AT121033B - Verfahren zur Einführung der Zersetzungsprodukte des Glases in Gefäße. - Google Patents

Verfahren zur Einführung der Zersetzungsprodukte des Glases in Gefäße.

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  Verfahren zur   Einführung   der Zersetzungsprodukte des Glases in Gefässe. 
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   Fig. 1 bezieht sich auf lichtelektrisehe Zellen, deren Kathoden mit Hilfe des   erfindungsgemässen  
Verfahrens in   dem geschlossenen Gefäss   hergestellt werden können. 



   In das   G'asgefäss   1 der lichtelektrischen Zelle ist der als Anode der Zelle verwendbavre Metallring 2 eingebaut. Die innere Oberfläche der Gefässwand ist mit der dünnen Metallschicht 3 versehen. welche   ) mit   Hilfe von an sich bekannten Verfahren noch vor der Zuschmelzung des Gefässes hergestellt wird, wobei das für den Liehteintritt dienende Fenster 4 vom   Metallbesehlag freigelassen   wird. Der Metall- beschlag ist in leitender Verbindung mit der in der Gefässwand   eingesehmolzenen   Stromzuleitung 5. 



   Zur Ausführung der Glaselektrolyse wird der untere Teil des Ballons in Salzschmelze 6, z. B. Natron- salpeter, getaucht. Den für die Elektrolyse nötigen Strom liefert Stromquelle 7. deren negativer Pol mit der Stromzuleitung 5 und positiver Pol durch den Reglerwiderstand 8 und Strommesser 9 mit dem die Salzschmelze enthaltenden Metallgefäss 10 verbunden ist. Bunsenbrenner   11   dient dazu. die Salz- schmelze auf der nötigen Temperatur zu halten. 



   Diese Einrichtung ist für verschiedene Ausführungsarten des erfindungsgemässen Verfahrens und dementsprechend für die Herstellung von lichtelektrischen Zellen verschiedener inneren   Konstruktion   und Eigenschaften geeignet. 



   Die Einrichtung ist in erster Reihe geeignet für die Einführung der in dem Glas enthaltenen Alkali- bzw. Erdalkalimetalle, z. B.   Natrium,   in das Innere des Gefässes, d. h. für die Herstellung von   lielit-   elektrischen Zellen, die als li :-htelektrisch wirksames Kathodenmetall das in Rede stehende Metall enthalten.
Zu diesem Zwecke muss nur der Stromkreis der Elektrolyse geschlossen und der Strom für eine gewisse Zeit aufrecherhalten werden. Dann gelangt die entsprechende Metallmenge als Kation in das Innere des Gefässes und bildet an den kältesten Teilen den die Gefässwand gleichförmig bedeckenden Metall- spiegel3.

   Zur Beschleunigung der Kondensation ist es zweckmässig, den in dem Salzbad nicht eingetauchten
Teil des Ballons mit Luftstrom zu kühlen ; die Menge des eingeführten Alkalimetalls kann auch ganz   gering-einige Milligramm-sein.   



   Weiterhin wurde gefunden, dass bedeutend wirksamere lichtelektrische Kathoden dadurch gewonnen werden können, dass die Oberfläche der Kathode mit einer Oxydschicht versehen wird. Zu diesem Zwecke werden die Pole der zur Elektrolyse dienenden Spannungsquelle vertauscht, d. h. Metall- schicht als Anode benutzt,   wobei-gemäss   der Erfindung-in dem Innern des Gefässes Sauerstoff ausgeschieden wird, welcher aber durch das schon vorher eingeführte Alkali-oder Erdalkalimetall selbstverständlich sofort gebunden wird. Im Falle einer   Natriumkathode   ist das Entstehen der Oxyd- 
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 EMI2.2 
 



   Während für   Natriumkathoden nur   die violettblauen und einigermassen die grünen Strahlen des Spektrums wirksam waren und das Maximum der Wirksamkeit ungefähr   bei 350 m ; ,   d. h. im Ultraviolett, liegt, erstreckt sich die Farbenempfindlichkeit der Natriumoxydkathoden auf das ganze sichtbare Spektrum, d. h. auch auf die gelbe und rote Farbe. Demzufolge eignen sich mit derartigen Kathoden 
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   Eine andere Ausführungsart des hier beschriebenen Verfahrens wird dadurch erhalten, dass nicht das aktive Material der Kathode-in dem vorigen Beispiel Natrium-sondern der Träger der Kathode, z. B.   Metallspiegel. ?,   mit einer Oberflächenoxydschicht versehen und auf diese dann das eigentlich aktive Material aufgetragen wird. Der Metallbesehalg 3 kann in diesem Falle zweckmässig aus Kupfer bestehen, da dieses bei der üblichen Temperatur des Salzbades von 200 bis 300  C leicht oxydierbar ist.

