DE544101C - Verfahren zum Anloeten der Verbindungsdraehte zwischen den galvanischen Elementen von Trockenbatterien an die Zinkbecher der Elemente - Google Patents
Verfahren zum Anloeten der Verbindungsdraehte zwischen den galvanischen Elementen von Trockenbatterien an die Zinkbecher der ElementeInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. FEBRUAR 1932
19. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 544101 KLASSE 21 b GRUPPE
Gebr. Kleinmann in Berlin-Lichtenberg
Galvanische Elemente, die zu Batterien vereinigt werden, müssen einmal mit Steckbuchsen
versehen werden, um die End- und Zwischenspannungen abgreifen zu können, und zum andern müssen die einzelnen Elemente
durch elektrisch leitende Verbindungsdrähte miteinander parallel oder in Reihe verbunden werden.
Die Steckbuchsen können entweder auf den Kohlepolen oder auf den Zinkbechern
angelötet werden. Im letzteren Falle sind die Steckbuchsen in bekannter Weise so ausgebildet,
daß sie an dem Ende, welches am Zinkbecher angelötet werden soll, zwei parallele Messerkontaktfahnen besitzen, zwischen
die der Rand des Zinkbechers wie ein Messerkontakt eingeschoben wird. Bei der Zusammensetzung von Batterien ist man bisher
nun so vorgegangen, daß man die Steckbüchsen zunächst auf den Zinkbecher aufschob
und verlötete und dann die Verbindungsdrähte in einem zweiten Arbeitsgang gleichfalls an den Zinkbecher anlötete.
Abgesehen davon, daß es bei der Kleinheit der Batterieelemente schwierig war, die Verbindungsdrähte
in richtiger Lage an die Zinkbecher heranzubringen und festzulöten, waren auch zwei Arbeitsgänge für den Lötvorgang
erforderlich. Diese Nachteile werden durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung
und durch eine zweckentsprechende Ausgestaltung der zu verwendenden Steckbuchsen
beseitigt.
Gemäß der Erfindung werden die Abgreifsteckbuchsen und die Enden der Verbindungsdrähte
an den Zinkbecher gleichzeitig in einem Arbeitsgang durch eine einzige Lötstelle
angelötet. Während es nämlich bereits bekannt ist, daß dergleichen Buchsen eine Öffnung zum Anlöten der Buchse selbst besitzen
und der Anlötflansch Aussparungen hat, die jedoch nur zum Festklemmen auf den Rand des Zinkbechers dienen, wodurch ein
Anlöten von Steckerbuchse und Verbindungsdraht an den Zinkbecherrand in einem Ar-
beitsgang nicht ermöglicht wird, wird bei dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung das
Anlöten von Steckerbuchse und Verbindungsdraht in einem einzigen Arbeitsgang an den
Rand des Zinkbechers dadurch ermöglicht, daß die Öffnung am Anlötflansch der Steckerhülse
jeweils mit einer Durchstecköse für den Verbindungsdraht einen gemeinsamen Berührungspunkt
hat. Außerdem werden die Enden der Verbindungsdrähte bereits vor dem Anlöten und Einsetzen der Elemente in
den Batteriekasten gleichzeitig mit den Steckbuchsen und den Zinkbechern vereinigt, so
daß sie provisorisch und in ihrer Lötlage an den Zinkbechern festsitzen.
Dies geschieht gemäß der Erfindung in der Weise, daß zwischen die Messerkontaktfahnen
der Steckbuchsen zunächst die Enden der Verbindungsdrähte eingeschoben werden, und daß darauf die Steckbuchse über den
Zinkbecherrand mit ihren Messerkontakten
geschoben wird. Um nun in einem Arbeitsgang das gleichzeitige Anlöten der Steckbuchse
und des Verbindungsdrahtes auf den Zinkbecher zu ermöglichen, wird gemäß der Erfindung die Kontaktfahne der Steckbuchse,
die auf die Außenseite des Zinkbechers zu liegen kommt, so ausgestanzt, daß nach Aufschieben
der Steckbuchse auf den Zinkbecherrand sowohl der Zinkbecherrand als ίο auch der eingeschobene Verbindungsdraht
freiliegt.
