DE544882C - Vorrichtung zur Verhinderung bzw. Beseitigung von UEber- oder Unterdrucken in Ortsleitungen hinter Gasverteilungsanlagen - Google Patents

Vorrichtung zur Verhinderung bzw. Beseitigung von UEber- oder Unterdrucken in Ortsleitungen hinter Gasverteilungsanlagen

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DE544882C
DE544882C DE1930544882D DE544882DD DE544882C DE 544882 C DE544882 C DE 544882C DE 1930544882 D DE1930544882 D DE 1930544882D DE 544882D D DE544882D D DE 544882DD DE 544882 C DE544882 C DE 544882C
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/04Control of fluid pressure without auxiliary power
    • G05D16/06Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule
    • G05D16/063Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane
    • G05D16/0675Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a flexible membrane, yielding to pressure, e.g. diaphragm, bellows, capsule the sensing element being a membrane the membrane acting on the obturator through a lever
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Description

Die Gasverteilungsanlagen, insbesondere diejenigen, welche nur aus einer Driickverminderungsanlage bestehen, also ohne Gasbehälter arbeiten, haben den Nachteil, daß nach S dem Schließen des Sicherheitsabsperrventils, welches durch Versagen eines Reglers o. dgl. hervorgerufen wird, kein Gas mehr in das Ortsnetz gelangt und der Druck im Ortsnetz daher auf Null sinkt. Diese Erscheinung ist für die Bewohner der Ortschaften, in denen die Verteilungsanlagen ohne ständige Aufsicht sind, mit ganz erheblichen Gefahren verbunden. Selbst wenn während der Zeit, in der das Gasrohrnetz und die Hausanlagen ohne Druck waren, nichts passiert ist, so müssen doch nach Wiederinbetriebsetzung der Regleranlage das ganze Ortsnetz und die Hausanlagen ausgeblasen werden. Abgesehen von dieser enormen Arbeit kann es hierbei sehr leicht passieren, daß, nachdem der Gasdruck auf Null gesunken war, die Gashähne an verschiedenen Stellen nicht abgesperrt wurden und daß das Gas somit bei Wiederinbetriebsetzung des Rohrnetzes frei in die Räume geblasen wird. In den größeren Städten oder Ortschaften ist es unmöglich, jede Hausanlage einzeln vor der Inbetriebsetzung daraufhin zu prüfen.
Man hat auch schon eine Umgangsleitung mit einem Absperrorgan bei Regleranlagen vorgesehen, aber diese Absperrorgane mußten bisher bei Versagen der Hauptregleranlage von Hand geöffnet werden, so daß auch kein zuverlässiger Betrieb möglich war. Man hat auch zwei Reglergarnituren parallel geschaltet für den Fall, daß eine Anlage versagt, was natürlich ziemlich kostspielig ist. Die Erfindung beseitigt diese Gefahren und Übelstände, und zwar betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Verhütung bzw. Beseitigung von Über- oder Unterdrucken in Ortsleitungen hinter Gasverteilungsanlagen, bei denen die Hauptleitung der Regleranlage durch eine Umgangsleitung mit eingebautem Absperrorgan überbrückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Über- oder Unterdrucksicherheitsventil der Hauptleitung der Regleranlage mit dem Absperrorgan in der Umgangsleitung oder mit einem zweiten Absperrorgan in einer das Absperrorgan der Umgangsleitung überbrückenden Nebenleitung derart zwangläufig gekoppelt' ist, daß das Schließen des Sicherheitsventils infolge von Unterdruck ein öffnen des Absperrorgans in der Umgangsleitung bzw. in der Nebenleitung bedingt, während bei zu hohem Druck in der Verbrauchsleitung das Absperrorgan geschlossen wird. Mit dem bekannten Sicherheitsabsperrventil der Hauptleitung, welches hier als Doppelsicherheitsventil ausgebildet ist, da es auf Über- und Unterdruck reagieren muß, ist also ein Ventil gekoppelt, welches beim Schließen des Doppelsicherheitsventils zwangläufig die Verbindung der Hochdruckleitung mit der Ortsleitung über die