   Wenn nun das Gefäss bis zum Halse in das Bad getaucht und das Glas einer Elektrolyse unterworfen wird, wobei der   ilIetallbesch11g   als Anode dient, entsteht eine gleichmässige Oberflächenoxydschicht an dem   Kupferbesehlag.   Nachher wird der Ballon aus dem Bake so weit herausgehoben, dass nur noch seine 

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 Spitze in das Salzbad taucht, die   Polarität   des elektrolysierenden Stromes getauscht und Natrium auf elektrolytischem Wege in das Gefäss eingeführt. Besteht der Metallbesehlag aus einem solchen Metall. 
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 der Beschlag zum Zwecke der Oxydation auf irgendeine andere Weise, z. B. auf elektrischem Wege,   i auf   die zur Oxydation nötige Temperatur erhitzt werden. 



   Weitere Ausführungsarten des Verfahrens werden im   Zusammenhange mit   Fig. 3 beschrieben. 



   Gemäss Fig.   3 wird   der innere Metallbeschlag in dem bereits geschlossenen Gefässe hergestellt.   Fig. 3   zeigt die lichtelektrische Zelle im bereits evakuieren und   zugeschmolzenen   Zustand und dient zur
Darstellung der weiteren Einzelheiten   (Kathodenherstellung)   des Herstellungsverfahrens. Für die in
Rede stehende lichtelektrische Zelle wird zweckmässig Gestell 12 verwendet, welches mit drei Strom- 
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 galvanise, hem Wege, mit z. B. Kupfer, Überzogene Wolframspirale   : 20.   Der Kupferüberzug der Spirale verdampft in dem evalkuierten Gefäss und bildet den für das Trägermaterial der Kathode bestimmten Beschlag an der Gefässwand.

   Der   Verlängerungsdraht   19 ist auf Träger 18   geschweisst   und so umgebogen, dass bei Einschmelzung des Gestells in den Ballon das Ende des Drahtes 19 an die Oberfläche des Ballonhalses angeschmolzen wird. Weiterhin ist es zweckmässig, den   Glimmerschutzschirm   21 auf das Gestell und die runde Glimmerlamelle   2 : : in dem   Gefäss anzuordnen,   um   das Gestell bzw. den oberen Teil des Gefässes vor   Metallbeschlag   zu   schützen.   Das auf diese Weise verfertigte Gefäss wird nun evakuiert zugeschmolzen und zum Zwecke der Erleichterung der weiteren Operationen mit einem für Gleichrichterröhren üblichen Sockel versehen.

   (An Fig. 1 wurde der Ballon wegen der   leichteren Fbersicht ungesockelt   dargestellt.) Nachher wird der   Metallüberzug des Glühfadens-in vorliegendem   Falle Kupfer-verdampft, indem die Wolframspirale 20 mittels eines durchgeleiteten elektrischen Stromes auf die nötige Temperatur erhitzt wird. Das verdampfende Kupfer bildet an der inneren Wand des Gefässes einen 
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 Kathodenmetalles bestimmt ist und durch Metalldraht 19 mit Träger 18 bzw.   Stromzuleitung. M   in leitender Verbindung steht. Der Herstellungsgang kann auf verschiedene Arten fortgesetzt werden. 



  So z : B. kann zuerst Sauerstoff auf elektrischem Wege in dem Ballon eingeführt und dadurch das Trägermaterial-im vorliegenden Falle der Kupferspiegel der   Ballonwand-oxydiert   werden und darauf folgend ebenfalls auf elektrolytischem Wege das eigentlich wirksame Material auf dem Trägermaterial aufgetragen werden. 



   Bei der ersten Operation, d. h. Einführung des Sauerstoffes, dient bei der Elektrolyse des Glases Metallbeschlag 23 als Anode, bei der Einführung des Natriums hingegen kann als Kathode entweder   Metallbeschlag. 23   oder   die Wolframspirale 20,   letzere dann als Glühkathode, verwendet werden. 



   Wie das im Zusammenhange mit Fig. 1 beschrieben wurde, kann die Kathode auch so   ausgeführt   werden, dass nicht das   Trägermetall-in   dem obigen Beispiel also nicht das Kupfer, sondern das eigentlich wirksame Metall, also das Natrium, mit einer dünnen Oxydschicht versehen wird. In diesem Falle wird also nach dem Verdampfen des Kupfers erst Natrium in die Zelle eingeführt und dann erst Sauerstoff. Gemäss der allgemein   angenommenen   Theorie verdankt eine derartige, mit einer Oxydsehieht 
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 z. B. Alkali-bzw. Erdalkalimetall, welche durch die Oxydschicht absorbiert an der Oberfläche vorhanden ist. Demgemäss müsste die letzte Phase des Herstellungsprozesses die Einführung des Alkalimetalles sein.

