DE535087C - Elektrisches Schaltgeraet, insbesondere zum selbsttaetigen Umschalten von Stern auf Dreieck - Google Patents
Elektrisches Schaltgeraet, insbesondere zum selbsttaetigen Umschalten von Stern auf DreieckInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H19/00—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
- H01H19/46—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand the operating part having three operative positions, e.g. off/star/delta
Landscapes
- Mechanisms For Operating Contacts (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6. OKTOBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
ΛΙ 535087 KLASSE 21c GRUPPE
Patentiert [im Deutschen Reiche vom 19. September 1929 ab Das Hauptpatent hat angefangen am 16. Dezember 1928.
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung des elektrischen Schaltgerätes
zum Um- oder Mehrfachschalten nach Patent 534 922 mit einer die beweglichen Kontakte
tragenden unterteilten Schaltwelle, deren Teile durch Mitnehmer miteinander gekuppelt
sind, derart, daß die Umschaltung, beispielsweise von Stern auf Dreieck, selbsttätig
erfolgt.
Bei dem im Hauptpatent beschriebenen Ausführungsbeispiel liegen die Unterteilungen
der Schallwelle axial hinter- bzw. nebeneinander. Diese Anordnung bedingt, daß die
Mitnehmervorrichtung für den die Um- oder Weiterschaltung bewirkenden Wellenteil zwischen
den beiden Wellenteilen, also an einer Stelle, eingebaut werden muß, wo an sich
wenig Platz zur Verfügung steht. Man ist infolgedessen zu einer gedrängten Bauweise
der Mitnehmervorrichtung und des die selbsttätige Um- oder Weiterschaltung bewirkenden
Schaltwerkes gezwungen, die zwar in bezug auf den erforderlichen Platz Vorteile bietet, aber doch hinsichtlich der Übersichtlichkeit
und-leichten Auswechselbarkeit nachteilig ist.
Um hier Abhilfe zu schaffen, wird gemäß der Erfindung, das Schaltgerät nach dem
Hauptpatent dahingehend abgeändert, daß die Unterteilungen der Schaltwelle in an sich bekannter
Weise parallel zueinander neben- bzw. untereinander angeordnet werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Mitnehmervorrichtung
sowie das Schaltwerk für den die Um- oder Weiterschaltkontakte tragenden Wellenteil seitlich neben den Schaltwellenteilen
anzubringen. Für die Mitnehmervorrichtung und das Schaltwerk steht bei dieser Anordnungsweise genügend Raum zur
Verfügung, so daß eine gute Übersicht und leichte Auswechselbarkeit der Teile gewährleistet
wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
Abb. ι ist eine Vorderansicht des Schaltgerätes im eingeschalteten Zustand.
Abb. 2 ist ein Querschnitt durch das Schaltgerät mit den elektrischen Schaltorganen in
Betriebsstellung.
Abb. 3 zeigt in Seitenansicht das Schaltwerk zwischen den beiden Wellenteilen bei
ausgeschaltetem Schalter bzw. Stillstand des Motors.
Abb. 4 veranschaulicht das Schaltwerk und die entsprechenden elektrischen Schaltorgane
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
, Karl Kaißer in München,
nach dem Einschalten in die erste oder Änlaufstellung
vor dem selbsttätigen Umlegen des Umschalters.
Abb. 5 endlich zeigt die Teile der Abb. 4 nach dem Abschalten.
Wie im Hauptpatent beschrieben, setzt sich das Schaltgerät aus einem Schalter und einem
Umschalter zusammen. Der Schalter sitzt auf der Welle 1 und der Umschalter auf der
Welle 2. An Stelle der dargestellten Messerkontakte können selbstverständlich auch andere
Schalterorgane Anwendung finden. Der Schalter ist, wie schon im Hauptpatent angegeben,
mit Funkenziehern versehen (Abb. 2), während beim Umschalter auf Funkenzieher
verzichtet werden kann. Beim Umschalter der Welle 2 liegt der Sternpunkt an dem
festen Kontakt 3, während die Dreieckschaltung erreicht wird, wenn der Umschalter die
ao in Abb. 2 dargestellte Lage hat, also den Kontakt 4 berührt.
