DE536562C - Vakuumschalter - Google Patents
VakuumschalterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/60—Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/66—Vacuum switches
- H01H33/666—Operating arrangements
- H01H33/6664—Operating arrangements with pivoting movable contact structure
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
- High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. OKTOBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 536562 KLASSE 21 c GRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Vakuumschalter Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. August 1930 ab
Es sind bereits Schalter bekannt, bei denen die Kontakte im Vakuum angeordnet sind.
Diese Schalter besitzen den Vorteil, daß die Lichtbogenbildung weitgehend unterdrückt
wird, so daß die Kontakte nur wenig beansprucht werden und dadurch eine hohe Lebensdauer
besitzen. Die Kontakte können infolgedessen kleiner und einfacher ausgeführt werden
als bei anderen Schaltern und bringen so eine ίο Materialersparnis mit sich. Außerdem werden
besondere Hilfsmittel zur Lichtbogenlöschung, wie z. B. Glasspulen und Löschkammern, überflüssig.
Bei Relais besitzen im Vakuum angeordnete Kontakte weiterhin den Vorteil, vor Verschmelzung und Oxydation geschützt zu
sein, wodurch der Sicherheitsgrad des Ansprechens und der Kontaktgabe erhöht wird.
Bei diesen Vakuumschaltern besteht jedoch die Schwierigkeit, die Schaltbewegung von
außen in das Innere des Vakuumgefäßes zu übertragen. Die einfachste Methode der Bewegungsübertragung,
die magnetische Beeinflussung, kommt für die weitaus größte Zahl von Anwendungsmöglichkeiten nicht in Frage.
Man hat daher bereits für die mechanische Übertragung schon mehrere Lösungen vorgeschlagen,
bei denen ein Teil der Gefäßwand als metallene Membran oder als Wellrohr ausgebildet ist,
durch welche der Schalthebel hindurchgeführt ist. Der' Schalthebel beansprucht dabei durch
seine Bewegung die Membran oder das Wellrohr auf Biegung und Dehnung in einem Maße,
das die Einschmelzstellen meist gefährdet und namentlich bei großen zu bewegenden Massen
leicht zu Undichtigkeiten führt. Auch die Entgasung der Metallflächen, die mit Rücksicht auf
das hohe erforderliche Vakuum stets durchgeführt werden muß, bietet besonders bei Wellrohren
Schwierigkeiten, da diese durch den Glühprozeß sehr angegriffen und in ihrer Lebensdauer
beeinträchtigt werden. Wellrohre aus Glas dagegen haben sich wegen ihrer großen Bruchgefahr nicht bewährt.
All diese Schwierigkeiten werden dadurch beseitigt, daß die Bewegungsübertragung so
erfolgt, daß das die Verbindung zwischen dem Betätigungshebel und dem Vakuumgefäß herstellende,
elastische Glied nicht wie bei den bekannten Ausführungen auf Dehnung oder Biegung, sondern erfindungsgemäß nur auf
Torsion beansprucht wird. Zu diesem Zwecke ist der Betätigungshebel in das Vakuumgefäß
durch ein Rohr eingeführt und mit dessen einem Ende verschweißt, während das andere Ende
des Rohres mit dem Vakuumgefäß vakuumdicht verbunden ist.
In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In Abb. 1 ist
mit ι ein Vakuumgefäß bezeichnet, in das der feststehende Kontakt 2 vakuumdicht eingeführt
ist. Der bewegliche Kontakt 3 ist auf einem Hebel 4 angeordnet, der mit einem dünnen
Metallröhrchen 5, das vakuumdicht in das Gefäß ι über eine Einschmelzstelle 6 eingeführt
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Günther Dobmfiti Berlin-Reinickendorf.
