DE54827C - Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat

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DE54827C
DE54827C DENDAT54827D DE54827DA DE54827C DE 54827 C DE54827 C DE 54827C DE NDAT54827 D DENDAT54827 D DE NDAT54827D DE 54827D A DE54827D A DE 54827DA DE 54827 C DE54827 C DE 54827C
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DENDAT54827D
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TH. WlLTON in Beckton, England
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/12Separation of ammonia from gases and vapours

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen in der Herstellung von Ammoniumsulfat.
Diese Neuerungen sind in dem Stadium des Herstellungsverfahrens anwendbar, in welchem die Ammoniakgase zu dem Saturator oder den Saturatoren . gelangen, und haben den Zweck, die Ansammlung des Ammoniumsulfats und Fortschaffung desselben nach den Abtropfbehältern schneller, vollständiger und nutzbringender bezw. billiger als bisher zu bewerkstelligen.
Nach den bisherigen Verfahren liefs man das Ammoniumsulfat sich in den Saturatoren absetzen, worauf dasselbe von Hand, mit Hülfe von Schaufeln oder Schöpfkellen nach den Abtropfbehältern hinübergeschafft wurde. Diese Arbeit erforderte viel Mühe und Zeit und verursachte beträchtliche Kosten. '
Nach vorliegender Erfindung soll diese Handarbeit vermieden werden, indem die Ablagerungen mit Hülfe einer mit dem Absetzbehälter in Verbindung _ stehenden selbsttätigen Vorrichtung entfernt bezw. weiterbefördert werden.
Sind mehrere Saturatoren vorhanden, so verbindet man dieselben mit Hülfe geeigneter Leitungen zweckmäfsig zu Paaren oder' Gruppen und 'alsdann diese Paare oder Gruppen mit einem etwas tiefer gestellten und mit einem oder mehreren solcher selbsttätigen Apparate ausgestatteten Behälter, in welchen das Ammoniaksulfat hineingeführt wird und in welchem dasselbe sich absetzt. Dieser Apparat kann mit Hülfe von Dampf-, Gas- oder Flüssigkeitsdruck bethätigt werden.
In Nachfolgendem mag nun der Gegenstand der vorliegenden Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben werden, auf welcher ein für diesen Zweck geeigneter, mit einem Dampfejector ausgestatteter Apparat veranschaulicht ist.
Fig. ι zeigt den Ejector in Seitenansicht mit theilweisem Schnitt und Fig. 2 eine gewöhnlich gebräuchliche Anordnung im Schnitt, welche im wesentlichen aus einem in diesem Fall auch als Absatzgefäfs dienenden und mit dem Ejector ausgestatteten Saturator, einem ' Mutterlaugengefäfs und Abtropfbehälter besteht. Fig. 3 veranschaulicht im Schnitt vier Saturatoren, welche paarweise mit einander und mit einem tiefer angeordneten, mit Ejector ausgestatteten Absetzbehälter verbunden sind.
Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Theile. Der Ejector A ist aus Blei oder einem anderen gegen die Einwirkung der angewendeten Flüssigkeiten widerstandsfähigen Metall gefertigt und besteht aus einem Rohr, dessen unteres und, wie auf der Zeichnung ersichtlich, vortheilhaft glocken- oder trichterförmiges Ende an einer mit Schlitzen oder Durchlässen b b für den Durch- bezw. Eintritt der abgelagerten Salze versehenen Platte B angeordnet ist. Solche Schlitze oder Durchlässe kann man auch in der Seitenwand selbst des trichter- oder glockenförmigen Endes des Ejectors A anordnen. Ferner ist dieser Ejector mit einem zweckmäfsig Hahn oder Ventil besitzenden Dampfrohr α ausgestattet, welches in eine im unteren Theil des in geeigneter Weise eingerichteten Ejectors A ausmündende Düse endigt.
Ein derartiger Ejector wird in dem Absetzgefäfs'angeordnet, -welches gleichzeitig Saturator sein kann (Fig. 2), oder einen besonderen, mit

