DE534710C - Schaerfvorrichtung fuer Schreibstifte - Google Patents

Schaerfvorrichtung fuer Schreibstifte

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DE534710C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L23/00Sharpeners for pencils or leads
    • B43L23/008Sharpeners for pencils or leads with rotating cutting bodies

Description

  • Schärfvorrichtung für Schreibstifte Es sind Schärfvorrichtungen für Schreibstifte usw. bekannt, bei welchen die Anschärftätigkeit dadurch beendet wird, daß die angeschärfte Spitze des Schreibstiftes gegen einen Anschlag trifft. Das Auftreffen der Spitze unter Druck gegen diesen Anschlag hat natürlich sehr leicht zur Folge, daß die geschärfte Spitze beschädigt wird; das wird regelmäßig erfolgen, wenn die Spitze sehr fein geschärft ist und wenn sie aus wenig festem Material (weicher Graphit, Kreide) besteht.
  • Es ist eine Schreibstiftschärfvorrichtung vorgeschlagen, bei welcher die angeschärfte Schreibstiftspitze einen Arm mit Hilfe eines Gelenkstückes dreht, der dann eine Zahnschiene längs verschiebt und mit Hilfe in ihr vorgesehener Schrägschlitze zugleich auch quer verschiebt. Bei dieser Doppelverschiebung kommt die Verzahnung der Zahnschiene in Eingriff mit einem an dem den Schreibstift verschiebenden Schlitten sitzenden Zahn und verhindert dadurch den Weitervorschub des Schlittens. Die mehrfachen Bewegungen und besonders die doppelte Verschiebung der Zahnschiene verursachen erhebliche Widerstände, um so mehr, als diesen gesamten Bewegungen eine Feder entgegenwirkt. Diese Widerstände kann die Schreibstiftspitze bei scharfer Anschärfung nicht überwinden, ohne daß ihre Anschärfung stark beschädigt wird.
  • Die Erfindung bezweckt, die Anschärftätigkeit selbsttätig zu beenden, ohne daß dabei die angeschärfte Spitze gegen einen Anschlag trifft. Das ist erfindungsgemäß nach einem hauptsächlicheren- Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, daß parallel zur Vorschubrichtung des Schreibstiftes eine Schiene o. dgl. verschiebbar geführt ist, welche den den anzuschärfenden Schreibstift führenden Schlitten oder Halter erfaßt und nun den Schreibstift zum Anschärfen vorschiebt, bis ihre Verschiebung durch einen festen Anschlag begrenzt wird. Die Anschärflänge wird dabei bestimmt durch den Abstand der den Schlitten erfassenden Schiene von ihrem festen Anschlag. Dieser Abstand ist ein kleiner, wenn es sich nur um ein Nachschärfen handelt, er ist erheblich größer, wenn neue, noch nicht angeschär fte Schreibstifte angeschärft werden.
  • Bei einer anderen bekannten Schreibstiftschärfvorrichtung ist der Schlitten mit einer seitlichen, starr mit ihm verbundenen Führungsstange versehen, und es ist eine Feder angeordnet, welche mit Hilfe dieser Führungsstange den Schlitten bzw. den Schreibstift gegen das Schärfwerkzeug vorbewegt. Der Schlitten ist hier also in völliger Abhängigkeit von der Führungsstange, während bei der Vorrichtung nach der Erfindung der Schlitten von einem von ihm unabhängigen, aber mit ihm kuppelbaren Teil, nämlich der Schiene, angetrieben wird. Bei der Schärfvorrichtung nach der Erfindung kann das Vorschieben des Schreibstiftes beim Anschärfen mittels der Schiene von Hand geschehen durch Vorschieben der Schiene; es kann aber auch zweckmäßiger das Vorschieben der letzteren durch eine Feder selbsttätig bewirkt werden. In diesem Falle geschieht das Vorschieben des Schreibstiftes und das Unterbrechen des Vorschubes bei beendeter Anschärfung selbsttätig, und es ergibt sich dabei der Vorteil, daß das Anschärfen ohne Zuhilfenahme der zweiten Hand ausgeführt werden kann.
