DE54443C - Vorrichtung zum Rundschleifen der Endflächen von Hohlgläsern aller Art - Google Patents
Vorrichtung zum Rundschleifen der Endflächen von Hohlgläsern aller ArtInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B19/00—Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group
- B24B19/006—Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group for grinding hollow glassware, bottles
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- Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
an
Hohlgläser, und zwar besonders die für Beleuchtungszwecke dienenden Hohlgläser werden
nach dem Absprengen des Bodens und der Kappe an den hierdurch entstandenen scharfen
und unebenen Flächen zunächst roh von Hand abgeschliffen, bevor sie einer ferneren, ebenfalls
von Hand erfolgenden feineren Bearbeitung unterworfen werden. Man hat hierfür zwei
Arten, einsogen.. »Feinmachen«, dem erforderlichenfalls
ein Poliren folgt: Die Kanten der Endflächen sind besonders abzuschleifen, was
in der Technik »Versäumen« genannt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, der die den gebräuchlichen Verfahren
anhaftenden Mängel vollständig beseitigen und mit dem ein gewöhnlicher Mann, d. h. nicht
gelernter Arbeiter, im Stande sein soll, die Hohlgläser mit genau zu ihrer Achse senkrecht
liegenden runden und polirten Endflächen zu versehen. Dieser Apparat ist auf der beiliegenden
Zeichnung in seinen einzelnen Theilen veranschaulicht, und zwar stellt Fig. 1 die neue
Schleifmaschine mit eingespanntem Lampencylinder dar. Fig: 2 zeigt eine Oberansicht
der Centrir- und Haltevorrichtung für die zu schleifenden Hohlgläser und Fig. 3 die Klemmbacken
in Vorder- und Seitenansicht. In Fig. 4 ist die mit schraubenförmigen Nuthen versehene
Vorrichtung zum Bewegen der Klemmbacken und in Fig. 5 die Schleifscheibe in Ansicht
und Schnitt veranschaulicht.
Wie Fig. ι erkennen läfst, besteht der Untertheil
des Apparates aus einem auf Füfsen stehenden Bett B, welches den Spindelkasten K
und die Centrirvorrichtung trägt. In den Lagern des Spindelkastens ruht die Spindel S, welche
mit fester und loser Riemscheibe R R1 versehen
ist. Auf das vordere Spindelende ist eine Scheibe s geschraubt (Fig. 5), welche die verschiedenartigen
Schleif- und Polirscheiben, wie Schmirgelscheiben, Walrofslederscheiben etc.,
aufnimmt. Die Scheibe s besteht am zweckmäfsigsten aus Eisen und ist mit vorspringen- ■
dem Rand versehen, in welchen eine aus Holz oder einem anderen passenden Material bestehende
Scheibe h eingepafst ist. Diese letztere Scheibe ist für die aufzunehmende Schleifscheibe
passend ausgebohrt, d. h. nur auf '.einen Theil ihrer Stärke, damit beim Anschrauben
der Scheibe h an die Scheibe s die zwischenliegende Scheibe ρ fest gegen Scheibe s geprefst
wird.
Die Schleif- oder Polirscheibe ρ trägt concentrische Rillen r mit halbrundem Querschnitt,
welche den Durchmessern der zu schleifenden oder zu polirenden Endflächen der Hohlgläser
entsprechen.