Claims (2)

dem Saturator oder den Saturatoren in Verbindung stehenden Absefzbehälter (oder Ejectorbehälter) bilden kann (Fig. 3). Der Ejector kann in jedem Saturator beliebiger Construction angeordnet sein. Auf beiliegender Zeichnung (Fig. 2) ist ein solcher in vorliegendem Fall mit Ejector A ausgestatteter Saturator 5 der gewöhnlich gebräuchlichen Art veranschaulicht, aus welchem bisher das Ammoniumsulfat von Hand herausgeschafft wurde. M stellt den Mutterläugebehälter, D den Abtropf behälter im Schnitt dar. Das o.bere Ende des Ejectors A ist vermittelst eines Bleirohres an einer über dem Behälter D befindlichen Stütze befestigt. Dieses Bleirohr leitet die durch den Ejector herausbeförderte Masse nach dem Abtropfbehälter, -welcher, um die abgesetzte Masse am Weiterfliefsen zu hindern, mit einem Mittelsteg und zum Ablauf der überschüssigen Flüssigkeit mit einem Ueberlauf ausgestattet ist. In Fig. 3 sind zwei Paar Saturatoren S S gezeigt, welche unter einander und mit einem tiefer gestellten Ejectorbehälter T durch Rohre ρ ρ verbunden sind. Das von dem Ejector weiter führende Ableitungsrohr ist in gleicher Weise, wie durch Fig. 2 dargestellt, an dem Abtropfbehälter angeordnet. Sobald man Dampf in das Rohr α eintreten läfst, findet die Ableitung der Salze aus dem Ejectorbehälter nach dem Abtropfbehälter statt und wird ohne weitere Handarbeit vor sich gehen, bis der Dampf abgestellt wird. Der Dampfdruck, welcher nur gering sein braucht, wird durch Stellen des Dampfhahnes geregelt. Gewöhnliche Rohrabzweigungen und Deckel werden zur Reinigung der Rohre zweckmäfsig' angeordnet. Bei vorliegendem Verfahren mag vielfach die natürliche Circulation der Flüssigkeit genügen, jedoch wird es sich, namentlich wenn mehrere Saturatoren mit einander verbunden sind, empfehlen, die bewegende Kraft des angewendeten flüssigen Agens zu erhöhen, zu welchem Zweck man vermittelst Dampfstrahlen oder anderer Druckstrahlen einen Strom durch die ganze Apparatreihe hervorruft. Durch Fig. 3 sind hierfür zwei verschiedene Methoden veranschaulicht. Wie durch den linken Theil der Fig. 3 dargestellt, ist ein Rohr C derart angeordnet, dafs es mit einem erweiterten Ende in die Flüssigkeit des Ejectorbehälters T, aber über der Eintrittsöffnung des Salzejectors eintaucht. Dieses Rohr C ist an dem erweiterten Ende, ähnlich wie der Ejector A, mit einem Dampfrohr ax und Dampfdüse ausgestattet und reicht mit dem anderen Ende über die FlUssigkeitsoberfläche des entferntesten Saturators, so dafs die Flüssigkeit von dem oberen Theil des Ejectorbehälters so weit als möglich ■ weggeführt wird und wieder dahin zurückkehrt. Auch kann man, wie auf dem rechten Theil der Fig. 3 gezeigt, Dampfstrahlen aus dem Dampfrohr C1 in die Verbindungsrohre ρ treiben und so die Circulation' erhöhen. Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R ü c η ε :
1. Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat, darin bestehend, dafs man das während der Sättigung der Säure durch Ammoniak sich absetzende Ammoniumsulfat mittelst eines durch Dampf-, Gas- oder Flüssigkeitsdruck betriebenen selbstthätigen Ejectors, dessen Einsaugetheil in den das abgesetzte Salz enthaltenden Raum hineinreicht, während dessen Auslauftheil nach dem Abtropfbehälter oder nach einer gewünschten Stelle hinführt, ununterbrochen absaugt und nach der gewünschten Stelle bezw. nach dem Abtropfbehälter hinführt.
2. Bei der für das in Anspruch 1. gekennzeichnete Verfahren verwendeten Anordnung für mehrere Absetzbehälter die Beschleunigung der Flüssigkeitscirculation zwischen den Absetz- und dem Ejectorbehälter durch Anwendung von Ejectoren für die Bewegung der oberen bezw. der unteren Flüssigkeitstheile' von einem Behälter nach dem anderen, so dafs das abgesetzte Salz immer möglichst schnell nach dem Ejectorbehälter geführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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