  • Die Mittel zum Erfassen des Halters oder Schlittens durch die Schiene können in ihrer Ausfiihrung verschieden sein; sie müssen aber immer so eingerichtet sein, daß sie bei allen Längen des Schreibstiftes (kurze, lange Schreibstifte) und bei allen Anschärflängen (Neuanschärfung, Nachschärfung) das Erfassen des Halters oder des Schlittens für den Schreibstift ermöglichen.
  • Die Erfindung ist besonders gut geeignet bei den bekannten Schärfvorrichtungen, bei denen vor dem seitlichen Schlitz einer däs anzuschärfende Schreibstiftende aufnehmenden kegelförmigen Lagerhülse ein Walzen- oder Scheibenfräser angeordnet ist und der Vorschub des Schreibstiftes durch einen das hintere Ende des Schreibstiftes in einem drehbaren Futter fest aufnehmenden Schlitten, der auf der Antriebswelle verschiebbar ist, erfolgt, wobei letztere das Futter bzw. den Schreibstift dreht.
  • Die Zeichnung zeigt verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung bei einer solchen bekannten Schärfvorrichtung, deren Ausführung aus Abb. i bis 4. zu erkennen ist.
  • Parallel zu der den Schlitten i für den Schreibstift :2 verschiebbar, aber undrehbar tragenden Antriebswelle 3 ist eine Rundstange q. mit ihren Enden an den Gestellteilen 5 und 6 befestigt (Abb. i bis q.). Auf der Rundstange q. ist eine Schiene 7 mittels zweier an ihrer Unterseite vorgesehenen, auf der Rundstange sitzenden Hülsen oder Klötze 8, 9 verschiebbar und nach außen drehbar bzw. umlegbar angeordnet (Abb.3 und 4). Die Schiene 7 ist an ihrem einen, rechtsseitigen Ende mit einer Handhabe io versehen, und ihre Verschiebung nach rechts wird durch den als Anschlag wirkenden Gestellteil 5 begrenzt, gegen welchen ihr Klotz 8 trifft.
  • An ihrer Seitenkante ist die Schiene 7 mit auf ihre Länge verteilten Zähnen i i versehen; einer dieser Zähne kann durch Umlegen und Zurückdrehen der Schiene mit einem Zahn einer an dem Schlitten i befestigten Zahnreihe i2 in Eingriff gebracht werden, und zwar so, daß durch Verschieben der Schiene 7 nach rechts der Schlitten i bzw. der Schreibstift 2 mitgenommen werden und somit der Vorschub des Schreibstiftes zum Anschärfen erfolgt. , Diese Verschiebung der Schiene kann aber auch selbsttätig durch eine auf der Rundstange q. befindliche Schraubenfeder 13 erfolgen.
  • Beim Nachschärfen eines Schreibstiftes wird der Schlitten i so eingestellt, daß der Schreibstift sich fest in der geschlitzten Hülse 1q. (Abb. i) befindet. Die Schiene 7 wird nun um so viel nach links verschoben, daß der Abstand zwischen dem Klotz 8 und dem Anschlaggestellteil5 ungefähr so groß ist wie die Strecke, um die der Schreibstift vorgeschoben werden muß, damit die Anschärfung richtig erfolgt. Dann wird der bei der Zahnreihe 12 befindliche der Zähne i i durch Drehen bzw. Umlegen der Schiene in die Zahnreihe i2 eingelegt. Die unter dem Druck der Feder 13 stehende Schiene 7 zieht nun den Schlitten i nach rechts, bis ihr Klotz 8 gegen den Anschlagteil 5 trifft; dann hört der Vorschub des Schlittens auf, der Schreibstift :2 ist aber fertig nachgeschärft.
