DE537529C - Vom Betriebsstrom durchflossene Drosselspule zum Schutze von Hochspannungsanlagen gegen Wanderwellen und UEberstroeme - Google Patents

Vom Betriebsstrom durchflossene Drosselspule zum Schutze von Hochspannungsanlagen gegen Wanderwellen und UEberstroeme

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DE537529C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F37/00Fixed inductances not covered by group H01F17/00
    • H01F37/005Fixed inductances not covered by group H01F17/00 without magnetic core

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Coils Of Transformers For General Uses (AREA)

Description

  • Vom Betriebsstrom durchflossene Drosselspule zum Schutze von Hochspannungsanlagen gegen Wanderwellen und Überströme Das Patent 478 925 betrifft Drosselspulen zum Schutze von Hochspannungswicklungen gegen Wanderwellen, die mit Zusatzwindungen ausgerüstet sind, die kleine Eigenkapazität besitzen. Der Zweck dieser Zusatzwindungen ist, die erhebliche Eigenkapazität der Hauptwindungen, die zum Zwecke der Erzielung großer Induktivität sehr eng gewickelt sind, durch Hintereinanderschaltung mit der sehr kleinen Eigeilkapazität der Zusatzwindungen herabzudrücken, damit der Ladestoß zum Verschwinden gebracht wird.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß in vielen Fällen diese Anordnung ungenügend ist, indem die Zusatzwindungen nicht genügend als Kapazität, sondern mehr als abführende Leitung wirken. Wenn z. B. die Rechnung ergibt, daß zum Beseitigen des Ladestoßes einer gegebenen enggewickelten Schutzdrosselspule weitgewickelte Zusatzwindungen mit verhältnismäßig großer Ganghöhe erforderlich sind, so wird der Versuch zeigen, daß die beabsichtigte Herabsetzung des Ladestoßes nicht oder nur ungenügend eintritt. Der Grund ist der, daß das Verhältnis der Leiterlänge einer Zusatzwindung zur Ganghöhe sich zu sehr dem Werte i nähert. Wird dieses Verhältnis gleich i, so sind die weitgewickelten Zusatzwindungen überhaupt zu einer Geraden geworden und wirken nur als abführende Leitung. In diesem Falle ist die Wirkung der Zusatzwindungen in bezug auf die Ermäßigung des Ladestoßes =Null geworden. Die Wirkung ist daher um so größer, je 'größer das genannte Verhältnis ist.
  • Noch eine zweite unerwünschte Wirkung hat sich bei zu kleinem Verhältnis experimentell ergeben. An Stelle des Ladestoßes entstehen Anfangsschwingungen in der Front der austretenden Welle. Diese beruhen in dem zu großen Unterschiede in der spezifischen Windungskapazität und Induktivität der Hauptwindungen und der Zusatzwindungen. Deshalb muß dieser Unterschied herabgedrücl-,t werden, also auch aus diesem Grunde das obengenannte Verhältnis vergrößert werden.
  • Um dieses zu erreichen, wird gemäß der Erfindung eine Verlängerung der Leiterlänge der Zusatzwindungen vorgenommen, was dadurch geschehen kann, daß man an das Ende der weiten Zusatzwindungen noch eine Anzahl enggewickelter Zusatzwindungen anfügt. Dadurch wird die durchschnittliche Ganghöhe der engen und weiten Zusatzwindungen verkleinert und das durchschnittliche Verhältnis der Leiterlänge zur Ganghöhe vergrößert, «-as erstrebt wird. Allerdings verkleinert sich hierbei auch die Leiterlänge, aber längst nicht in dem Verhältnisse wie die Ganghöhe. Durch diese Maßnahme erreicht man auch die Verärößerung der Eigenkapazität der Zusatzwindungen, also auch ihrer spezifischen Windungskapazität. Dasselbe ist der Fall mit der Induktivität.
  • In dem in Abb. i schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel bedeutet i die enggewickelten Hauptwindungen der Schutzdrosselspule, 2 sind die weitgewickelten Zusatzwindungen, während 3 die erfindungsgemäß neu hinzuzusetzenden enggewickelten Zusatzwindungen darstellen. Es ist nicht in allen Fällen nötig, die in Abb. i gezeichnete Reihenfolge der Hauptwindungen, weiten Zusatzwindungen und engen Zusatzwindungen einzuhalten.- Es kann auch vorteilhaft sein, die Zusatzwindungen innerhalb der Hauptwindungen anzubringen oder wie in Abb. 2 auf die engen Zusatzwindungen noch einmal weite Zusatzwindungen folgen zu lassen, die in Abb. 2 mit 4 bezeichnet sind. -Es steht auch nichts im Wege, den weiten Zusatzwindungen q. nochmals enge Zusatzwindungen folgen zu lassen und diese Abwechslung noch weiter fortzusetzen.
  • Die engen Zusatzwindungen können zur möglichsten Zusammendrängung ihrer Windungen mit Isolierung aus gasförmigen, festen oder flüssigen Dielektrika beliebiger Art zwischen den Windungen versehen sein, wenn diese Dielektrika eine höhere Durchschlagsfestigkeit als Luft besitzen. Auch wird man häufig feste Dielektrika als Distanzstücke zur Versteifung der Windungen benutzen.
  • Bei Spiralspulen können die Zusatzwindungen in dem freien Raume im Innern der Spulen angebracht werden. Sie können auch außerhalb der Ebene der Hauptwindungen oder am äußeren Umfange der Spulen angeordnet werden. Natürlich kommen auch zylinderförmige Spulen wie überhaupt Spulen jeder Art und Form in Frage.
  • Erfindungsgemäß ist es auch möglich, an bereits angefertigten oder bereits im Betriebe befindlichen Spulen die Zusatzwindungen anzubringen. In z-erschiedenen Fällen, z. B. wenn die Spule zwei Leitungsstücke trennen soll, wobei von jeder Seite Überspannungen kommen können, deren Übertritt in den anderen Leitungsteil verhindert werden soll, ist es zuweilen zweckmäßig, an jedem Ende der Spule Zusatzwindungen anzubringen. Sonst wird man die Zusatzwindungen im allgemeinen an dem der eindringenden Welle abgewendeten Teile der Spule anordnen.
  • Die gemäß der Erfindung ausgebildeten Spulen dienen nicht nur dazu, Überspannungen zu bekämpfen, sondern auch Überströme herabzusetzen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vom Betriebsstrom durchflossene Drosselspule zum Schutze von Hochspannungsanlagen gegen Wanderwellen und Überströme nach Patent 478 925, dadurch gekennzeichnet, daß ein dritter, ebenfalls kleinerer Teil (enge Zusatzwindungen) hinter den weiten Zusatzwindungen wieder in enger kapazitiver Kopplung stehend am Ende der Spule vorgesehen ist.
  2. 2. Drosselspule nach Anspruch: i, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere kleinere Teile in enger kapazitiver Kopplung stehend (vermehrte enge Zusatzwindungen) innerhalb der weiten Zusatzwindungen eingeschaltet sind.
DE1930537529D 1929-08-16 1930-08-16 Vom Betriebsstrom durchflossene Drosselspule zum Schutze von Hochspannungsanlagen gegen Wanderwellen und UEberstroeme Expired DE537529C (de)

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