DE544312C - Verfahren zur Ultraviolett-Bestrahlung von Fluessigkeiten mittels einer unmittelbar in die Fluessigkeit eingetauchten Entladungsroehre - Google Patents

Verfahren zur Ultraviolett-Bestrahlung von Fluessigkeiten mittels einer unmittelbar in die Fluessigkeit eingetauchten Entladungsroehre

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DE544312C
DE544312C DE1930544312D DE544312DD DE544312C DE 544312 C DE544312 C DE 544312C DE 1930544312 D DE1930544312 D DE 1930544312D DE 544312D D DE544312D D DE 544312DD DE 544312 C DE544312 C DE 544312C
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/12Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electromagnetic waves
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/08Radiation
    • A61L2/10Ultraviolet [UV] radiation
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Description

  • Verfahren zur Ultraviolett-Bestrahlung von Flüssigkeiten mittels einer unmittelbar in die Flüssigkeit eingetauchten Entladungsröhre Bei der Ultraviolett-Bestrahlung von Flüssigkeiten ist es bereits bekannt, die als Strahlenquelle dienende Lampe unmittelbar in die Flüssigkeit einzutauchen. Hierbei erzeugen jedoch diejenigen Ultraviolettstrahlen, welche von dem über den Flüssigkeitsspiegel herausragenden und mit den Stromzuführungen versehenen Lampenteil ausgehen, in der umgebenden Luft Ozon. Dieses Ozon ist in den meisten Fällen unerwünscht und häufig -z. B. bei der Ultravialettbestrahlung von Milch (zwecks Vitaminisierung) - infolge seiner chemischen Einwirkung auf das Bestrahlungsgut sogar schädlich.
  • Die Erfindung betrifft ein Bestrahlungsverfahren, welches diesen Nachteil vermeidet. Sie macht von der bekannten Tatsache Gebrauch, daß man Entladungsröhren teilweise aus ultraviolettundurchlässigem Material herstellen oder auf anderem Wege teilweise ultraviolettundurchlässig machen kann. :Nach der Erfindung werden für den vorliegenden Zweck derartige teilweise ultraviolettundurchlässige Entladungsröhren verwendet und in die zu bestrahlende Flüssigkeit so weit eingetaucht, daß nur die genannten ultraviolettundurchlässigen Teile aus ihr herausragen. Auf diese Weise wird bei einfachster Handhabung eine Ozonbildung oberhalb des Flüssigkeitsspiegels mit Sicherheit vermieden.
  • Die Erfindung besitzt besondere Bedeutung für Kleinbestrahlungsgeräte, welche im Haushalt Verwendung finden sollen, da gerade hier in erster Linie mit Unachtsamkeiten bei der Benutzung und der Ausschließung jeder Möglichkeit einer Gefahr (Augenverbrennungen) gerechnet werden muß. Die Erfindung schaltet jede Möglichkeit einer Augenverbrennung oder Ozoneinwirkung mit Sicherheit aus und rückt auf diese Weise die Ultraviolett-Bestrahlung (Vitaminisierung von Genußmitteln im Haushalt - d. h. unmittelbar vor dem Gebrauch -) erstmalig in den Bereich des praktisch. Möglichen.
  • Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, die Grenze des ultraviolettdurchlässigen Teiles der Entladungsröhre - etwa durch Färbung der undurchlässigen Teile - deutlich zu bezeichnen. Auf diese Weise wird die Sicherheit dafür gegeben, daß die Entladungsröhre stets zu genügend tiefem Eintauchen kommt und auch Nichtgeübte sofort erfindungsgemäß zu handeln vermögen.
  • Für die Herstellung der verwendeten Entladungsröhren kommt in erster Linie Quarz in Frage. Zu ihrer Füllung empfiehlt sich Edelgas (insbesondere Argon) unter Zusatz von Quecksilberdampf. Damit die Wandungen der Röhre nicht zu heiß werden, ist vorzugsweise mit sogenannter kalter Strahlung (positiver Säule bzw. kathodischem Glimmlicht) zu arbeiten. Zur Erzeugung einer solchen Entladung werden entweder einfache kalte Elektroden oder auch beheizte, insbesondere mit Oxyd überzogene Kathoden verwendet. Für Kleingeräte hat sich jedoch wegen seiner Ungefährlichkeit besonders der Betrieb mit Hochfrequenz be- währt, bei dem überdies gegebenenfalls mit nur einer einzigen eingeschmolzenen Elektrode oder sogar mit lediglich kapazitiven Stromzuführungen gearbeitet «-erden kann. Der Stromweg verläuft dann von der Kondensator- bz %v. Einschmelzeleltrode nach denjenigen Wandungsteilen des Gefäßes, die mit der zu behandelnden Flüssigkeit in Berührung stehen. Bei Kondensatorelektroden empfiehlt es sich, die Metallbelegung (Kappe) abnehmbar auszubilden, um die Reinigung der Leuchtröhre in Wasser und die Entfernung von Benetzungen mit Milch u. dgl. zu erleichtern.
  • Die Abbildungen geben Erfindungsbeispiele wieder, bei denen die Lichtquelle im Hinblick auf die besondere Bedeutung der Erfindung für Kleingeräte durchweg als sogenannte Hochfrequenzelektrode ausgebildet ist, welche mit den üblichen sogenannten Hochfrequenzapparaten betrieben werden kann. In Abb. z besitzt die Leuchtröhre eine Außenelektrode i, welche zum' Anschluß an einen Hochfrequenzapparat bestimmt ist. Ihre Wandungen bestehen im unteren Teil 2 aus Quarz, während sie im oberen Teil 3, welcher nicht mit in die Flüssigkeit _1 eingetaucht wird, erfindungsgemäß aus einem Material gefertigt sind, das für kurzwellige ultraviolette Strahlen undurchlässig ist. Im vorliegenden Falle käme hierfür Quarz, welches irgendwelche Verunreinigungen, wie glasige Substanzen, Farbstoffe oder Luftblasen (Rohquarz),- enthält, in Frage. Im Punkte 5 besitzt das Vakuumgefäß eine Krümmung, die das Eintauchen in die Flüssigkeit erleichtert. Wenn der obere Teil 3 außerdem gefärbt ist, kann man die Grenze 6, bis zu der das Vakuumgefäß gemäß der Erfindung mindestens in die Flüssigkeit .4 eingetaucht werden muß, deutlich wahrnehmen.