   Die Erfahrung zeigt   aber, dass an   der   oxydierten     Natriumoberfläche   diese, vielleicht nur moleküldicke Metallhaut von selbst entsteht. Wenn nämlich die   Zelle nach der Oberflächenoxydation   des Natriums, welche an der Verfärbung des   Natriumspiegels   erkannt und verfolgt werden kann, stehen gelassen wird, aktiviert sich die Kathode von selbst. d. h. sowohl ihre Lichtempfindlichkeit im allgemeinen, wie ihre Farbenempfindlichkeit für das gelbe und rote Licht im besonderen wächst allmählich. Dieser Vorgang wird innerhalb   zu   Stunden vollendet ; sehr geringe Änderungen sind   innerhalb 1-2   Tagen noch feststellbar, danach aber gelangt die Zelle in einen vollständig stabilen Zustand. 



   Eine andere Anwendungsart des Verfahrens und vielleicht die einfachste Art der Kathodenherstellung ist das Trägermetall der Kathode fortzulassen und das aktive Metall, z. B. Natrium, unmittelbar auf die Glaswand aufzutragen. In diesem Falle wird der in Fig. 1 dargestellte Glühfaden   2C für   die Einführung des Natriums benutzt, wobei aber sein vorher angeführte   inletall-z.   B.   Kupferüberzug   fortfällt. Zuerst wird Natrium in den evakuierten und   zugeschmolzenen   Ballon eingeführt und an dem oberen gekühlten Teil des Ballons der Beschlag in Form eines zusammenhängenden Spiegels erhalten. 



  Für die Einführung des Sauerstoffes kann aber   dieser Natriumspiegel   als Anode nicht benutzt werden, da bei Eintauchen des an seiner inneren Oberfläche mit einem   Natriumspiegel     versehenen   Ballonteiles in die Salzschmelze der Natriumspiegel schmelzen, zum Teil verdampfen und seine lichtelektrische Empfindlichkeit in   grossem     Masse   verlieren würde. Diese Schwierigkeit kann aber auf eine sehr einfache 
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   des Glühfadens die Träger, insbesondere an den Befestigungspunkten des Glühfadens, in merkbarem Masse verdampfen.

   Durch ein derartiges Verdampfen des Nickels, welches zweckmässig gleichzeitig mit   

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 der   Einführung   des   Natriums   oder dieser vorangehend ausgeführt wird. entsteht an der Wand des Ballons eine dünnen Metallschicht, welche als Anode benutzt zur   Einführung   des zur Oxydation der Oberfläche des Natriums nötigen Sauerstoffes dient. 



   In den bisherigen Beispielen wurde von der Herstellung der   lichtelektnsehen   Zellen gesprochen,   I deren wirksames Kathodenmaterial   aus dem Glase durch   Elektrolyse gewonnen wird. Selbstverständlich   kann das aktive Material auch auf einem andern Weg. z. B. durch Verdampfung einer vorher in der
Röhre oder in einem mit dieser verbundenen Gefäss untergebrachten und das aktive Metall   enthaltenden  
Pille und die Präparation der Kathoden durch den Sauerstoff mittels des   erfindungsgemässen   elektro- lytisehen Einführungsverfahrens bewerkstelligt werden.

   Die Anwendungsmogliehkeit des   erfinduns : s-   gemässen Verfahrens ist vollständig unabhängig davon, ob es sich um ein luftleeres oder ein   gasgefüllter     Gefäss   handelt. Es lassen sich in allen Fällen bei der Herstellung von luftleeren und   gasgefiillten   Ent- ladungsgefässen allerlei Arten mit Vorteil anwenden, wo die Einführung der Alkali-bzw. Erdalkali- metalle oder Sauerstoff nötig   erwünscht   und vom Vorteil ist. Der zur Ausführung des Verfahrens nötige innere Metallüberzug ist in vielen Fällen sowieso ein Konstruktionsteil des Gefässes und wenn nicht. kann er sehr einfach hergestellt werden. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren der elektrolytisehen Einführung kann z. B. bei der Fabrikation von   Entladungsgefässen   mit Glühkathoden mit grossem Vorteil angewendet werden, da bei diesen als aktives Material der Kathode zum grossen Teil Alkali- bzw. Erdalkalimetalle verwendet werden und die zur Erhöhung der Elektronenemission dienende   Oxydschieht gerade   bei der Herstellung von   Glüh-   kathoden allgemein angewendet wird. 



