DE538324C - Verfahren zum Abroesten von hochschwefelhaltigen Erzen - Google Patents
Verfahren zum Abroesten von hochschwefelhaltigen ErzenInfo
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Description
- Verfahren zum Abrösten von hochschwefelhaltigen Erzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abröstung von hochschwefelhaltigen Erzen, wie z. B. Zinkblende, Schwefelkies o. dgl., auf einem Verblaseröstapparat, z. B. nach Art der Dwight-Llovd-Apparate. Die Abröstung solcher hochschwefelhaltigen Materialien ist bekanntlich mit Schwierigkeiten verbunden, die sowohl in ihrem hohen Schwefelgehalt begründet liegen als auch in der zu großen Feinheit der Materialien ihre Ursache haben können. Um derartige Materialien auf dem Verblaseapparat abrösten zu können, verfährt man bisher so, daß man sie vor ihrer Aufgabe auf dem Verblaseapparat einem Vorbereitungsprozeß unterwirft, indem man sie entweder vorröstet oder mit weniger schwefelhaltigem bzw. schwefelfreiem Gut, das z. B. ebenfalls in einem Verblaseprozeß erzeugt wurde, unterwirft.
- Das neue Verfahren kann man als eine Weiterentwicklung des zuletzt beschriebenen Verfahrens, bei welchem schwefelfreies Agglomerat dem Erz beigemischt wird, auffassen, weist aber dem bekannten Verfahren gegenüber wesentliche Vorteile auf insofern, als es gestattet, daß die Menge des für den Prozeß benötigten entschwefelten Materials wesentlich geringer ist als bei diesem, daß also nach dem neuen Verfahren pro Quadratmeter Rostfläche eine größere Schwefelmenge als bei dem bekannten Verfahren geröstet werden kann.
- Das neue Verfahren besteht darin, daß der Prozeß durchgeführt wird unter Anwendung einer aus zwei oder mehreren Schichten verschieden hohen Schwefelgehaltes bestehenden Beschickung, wobei die Schichten so übereinander angeordnet sind, daß der Schwefelgehalt der Beschickung in Richtung des Verblasestromes abnimmt. Die Beschickung des Verblaseapparates würde demnach so erfolgen, daß zunächst, wenn erforderlich, eine Röstschutzschicht, bestehend aus entschwefeltem Material, sodann eine Schicht Erz, dessen Schwefelgehalt durchBeimischung schwefelfreien Gutes oder durch Vorröstung vermindert wurde, aufgegeben wird. Hierauf «-erden sodann abermals eine oder mehrere Schichten mit steigendem Schwefelgehalt aufgegeben. Die Anzahl der Schichten und die Höhe des Schwefelgehaltes jeder Schicht können je nach dem vorliegenden Material' und nach den gemachten Erfahrungen variiert werden. So können z. B. zwei Schichten, eine untere Schicht von etwa 8 °/o Schwefel und eine obere Schicht mit etwa i:2 °/o Schwefel, verwendet werden.
- Das Verfahren nach der Erfindung kann nicht verglichen werden mit einem früher bekannt gewordenen Vorschlag, der dahin geht, 'die Sinterung feiner Erze an einer Beschikkung, bestehend aus mehreren übereinander angeordneten Lagen mit in Richtung des Verblaseluftstromes abnehmendem Brennstoffgehalt zu vollziehen. Der bekannte Vorschlag war entstanden aus der Beobachtung, daß bei Sinterbeschickungen mit durchgehend gleichem Brennstoffgehalt, insbesondere- dann, wenn schwer sinterbare Stoffe zu behandeln waren, die unteren Partien der Beschickung stärker erhitzt und stärker gesintert, ja sogar geschmolzen und zum Teil reduziert anfielen. Die Ursache für diese Erscheinung ist darin zu sehen, daß auf die unteren Beschickungsteile nicht nur die an sich schon beträchtliche Menge des zugemischten Brennstoffes, sondern dazu noch die heißen, von oben kommenden Verbrennungsgase einwirken.'Durch Dosierung des Brennstoffgehaltes in den einzelnen Schichten sollte gemäß dem bekannten Vorschlage der Mangel beseitigt werden. Der Vorschlag bezieht sich ausschließlich auf die Sinterung von Erzen, die an sich keine-brennbaren Bestandteile enthalten und denen zum Zwecke der Sinterung Kohlenstoff zugemischt wird. Erkenntnisse auf dem Gebiet der Schwefelerzbehandlung durch Sinterröstung gibt der Vorschlag nicht.
- Auch ein anderer Vorschlag, der darin besteht, die Sinterröstung auf einem laufenden Sinterband unter Zuhilfenahme zweier hintereinandergeschalteter Beschickungsvorrichtungen mit je einer hinter jeder Beschikkungsvorrichtung angeordneten Zündvorrichtung in Gang zu setzen, hat mit der Erfindung nichts zu tun. Es entstehen auf diese Weise im Laufe des Verfahrens zwar zwei Schichten, von denen die obere den für derartige Zwecke üblichen Schwefelgehalt enthält, während die untere schon teilweise entschwefelt ist. Die beiden Schichten sind aber lediglich die Folge davon, daß die aus dem ersten Bunker austretende Lage sogleich gezündet und dann, wenn das Sinterband unter den zweiten Bunker kommt, schon zum Teil abgeröstet ist. Der Schwefelgehalt in derGesamtbeschickung ist, da beide hintereinandergeschalteten Bunker die gleiche und bei Sinterröstverfahren übliche Gutmischung enthalten, nicht höher, als dies bisher der Fall war. Hierin liegt aber gerade das Wesen der Erfindung, daß sie gestattet, mit einem höheren als bisher für notwendig gehaltenen Schwefelgehalt auf den Sinterapparat zu gehen.
- Zweckmäßig ist es noch bei demVerfahren, mit einer geringen Schichthöhe und eventuell mit einem Röstapparat von geringer Breite zu arbeiten, da die Wärmeabstrahlung infolge der geringeren Masse der Beschickung eine größere ist und auch hierdurch eine eventuell zu befürchtende vorzeitige Sinterung oder eine Frittung oder Sinterung überhaupt, falls nicht erwünscht, vermieden wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Abröstung von hochschwefelhaltigen Erzen, wie z. B. Zinkblende, auf einem Verblaseröstapparat z. B. nach Art der Dwight-Lloyd-Apparate, dadurch gekennzeichnet, daß die Abröstung durchgeführt wird unter Anwendung einer aus zwei oder mehreren Schichten verschieden hohen Schwefelgehaltes bestehenden Beschickung, wobei die Schichten so übereinander angeordnet sind, daß der Schwefelgehalt der Beschikkung in Richtung des Verblaseluftstromes abnimmt. ?. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefelgehalt der einzelnen Schichten durchZumischung schwefelfreien oder schwefelarmen Gutes auf die notwendige Höhe eingestellt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE538324T | 1930-08-03 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE538324C true DE538324C (de) | 1931-11-13 |
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|---|---|---|---|
| DE1930538324D Expired DE538324C (de) | 1930-08-03 | 1930-08-03 | Verfahren zum Abroesten von hochschwefelhaltigen Erzen |
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1930
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