  • Im Beispiel Abb. 2 dient eine Glasschicht dazu, die Abschirmung der kurzwelligen ultravioletten Strahlen innerhalb eines Teiles des Leuchtrohres herbeizuführen. Das Quarzrohr 7 mit der Stromzuführung .8 trägt in seinem Innern das Glasrohr 9. Das Glasrohr kann im oberen Teil des Vakuumgefäßes durch Einstiche io oder durch Erweiterung des oberen Teiles des Quarzrohres bzw. durch Knickung des Quarzrohres 7 oder andere entsprechende Maßnahmen festgehalten werden. Das Vakuumgefäß der @ beschriebenen Art zeichnet sich besonders durch seine Einfachheit und seine leichte Herstellbarkeit aus.
  • Ein Beispiel, bei dein durchweg klares Quarzmaterial zur Verwendung gelangen .bann, die ozonerzeugenden Strahlen aber trotzdem an ihrem Austritt gehindert werden, zeigt Abb. 3. Die Quarzröhre 7 trägt eine Doppelwandung i i, welche in der Umgebung des Vakuumrohres 7 den Raum i2 einschließt. Wird dieser Raum 12 mit Luft oder reinem Sauerstoff gefüllt, so werden die ozonbildenden Strahlen durch die chemischen Umsetzungen, welche in diescm Raum stattfinden, verbraucht und können nicht nach außen gelangen, während anderes kurzwelliges Licht, insbesondere der vitaminisierend wirkende Strahlungsanteil, ungehindert austreten kann. Es ist infolgedessen möglich, die Doppelwand i i bei diesem Entladungsgefäß fast bis zur Spitze 14 vorzuführen. Bei einer Leuchtröhre mit zwei Stromzuführungen kann der Gasmantel sogar diegesanite Leuchtröhre umschließen.
  • Im Beispiel Abb. 4 ist dargelegt, wie bei der erfindungsgemäßen Vakuumröhre, insbesondere im Hochfrequenzbetrieb, der Sch-werpunkt der Strahlenerzeugung -im Innern der Röhre an diejenigen Stellenverlegt werden kann, welche innerhalb der Flüssigkeit liegen. Die Röhre 7 trägt zu diesem Zwecke an dem einzutauchenden Ende eine Verengerung 13, die fast bis zur Spitze 14 reicht. Hierdurch wird diie Entladung genötigt, durch diese Einengung hindurchzugehen und hier intensivste Leuchterscheinungen zu erzeugen, bevor sie sich auf die mit der Flüssigkeit in Verbindung stehenden -Wandungen verteilt.
  • Schließlich kann man noch eine weitere Steigerung der beabsichtigten Wirkung erhalten, wenn man der Röhre am hinteren Ende eine Einstülpung 15 gibt, welche die galvanische bzw. kapazitiv e Stromzuführung 16 bereits bis nahe an den Anfang der Einengung 13 heranführt. Es findet dann in der oberen Strecke 17, welche erfindungsgemäß auf einem der oben beschriebenen Wege für kurzwellige ultraviolette Strahlen undurchlässig gemacht- ist, nur.:noch- eine sehr unwesentliche Lichterzeugung statt, während sich fast die ganze Lichterzeugung auf das innerhalb der Flüssigkeit befindliche Gebiet 13 vereinigt.
  • Selbstverständlich kann `die Einstülpung 15 auch ohne die Verengerung 13 zur Verwendung gelangen, da sie allein schon eine wunschgemäße Verschiebung -des Gebietes herbeiführt, in dem die Leuchterscheinung hauptsächlich auftritt.
  • Die einpolige, für Hochfrequenzbetrieb bestimmte Ausführungsform der Leuchtröhre, wie sie in den Abbildungen vornehmlich wiedergegeben worden ist, hat den erheblichen Vorteil, daß sie mit bereits auf dem Markte vorhandenen Anschlußvorrichtungen, den sogenannten Hochfrequenzgeräten, betrieben «-erden kann. Des weiteren besitzt sie den großen Vorzug, daß bei Betrieb mit Hochfrequenz keinerlei Gefahr für die handhabenden Personen entstehen kann. Dies erscheint deshalb besonders wichtig, weil bei der Behandlung von Flüssigkeiten leicht ein Erdschluß irgendwelcher Art vorliegen kann. Andererseits bleibt jedoch trotzdem stets die Möglichkeit, statt des einpoligen Hochfrequenzbetriebes einen mehrpoligen Hoch-und -Niederfrequenz- oder Gleichstrombetrieb vorzusehen und dem Leuchtrohr z. B. eine schlaufenförmige Gestalt zu geben, wobei aber nach der Erfindung nur derjenige Teil, der in die Flüssigkeit eingetaucht wird, ungeschirtnte Wandungen besitzen darf.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Ultraviolett-Bestrahlung von Flüssigkeiten mittels einer insbesondere mit Hochfrequenz betriebenen Entladungsröhre, die nur teilweise für Ultraviolettstrahlen durchlässig ist und deren Leuchtrohr unmittelbar in die Flüssigkeit eingetaucht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Leuchtrohr nur so weit in die Flüssigkeit-eingetaucht wird, daß nur ultraviolettundurchlässige Teile aus der Flüssigkeit herausragen.
  2. 2. Entladungsröhre zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenze (6) des ultraviolettdurchlässigenTeiles der Lampe etwa durch Färbung der undurchlässigen Teile (3, 9, 17) deutlich bezeichnet ist.
  3. 3. Entladungsröhre zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Doppelwandung (ii), deren Zwischenraum (i2) mit sauerstoffhaltigen Gasen gefüllt ist und die gegebenenfalls auch den eintauchbaren Teil ganz. oder teilweise umfaßt.
DE1930544312D 1930-04-01 1930-04-01 Verfahren zur Ultraviolett-Bestrahlung von Fluessigkeiten mittels einer unmittelbar in die Fluessigkeit eingetauchten Entladungsroehre Expired DE544312C (de)