Die Klemmen 5 des Schalters werden mit dem Netz verbunden. Vor dem Umschalter
der Welle 2 befindet sich ein Kontaktbrett 6, as von dessen Kontakten 7 Leitungen zum Motor
führen, während die Kontakte 8 die Rückleitungen vom Motor aufnehmen.
Wenn das Schaltgerät als Statoranlasser ohne Stromunterbrechung benutzt werden
soll, wird der Sterhpunkt geöffnet oder ganz weggelassen und zwischen .die Klemmen 7, 8
ein Widerstand gelegt. In diesem Falle fallen die von den Klemmen 7 abzweigenden Hinleitungen
zum Motor weg, und dafür nehmen die Klemmen 8 die Stromleitungen zum Motor auf. Der Netzanschluß an den Klemmen S
bleibt derselbe wie bei Verwendung des Schaltgerätes als Sterndreieckschalter.
Wie die Zeichnung zeigt, liegen die beiden Schalterwellen 1 und 2 parallel zueinander,
wodurch die eingangs beschriebenen Vorteile erzielt werden. An dem Prinzip des Hauptpatentes,
durch Einlegen des einen der beiden Schalter, sei es von Hand oder auf sonst eine
Art, den anderen Schalter bzw. Umschalter in Bereitschaft zu stellen, wird durch diese
Übereinanderlagerung der unterteilten Wellen nichts geändert. Die Bereitschaftstellung
durch eine beliebige mechanische, elektrische, elektromagnetische oder pneumatische Vorrichtung
dauert so lange, bis sie durch einen Sperrmagneten oder ein Zeitglied aufgehoben
wird. In Abb. 2 erkennt man hinter den Schalterteilen der Welle 1 die Wicklung 9
der schon im Hauptpatent beschriebenen elektromagnetischen Vorrichtung 10, die den in
Bereitschaft gestellten Umschalter zu gegebener Zeit auslöst bzw. freigibt.
An Stelle von zwei Schaltern könnte natürlieh eine beliebige größere Anzahl vorgesehen
sein, immer unter Wahrung des Grundsatzes, daß durch Einlegen des einen Schalters alle
anderen oder einige von ihnen in Bereitschaft gestellt werden, um nacheinander oder gleichzeitig
oder in sonst einer Reihenfolge selbsttätig weiter- oder umgeschaltet zu werden.
Auch kann die Anordnung so· getroffen sein, daß nach erfolgter Umschaltung eines oder
mehrerer oder aller Schalter ein weiteres oder mehrere weitere Schaltersysteme in Bereitschaft
gebracht werden, derart, daß sich dieselben Vorgänge in beliebig festzusetzender
Reihenfolge wiederholen können.
Das Schaltwerk, das die mechanische Verbindung zwischen den Schalterwellen 1 und 2
darstellt und bei dem gewählten Beispiel in seiner Funktion von dem Elektromagneten 9,
10 abhängig ist, ist folgendermaßen ausgebildet:
Wie Abb. 3 zeigt, sitzt auf der Schalterwelle ι ein zweiarmiger Hebel 11, den eine
Feder 12 in der in Abb. 3 dargestellten Lage zu halten sucht. An dem Hebel 11 hängt gelenkig
eine unter dem Einfluß einer Feder 13 stehende Klinke 14, die mit einer Mitnehmerrolle
ι S versehen ist.
Auf der Umschalterwelle 2 ist ein Nocken 16 angeordnet, der verschiedene Aussparungen
oder Rasten trägt und unter dem Einfluß einer Feder 17 in die in Abb. 3 dargestellte Lage
zurückstrebt. Mit diesem Nocken 16 wirkt ein um den Zapfen 18 drehbarer zweiarmiger
Hebel 19 zusammen, der durch ein Gestänge 20 von dem in Abb. 2 dargestellten Elektromagneten
9, 10 beeinflußt wird und den Nocken 16 durch die Rolle 21 sperren kann. :
Diese Sperrstellung ergibt sich aus Abb. 4. Wird die Sperrung wiederaufgehoben, so
zieht eine Feder 21 den Hebel 19 in die Anfangslage zurück (Abb. 3 und 5).