Eine solche Steckbuchse gemäß der Erfindung ist in Fig. ι und 2 dargestellt, während
die Fig. 3 die Vereinigung des Verbindungsdrahtes und der Steckbuchse mit dem Zinkbecher vor dem Anlöten zeigt, was
gemäß der vorliegenden Erfindung in einem Arbeitsgang erfolgt.
r ist eine Steckbuchse, die in bekannter zo Weise mit horizontal verlaufenden Rillen 2
versehen sein kann, um die Haftung der Steckbuchse in der Vergußmasse der Batterien zu
vergrößern. 6 und 7 sind die beiden Messerkontaktfahnen, die praktischerweise durch
Plattdrücken der zylindrischen Steckbuchse an ihrem einen Ende erhalten werden und die
so weit auseinanderstehen, daß sie wie ein Messerkontakt federnd über den Zinkbecherrand
geschoben werden können. Dabei ist üblicherweise die eine Fahne 7, die auf die Innenseite des Zinkbechers zu liegen kommt,
kürzer gehalten als die andere Fahne 6, die außen auf dem Zinkbecher liegt.
Gemäß der Erfindung wird nun die längere Fahne 6 in beliebiger Weise ausgestanzt, so
daß sich ringförmige oder schlitzförmige Löcher 5 ergeben, die bis zum Rande der
Fahne 6 reichen. Wird nun gemäß der Erfindung, wie es die Fig. 3 zeigt, der anzulötende
Verbindungsdraht 3 zwischen die Kontaktfahnen 6 und 7 geschoben und werden
die Kontaktfahnen 6 und 7 darauf über den Zinkbecherrand geschoben, so sitzt sowohl
die Steckbuchse wie auch der Verbindungsdraht provisorisch in richtiger Lage auf dem
Zinkbecher fest, und da die äußere Kontaktfahne 6 die Öffnung 5 besitzt, liegt sowohl der
Zinkbecherrand als auch der Verbindungsdraht frei sichtbar im Loch 5 der Kontaktfahne
6 und in unmittelbarer Nähe der gleichfalls anzulötenden Kontaktfahne 6. Gemäß der
Erfindung ist es nun möglich, Kontaktfahne 6, Verbindungsdraht 3 und Zinkbecherrand Z
in einem einzigen Arbeitsgang am Stanzloch 5 der Steckbuchse zu verlöten.
Andere Vereinigungsmöglichkeiten von Steckbuchse, Verbindungsdraht und Zinkbecherrand
vor dem Verlöten ergeben sich, wenn man gemäß der weiteren Erfindung die auf der Außenseite des Zinkbechers liegende,
zweckmäßig ausgestanzte Kontaktfahne 6 mit Rillen, Umbiegungen, Zungen o. dgl. versieht,
wie es in den Fig. 4 und 5, 7 und 8 und 10 dargestellt ist.
Die Bezeichnungen sind in den Fig. 4 bis 10 die gleichen wie in den Fig. I bis 3. Die
Fig. 4 bis 6 zeigen eine Steckbuchse, bei der die ausgestanzte Polfahne 6 eine halbkreisförmige
Rille 4 besitzt, in die das Ende des Verbindungsdrahtes 3 eingeschoben wird, wenn die Steckbuchse selbst auf den Zinkbecherrand
aufgeschoben ist.