   Die Herstellung einer z. B. mit dem Dampfverfahren verfertigten und mit einem   oxydierten  
Kerndraht versehenen   Erdalkalioxydkathode kann folgendermassen   vorgenommen werden : Die innere
Oberfläche der Röhrenwand bzw. ein Teil derselben wird mit einer dünnen Metallsehicht versehen und diese als Anode geschaltet, dann Sauerstoff in die   El1tladungsröhre   eingeführt. Hierauf wird der als
Kerndraht dienende Wolframdraht auf elektrischem Wege erhitzt, wodurch die Oxydschicht an seiner
Oberfläche entsteht. Zuletzt wird dann durch die Kondensation von Erdalkalimetalldämpfen. z. B. Barium- dämpfen. mit Hilfe von an sich bekannten Verfahren die aktive Schicht hergestellt.

   Diese drei Operationen können mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens auch gleichzeitig durchgeführt, sogar die Oxydation des Kerndrahtes der Kathode ganz fortgelassen und die Bariumdämpfe gleichzeitig mit der elektrolytisehen Einführung des Sauerstoffes erzeugt werden. Der Kerndraht der Kathode wird in diesem Falle erst mit einer   Bariumoxydschicht   überzogen und hierauf werden dann noch weitere   Bariummengen   kondensiert. 



   Der grosse Vorteil des   erfindungsgemässen   Verfahrens :-die genaue Dosierbarkeit des Sauer- stoffes-hat in diesem Falle eine besondere Wichtigkeit. Die Oxydation des aus Wolfram bestehenden   Eerndrahtes muss nämlich   sehr sorgfältig vorgenommen werden, da eine zu weitgehende Oxydation des Kerndrahtes stellenweise Verdünnungen desselben und infolgedessen   DrahtbrÜche   bzw. frühzeitiges
Ausbrennen bewirken. 



   Bei einer derartigen Anwendung des   erfindungsgemässen   Verfahrens können dieselben   Ausführung-   arten verwendet werden, wie dies für die Herstellung von lichtelektrischen Kathoden bereits beschrieben wurde. Insbesondere kann das   erfindungsgemässe   Verfahren sowohl für die Einführung von Alkalibzw. Erdalkalimetallen wie des Sauerstoffes und endlich für beide Zwecke in beliebiger Reihenfolge verwendet werden. Dies bezieht sieh selbstverständlich auch auf die Herstellung von   gasgefüllten     Entladungsgefässen   mit   ungeheizter   Kathode. 



   Bei lichtelektrischen Zellen ist es allgemein üblich, als Träger der Kathode eine an der inneren Oberfläche des Gefässes   aufgetragene dünne Metallschieht zu   benutzen. Es wurde bereits vorgeschlagen, diese Anordnung für   Entladungsgefässe mit   ungeheizter Kathode zu benutzen, ja es besteht sogar die Möglichkeit, diese für   Entladungsgefässe   mit Glühkathode zu verwenden. Im letzteren Falle muss   natürlich   die Kathode eine nennenswerte Emission unterhalb der Erweichungstemperatur des Glases besitzen. Dies ist der Fall z. B. bei den in letzter Zeit in Verkehr gebrachten   Gefässen,   die aus Glassorten von hohem Schmelzpunkt hergestellt sind. wobei als Kathodenmaterial z.   B. Bariumoxyd   oder Barium verwendet wird.

   Das Gefäss wird durch die Erzeugung und Kondensation von Bariumdämpfen an seiner inneren Oberfläche mit einer Bariumschicht versehen und der aus dem Glas auf elektrolytischem Wege gewonnene Sauerstoff in das Gefäss eingeführt, wobei die   Bariumseilicht   als Anode dient. Die auf diese Weise erzeugte und an ihrer Oberfläche oxydierte Bariumschieht hat eine Elektronenaustrittsarbeit von sehr geringem Wert. Dementsprechend haben derartige Kathoden als Glühkathode bereits bei niedrigen Temperaturen eine relativ hohe Elektronenemission, als lichtelektrische Kathode eine grosse Farbenempfindlichkeit für längere Wellenlängen. d. h. für rotes und ultrarotes Licht, und als kalte Kathode einer mit Gas von niedrigem Druck gefüllten   Entladungsröhre   einen Kathodenfall von sehr niedrigem Wert. 