Vor dem Spindelkasten ruht auf dem Bett der Maschine, in der Längsrichtung verschiebbar,
die Centrir- und Haltevorrichtung für die zu schleifenden Hohlgläser. Dieselbe besteht,
wie Fig. ι und 2 zeigen, aus zwei an beiden Seiten über das Bett übergreifenden Blechen bb1,
die durch zwei Flacheisenschienen ff1 mit
Hülfe von Schraubenbolzen mit einander zu einem Ganzen verbunden sind. An den inneren
Seiten dieser Bleche sind kleine Laufrollen 0 angebracht., die ein leichtes Hin- und Her-
schieben der ganzen Vorrichtung ermöglichen. Die genannten Führungsschienen ff1 umfassen
zwei mit entsprechenden Aussparungen versehene Klemmbacken k k\ Fig. 3, die an den die Hohlgläser
umfassenden Ausschnitten mit Streifen aus Gummi oder anderem geeigneten Material
belegt sind. An jede der Klemmbacken ist eine Schiene geschraubt, die einen Zapfen ^
trägt; diese Zapfen dienen zum seitlichen Verschieben der Klemmbacken, um mit letzteren
das Festhalten oder Freigeben des Arbeitsstückes bewirken zu können. Vor den Klemmbacken
nämlich ist um Zapfen drehbar ein Cylinder w angeordnet, der zwei schraubenförmig
um ihn herumgeführte Nuthen enthält, in welche die Zapfen der Klemmbacken hineingreifen
(Fig. 2 und 4). Es bezweckt diese Einrichtung ein Entfernen der Backen k kl von
einander bezw. ein Nähern derselben beim Drehen des Cylinders w. Auf dem einen über
die Seitenwand des Wagens hinausragenden Zapfen sitzt eine doppelte Schnur- oder Kettenscheibe
D, welche mit Hülfe der Ketten oder Schnüre Z/1 und der Kettenscheiben EE1,
sowie des Fufstrittes F in Drehung versetzt werden kann. Der Vorgang ist hierbei folgender:
Durch einen Druck auf den Fufstritt F wird die Kette oder Schnur P, welche mit dem
einen Ende an diesem und mit dem anderen Ende um die Rolle D geschlungen und an ihr
befestigt ist, herabgezogen und damit Rolle D gedreht. Die letztere ist mit dem Cylinder w.
fest verbunden und wird daher die Drehung auf diesen übertragen; da aber die Nuthen im
Cylinder w bei dieser Drehrichtung divergiren, werden die mit Zapfen % in die Nuthen eingreifenden
Klemmbacken von einander entfernt, bis ihrer Bewegung ein Hindernifs entgegentritt;
hier dienen dazu die Verbindungsstücke der Führungsschienen//"1. Sobald aber die Klemmbacken
in ihrer Grenzlage angelangt sind, wird der Zug der Kette Z1 sich auf den ganzen
Wagen übertragen, derselbe wird sich also von der Schleifscheibe entfernen. An dem Wagen
ist noch in der Verlängerung der Spindelachse ein Spitz- oder Hohlkegel C — je nach der
Art der zu centrirenden Gegenstände — verstellbar auf einer Schiene befestigt;
Auf diesen Konus C wird, wie Fig. 1 erkennen läfst, der, zu schleifende Hohlkörper
gesteckt.
Läfst man nun mit dem Druck auf den Fufstritt F nach, so tritt das durch Kette I mit
der Rolle D verbundene Gewicht G in Thätigkeit und bewirkt zunächst eine Drehung der
Rolle D und damit ein Schliefsen der Klemmbacken k k1, bis sie fest an dem zu schleifenden
Gegenstand L anliegen; dann erst wird der Zug des Gewichts G auf den Wagen übertragen,
der sich nun so weit gegen die Schleifscheibe bewegen kann, bis der Cylinder L an
dieselbe anstöfst. Durch Rotation der Schleifscheibe wird dann ein Abschleifen bezw. Rundschleifen
der Endflächen und ein Poliren derselben leicht und bequem ermöglicht.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Rundschleifen der Endflächen von Hohlgläsern aller Art, gekennzeichnet durch die Anordnung:
ι. einer rohrenden Schleif- oder Polirscheibe (p) aus Schmirgel, Walrofsleder oder anderem geeigneten Material, die mit concentrischen Rillen (r) von halbrundem oder anders geformtem Querschnitt versehen ist, und
2. einer Halte- und Centrirvorrichtung (C k k1), welche ein centrisches Einspannen, Festhalten und Andrücken an die Schleifscheibe mit Hülfe der Rollen (DEE1J, sowie der Ketten oder Schnüre (I I1J des Fufstrittes (F) und Gewichts (G) ermöglicht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54443C true DE54443C (de) |
Family
ID=329035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54443D Expired - Lifetime DE54443C (de) | Vorrichtung zum Rundschleifen der Endflächen von Hohlgläsern aller Art |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54443C (de) |
-
0
- DE DENDAT54443D patent/DE54443C/de not_active Expired - Lifetime
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