DE53641C - Verfahren zur Herstellung von Phonogrammen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PhonogrammenInfo
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- DE53641C DE53641C DENDAT53641D DE53641DA DE53641C DE 53641 C DE53641 C DE 53641C DE NDAT53641 D DENDAT53641 D DE NDAT53641D DE 53641D A DE53641D A DE 53641DA DE 53641 C DE53641 C DE 53641C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B11/00—Recording on or reproducing from the same record carrier wherein for these two operations the methods are covered by different main groups of groups G11B3/00 - G11B7/00 or by different subgroups of group G11B9/00; Record carriers therefor
Landscapes
- Exposure And Positioning Against Photoresist Photosensitive Materials (AREA)
Description
KAISEERLICHS
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1889 ab.
Die Erfindung bezweckt die Darstellung von Tonschwingungen als Rand eines Bandes aus
beliebigem Material zu dem weiteren Zweck, dieses Band zur Wiedergabe der Töne oder
Laute zu benutzen, deren Schwingungen in dem Rand des Bandes dargestellt sind.
Solche Phonogramme lassen sich in der Weise erzeugen, dafs die Schwingungen zunächst
auf ein fortlaufendes Band gezeichnet werden. Hierdurch entsteht eine Curve, für welche die
Bewegungsrichtung des Bandes die eine Coordinatenachse — die λγ-Achse —, die Schwingungsrichtung
die andere Coordinatenachse — die y-Achse — bildet. Je nach der Art der
Uebertragung der Tonschwingungen auf das Band wird die Gröfse der Ordinaten y verschieden
ausfallen, d. h. man kann Phonogramme derselben. Laute mit verschiedener
Schwingungsweite herstellen. Wird das so erhaltene Band nun in der Schwingungscurve
getrennt, so erhält man, je nach den zur Trennung angewendeten Mitteln, einen oder zwei
Streifen; ein solcher Streifen zeigt in einem seiner Ränder die Schwingungscurve und läfst
sich in verschiedener Weise zur Wiedergabe der Töne oder Laute benutzen. Die Stärke
der wiedergegebenen Laute oder Töne wird, bei Anwendung im übrigen gleicher Mittel, von
der Gröfse der in dem Phonogramm dargestellten Schwingungsweite abhängen.
Folgende Verfahren und Einrichtungen dienen zur Herstellung der Phonogramme.
Ein endloses Band K, Fig. 1, aus dünnem Metall läuft über zwei Rollen A und B und
wird gegen den mit umgebogener Spitze versehenen Stichel b durch ein kürzeres endloses
Band 0 und die Rollen M und N gestützt. Auf dem mit einer dünnen Wachs- oder Firnifs- '
schicht gedeckten Band K zeichnet der mit der Membran α verbundene Stichel b die Schwingungen
der letzteren, indem er den Wachsoder Firnifsüberzug des Bandes K bis auf das
Metall ritzt. Ein hinter dem Stichel b befindlicher Schwamm oder Pinsel d, welcher mit
einer ätzenden Flüssigkeit getränkt ist, bewirkt die Trennung des Metallbandes K nach der
Wellencurve in zwei Streifen K1 K2.
Zur Erzeugung von Phonogrammen mit gröfseren Schwingungsweiten dient die in Fig. 2
dargestellte Einrichtung. Wie in Fig. 1, wird auch hier ein Band K ohne Ende angewendet,
welches aber, dem Zwecke entsprechend, breiter ist. Das mit einer lichtempfindlichen Schicht
überzogene Band wird hinter einer Wand W mit einem Spalt e aufgestellt, dessen Länge
beispielsweise dem doppelten Maximum der Schwingungsweite entspricht, und durch diesen
Spalt e wird das Band belichtet. Hierzu dient ein cylindrischer Hohlspiegel S, welcher mittelst
des Winkelhebels Op durch den mit der Membran α verbundenen Stift b um die Achse g
gedreht werden kann und nach seiner jeweiligen Stellung in einer längeren oder kürzeren Strecke
Licht durch den Spalt auf das Band sendet. Der cylindrische Spiegel empfängt das Licht
mittelbar von einer Lichtquelle L, welche in den Brennpunkt eines reflectirenden Rotationsparaboloids
q q aufgestellt ist. Um auch die directen divergirenden Strahlen der Lichtquelle
in reflectirte parallele umzuwandeln, ist vor der Lichtquelle, d. h. zwischen dieser und dem
cylindrischen Hohlspiegel, noch ein sphärischer Hohlspiegel r aufgestellt. Dieser Anordnung
entsprechend, werden die Schwingungen der Membran α auf den cylindrischen Spiegel übertragen
und der Ueberzug des Bandes K, den Stellungen des cylindrischen Spiegels entsprechend,
mehr oder weniger belichtet. Wird nun der nicht belichtete Theil des Bandes abgewaschen,
auf elektrolytischem Wege verstärkt und dann von dem belichteten getrennt, so erhält man einen Streifen, welcher sich von
dem nach dem ersten Verfahren erhaltenen nur durch die gröfseren Schwingungsweiten
unterscheidet. .
Verwendet man als Material für das Band kein Metall, sondern lichtempfindliche, sogen,
pigmentirte Gelatine, wie solche für das Trockenverfahren in der Photographie benutzt wird,
und erzeugt man hierauf, wie angegeben, die Wellencurve durch Belichtung, so wird man
den belichteten Theil von dem unbelichteten ablösen und ebenfalls zur Wiedererzeugung
des Schalles benutzen können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren, Phonogramme in der Form von Bändern oder Streifen, welche in einem ihrer Ränder die den Lauten oder Tönen entsprechende Schwingungscurve mit der ursprünglichen oder mit beliebiger Schwingungsweite darstellen, in der Weise herzustellen, dafs die Schwingungscurve auf ein parallel zur Schwingungsrichtung geführtes Band entweder mittelst eines Stichels, welcher parallel der Oberfläche des Bandes durch die Schallmembran bewegt wird, oder mittelst paralleler Lichtstrahlen, welche, von einem durch die Schallmembran bewegten cylindrischen Hohlspiegel ausgehend, das hinter einer Wand geführte Band durch einen Spalt treffen, dessen Länge dem η-fachen Maximum der Schwingungsweite gleich ist, aufgezeichnet und alsdann das Band in der Schwingungscurve derart getrennt wird, dafs ein abgetrennter Streifen in einem seiner Ränder die den Lauten oder Tönen entsprechende Schwingungscurve mit der gewünschten Schwingungsweite darstellt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53641C true DE53641C (de) |
Family
ID=328281
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53641D Expired - Lifetime DE53641C (de) | Verfahren zur Herstellung von Phonogrammen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53641C (de) |
-
0
- DE DENDAT53641D patent/DE53641C/de not_active Expired - Lifetime
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