In den Fig. 7 bis 9 besitzt die ausgestanzte Kontaktfahne 6 umgebogene Enden 4, die
gleichfalls eine Rille zum Aufnehmen des anzulötenden Verbindungsdrahtes 3 bilden, wie
es insbesondere die Fig. 9 zeigt. Bei der Steckbuchse nach Fig. 10 ist die Kontaktfahne
6 in drei Laschen geschlitzt, und die mittlere Lasche 4 ist halbkreisförmig ausgebogen,
so daß der anzulötende Draht 3 in die entstehende Öse eingeschoben werden kann und dort festgehalten wird. Selbstverständlich
ist die Erfindung nicht auf die geschilderten Anordnungen der Kontaktfahne 6 der
Steckbuchse beschränkt.
Durch die vorgeschlagenen Verfahrens- und Anordnungsmaßnahmen wird die Fixierung
der Verbindungsdrähte an den Zinkbechern vor dem Anlöten und das Verlöten aller drei
Einzelteile (Verbindungsdrahtende, Steckbuchse und Zinkbecher rand) in einem einzigen
Arbeitsgang ermöglicht, wodurch ein wesentlicher technischer Fortschritt und Verbilligung
in der Herstellung von Batterien aus galvanischen Elementen erzielt wird.
Claims (5)
1. Verfahren zum Anlöten der Verbindungsdrähte zwischen den galvanischen
Elementen von Trockenbatterien an die Zinkbecher der Elemente, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsdrähte mit den Abgreifsteckbuchsen gleichzeitig in einem Arbeitsgang durch eine einzige
Lötstelle an die Zinkbecher angelötet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsdrähte
vor dem Anlöten mit den Steckbuchsen und den Zinkbechern vereinigt werden und in ihrer Lage lötfertig durch
die Steckbuchsen festgehalten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 unter Verwendung von Steckbuchsen mit
zwei Messerkontaktfahnen zum Aufschieben auf den Zinkbecherrand, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Verbindungsdrahtes
zwischen die Kontaktfahnen der Steckbuchse geschoben wird, und daß diese dann ihrerseits über den
Zinkbecherrand geschoben wird, so daß der Verbindungsdraht zwischen den Kontaktfahnen
der Steckbuchse und dem Zinkbecherrand festgeklemmt wird.
4. Steckbuchse mit zwei Messerkontaktfahnen zur Ausübung des Verfahrens
nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Außenseite des
Zinkbechers liegende Kontaktfahne zweckentsprechend ausgestanzt ist, so daß ein Teil des Zinkbecherrandes und des auf
ihm festgeklemmten Verbindungsdrahtes nach dem Aufsetzen der Steckbuchse auf den Zinkbecher zum gleichzeitigen Verlöten
freiliegt.
5. Steckbuchse nach Anspruch 4 zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch
ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Außenseite des Zinkbechers
liegende Kontaktfahne Rillen, Umbiegungen, Zungen o. dgl. besitzt, die zum Halten des gleichzeitig mit der Steckbuchse
anzulötenden Verbindungsdrahtes dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE544101T | 1930-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544101C true DE544101C (de) | 1932-02-19 |
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ID=6560286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930544101D Expired DE544101C (de) | 1930-03-01 | 1930-03-01 | Verfahren zum Anloeten der Verbindungsdraehte zwischen den galvanischen Elementen von Trockenbatterien an die Zinkbecher der Elemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544101C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2621740A1 (fr) * | 1987-10-09 | 1989-04-14 | Deutsche Automobilgesellsch | Support d'electrode a structure fibreuse |
| EP2226871A1 (de) | 2009-03-05 | 2010-09-08 | Zumtobel Lighting GmbH | Akkumulator bzw. Batterie mit Anschlusselement |
-
1930
- 1930-03-01 DE DE1930544101D patent/DE544101C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2621740A1 (fr) * | 1987-10-09 | 1989-04-14 | Deutsche Automobilgesellsch | Support d'electrode a structure fibreuse |
| EP2226871A1 (de) | 2009-03-05 | 2010-09-08 | Zumtobel Lighting GmbH | Akkumulator bzw. Batterie mit Anschlusselement |
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