Claims (6)

  1. Umgangsleitung herstellt. Dadurch wird zunächst die oben geschilderte Schwierigkeit bei Vorhandensein eines Unter druckes in der Ortsleitung beseitigt, jedoch nicht bei Vor handensein eines Überdrucks. Ein Überdruck in der Ortsleitung kann einmal dadurch entstehen, daß in der Hauptleitung die Regler nicht dicht halten oder daß · die Membran reißt. Der Überdruck schließt daher das ίο Doppelsicherheitsventil, was jedoch in diesem Fall, da es gleichzeitig mit der öffnung der Umgangsleitung verbunden ist, den Übelstand nicht beseitigt. Zweitens kann ein Überdruck dadurch entstehen, daß beim Schließen des Sicherheitsventils infolge Unterdruck der Regler der Umgangsleitung defekt, ist oder wird und der Überdruck von hier aus in die Ortsleitung dringt. Ein. solcher Überdruck ist bekanntlich mit außerordehtliehen Gefahren für Leben und Eigentum der Bewohner verbunden. Zur Verhinderung bzwi Beseitigung dieser Gefahren wird das Abschlußorgan, welches zweckmäßig als Schnellschlußschieber ausgebildet ist und.in folgendem so bezeichnet werden soll, weiterhin gemäß der Erfindung von dem Druck in der Ortsleitung gesteuert und nicht direkt in die Umgangsleiturig gelegt, sondern in eine Lei' tang, welche das Absperrorgan in der Umgangsleitung überbrückt und welche im folgenden als Nebenleitung bezeichnet werden soll. Die Steuerungsvorrichtung des Schnellschlußschiebers durch den Druck. der Ortsleitung hat die Aufgabe, solange Überdruck in der Ortsleitung besteht,' den Schnellschlußschieber geschlossen zu halten. Diese Steuervorrichtung besteht erfindungsgemäß aus einem Gehäuse 1 (Abb. i), . das durch eine Membran 2 in zwei Teile geteilt ist; der untere Teil, der Steuerraum, steht durch die Leitung 3 mit der Ortsleitung in Verbindung. Die Membran, welche durch die Gewichte 4 mit dem Gasdruck im Gleichgewicht gehalten wird, ist durch die Stange 5 starr mit dem Hebel 6 des Schnellschlußschiebers 7 gekoppelt, so daß dieser sich bei einem Überdruck nicht öffnen kann, dagegen bei Unterdruck die auf der sinkenden&Membran ruhenden Gewichte 4 den Hebel 6 herunterziehen und somit den Schnellschlußschieber 7 öffnen. Aus diesem Grunde darf die Kopplung des Schnell-. schlußschiebers mit dem Doppelsicherheitsventil nicht direkt erfolgen, sondern mittels einer Arretierungsvorrichtung, wobei das Schließen des Poppelsicherheitsventils lediglich die Entarretierung bewirkt,.Wonach die Vom Ortsnetzdruck gesteuerte Membran 2 mit den Gewichten den Schnellschlußschieber erst dann öffnet, wenn der Druck im.Ortsnetz unter eine gewisse einstellbare Grenze gesunken, ist. Die Arretierungsvorrichtung 8 be- :' steht zweckmäßig aus einem Räderwerk; die Verbindung dieses Räderwerks mit dem Hebel des Schnellschlußschiebers geschieht zweckmäßig durch einen Stahldraht 9 o. dgl., der ; auf. der Achse des ersten Zahnrades aufgewickelt ist.
    Damit die öffnung des Schnellschlußschiebers nicht zu schnell erfolgt, wodurch ein Reißen der Membran des Umgangsreglers 12 erfolgen könnte, wisr-dTjias Herunterziehen des Hebels 6 des Schnellschlußschiebers zweckmäßig durch Bremsvorrichtungen auf die gewünschte Geschwindigkeit gebracht, beispielsweise bei Verwendung eines Räderwerks durch -Anbringung von Schwungkügelchen 10, weiqlie gegen die Bremsplatte 11 bei zu großer Geschwindigkeit schlagen. . Die Abb;.2 veranschaulicht die Wirkungsweise der Vorrichtung. Im Normalzustand So liefert die Hochdruckleitung 18 das Gas durch die Hauptleitung; 20 über das Doppelsicherheitsventil 13 und die Regler 14 in die Ortsleitung 15,;. d?