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DE1930544312D Expired DE544312C (de) 1930-04-01 1930-04-01 Verfahren zur Ultraviolett-Bestrahlung von Fluessigkeiten mittels einer unmittelbar in die Fluessigkeit eingetauchten Entladungsroehre

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DE (1) DE544312C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2439787A (en) * 1945-02-05 1948-04-20 Sun Kraft Inc Ultraviolet ray generator
DE855397C (de) * 1948-10-02 1953-01-08 Quarzlampen Gmbh Vorrichtung zum Bestrahlen von Fluessigkeiten
DE972572C (de) * 1948-10-02 1959-08-13 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zum Entkeimen von Behaeltnissen, insbesondere von enghalsigen Gefaessen, wie Flaschen, Milchkannen u. dgl.
DE19708149A1 (de) * 1997-02-28 1998-09-03 Umex Ges Fuer Umweltberatung U Vorrichtung zur UV-Bestrahlung von Flüssigkeiten und Gasen

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DE972572C (de) * 1948-10-02 1959-08-13 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zum Entkeimen von Behaeltnissen, insbesondere von enghalsigen Gefaessen, wie Flaschen, Milchkannen u. dgl.
DE19708149A1 (de) * 1997-02-28 1998-09-03 Umex Ges Fuer Umweltberatung U Vorrichtung zur UV-Bestrahlung von Flüssigkeiten und Gasen

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