DE53876C - Vorrichtung zum selbstthätigen Schliefsen und Unterbrechen von elektrischen Stromkreisen - Google Patents
Vorrichtung zum selbstthätigen Schliefsen und Unterbrechen von elektrischen StromkreisenInfo
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- DE53876C DE53876C DENDAT53876D DE53876DA DE53876C DE 53876 C DE53876 C DE 53876C DE NDAT53876 D DENDAT53876 D DE NDAT53876D DE 53876D A DE53876D A DE 53876DA DE 53876 C DE53876 C DE 53876C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H61/00—Electrothermal relays
- H01H61/06—Self-interrupters, i.e. with periodic or other repetitive opening and closing of contacts
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildende Vorrichtung zürn selbstthätigen Schliefsen
und Unterbrechen von elektrischen Stromkreisen beruht darauf, einen massiven oder
einen röhrenförmigen Stab oder Streifen aus geeignetem Metall durch abwechselnde Erwärmung und Abkühlung unter Benutzung des
;, den Stromkreis durchfliefsenden elektrischen
'■' Stromes als Wärmequelle in hin- und hergehende Bewegung (Ausdehnung und Zusammenziehung)
zu versetzen und ihn mit in dem (Stromkreise gelegenen Schlufsstücken mecha-/nisch
so zu verbinden, dafs er dieselben bei
/ der einen Bewegung, z. B. der Ausdehnung, öffnet und bei der folgenden entgegengesetzten
Bewegung, z. B. der Zusammenziehung, wieder schliefst.
Die Einrichtung lä'fst bezüglich des mittelst des Stromes durch Entwickelung von Wärme
zu beeinflussenden Gliedes zwei allgemeine Modificationen- zu, indem dieses Glied entweder
unter Zusammenpressung ode.r unter Spannung gehalten wird. Der erstere Fall ist in Fig. ι und der letztere Fall ist in Fig. 3 veranschaulicht.
In Fig. ι ist der Stromkreis Z in einer Schraubenwindung
s um eine Metallstange g geführt, welche am einen Ende fest mit dem Endstück
k2 eines Metallrahmeris k verbunden ist. Gegen das freie, abgeschrägte Ende der Stange
legt sich der Daumen hl eines im Endstück k1
drehbar gelagerten Hebels /?, gegen dessen freies Ende ein im Endstück k2 drehbar gelagerter
und unter dem Druck, einer Blattfeder m stehender Hebel h3 mit einem Daumen
h2 nach aufwärts drückt. Infolge dieser Anordnung ist der Stab g zwischen den Theilen
k2 und hl eingeprefst. Schliefst man den
Stromkreis Z, so dehnt sich infolge der Einwirkung der durch den Widerstand der Drahtwindung
s erzeugten Wärme der Stab g aus und wirkt dabei schiebend gegen den Daumen h\
so dafs das freie Hebelende von h gesenkt wird und dabei auf den Daumen h2 nach
unten drückend wirkt, wodurch der Hebel /z3
gegen den Widerstand der Blattfeder m in die punktirfe Lage Fig. 1 gedreht wird. Bei dieser
Drehung drückt der Hebel hs mittelst der auf seinem freien Ende /j4 angeordneten Gabel η
(s. Fig. 2) gegen eine in o1 drehbar gelagerte Stange 0, und dreht letztere bei dieser Bewegung
mittelst einer Gabel ρ eine ebenfalls um o1 drehbare Stange r zurück, so dafs diese
einen an ihr befestigten Platindraht d mit dem betreffenden Ende ausdem Quecksilbernäpfchen e
herauszieht. Hiermit ist dann der Stromkreis unterbrochen, indem e und d die beiden die
Leitung vor der Drahtwindung, s durch ihren gegenseitigen Contact erst herstellenden Schlufsstücke
sind. Die Stromkreisunterbrechung in de ist gefolgt von einer Unterbrechung der Wärmeentwickelung
in der nun stromlos gewordenen Windung s, so dafs jetzt Abkühlung eintritt.