Durch Drehen der Schalterwelle 1, z. B. mittels des Handgriffes 23 in der Pfeilrichtung
der Abb. 3, wird die Umschalterwelle 2 durch Vermittlung der Teile ii, 14, 15 und 16
so lange mitgenommen, bis die Mitnehmerrolle 15 der Klinke 14 von dem entsprechenden
Zahn des Nockens 16 durch die inzwischen erreichte waagerechte Lage der Mitnahmefläche
abgleitet. Bei dieser Bewegung der Umschalterwelle 2 gelangen die Kontakte
der Welle 2 auf die Gegenkontakte 3, so daß damit das Schaltgerät in die erste oder Anlaufstellung
gebracht ist (Abb. 4). Um ein zu frühes Zurückziehen des Nockens 16 und
damit des Umschalters zu verhindern, greift die unter dem Einfluß der elektromagnetischen
Vorrichtung 9, 10 stehende Vorrichtung 19, 20, 21 hinter eine Nase des Nockens 16 ein,
wie aus Abb. 4 ersichtlich. Wird die Sperrung 16, 21 unter dem Einfluß der Feder 22
freigegeben, so zieht die Nockenfeder 17 den Nocken und damit die Welle 2 mit den daran-
sitzenden Kontakten aus der Stellung nach Abb. 4 in die Betriebsstellung nach Abb. 2.
Um den auf der Welle ι sitzenden Schalter in der eingeschalteten oder Betriebstellung zu
sichern, ist der Hebelarm 11 mit einem Stift o. dgl. 24 versehen, der in der eingeschalteten
Stellung nach Abb. 4 in die Öffnung 25 einer Feder 26 eingreift, entgegen der Wirkung der Rückzugfeder 12. Selbstverständlich
kann man an Stelle dieser mechanischen Sperrvorrichtung auch eine andere Sperrung vorsehen, beispielsweise eine
durch eine Klinke beeinflußte elektromagnetische Sperrung unter Zuhilfenahme einer
Null- oder Überstromspule.
Damit die Ein- und Abschaltfunken des Schalters mit Sicherheit an den Funkenzieher
abgeleitet werden können, muß das Übersetzungsverhältnis der Mitnehmerteile zwischen
den Wellen 1 und 2 so gewählt sein, daß die auf der Welle 2 sitzenden Kontakte
im .stromlosen Zustand geöffnet oder geschlossen werden.
Aus der Zeichnung ist noch zu ersehen, daß der die Welle 1 und 2 mit den zugehörigen
Kontakten enthaltende Teil des Schaltgerätes mit der Kontaktplatte 6 einen Kasten 27 bildet (Abb. 1), der in ein äußeres Gehäuses 28
derart eingefügt ist, daß zwischen den Kästen und 28 seitlich so viel Raum bleibt, daß in
diesem Zwischenraum das Schaltwerk oder ein Zeitglied oder, wenn es sich um einen
ferngesteuerten Schalter handelt, die elektromagnetischeFernsteuerung untergebracht werden
kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektrisches Schaltgerät nach Patent 534 922, insbesondere zum selbsttätigen Umschalten von Stern auf Dreieck, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltwellen (1, 2) parallel zueinander neben- bzw. übereinanderliegen und daß die von dem die Ein- und Ausschaltkontakte tragenden Wellenteil (1) gesteuerte Mitnehmervorrichtung (11, 14, 15, 16) für den die Um- oder Weiterschaltkontakte tragenden Wellenteil (2) mit dem die selbsttätige Um- oder Weiterschaltung bewirkenden Schalt- und Federwerk (17, 19, 20) seitlich neben den Schaltwellenteilen (1, 2) angeordnet ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK116687D DE535087C (de) | 1929-09-19 | 1929-09-19 | Elektrisches Schaltgeraet, insbesondere zum selbsttaetigen Umschalten von Stern auf Dreieck |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK116687D DE535087C (de) | 1929-09-19 | 1929-09-19 | Elektrisches Schaltgeraet, insbesondere zum selbsttaetigen Umschalten von Stern auf Dreieck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE535087C true DE535087C (de) | 1931-10-05 |
Family
ID=7243626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK116687D Expired DE535087C (de) | 1929-09-19 | 1929-09-19 | Elektrisches Schaltgeraet, insbesondere zum selbsttaetigen Umschalten von Stern auf Dreieck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE535087C (de) |
-
1929
- 1929-09-19 DE DEK116687D patent/DE535087C/de not_active Expired
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