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Vorrichtung zum Verteilen von Gasen in Flüssigkeiten Es sind bereits
Vorrichtungen zum Verteilen von Gasen in Flüssigkeiten für Badezwecke u. dgl. bekannt,
wobei zwischen einem Rohr und einem in diesem befindlichen Einsatz eine poröse,
Öffnungen von Rohr und Einsatz abdeckende Füllung angeordnet ist, durch welche das
Gas hindurchgetrieben wird, so daß es in Form von Perlen in die Flüssigkeit übertritt.
Bei diesen bekannten Vorrichtungen wird die poröse Füllung in Form von Filzröllchen
oder Filzplättchen unter Druck in der Richtung der Rohrachse in den Zwischenraum
zwischen Rohr und Einsatz eingeführt. Das Einbringen der Füllung ist dabei außerordentlich
umständlich und langwierig, da jedes Stück einzeln eingeführt und jedes gesondert
gepreßt werden muß. Damit eine gleichmäßige Perlung erzielt wird, muß jedes Füllstück
genau der gleichen Pressung unterworfen werden. Dies ist jedoch praktisch fast unmöglich,
da für die Pressung nicht nur die verschiedenartige Beschaffenheit der einzelnen
Füllstücke, sondern auch der Gegendruck maßgebend ist, den die bereits im Rohr befindlichen
Füllstücke ausüben, welche ständig an Zahl verschieden sind. Da bei dieser Anordnung
bei einer aus fünf Rohren bestehenden Vorrichtung je nach Art des Filzes 25o bis
500 Füllstücke notwendig sind, ist diese Maßnahme sehr zeitraubend und kostspielig,
ohne daß der Hauptzweck, nämlich eine gleichmäßige Perlung, in zufriedenstellender
Weise erreicht wäre.
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Zeigt sich bei einem fertigen Rohr nach Durchprüfung ein Fehler, so
kann dieser ebensowenig mehr behoben als eine Reparatur vorgenommen werden. Man
müßte in diesem Falle das bereits vernickelte Rohr durch Ausbrennen wieder entleeren,
da eine andere Entnahme der Füllstücke nicht mehr möglich ist. Nach dem Ausbrennen
oder Ausglühen mußte das Rohr wieder neu vernickelt und gefüllt werden. Dieses Verfahren
ist also wiederum sehr teuer. Dabei kann das Rohr durch das Ausglühen Schaden leiden,
was sich aber meist erst nach längerem Gebrauch zeigt.
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Der Filz der Füllstücke saugt, wenn die Vorrichtung ihrem Zwecke zugeführt
wird und in Wasser kommt, die Feuchtigkeit an und schwillt auf. Nun ist aber bei
den bekannten Vorrichtungen kein Hohlraum zur Verfügung, der eine Ausdehnung zulassen
würde. Die notwendige Folge ist, daß der Filz in sich selbst zusammengepreßt und
die Luftdurchlässigkeit um so mehr vermindert wird, je länger der Filz in Feuchtigkeit
gelegen ist und diese in sich aufgenommen hat. Die Perlung der Luft ist daher bei
ein und derselben Vorrichtung dauernd einer Änderung unterworfen.
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Ferner ist es bekannt, zur Verteilung des Gases in Bädern in flache,
dichte Hohlkörper (Böden) einzeln einsetzbare poröse Plättchen zu verwenden. Abgesehen
davon, daß diese Anordnung eine besondere Ausführung der genannten Hohlkörper erfordert,
bildet das Einsetzen und Entfernen der porösen Plättchen stets eine umständliche,
zeitraubende und teuere Arbeit.
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Diese Nachteile sollen durch die Erfindung beseitigt werden.
