DE53952C - Verfahren zur Herstellung von Magnesiazement - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesiazement

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DE53952C
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fluoromagnesium
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A. VAN BERKEL in Berlin S.W., Teltowerstr. 35/36
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B9/00Magnesium cements or similar cements
    • C04B9/20Manufacture, e.g. preparing the batches
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines zur Anfertigung von Bauplatten und für andere Bauzwecke bestimmten wetterbeständigen, nicht ausschwitzenden Magnesiacements ; dasselbe besteht in Folgendem :
Man bildet zunächst ein .Gemenge von pulverisirtem Flufsspath und Schwefelsäure. Diesem Gemisch wird nach einiger Zeit Kieserit bezw. schwefelsaure Magnesia, in Wasser gelöst, zugesetzt. Durch . die Wechselwirkung entsteht zunächst schwefelsaurer Kalk und Flufssäure:
Ca Fl2 + H2SOi = CaSOi + 2 H Fl.
Sobald die Flufssäuredä'mpfe auftreten, setzt man allmälig gebrannten Magnesit zu. Es entsteht dann neben dem schwefelsauren Kalk schwefelsaure Magnesia und Fluormagnesium:
Ca Fl2 + 2H2 SO4 ■+ iMg O = CaSO4 + Mg SO, + Mg Fl2 + 2H2O.
Die anfängliche Zugabe von schwefelsaurer Magnesia erfolgt hierbei aus dem Grunde, um die Entwicklung der Flufssäure energischer vor sich gehen zu lassen, damit die nachher zugesetzte Magnesia nicht die Schwefelsäure, sondern die so freigewordene Flufssäure zum allergröfsten Theil aufnimmt, dagegen nur zu einem sehr geringen Theile mit der Schwefelsäure eine Verbindung eingeht. Die Schwefelsäure wird daher vorwiegend auf den Flufsspath einwirken und somit eine kräftige Entwickelung der Flufssäure herbeiführen, welche sich mit. dem - Magnesium der Magnesia verbindet und so Fluormagnesium bildet. Dafs aber die Flufssäure sofort nach dem Zusetzen der Magnesia sich mit dieser verbindet, geht daraus hervor, dafs die vorher wahrnehmbaren Flufssäuredämpfe verschwinden.
Dem so entstandenen Fluormagnesium im Verein mit dem überschüssigen Magnesit und der schwefelsauren Magnesia wird Wasser zugesetzt; man erhält dann einen Magnesiacement, welcher nicht nur eine ganz besondere Härte besitzt und durchaus wetter- und wasserbeständig ist, sondern auch nicht, wie Chlor-, magnesiumcement, ausschwitzt, so dafs die aus denselben hergestellten Platten oder dergleichen im Laufe der Zeit weder zerbröckeln, noch auf die Gesundheit nachtheilige Folgen ausüben können.
Bei dem vorbeschriebenen Herstellungsverfahren kann der Zusatz von schwefelsaurer Magnesia im Nothfall auch wegbleiben; dies, wird jedoch andererseits eine Verschlechterung der angestrebten technischen Effecte in Bezug auf die Bildung von Fluormagnesium zur Folge haben.
Bei Zusatz von schwefelsaurer Magnesia dagegen geht die Entwickelung der gasförmigen Flufssäure in verstärktem Mafse vor sich, so dafs nun eine gröfsere Menge Fluormagnesium entsteht, durch welche in Verbindung mit der schwefelsauren Magnesia die oben erwähnten erhärtenden Eigenschaften des neuen Cements bedingt werden.
Man kann auch das Fluormagnesium auf andere Weise erzeugen und mit schwefelsaurer Magnesia oder Kieserit und gebranntem Magnesit verbinden. Auf diese Weise erhält man ebenfalls einen Fluormagnesiumcement. Dieses Verfahren ist.jedoch nicht so einfach auszuführen
wie das vorbeschriebene und kommt theurer als dieses zu stehen.
Je nach den Zwecken, welchen der neue Cement dienen soll, wird der das Fluormagnesium und die schwefelsaure Magnesia enthaltenden Mischung roher Papierstoff, Sägespäne, Holzspäne, Sand, Kreide oder dergleichen zugesetzt und das Ganze dann zu einem Teig verarbeitet. Dieser Teig wird in Formen gebracht, geglättet und, wenn verlangt, geprefst, worauf die Platten aus der Form herausgenommen und an der Luft oder bei höherer feuchter Temperatur der Erhärtung ausgesetzt werden. . ν .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines wetterbeständigen, nicht ausschwitzenden "Magnesiacements, dadurch gekennzeichnet, dafs man durch' eine Mischung von Flufsspath, Schwefelsäure und einer wässerigen Lösung von Kieserit bezw. von schwefelsaurer Magnesia unter Umrühren zunächst schwefelsauren Kalk und Flufssäure und dann durch Verbindung der letzteren mit im Ueberschufs zugesetztem gebrannten Magnesit Fluormagnesium erzeugt und dieses letztere unter Wasserzusatz mit dem überschüssigen Magnesit bezw. der vorhandenen schwefelsauren Magnesia verarbeitet.
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