DE544008C - Verfahren und Vorrichtung zum Zerstoeren von zylindrischen Sandformen mittels Druckluft - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Zerstoeren von zylindrischen Sandformen mittels Druckluft

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DE544008C
DE544008C DE1930544008D DE544008DD DE544008C DE 544008 C DE544008 C DE 544008C DE 1930544008 D DE1930544008 D DE 1930544008D DE 544008D D DE544008D D DE 544008DD DE 544008 C DE544008 C DE 544008C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/10Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
    • B22D13/108Removing of casting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Zerstören von zylindrischen Sandformen mittels Druckluft Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zerstören von zvlindrischen Sandformen mittels Druckluft.
  • Eiserne Rohre werden gewöhnlich mit einem glockenförmigen Flansch an einem und einer Wulst am anderen Ende gegossen. Solche im Zentrifugalgußverfahren in einer geschlossenen Form gegossenen Rohre können ohne Gefahr für Beschädigung des Gußstückes oder der Form nicht von ihrem Gußfutter durch Anwendung eines geraden Zuges oder Stoßes freigelegt werden, da, wenn das Gußstück mit seinem glockenförmigen Ende zuerst aus der Form gezogen wird, der Wulst das Gießfutter vor sich herdrückt und dadurch das Rohr in das Futter eingekeilt wird.
  • Es ist daher allgemein üblich geworden, das Sandfutter einer geschlossnen Form aus dieser herauszuschütteln, indem man die Form in eine Schüttelmaschine einspannte. Es hatte dies den großen Nachteil, daß dieses Verfahren eine ziemliche Zeit in Anspruch nahm und die Gefahr für die Beschädigung der Formen außerordentlich groß war. Dringendes Bedürfnis wurde es daher, ein anderes, wirksameres und wirtschaftlicheres Verfahren zu finden. Zu diesem Zwecke sind Vorrichtungen geschaffen worden, um das Sandfutter mittels mechanischer :Messer herauszuscImeiclen. Dieses Schneidverfahren zeigt schon bedeutende Vorteile, doch konnte es nicht immer , an- wendet werden, besonders dann nicht, 1.e wenn Gußgrat in das Sandfutter hineinragte. Dieser Grat verhinderte ein genaues Arbeiten der mechanischen Schneidemittel und machte ihre Anwendung teilweise unmöglich.
  • Um alle diese Nachteile und Schwierigkeiten zu vermeiden, ist mit vorliegender Erfindung ein Verfahren und ein Apparat geschaffen worden, der einen Teil des Sandfutters in seine Bestandteile auflöst, so daß das Gußstück ohne weiteres aus dem Gießfutter auf mechanischem Wege herausgezogen werden kann.
  • Gemäß des Erfindungsverfahrens wird ein Luftstrahl in Längsrichtung durch das Sandfutter der Form geblasen, wodurch genügend Sand aufgelöst wird, um das Gußstück ohne weitere Schwierigkeiten durch beliebige Mittel aus der Form herauszuziehen. Der Luftstrahl wird an dem Ende der Form in das Sandfutter eingeführt, wo sich das Wulstende des Gußstück es befindet, und wird durch die ganze Länge der Form geblasen.
  • Der Apparat zur Ausführung des Verfahrens besteht aus einm A=bblaserohr mit einer Luftdüse, durch welche der Luftstrahl unter Druck zum Durchdringen des Sandfutters eingeführt wird. Ein mittels Elektromotors bewegter, auf Schienen vor- und rückwärts laufender Wagen hat eine Unterstützung, in welcher das Abblaserohr festgemacht ist. Die Verbindung des Abblaserohres mit einer Luftdruckleitung wird durch einen dehnbaren Luftschlauch hergestellt, und es wird dieser Luftschlauch durch eine über Rollen laufende, gewichtsbelastete Kette aus dem Wege des Wagens gehalten.
  • In den beiliegenden Zeichnungen ist Abb. i eine Seitenansicht der ganzen Anlage, Abb.2 ein Längsschnitt durch die Form und das Gußstück in einer Lage, bevor das Abblaserolir eingeführt ist, Abb. 3 ein Querschnitt entlang der Linie 3-3 der Abb. 2 und Abb. 4. eine Teilansicht eines Ständers zum Leiten der Luftdüse in das Futter der Form. Die Formen 2 werden in eine Halle i von einer Zentrifugalgußmaschine gebracht, indem sie auf Schienen 3 entlanggerollt werden. Hier werden die Formen 2 angehalten, damit sie dem ersten Schritt des Loslösevorganges unterworfen werden können. Die Formen 2 sind von bekannter gebräuchlicher Art und mit Perforierungen 27 versehen, welche das Entweichen von Gasen während des Gußvorganges gestatten. Ringförmige Flanschen führen die Formen die Schienen 3 entlang und unterstützen außerdem noch die Formen in ihrer richtigen Lage vor dem Abblaserohr.
  • Eine Verschalung 5 dient als Staubsammelbehälter und umgibt die Form. Um .die Form 2 in die Verschalung eintreten zu lassen, kann diese Verschalung mit waagerecht aufgehängten Toren versehen sein, und zwar in beliebiger Art auf der Seite, wo die Schienen 3 eintreten. In einer Grube 6 unter der Verschalung 5 ist ein Zugventilator 7 aufgestellt, der mittels eines Motors 8 betrieben wird und von welchem Ventilator ein oder mehrere Saugrohre 9 in die Verschalung führen.