ist, verschweißt ist. Durch die Schweißstelle ist gleichzeitig der Betätigungshebel 7 für den
am beweglichen Hebel 4 angebrachten beweglichen Kontakt 3 geführt. Der Hebel 7 ist mit
dem Rohr 5 an dem gleichen Ende wie der Hebel 4 verbunden. Ein weiterer Hebel 8 dient
zur Übertragung der Schaltbewegung auf den Betätigungshebel 7. Die Stromzuführung zu
dem Kontakt 3 erfolgt durch bewegliche Litzen, die außerhalb des Vakuumgefäßes mit dem
Schalthebel 7 verbunden sind, über diesen und den Hebel 4. Die Ausschaltbewegung wird in
der Weise ausgeführt, daß über den Hebel 8 der Hebel 7 eine Drehung erfährt, wodurch sich
der Kontakt 3 von dem Kontakt 2, wie in Abb. ι a dargestellt, abhebt. Das Röhrchen 5
wird bei dieser Drehung auf Torsion beansprucht. Die Wandung des Röhrchens muß daher so dünn und seine Länge so groß sein,
daß es um einige Winkelminuten verdreht werden kann, ohne daß es über seine Elastizitätsgrenze
hinaus beansprucht wird. Bei einer Länge von 2 bis 3 cm läßt sich dies ohne weiteres erreichen, ohne daß die' Stärke der
Wandung zu schwach wird.
In Abb. 2 ist eine ähnliche Ausführungsform eines Vakuumschalters nach der Erfindung dargestellt.
Das Vakuumgefäß 1 ist dabei rechtwinklig ausgebildet, derart, daß es sich in an
sich beJcannter Weise der Form der beweglichen Hebel 4, 7 anpaßt. Außerhalb des Vakuumgefäßes
ist bei dieser Anordnung der Betätigungshebel 7 in einem Lager 9 gelagert, um dadurch die Einschmelzstellen von den bei der
Schaltbewegung auftretenden Kräften zu entlasten.
Die Einschmelzstelle des Rohres mit dem Vakuumgefäß wird daher viel einfacher und
für Massenherstellung viel geeigneter als die bekannten Membran- oder Wellrohreinschmelzungen.
Auch die Schweiß- oder Lötstelle am Ende des auf Torsion beanspruchten Rohres 5 ist bedeutend einfacher und sicherer auszuführen
als das Einlöten eines Schalthebels in der Mitte einer Membran oder eines Wellrohres.
Die Beanspruchung des Rohres 5 ist auf seiner ganzen Länge gleichmäßig, während sich bei
der Membran- oder Wellrohreinführung die Materialbeanspruchung auf einzelnen Stellen
konzentriert.
Auch die Metallflächen im Innern des Vakuumgefäßes
sind sehr gering und besitzen derartig einfache Formen, daß das Entgasen keine Schwierigkeiten macht. Alle Metallteile können
einfach durch Stromwärme bei Überlastung während des Pumpprozesses erhitzt werden.
Der gedrungene Bau des Vakuumschalters hat eine starke Verminderung der Dimensionen
gegenüber den bekannten Vakuumkleinschaltern zur Folge. Dadurch wird die Ausführung der
Erfindung auch für Relais brauchbar, besonders da die verwendeten Glasteile nicht beansprucht
werden und damit eine Bruchgefahr während des Betriebes ausgeschaltet ist.
Claims (8)
1. Vakuumschalter, bei welchem die Kontaktbewegung mechanisch von außen in
das Innere des Vakuumgefäßes über ein besonderes, die Verbindung zwischen dem Betätigungshebel
und dem Vakuumgefäß herstellendes, elastisches Glied übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Glied
so ausgebildet und angeordnet ist, daß es bei der Kontaktbewegung nur auf Torsion
beansprucht wird.
2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisches
Glied ein Rohr (5) vorgesehen ist, das an seinem einen Ende mit dem innerhalb seiner
Bohrung geführten Betätigungshebel (7), an seinem anderen Ende mit dem Vakuum-•gefäß
(1) vakuumdicht verbunden ist.
3. Vakuumschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (5)
eine derartige Länge besitzt, daß es bei der Kontaktbewegung nicht über seine Elastizitätsgrenze
hinaus beansprucht wird.
4. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (5)
in das Innere des Vakuumgefäßes hineinragt.
5. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche
Kontakthebel (4) rechtwinklig an das innere Ende des Rohres (5) bzw. an den Betätigungshebel (7) angesetzt ist.
6. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel
(7) in an sich bekannter Weise gleichzeitig als Stromzuleitung dient und mit dem äußeren Anschluß durch bewegliche
Litzen verbunden ist.
7. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel
(7) in an sich bekannter Weise außethalb des Vakuumgefäßes in einem feststehenden
Lager (9) gelagert ist.
8. Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasgefäß
(1) rechtwinklig, sich der Form der Schalthebel (4, 7) anpassend, ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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