· das Absperrventil 16 der Umgangsleitung geschlossen ist. Tritt nun in "der Ortsleitung' Über- oder Unterdruck ein, so schließt sich das Doppelsicherheitsventil 13 und entarretiert" zwängläufig das Räderwerk 8, Geschah die Schließung infolge von Unterdruck, so setzen die auf der Membran 2 liegenden Gewichte das Räderwerk in Bewegung, die Membran mit der Stange 5 sinkt nach unten, der Schnellschlußsehieber 7 der Umgehungsleitung 19 wird durch Hebel 6 geöffnet, tind das Gas gelangt über den Regler 12 in die Ortsleitung. Geschah die Schlie-'ßuhg des Doppelsicherheitsventils jedoch infolge v.on Überdruck, so wird zwar ebenfalls das Räderwerks entarretiert, aber jetzt können die Membrangewichte 4 im Gehäuse 1 -nicht nach unten sinken, weil der hohe Druck in der Verbrauchsleitung auf- die Membran 2 des Steuerorgans wirkt; und der SchneHschlußschieber bleibt geschlossen, solange der Überdruck besteht. Entsteht der Überdruck in der Ortsleitung bei geöffnetem Schnellschlußsehieber durch Defektwerden des Reglers 12, so', drückt der _ erhöhte Verbrauchsdruck in dem Gehäuse 1 die Membran 2 mit den Gewichten und der Stange 5 nach oben und schließt dadurch den Schnellschlußsehieber mittels des Hebels 6. Die Vorrichtung bietet mithin jede erdenkliche Sicherheit.
    ι, Vorrichtung zur Verhütung bzw. Beseitigung von Über- oder Unterdrucken in Ortsleitungen hinter Gasverteilungsanlagen, bei denen die Hauptleitung der Regleranlage durch eine Umgangsleitung mit eingebautem Absperrorgan überbrückt igt, dadurch gekennzeichnet, daß das Über-
    oder Unterdrucksicherheitsventil (13) der Hauptleitung der Regleranlage mit dem Absperrorgan (16) in der Umgangsleitung (17) oder mit einem zweiten Absperrorgan (7) in einer das Absperrorgan (16) der Umgangsleitung überbrückenden Nebenleitung (19) derart zwangläufig gekoppelt ist, daß das Schließen des Sicherheitsventils infolge von Unterdruck ein Öffnen des Absperrorgans in der Umgangsleitung bzw. in der Nebenleitung (19) bedingt, während bei zu hohem Druck in der Verbrauchsleitung das Absperrorgan geschlossen wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrorgan (7) in der Nebenleitung (19) ein von einer unter dem Druck der Ortsleitung stehenden Membran gesteuerter
    zo Schnellschlußschieber ist, der mittels einer Arretierungsvorrichtung (8) mit dem Sicherheitsventil der Hauptleitung derart gekoppelt ist, daß das Schließen des Sicherheitsventils eine Entarretierung bewirkt, und daß. nur bei Unterdruck in der Ortsleitung die entarretierte Membransteuervorrichtung den Schnellschlußschieber öffnet.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung des Schnellschlußschiebers aus einem Gehäuse besteht, dessen unterer Raum mit dem Ortsnetz verbunden ist und dessen oberer Raum durch eine mit Gewichten beschwerte Membran von dem unteren abgeschlossen ist, und daß die Membranstange mit dem Schnellschlußschieber gekoppelt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiervorrichtung aus einem Räderwerk besteht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiervorrichtung oder der Schnellschlußschieber mit Bremsvorrichtungen versehen sind.
  6. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930544882D 1930-10-25 1930-10-25 Vorrichtung zur Verhinderung bzw. Beseitigung von UEber- oder Unterdrucken in Ortsleitungen hinter Gasverteilungsanlagen Expired DE544882C (de)

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