DE535540C - Verfahren zur Herstellung ungefritteter borsaeurehaltiger keramischer Glasurmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ungefritteter borsaeurehaltiger keramischer Glasurmassen

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DE535540C
DE535540C DED53382D DED0053382D DE535540C DE 535540 C DE535540 C DE 535540C DE D53382 D DED53382 D DE D53382D DE D0053382 D DED0053382 D DE D0053382D DE 535540 C DE535540 C DE 535540C
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DE
Germany
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boric acid
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ceramic glazes
containing boric
water
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Expired
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DED53382D
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English (en)
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Dr Hermann Bollenbach
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C1/00Ingredients generally applicable to manufacture of glasses, glazes, or vitreous enamels

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung ungefritteter borsäurehaltiger keramischer Glasurmassen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Glasuren für keramische Zwecke, wie solche unter Verwendung von Stoffen, wie z. B. Bleioxyden, Soda, Borax, Borsäure, Feldspat, Quarz usw., hergestellt werden, Bei der Herstellung derartiger Glasuren ist man bisher hauptsächlich derart verfahren, daß die wasserlöslichen Ausgangsstoffe mit Stoffen, wie z. B. Kieselsäure, Tonerde, Kalk u. dg1., zusammengeschmolzen (gefrittet) wurden, um sie wasserunlöslich zu machen.
  • Es sind ferner Vorschläge bekannt, gemäß welchen natürliche borhaltige Materialien, wie z. B. Borocalcit, Boronatroncalcit, Pandermit u. dgl., bei der Herstellung von Glasuren verwendet werden sollen, um die üblichen teuren Stoffe, nämlich Borsäure oder Borax, ganz oder teilweise zu ersetzen. Die Verwendung dieser Naturprodukte hat sich indessen nicht bewährt, -einerseits, weil"dieZusammensetzung derselben starken Schwankungen unterworfen ist, und anderseits, weil dieselben stets größere oder geringere, ebenfalls schwankende Mengen von Verunreinigungen, wie z. B. Eisenoxyden, Sulfaten, Chloriden u. dgl., enthalten, welche mehr oder weniger störend auf die Glasurbildung einwirken.
  • Auch ist es bekannt, zur Herstellung keramischer Glasuren wasserunlösliche Borverbindungen zu verwenden, z. B. das Verfahren, neutrale Metallsalzlösungen, z. B. Kobaltsulfatlösung, durch Wasserglas ohne oder mit Boraxlösung zu fällen, z. B. derart, daß die neutrale Metallsalzlösung zuerst mit einer berechneten Menge Boraxlösung je nach dem gewünschten Verhältnis von Borsäure zu Kieselsäure und darauf mit Wasserglas bis zur vollständigen Fällung des Metallborsilikates versetzt wird, und den erhaltenen Niederschlag nach scharfem Trocknen oder Glühen für sich allein oder mit Glasurmaterialien, wie z. B. Quarz, Borsäure, Bleioxyd, Zinnoxyd, versetzt, als Glasur oder Farbe für keramische Produkte, Glas und Metallwaren zu verwenden.
  • Nach diesem Verfahren ist es zumal auf Grund der wechselnden Zusammensetzung und des verschiedenartigen Verhaltens von handelsüblichen Wasserglaslösungen nicht möglich, ein stets gleichbleibend zusammengesetztes Endprodukt zu erhalten, welches unter Ausschluß des Vorfrittuugsverfahrens tadellose und gleichmäßige, sich nicht in zementartiger Form absetzende Glasuren liefert.
  • Nach vorliegender Erfindung wird dagegen zur Herstellung ungefritteter borsäurehaltiger Glasurmassen die Borsäure den übrigen gebräuchlichen, wasserunlöslichen Glasurmaterialien,wie Bleioxyden, Kieselsäure, Marmor, Kaolin u. dgl., in Form wasserunlöslicher, nach bekannten Methoden künstlich hergestellter Borate beigemischt, lvie z. B. Calciumborate, Magnesiumborate u. dgl., oder gegebenenfalls Gemische verschiedener solcher Borate. Neben dem allgemeinen Vorteil, daß die Wasserunlöslichkeit der verwendeten Borate das Zusammenschmelzen der Glasurbestandteile überflüssig macht, bietet das vorliegende Verfahren den besonderen Vorteil, daß durch Anwendung solcher künstlich hergestellter Borate, welche eine ständig gleichmäßige chemische Zusammensetzung besitzen, tadellose und stets gleichmäßige Glasuren erzielt werden, welche zumal vor den auf dem Schmelzwege hergestellten Glasuren noch den weiteren Vorzug besitzen, däß sie sich nicht in zementartiger Form absetzen. Eine Steingutglasur kann z. B. folgende Zusammensetzung haben: 536 Teile Calciumborat, ioo Teile Marmor, 647 Teile Kaolin, i 6oo Teile Mennige, 965 Teile Kieselsäure.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung ungefritteter borsäurehaltiger keramischer Glasurmassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsäure den übrigen gebräuchlichen wasserunlöslichen Glasurmaterialien, wie Bleioxyden, Kieselsäure, Marmor, Kaolin u. dg1., in Form wasserunlöslicher, nach bekannten Methoden künstlich hergestellter Borate beigemischt wird.
DED53382D 1927-07-02 1927-07-02 Verfahren zur Herstellung ungefritteter borsaeurehaltiger keramischer Glasurmassen Expired DE535540C (de)

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