DE537843C - Metallgefaesse fuer die Aufbewahrung und den Versand von fluessigem Brom - Google Patents

Metallgefaesse fuer die Aufbewahrung und den Versand von fluessigem Brom

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DE537843C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/09Bromine; Hydrogen bromide
    • C01B7/096Bromine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemically Coating (AREA)

Description

  • Metallgefäße für die Aufbewahrung und den Versand von flüssigem Brom Bekanntlich greift trockenes Chlor Eisen nicht an. Man kann es daher bequem in Eisenflaschen oder eisernen Kesselwagen verschicken. Die Entwässerung von Chlor gelingt, da es zunächst gasförmig anfällt, ohne große Schwierigkeiten.
  • Der Transport von Brom geschah bisher in Glasflaschen mit eingeschliffenen Stöpseln unter sorgfältiger Einbettung der Flaschen in Kieselgur oder Asche. Die Verpackung war daher verhältnismäßig umständlich und teuer. Die Versuche, trockenes Brom ähnlich wie Chlor in Eisenflaschen aufzubewahren, bewiesen, daß die Gefäße doch angegriffen wurden. Es bildet sich an den Wandungen der Gefäße eine dünne Schicht von Bromeisen, von dem ein geringer Teil in Lösung geht. Soweit ein geringer Fe-Gehalt im Brom nicht stört, wäre also ein Lagern oder ein Transport von Brom in eisernen Gefäßen nicht ausgeschlossen.
  • In dem Patent 491 775 wird von dieser Eigenschaft des trockenen Broms Gebrauch gemacht.
  • Die Bildung einer Eisenbromidschicht hat aber einen Nachteil. Bleiben die Gefäße ungefüllt und unverschlossen nur kurze Zeit stehen, so nimmt das Eisenbrornid begierig Wasser aus der Luft auf und zerfließt. Das macht sich bereits beim Entleeren der Gefäße bemerkbar, besonders an den Stellen der größten Luftzirkulation, also an den öffnungen. Durch das Zerfließen des Eisenbromids ist das Eisen erneut dem Angriff des Broms ausgesetzt, und es schreitet dann die Korrosion der Eisengefäße langsam weiter.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß versilberte Gefäße diesen Nachteil nicht zeigen. Es bildet sich eine gleichmäßige, nicht hygroskopischeSilberbromidschicht, die auch gegen mechanische Einflüsse außerordentlich widerstandsfähig ist.
  • Sind die Gefäße fleckenlos versilbert, was z. B. durch eine vorherige Verkupferung der eisernen Gefäße leicht erreicht werden kann, so geht kein Eisen in Lösung. Das Silberbromid selbst ist in Brom unlöslich. Ein Trocknen des Broms ist unnötig, da das AgBr auch in Wasser unlöslich ist.
  • Es ist bekannt, metallische Gefäße, welche zu elektrochemischen oder chemischen Reaktionen dienen, insbesondere welche unterDruck oder bei höheren Temperaturen verwendet werden, gegen die Einwirkung vieler chemischer Agenzien, namentlich von Säuren, widerstandsfähig zu machen, und zwar dadurch, daß eine Silberschicht mittels Bromdampf mit einer Silberbromidschicht überzogen wird, welche zweckmäßig geschmolzen und evtl. auch noch erneut mit Bromdampf behandelt wird. Die so erhaltenen Schutzschichten haben sich aber als wenig widerstandsfähig, insbesondere gegen Erschütterungen, erwiesen. Auch eine schon vorgeschlagene Behandlung des Silbers mit einer an Brom gesättigten Bromwasserstoffsäure hat sich nicht bewährt, weil Silberbromid von Bromwasserstoff nicht unerheblich gelöst wird.
  • Demgegenüber wurde festgestellt, daß versilberte Gefäße, welche zur Aufnahme oder zum Versand von Brom dienen sollen, durch das in sie gefüllte flüssige Brom ohne weitere vorherige Behandlung sich mit einer Silberbromidschicht von solcher Beschaffenheit überziehen, daß diese als Schutz gegen einen weiteren Angriff des Broms dient, so daß derartige Gefäße für diesen Zweck sich als besonders geeignet erwiesen haben.

Claims (1)

  1. PA'1'1'sNTANSl'1tUC11 Metallgefäße für die Aufbewahrung und den Versand von flüssigem Brom, gekennzeichnet durch die Verwendung versilberter Gefäße.
DE1930537843D 1930-07-12 1930-07-12 Metallgefaesse fuer die Aufbewahrung und den Versand von fluessigem Brom Expired DE537843C (de)

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