Infolge dessen zieht sich auch die Stange g wieder zusammen, so dafs die Abnahme
des Druckes gegen /z1 der Feder m gestattet,
den Hebel hB in die ursprüngliche Lage zurückzudrehen.
Bei dieser Rückdrehung nimmt /?3
den Hebel ο und dieser die Stange r mit zurück, so dafs der Draht d wieder in das Quecksilber
des Näpfchens e eingetaucht wird. Damit ist auch der Stromkreis wieder geschlossen
und das Spiel beginnt von neuem, sobald als der Strom wieder genügend Wärme entwickelt.
In der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Stange oder Röhre g in gespanntem Zustande
gehalten, indem sie mit dem einen Ende im Endstück k2 befestigt und am anderen Ende
mittelst einer Blattfeder mit einem Stück g6 verbunden ist, das unter dem Zuge einer Schraubenfeder
gh, mit einer Schneide g3 gegen die im
Endstück A:1 gebildete Pfanne gi sich stützt.
g'2 ist durch Stange g6 mit dem Hebel h verbunden.
Fliefst Strom durch die Leitung Z und dehnt sich g infolge der Einwirkung der
in der Windung s erzeugten Wärme aus, so dreht sich das Stück g2 unter dem Zuge der
Feder g5 nach unten und wird dadurch das Hebelgestänge so bewegt, dafs bei genügender
Wärmeentwickelung der Contactschlufs in e geöffnet wird. Bei der dann sich einstellenden
Abkühlung der Stange g .überwindet die Zusammenziehung der letzteren den Zug der
Feder gh und stellt sich der ursprüngliche Spannungszustand unter Schlufs des Contactes
in e wieder her.
Um den Apparat der Beeinflussung durch die Aufsentemperatur zu entziehen, werden die
Endstücke k2 k1 mit einander durch auf der
Zeichnung weggelassene Stangen verbunden, welche genau aus demselben Metall bestehen
wie g.
Sehr vortheilhaft besteht die Stange g, wie auch in Fig. 3 angenommen, aus einer Röhre.
Der Apparat kann durch entsprechende Normirung des Widerstandes der Windung s dazu
benutzt werden, den Stromkreis erst zu öffnen, wenn die Stromstärke eine bestimmte Grenze
überschreitet, oder so, dafs er Stromkreise, z. B. zu Messungszwecken, in rascherer oder
langsamerer Folge periodisch öffnet und wieder schliefst. Auch als Elektricitätsmesser kann
man den Apparat benutzen, indem man den Hebel h3 seine Bewegungen vor einer Theilung
machen läfst.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum selbsttätigen Oeffhen und Schliefsen von elektrischen Stromkreisen, gekennzeichnet durch die Combination einer metallenen Stange bezw. Röhre (g), welche in einem Metallgestell vom gleichen Ausdehnungscoefficienten unter Pressung (Fig. 1) oder unter Spannung (Fig. 3) gehalten und mit im zu beeinflussenden Stromkreise gelegenen Schlufsstücken mechanisch verbunden ist, mit einer um diese Stange bezw. Röhre gelegten oder geführten Spirale (s) aus dünnem Draht, welche im Hauptstromkreise oder in einem Zweigstromkreise liegt, so dafs, wenn Strom durch diese Spirale fliefst, die Stange bezw. Röhre sich unter dem Einflufs der entwickelten Wärme ausdehnt und dabei genannte Schlufsstücke öffnet, welche sodann durch die infolge eintretender Abkühlung erfolgende Wiederzusammenziehung der Stange bezw. Röhre (g) wieder geschlossen werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53876C true DE53876C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53876D Expired - Lifetime DE53876C (de) | Vorrichtung zum selbstthätigen Schliefsen und Unterbrechen von elektrischen Stromkreisen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE53876C (de) |
-
0
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