  • Auf einer Seite der Halle i läuft eine bewegliche Plattform oder ein Wagen io, der vorzugsweise mit seinem eigenen Motor und Geschwindigkeitsverminderer r i versehen ist, auf Schienen iZ hin und her, und zwar in der Achsverlängerung der Form 2. Auf dem vorderen Ende des Wagens io ist eine Unterstützung 13 für -das Festhalten einer Abblaseröhre 14. aufgesetzt, und es hat diese Unterstützung 13 eine Verbindung, welche die Abblaseröhre mit einem biegsamen Luftschlauch 15 verbindet. Der biegsame Luftschlauch 15 ist an der anderen Seite mit der Leitung 16 für Druckluft, welche ein Ventil 17 hat, an einem beliebigen Punkt verbunden. Um den biegsamen Luftschlauch 15 vom Boden weg und aus dem Wege des Wagens zu halten, wird derselbe durch eine über an der Decke der Halle befestigte Rollen laufende Kette i9, die mit einem Gewicht 18 versehen ist, gehalten.
  • Die Abblaseröhre 14 wird mit ihrer Düse 25 gegen das Sandfutter 21 der Form 2 mit Hilfe eines Ständers 22 geleitet. Der Ständer 22 ist mit einer Öffnung 23 versehen, welche den Durchgang der Abblaseröhre gestattet und sie in das Sandfutter 21 in der richtigen Höhe leitet. Um die Form 2 in gleicher Richtung mit dem Abblaserohr 14 zu halten, werden bekannte mechanische Geräte verwendet, die einen Halt in der Bewegung der Formen entlang der Schienen 3 gewährleisten. In der Abb. 3 sind z. B. für diesen Zweck gekerbte Zentrierplatten 24 an den Schienen 3 verbolzt, wobei die oberen Kanten dieser Platten 24. um ein Geringes höher sind als die Schienen. Die Formen können somit leicht auf die Zentrierplatten 24 gerollt und dort in gleicher Richtung mit dem Abblaserohr gehalten «,erden.
  • In Abb.2 ist ein Röhrengußstück 26 von der üblichen Art gezeigt, welches einen glokkenförmigen Flansch an einem Ende und einen Wulst 29 am anderen Ende hat. Die Düse 25 wird in das Sandfutter 21 am Wulstende des Gußstückes 26 eingeführt.
  • Die Arbeitsweise des Apparates ist folgendermaßen: Wenn die Form 2 in Stellung gebracht ist, wird -der Wagen io allrnä blich vorwärts gebracht, so daß die Düse 25 in das Futter 21 direkt zwischen der inneren Fläche der Form und der äußeren Fläche des Gußstückes 26 eindringt. Das Luftventil 17 wird dann geöffnet und ein Luftstrom unter bemerkenswertem Druck in das Futter 21 geleitet. Der Wagen io wird dann weiter vorwärts bewegt, so daß die Abblaseröhre 14 durch das Futter 21 gedrückt wird, indem sie ein Loch durch die ganze Länge des Futters bohrt und außerdem den gelösten Sand am Ende der Form und durch die Perforierungen 27 herausbläst. Die Praxis hat ergeben, daß genügend Auflösung und Abfuhr von Sand stattfindet, uni das Gußstück bequem durch mechanische Mittel aus der Form zu entfernen, wenn auf die beschriebene Art das Futter 21 durchbohrt wird. Solange das Futter 21 noch fest ist, gestattet die Bindefähigkeit und das Vorhandensein der Wulst 29 an dem Ende des Gußstückes nicht das Herausziehen des Gußstückes, ohne die Form oder das Gußstück selbst zu beschädigen. Aber nachdem das Futter 21 in der beschriebenen Art durchbohrt wurde, ist genügend Sand von dem ringförmigen Raum zwischen Form und Gußstück weggebracht worden und die Auflösung des Futters 21 genügend eingeleitet, so daß verhältnismäßig geringer mechanischer Druck genügt, um das Gußstück aus der Form zu ziehen und die Auflösung des Futters zu vollenden.
  • Wenngleich die Anwendung eines Luftstromes genügt, so können natürlich auch mehrere Ströme gleichzeitig oder ein Luftstrom wiederholt durch die Sandform geschickt wenden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜci3E: r. Verfahren zum Zerstören von zylindrischen Sandformen mittels Druckluft, dadurch gekennzeichnet, daß die Sandform durch ein oder mehrere Luftstrahlen der Länge nach geschlitzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufschlitzen .der Sandform an dem Rohrmuffenende begonnen wird.
  3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeiehnet durch ein Abblaserohr ( i4.) mit Luftdüse (25), durch welche der Luftstrahl unter Druck zum Durchdringen des Sandfutters eingeführt wird.
  4. Vorrichtung auch Anspruch 3, ge- kennzeichnet durch einen auf Schienen (i2) lauferxden Wagen (io), auf welchem in einer Unterstützung (i3) das Rohr (i4) befestigt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (i4) durch die Unterstützung (i3) mit einer biegsamen Luftdruckleitung (i5) verbunden ist, die durch eine über Rollen laufende gewichtsbelastete Kette (i9) aus dem Wege des Wagens gehalten wird.
DE1930544008D 1930-01-28 1930-01-28 Verfahren und Vorrichtung zum Zerstoeren von zylindrischen Sandformen mittels Druckluft Expired DE544008C (de)

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DE (1) DE544008C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1262519B (de) * 1963-07-18 1968-03-07 Peter Stuehlen Fa Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Gussrohren mit an beiden Enden angegossenen Flanschen aus einer mit Formsand ausgekleideten Schleudergiessform
DE102013224976B4 (de) * 2013-12-05 2019-07-11 Wobben Properties Gmbh Verfahren zum Aufbereiten von Formsand, sowie Gießsystem

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1262519B (de) * 1963-07-18 1968-03-07 Peter Stuehlen Fa Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Gussrohren mit an beiden Enden angegossenen Flanschen aus einer mit Formsand ausgekleideten Schleudergiessform
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