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Dieselbe besteht im wesentlichen darin, daß
die porösen
Füllstücke an der Außenseite des Einsatzes befestigt und durch einen oder mehrere
unter letzterem angeordnete Druckkörper gegen die Öffnungen des Hohlkörpers (Rohres)'
gedrückt werden, derart, daß der Einsatz nebst Füllstücken leicht herausgezogen
werden kann. Dabei können die porösen Füllstücke, insbesondere wenn sie aus gebundenem
Stoff bestehen, an ihren Rändern mit Dichtungsauflagen versehen sein. Sie können
außerdem durch auf dem Einsatz befestigte Fassungen gehalten werden. Auch können
die Füllstiiicke in Öffnungen des Hohlkörpers (Rohres) hineinragen, wobei zwischen
den einzelnen Füllstücken Anschläge vorgesehen sind, welche die richtige Höhenlage
der Füllstücke bestimmen. Die Druckkörper sind vorteilhaft durch unter dem Einsatz
angeordnete Federn gebildet, welche zweckmäßig an der Unterseite des Einsatzes befestigt
sind. Die Federn können aber auch an einem besonderen, unter dem Einsatz einschiebbaren
Träger angebracht sein. Der Einsatz ist zweckmäßig mit über die Befestigungsstellen
der Federn vorstehenden, der Führung einer Schiene dienenden Leisten versehen, so
daß bei Einschieben dieser Schiene die Federn zusammengedrückt werden, wodurch ein
leichtes Einführen des Einsatzes in den Hohlkörper und ein ebenso leichtes Herausnehmen
ermöglicht wird. Ferner können die Druckkörper statt aus Federn aus einer oder mehreren,
unter dem Einsatz einschiebbaren Schienen bestehen.
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Die Abbildungen zeigen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes,
und zwar Abb. x einen Schrägriß der ersten Ausführungsform mit teilweisem Schnitt;
Abb. 2 einen Längsschnitt und Abb. 3 einen Querschnitt hiervon; Abb. 4 stellt einen
teilweisen Querschnitt der zweiten Ausführungsform und Abb. 5 ein Füllstück nach
Abb. 4 im Schrägriß dar.
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Abb. 6 zeigt einen Längsschnitt einer dritten Ausführungsform; Abb.
7 ist ein Schrägriß einer weiteren Ausführungsform und Abb. 8 ein Längsschnitt zu
Abb. 7.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. r bis 3 ist ein einem mit Schlitzen
a oder sonstigen Öffnungen versehenen Vierkantrohr b ein schienenförmiger Einsatz
c untergebracht, der mit, mit den Schlitzen cc übereinstimmenden Schlitzend versehen
ist. An der Oberseite des Einsatzes c sind im Bereiche der Schlitze d mittels vorspringender
Zacken c oder auf sonst geeignete Weise Füllstücke f aus porösem Stoff befestigt.
Diese Füllstücke sind so bemessen, daß ihre seitlichen - Ränder über die Schlitze
oder Öffnungen d des Einsatzes etwas vorstehen. An der Unterseite des Einsatzes
c sind Blattfedern g befestigt, derart, daß sie, alle gleichgerichtet, sich gegen
den Boden des Rohres b stützen und den Einsatz c samt den Füllstücken gegen die
Innenwand des Rohres b pressen. Der Einsaz c ist unten mit vorspringenden Leisten
h ausgestattet, welche der Führung einer Schiene i (Abb. 2 strichliert) dienen,
durch welche die Federn zurückgedrückt und außer Wirksamkeit gesetzt werden können,
wenn es gilt, den Einsatz c in das Rohr b einzuschieben oder ihn aus demselben herauszunehmen.
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Die Füllung kann aus beliebigem, genügend luftdurchlässigem Stoff
bestehen, z. B. aus porösem Metall, Holz, Ton, Gummi, Filtersteinen, Geweben, gepreßten
Haaren, Filz, Tuch usw. Sie ist bei der dargestellten Ausführungsform in Form von
Plättchen ausgebildet, welche im Bereich der Öffnungen von-Rohr b und Einsatz c
angeordnet sind. Sie kann aber auch durch durchgehende Streifen gebildet sein. Wird
eine Füllung aus unelastischem Stoff, z. B. Ton, Holz usw., verwendet, so wird auf
die Oberfläche jedes Füllstückes f eine fensterförmig ausgeschnittene Dichtung k
aus Gummi, Filz o. dgl. (Abb. 4 und 5) gelegt, so daß das, Gas oder die Luft den
Weg nur durch den luftdurchlässigen Stoff bei den Öffnungen a des Rohres
b
nach außen nehmen kann.
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Bei Zusammensetzung des Rohres wird zwischen die Leisten h des Einsatzes
c eine Schiene i eingeführt, durch welche die Federn g dicht an die Unterseite des
Einsatzes gedrückt werden (Abb. 2 gestrichelt). In diesem Zustand kann der Einsatz
samt der auf ihm befestigten Füllung bequem und leicht in das Rohr b eingeschoben
werden, ohne daß die Füllung beschädigt oder verschoben wird. Die Schiene i wird
sodann wieder herausgezogen, wodurch die Federn g freigegeben werden und der Einsatz
c mit der Füllung dicht an die Innenwand des Rohres gedrückt wird.