  • Wenn neue Schreibstifte erstmalig angeschärft werden sollen, wird die Schiene 7 so weit nach links geschoben, daß der Abstand des Klotzes 8 vom Anschlagteil 5 etwa so groß ist, wie die Kegelhöhe der Gesamtanschärfung beträgt, und nun der bei dem Schlitten i befindliche der Zähne i i in die Zahnreihe 12 eingelegt. _ Bei der in Abb. 5 dargestellten Ausführung ist anstatt der Zahnreihe i i an dem Schlitten i ein einziger fester Zahn 15 vorgesehen, während die Schiene 7 fortlaufend gezähnt ist. Nach Abb. 6 ist anstatt des festen Zahnes 15 eine von Hand auslösbare Federklinke 15Q am Schlitten i angebracht. Diese Anordnung ermöglicht die Verwendung einer undrehbar verschiebbaren Schiene 7 anstatt der umlegbaren Schiene.
  • Bei der Ausführung nach Abb. 7 und 8 ist eine vollständig feststehende Schiene 7 vorgesehen, die also weder umlegbar noch verschiebbar ist. An dem Schlitten i ist eine Welle 16 verschiebbar gelagert, an deren einem, linksseitigen Ende ein Exzenterhebel 17 befestigt ist, dessen exzentrischer Teil einseitig zugeschärft ist. Auf der Welle 16 befindet sich eine Schraubenfeder 18, welche die Welle nach links schiebt, bis ihr Anschlag i9 gegen den Lagerteil 2o für die Welle 16 am Schlitten i trifft. Wenn der Exzenterhebel17 in die in Abb.8 gezeigte Stellung gebracht ist, greift sein exzentrischer Teil in die Verzahnung der Schiene 7 ein, während dieser Eingriff aufhört, wenn der Exzenterhebel nach rechts umgelegt ist. Alsdann kann der Schlitten i verschoben werden.
  • Wenn der Schreibstift eingespannt ist, wird die Welle 16 entgegen dem Druck der Feder 18 nach rechts verschoben, und zwar um so viel, als dem zum Nachschärfen oder Neuanschärfen erforderlichen Vorschub des Schreibstiftes entspricht, und nun der Exzenterhebel 17 umgelegt, so daß sein exzentrischer Teil in die Verzahnung der Schiene 7 eingreift und somit sich an der Verzahnung abstützt. Die Feder 18 bewirkt dann beim Anschärfen den Vorschub des Schlittens r; bis der Anschlag ig gegen den Lagerteil 2o trifft.
  • Die Ausführungen nach Abb. g und io besitzen eine verschiebbare und umlegbare Schiene 7. Nach Abb. g ist an dem Schlitten i ein schraubenförmiger, einseitig zugeschärfter Kamm 21 mit parallel zur Schiene 7 liegender Achse unverschiebbar drehbar gelagert. Wenn die Schiene 7 nach außen umgelegt ist, kann der Schlitten i frei verschoben werden; nach Zurückschieben der Schiene um ihren den Vorschub des Schreibstiftes bestimmenden Abstand von dem Gestellteilanschlag 5 und nach Wiedereinlegen der Schiene greift der Kamm 21 in die Verzahnung der Schiene ein, die nun den Schlitten i vorschiebt. Der Kamm 21 ermöglicht eine Feineinstellung des die Länge des Schärfvorschubes bestimmenden Anschlagabstandes. Zu dem Zweck ist der Kamm 2 1 mit einem Triebkopf 22 versehen, der seine Drehung bzw. Einstellung von Hand ermöglicht.
