt freigemacht wird und sich selbst durch Eigengewicht in das vorbereitete Bett im Gewölbe des Ofens fest und einwandfrei einlegt. Die Verlängerungsstäbe 16 werden aus den Öffnungen der Randsteine 5 herausgenommen, welche mit Mörtel ausgefüllt werden, und somit ist ein Glied des Gewölbes vollkommen fertig. Die leere Transportvorrichtung wird sodann mittels Kranes wieder zur weiteren Benutzung zurückgebracht.
  • Während der Überführung eines Gewölbegurtes in das Ofengewölbe kann an dem leeren Bogensteg 2 ein weiterer Gewölbegurt hergestellt werden, wodurch die ganze Arbeit sehr rasch vor sich geht, so daß der Ofen nicht auskühlen kann.
  • Nachdem die Verlängerungsstäbe oder Greifer 16 der Tragkonstruktion in die Hohlräume der Randsteine 5 von oben eingreifen und der zuvor außerhalb des Ofens hergestellte und an beiden vollkommen offenen Enden mit feuerfester Masse angeworfene Gewölbegurt durch das Eigengewicht sich selbst in das vorbereitete Bett im Ofengewölbe einsetzt, wobei die angeworfene Masse in der hohen Temperatur dieses Bette: sofort bis auf die Härte der Gewölbesteine erhärtet, so daß jede Nachmauerung entfällt, kann die obere Tragkonstruktion nach dein Einlegen des Gewölbegurtes sofort abgehoben und weggebracht werden, wodurch dieselbe der schädlichen Temperaturwirkung entzogen wird. Außer dem einfachen und bequeme-Einlegen des Gurtes eignet sich die neue Vorrichtung zufolge ihrer Einstellbarkeit für jede Spannweite und Pfeilhöhe des Gewölbes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Herstellen und Einlegen von Gewölbegurten für Siemens-Martin-Ofen, welche außerhalb des Ofens hergestellt und im fertigen Zustand mittels eines Kranes auf den Ofen. gebracht und an die vorbereitete Stelle in das Ofengewölbe eingesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterteil der Vorrichtung aus einem rahmenartigen, an beiden Enden mit einstellbaren Seitenstützen versehenen Längsgestell (i) besteht, zwischen welches je nach der Größe der Ges ölberundung ein auswechselbarer Auflagebogen (:3) als Gewölbeschablone eingelegt wird, an welchem die Steine oder Ziegel (,.) nebeneinandergestellt und in bekannter Weise mittels Mörtels o. dgl. zu einem Gewölbegurt verbunden werden. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstützen des Unterteiles aus je zwei miteinander fest verbundenen Seitenstegen (6) bestehen, zwischen welchen eine vierschwenkbare Stützplatte (7) zum Unterstützen und Festspannen der Randsteine (5) des Gewölbegurtes angeordnet ist, deren Neigung mittels Spannschrauben (9) nach Bedarf geregelt werden kann. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstützen (6) des Unterteiles behufs genauer Anpassung an die Länge des Gewölbegurtes an den Enden des Gestelles (i) mittels Schraubenspindelvorrichtung (io) längs verschiebbar und einstellbar sind. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die obere, an einem fahrbaren Kran angehängte Hebe-und Transportvorrichtung aus einem Rahmenträger (13) besteht, der an beiden Enden nach innen senkrecht zum Gewölbe gebogene und in der Höhe je nach der Rundung ,des Gewölbes verstellbare und auswechselbare Befestigungsarme (T4) besitzt, die am unteren Ende mit abnehmbaren Verlängerungsstäben (16) versehen sind, welche in entsprechende in den Randsteinen (5) des Gewöl#begurtes vorgesehenen Öffnungen eingesetzt werden. 5. Vorrichtung nach Anspruch i und d., dadurch gekennzeichnet, daß für die Seitenspannung des Gewölbegurtes an dem Träger (13) verschwenkbare Schraubenspannvorrichtungen (18) angeordnet sind, welche an die Verlängerungsstäbe (16) der Zuhaltungsarme von außen angreifen. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß -der obere Träger (13) in der Mitte eine jeder Rundung des Gewölbes anzupassende Spindeldruckvorrichtung (21) zum Festspannen des Gewölbegurtes in der Mitte besitzt.
DE1930548602D 1930-12-25 1930-12-25 Vorrichtung zum Herstellen und Einlegen von Gewoelbegurten fuer Siemens-Martin-OEfen Expired DE548602C (de)

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DE (1) DE548602C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747742C (de) * 1937-03-17 1944-10-11 Aufhaengung der abhebbaren Deckel von Lichtbogenoefen
FR2549213A1 (fr) * 1983-06-23 1985-01-18 Dessau Zementkombinat Dispositif de maintien pour voutes refractaires autoportantes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747742C (de) * 1937-03-17 1944-10-11 Aufhaengung der abhebbaren Deckel von Lichtbogenoefen
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