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Bei Gebrauch wird Luft oder ein anderes Gas unter dem Einsatz c in
das Rohr b eingeleitet und tritt im Bereich der Schlitze oder Öffnungen
a und d durch die Füllung f hindurch in Form von gleichmäßig
verteilten Perlen in die das Rohr b umgebende Flüssigkeit über.
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Ist eine Nachprüfung oder Ausbesserung der Vorrichtung notwendig,
so werden die Federn g durch Einschieben der Schiene i zwischen die Leisten h außer
Wirksamkeit gesetzt, worauf der Einsatz ohne weiteres aus dem betreffenden Rohr
gezogen werden kann.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 ist der Einsatz c in Form einer
einfachen, die Füllstücke f tragenden Schiene ausgebildet. Die Federn g sind an
einer besonderen mit Schlitzen versehenen Schiene L angebracht, welche, nachdem
der Einsatz c eingeführt ist, unter denselben eingeschoben wird, so daß er durch
die Federn g nach oben gedrückt wird.
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Gemäß Abb. 7 und 8 besteht der Einsatz c
aus einem
Flachkantrohr mit rechteckigen Öffnungen d. Auf diese Öffnungen sind die Füllstücke
f aufgelegt und durch auf den Einsatz aufgelötete Blechrahmen in gehalten. Vorteilhaft
werden Füllstücke aus hartem, porösem Stoff (z. B. Stein, Ton) verwendet, wobei
auf Ober- und Unterseite des Füllstückes fensterförmig ausgeschnittene Dichtungsstreifen
k aufgelegt werden, so daß die Füllstücke f an den Rändern abgedichtet in dem Rahmen
in liegen. Wird ein weicher Füllstoff (z. B. Filz) verwendet, so wird die Öffnung
des Rahmens in kleiner gehalten oder gitterförmig ausgebildet, damit der anschwellende
Filz nicht aus dem Rahmen treten kann.
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Die Öffnungen a des äußeren Rohres b sind so groß gehalten,
daß die Füllstücke f samt den Rahmen in in sie hinausragen können. Auf dem Einsatz
c sind zwischen den Füllstücken f Anschläge iz vorgesehen, deren Höhe um die Dicke
des Rohres b geringer als die der Rahmen in ist. Die Anschläge können durch Metall-,
Holzo. dgl. Klötze oder auch durch aufstehende Zacken, Stifte usw. gebildet sein.
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Beim Zusammensetzen wird der Einsatz c mit den Füllstücken in das
Rohr b eingeschoben, so daß die Füllstücke genau mit den zugehörigen Öffnungen a
des Rohres b übereinstimmen. Dann wird zwischen dem Einsatz c und der unteren
Wandung des Rohres b eine Schiene o eingeführt, durch welche der Einsatz c nach
oben gedrückt wird, so daß die Einsätze c in die Öffnungen a hineinragen, jedoch
infolge der Anschlägen nur so weit, daß sie mit der Außenseite des Rohres b bündig
abschließen. Die Luft oder das Gas wird in diesem Fall in den Einsatz c eingeleitet.
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Die Vorrichtung besitzt den Vorteil, daß bedeutend weniger Füllungsmaterial
notwendig ist als bei bekannten Anordnungen. Bei Verwendung von Filz ist die Möglichkeit
gegeben, daß dieser sich nach allen Seiten ausdehnen kann, so daß die Perlung, wenn
der Filz Feuchtigkeit aufsaugt, kaum beeinflußt wird. Ein ganz besonderer Vorteil
ist aber die Verwendungsmöglichkeit von festem Füllstoff, wie Stein usw., welcher
in seiner Beschaffenheit durch die Feuchtigkeit überhaupt nicht beeinflußt und keiner
Änderung unterworfen wird. Endlich ist noch von ausschlaggebender Bedeutung, daß
das Zusammenstellen der Vorrichtung rasch und äußerst einfach bewerkstelligt und
eine Auswechslung, Änderung, Verbesserung oder Reparatur an dem porösen Stoff in
kürzester Zeit und mit wenig Mühe vorgenommen werden kann.