  • Die in Abb. io dargestellte Ausführung unterscheidet sich von der letztbeschriebenen dadurch, daß an Stelle des Kammes 21 an dem Schlitten i ein Zahnrad 23 drehbar befestigt ist, welches mit einem Triebkopf 2q. versehen ist und das infolge einer eingreifenden Federklinke 25 nur in einer Richtung gedreht werden kann: Die Schiene 7 ist mit einer gewöhnlichen Verzahnung versehen, in die das Zahnrad 23 eingreift, wenn die Schiene, nachdem sie um den Vorschubabstand vom Gestellteilanschlag 5 zurückgeschoben ist, aus ihrer umgelegten Stellung in das Zahnrad 23 wieder eingelegt ist.
  • Der Abstand der Schiene 7 vom Anschlag 5 kann aber auch durch Drehen des Triebkopfes 24 hergestellt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schärfvorrichtung für Schreibstifte, bei welcher der Schärfvorgang nach dem Fertigstellen der Schreibstiftspitze selbsttätig bei Weiterlauf der Vorrichtung unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub des Schreibstiftes bei beendigter Anschärfung dadurch unterbrochen wird, daß der den Schreibstift aufnehmende und vorschiebende Teil (Schlitten i) von einem von ihm unabhängigen, aber mit ihm kuppelbaren, von Hand oder durch Federdruck angetriebenen Teil (Schieber 7, Exzenterhebelwelle 16) vorgeschoben wird, dessen eigene, der Anschärflänge entsprechende Vorschubstrecke durch einen Anschlag (Gestellteilanschlag 5, Lagerteil 2o) begrenzt wird.
  2. 2. Schärfvorrichtung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch eine von Hand oder durch eine Feder (13) verschiebbare und umlegbare Schiene (7), deren Verschiebung durch einen Gestellwandanschlag (5) begrenzt wird und durch die feste Anordnung einer Zahnreihe (12) an dem den Schreibstift aufnehmenden und vorschiebenden Schlitten (i) und durch längs verteilt angeordnete Zähne (i i) an der Schiene (7), deren einer in die Zahnreihe (i2) eingesetzt werden kann, so daß die durch den Anschlag (5) begrenzte Vorschubstrecke der Schiene der Nachschärf-oder der Neuanschärflänge des Schreibstiftes entspricht.
  3. 3. Schärfvorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (7) mit einer fortlaufenden Verzahnung und der Schlitten (i) mit einem festen Zahn (15) oder (bei gegebenenfalls nicht umlegbarer Schiene) mit einer auslösbaren Federklinke (15Q) versehen ist.
  4. 4.. Schärfvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine am Schlitten (i) drehbar und verschiebbar befestigte Welle (16), die am einen Ende einen Exzenterhebel (17) und am anderen Ende einen Anschlag (ig) besitzt, der die durch eine Feder (18) bewirkte Axialverschiebung der Welle begrenzt, in solcher Anordnung, daß der Exzenterhebel (17) nach Verschieben der Welle (16) in dem Maße, daß die Entfernung ihres Anschlages (ig) von seinem festen Anschlagteil (Lagerteil 2o) der Anschärflänge entspricht, der exzentrische Teil des Exzenterhebels (17) in die fortlaufende Verzahnung der unverschiebbaren und nicht umlegbaren Schiene (7) durch Umlegen zum Eingriff gebracht werden kann.
  5. 5. Schärfvorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlitten (i) ein Schraubengang (21) drehbar befestigt ist, der mit der fortlaufenden Verzahnung der umlegbaren und verschiebbaren Schiene (7) in Eingriff gebracht werden kann, nachdem diese auf den der Anschärflänge entsprechenden Abstand von ihrem Verschiebungsanschlag (5) eingestellt ist.
  6. 6. Schärfvorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schlitten (i) ein Zahnrad (23) drehbar befestigt ist, welches an einer Drehung in der einen Richtung durch eine Sperrvorrichtung (Federklinke a5) verhindert ist und mit der fortlaufenden Verzahnung der umlegbaren sowie verschiebbaren Schiene (7) in Eingriff gebracht werden kann, nachdem diese auf den der Anschärflänge entsprechenden Abstand von ihrem Verschiebungsanschlag (5) eingestellt ist.
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