DE53635C - Vorrichtung zum Messen der Dehnbarkeit und Zerreifsfestigkeit - Google Patents

Vorrichtung zum Messen der Dehnbarkeit und Zerreifsfestigkeit

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DE53635C
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DENDAT53635D
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L. SCHOPPER in Leipzig, Thomasiusstr. 24
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00—Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/02—Details
    • G01N3/06—Special adaptations of indicating or recording means
    • G01N3/062—Special adaptations of indicating or recording means with mechanical indicating or recording means

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Description

KAISERLICHES
ο«.
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die in der Zeichnung dargestellte Einrichtung betrifft eine Abänderung der im Haupt-Patent bezeichneten Vorrichtung, welche sich in der Hauptsache dadurch kennzeichnet, dafs der Zeiger, welcher die Dehnungsgröfse beim Zerreifsen anzeigt, thatsächlich in dem Augenblick, wo das Reifsen stattfindet, unverrückbar festgehalten wird, also eine genaue Ablesung der Dehnungsgröfse des. Belastungsgewichtes möglich wird. Ferner soll durch die Abänderung erreicht werden, dafs die untere Klemmhülse durch ihr Eigengewicht nicht schon zerreifsend oder dehnend wirken kann, also eine Entlastung derselben herbeigeführt wird. Die nähere Anordnung ergiebt sich unter Bezugnahme auf die Zeichnung wie folgt. Es bedeutet :
Fig. ι die Aufsenansicht der geänderten Maschine (Antrieb);
Fig. 2 die Seitenansicht der Maschine und theilweiser Schnitt des Antriebsmechanismus;
Fig. 3 den Schnitt durch die Mitnehmerhülsen in Stellung bei eingespanntem Streifen; Fig. 4 die Seitenansicht derselben;
Fig. 5 den Schnitt durch die Mitnehmerhülsen in Stellung bei gerissenem Streifen;
Fig. 6 die Seitenansicht derselben;
Fig. 7 den Horizontalschnitt durch die Hülsen nach Linie R-R (s. Fig. 5);
Fig. 8 und 9 die Darstellung der Zugstangenhülse mit seiner Bremsfeder;
Fig. 10 bis 12 die Darstellungen der selbst aus einander spreizenden Klemme, davon Fig. 12 die in ihrer Wirkung.
An der Spindel i, welche mit dem etwas anders als im Haupt-Patent angeordneten Handrad B bewegt wird, befindet sich in der Längsachse (s. Fig. ι und 2) der Spindel i verschiebbar beweglich die Hülse H, welche die Klemme M trägt. Die Klemme J wird mit einer Einrichtung zur Selbstspreizung versehen, wodurch das Einlegen der Prüfungsstreifen wesentlich erleichtert wird. Die Spreizvorrichtung besteht aus der Feder 0, welche zwischen die Klemmbacken m und η eingelegt ist und letztere aus einander treibt (s. Fig. 10 bis 12). Das obere Ende der Spindel i ist ferner mit dem beweglichen, winkelförmig gestalteten und mit Nase s, Fig. 3, versehenen Hebel R verbunden, welch letzterer einen doppelten Zweck zu erfüllen hat, indem er bei Beginn der Zerreifsprobe oder besser gesagt bereits beim Ein- und Festspannen des Streifens mit der Nase s auf dem Ansatz und der Zugstangenhülse P aufsitzt und infolge dessen eine Entlastung der Klemmhülse H herbeiführt, was bei feineren Fäden oder Streifen von sehr grofser Wichtigkeit ist. Die Zugstangenhülse P steht mit der Zugstange e und demzufolge auch mit dem Dehnungszeiger g in unverrückbarem Zusammenhang und läfst sich mit Hülfe der Stellschraube S auf der Stange ρ verschieben. Die
Zugstangenhülse P auf Stange ρ mufs schwer verschiebbar sein, zu welchem Zwecke die Bremsfeder / angeordnet ist.
Der Zweck dieser Einrichtung ist folgender: Der Nasenhebel R, welcher mit der Streifenklemmhülse H in Verbindung steht, ruht so lange auf dem Ansatz t der Zugstangenhülse P, wie eine Dehnung des Streifens N dauert (s. Fig. 3 und 4). Sobald jedoch die Zerreifsung stattfindet, fällt die untere Klemmhülse H herab und bringt den Nasenhebel R in die Stellung Fig. 5 und 7, d. h. er wird vom Ansatz t der Zugstangenhülse P hinwegbewegt und letzterer verharrt vermöge der Wirkung der Bremsfeder f genau in der Stellung, die er im Augenblick des Zerreifsens hatte, ebenso auch der Dehnungszeiger (siehe Fig. 6) selbst. Es wird also eine sofortige und sichere Festhaltung des Dehnungszeigers g gesichert.
Der Vorgang bei der Zerreifsprüfung und die Wirkung der Einrichtung ist demnach folgende : Vermöge der selbstspreizenden Klemme J wird der Streifen N eingeklemmt und mittelst Schraube S der Dehnungszeiger auf Nullstellung gebracht (s. Fig. 3 und 4), wobei die Nase s des Hebels R auf dem Ansatz t der Zugstangenhülse P ruht. Mittelst Handrades B, Fig. ι 'und 2, wird die Dehnung des Streifens bewirkt und mittelst des Hebels R der Dehnungszug auf die Zugstange e und den Zeiger g übertragen. Im Augenblick des Zerreifsens (siehe Fig. 5 und 6) fällt die Klemme M herab und Hebel R wird hierbei aufser Berührung mit dem Ansatz t gebracht, letzterer aber verharrt genau in der gegebenen Stellung. Hierdurch wird eine aufserordentlich empfindlich genaue Messung überhaupt, sowie durch Entlastung der Klemme M durch Hebel R bei Beginn der Dehnung auch das Prüfen dünner Fäden oder Streifen möglich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die durch das Haupt-Patent geschützte Vorrichtung dahin abgeändert, dafs die untere Klemme M mit der auf Spindel i verschiebbaren Hülse H verbunden ist, welche mit dem Hebel R zusammenwirkt, so zwar, dafs der Hebel R mittelst Nase s den Dehnungszug auf die Hülse P und Zugstange e nebst Zeiger g überträgt, und dafs im Augenblick des Zerreifsens Hebel R aufser Verbindung mit Hülse P tritt und letztere durch Bremsfeder f in ihrer Lage unverrückbar festgehalten wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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