   Mit den hier aufgezählten sind aber die   Anwendungsmöglichkeiten   des erfindungsgemässen Verfahrens bei weitem nicht   erschöpft.   Eine weitere   Anwendungsmöglichkeit   besteht darin, das Verfahren zur Einführung von bestimmten Sauerstoffmengen in mit Gas von niederem Druck gefüllte Entladungs-   röhren zum Zwecke   der Beeinflussung der Zündspannung zu benutzen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Einführung der elektrolytischen Zersetzungsprodukte des Glases, insbesondere der Alkali-bzw. Erdalkalimetallkationen und Sauerstoffanionen in ganz oder zum Teil aus Glas bestehende oder mit solchen verbundene Gefässe, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Elektrolyse des Glases eine an der inneren Oberfläche der Glaswand aufgetragene und mit Stromzuführung versehene Metallschicht von geringerer wie O'OOl mm Dicke als die in dem Innern des Gefässes untergebrachte Elektrode dient.
    2. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1 zur Herstellung der Alkali-bzw. Erdalkali- metallkathoden von Entladungsröhren, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Oberfläche der Wand der Entladungsröhre mit einem Metallüberzug versehen wird und dieser als Kathode geschaltet und das Alkali-bzw. Erdalkalimetall der Kathode mit Hilfe der Elektrolyse des Glases in die Entladungsröhre eingeführt wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 1 und 2 zur Herstellung von Oxydkathoden, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkali-bzw. Erdalkalimetall in die bereits Sauerstoff enthaltende Entladungsröhre eingeführt wird oder nach der Einführung des Alkali-bzw. Erdalkalimetalls Sauerstoff in die Röhre eingeführt wird.
    4. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1 zur Herstellung der mit oxydiertem Kern versehenen Alkali- bzw. Erdalkalimetallkathoden, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Oberfläche der Wand der Entladungsröhre mit einem Metallüberzug versehen wird und diese als Anode geschaltet und mit Hilfe des durch die Elektrolyse des Glases in die Entlädungsröhre eingeführten Sauerstoffs der Kathodenmetallkern, gegebenenfalls während gleichzeitiger Erhitzung desselben, oxydiert wird.
    5. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1 zur Herstellung der Alkali-bzw. Erdalkalimetalloxydkathoden, dadurch gekennzeichnet, dass der an der inneren Oberfläche der Entladungsröhre befindliche Metallüberzug als Anode geschaltet und die mit einer Alkali- bzw. Erdalkalinet@llschicht versehene Kathode mit Hilfe des durch die Elektrolyse des Glases eingeführten Sauerstoffes oxydiert wird.
    6. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass erst der innere Metallüberzug als Anode geschaltet und so Sauerstoff, dann durch Umkehrung der Stromrichtung EMI5.1 schicht der Kathode mit Hilfe des durch Umkehrung der Richtung des elektrolysierenden Stromes eingeführten Sauerstoffes oxydiert wird.
    8. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von Oxydkathoden, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit der mittels der Elektrolyse des Glases erfolgenden Einführung des Sauerstoffes Alkali- bzw. Erdalkalimetall in der Entladungsröhre verdampft wird..
    9. Ausführungsform der mit Hilfe des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 3 bis 8 hergestellten Entladungsröhre, gekennzeichnet durch einen an der inneren Oberfläche des Gefässes befindlichen Metall- EMI5.2 Entladungsröhre, dadurch gekennzeichnet, dass der an der inneren Oberfläche der Glaswand befindliche Metallüberzug in einem der Metallkern bzw. der Träger der aktiven Schicht der Kathode ist.
    12. Ausführungsform der Entladungsröhre gemäss Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen an der inneren Wand des Glasgefässes befindlichen Metallüberzug, welcher unter der für die Leitfälhigkeit EMI5.3 zeichnet. dass der an der inneren Wand des Glasgefässes befindliche Metallüberzug aus Kupfer besteht.
    14. Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 2 bis 8 zur Herstellung von licht- EMI5.4 der als Glühfaden ausgebildeten Anode der Zelle inaktives Metall verdampft wird, um an der inneren Oberfläche des Ballons eine Metallschicht herzustellen und dann diese Schicht mit einem aktiven Überzug versehen wird.
    15. Ausführungsform des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 2 bis 8 zur Herstellung von lichtelektrischen Zellen, dadurch gekennzeichnet, dass von den Trägern der als Glühfaden ausgebildeten Anode durch auf elektrischem Wege erfolgende Erhitzung derselben inaktives Metall verdampft wird EMI5.5 <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 EMI6.2
AT121033D 1929-08-28 1929-08-28 Verfahren zur Einführung der Zersetzungsprodukte des Glases in Gefäße. AT121033B (de)

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