DE531940C - Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Beton oder aehnlichen plastischen Massen - Google Patents

Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Beton oder aehnlichen plastischen Massen

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DE531940C
DE531940C DEW83486D DEW0083486D DE531940C DE 531940 C DE531940 C DE 531940C DE W83486 D DEW83486 D DE W83486D DE W0083486 D DEW0083486 D DE W0083486D DE 531940 C DE531940 C DE 531940C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/10Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means
    • B28B21/22Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means using rotatable mould or core parts
    • B28B21/30Centrifugal moulding
    • B28B21/34Centrifugal moulding combined with vibrating or other additional compacting means

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  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

  • Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern aus Beton oder ähnlichen plastischen 1Vlassen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren; zum Herstellen von Konglomerat-Hohlkörpern, z. B. aus Beton oder Eisenbeton, und auf eins Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.
  • Die Herstellung von Konglomerat-Hohlkörpern unter der Wirkung der Fliehkraft ist bekannt. So wurden z. B. bereits am Anfang des Jahrhunderts Anordnungen vorgeschlaben, bei denen .der Mörtel in durchlochte, mit aufsaugfähigem, durchlässigem Stoff ausgekleidete Formen gegossen wurde. Dann wurde durch rasche Drehung ein rohrförmiger Körper aus der Masse gebildet, wobei das Wasser nach. außen geschleudert wurde. Die so erreichten Hohlkörper konnten sofort ausgeschalt werden. Ihre Qualität war aber minderwertig, weil der Beton durch das zu rasche Entwässern, insbesondere an der äußeren Schicht, für das richtige Abbinden zu trocken war und daher poröse Stellen aufwies, während auf der Innenseite nach dem Erhärten und dem nachträglichen Wasserausscheiden große Schwindriss.e entstanden. Dieses Verfahren konnte deshalb industriell nicht mit Erfolg verwendet werden.
  • Später hingegen wurden erheblich bessere Rohre mittels Fliehkraft hergestellt, indem anstatt durchlässige, undurchlässige Formen verwendet wurden. Die damit erreichte Qualität des. Hohlkörpers war gut, so daß diese Fabrikationsmethode in allen zivilisierten Ländern zu bedeutender Entwicklung gelangt ist.
  • Sie hat aber .einen sehr großen Nachteil; die Produkte müssen bis zu 1a, oft sogar 48 Stunden in ihrer Form gelassen werden, d. h. bis der Mörtel abgebunden hat und genügend erhärtet ist, um ohne Gefahr das Ausschalen ertragen zu können. Dies bedingt eine große Anzahl kostspieliger Formen, welche auch durch eventuelle Heizvorrichtungen nicht in dem erwünschten Maße vermindert werden kann.
  • Die Erfindung verbindet nun die Vorteile des sofortigen Ausschalens und der höchsten Qualität des Produktes miteinander. Dies wird dadurch erreicht,. daß man, im Gegensatz zu den ursprünglichen Verfahren mit durchlässigen Formen verhindert, daß am Anfang der Wasserverlust gegen außen zu intensiv ist, indem die Form zunächst mit mäßiger Tourenzahl umläuft, wobei der Mörtel keine oder nur geringe Wassermengen nach außen abgibt und sich vorverdichtet. Durch dieses Vorgehen wird auch die schädliche Entmischung vermieden.
  • Da diese Vorverdichtung bei geringem Wasserverlust gegen außen erfolgen soll, so müssen die Tourenzahlen um so geringer sein, je größer die Durchlässigkeit der Formwand ist. Während dieser Vorverdiehtung sammelt sich ,das Wasser -im Innern des Hohlkörpers an. - Nach genügend fortgeschrittener Vorverdicfitung erhält die Form eine mäglichst hohe Umdrehungsgeschwindigkeit, -so daß das im Innern des Hohlkörpers angesammelte Wasser mit den noch darin schwebenden Teilchen zur völligen Verstopfung .der Poren in den Formling eindringt und unter Zurücklassung seiner Masseteilchen durch die bereits vorverdichtete Wandung hindurch aus der durchlässigen Form hinausgeschleudert wird.
  • Die erwähnte Vorverdichtung kann zweckmäßig dadurch noch gesteigert werden; daß die Form neben der Umdrehung zeitweilig noch mehr oder weniger energischen Erschütterungen ausgesetzt wird: Und zwar geschieht .dies am besten, indem bei fortschreitender Umdrehungsgeschwindigkeit der Ausschlag der Erschütterungen verkürzt und die Frequenz derselben erhöht wird.
  • So behandelte Hohlkörper können sofort nach dem Abbremsen der Maschine ausgeschalt werden; ihre Qualität entspricht auch dem Höchsten, was bis jetzt überhaupt in Beton erreicht worden ist. - Man kann für besondere Zwecke die _Qualität der Hohlkörper dadurch noch beeinflussen, daß .der im Innern des vorverdichteten Hohlkörpers angesammelten Flüssigkeit eine oder mehrere Flüssigkeiten oder Stoffe beigemengt werden, die,die Abdichtung der Poren des Formlings verbessern oder sein Erstarren-beschleunigen.
  • Die Vorrichtung zur Ausübung .des vorbeschriebenen Schleuderverfahrens, .die mit verschiedener Geschwindigkeit umläuft und zweckmäßig das aufgegebene Gut zeitweilig rüttelt, weist eine umlaufende, flüssigkeitsdurchlässige und im Innern mit einer gleichfalls fliissigkeitsdurchlässigen Schicht ausgekleidete Forrn auf.
  • Es ist wichtig, daß der Geschwindigkeitswechsel nicht zu früh einsetzt. Dies wird am besten .dadurch verhindert, daß die Steigerung der Geschwindigkeit vom Arbeiter unabhängig, mechanisch selbsttätig geregelt wird. Dasselbe gilt vom Einsetzen, Regeln und Abstellen der Erschütterungen und ebenso von der Einführung von Flüssigkeiten oder Stoffen, -die die Abdichtung der Poren des Formlings verbessern oder sein Erstarren beschleunigen, in die Form. ' Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine, welche zur Herstellung von Konglomerat-Röhren, wie Betonröhren, aus Schlacken hergestellte Röhren u. dgl.; dient.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht. Abb.. 2 zeigt, in größerem Maßstab, einen Querschnitt nach II-II der Abb. i.
  • Die Form z i ist in ihrer Längsrichtung in zwei Teile unterteilt, welche aus durchlöchertem ,Blech hergestellt und an ihren Enden mittels abnehmbaren, kreisförmigen Rollbahnen io miteinander verbunden sind. Die Form liegt mit ihren Rollbahnen auf zwei Rollenpaaren i2 auf, welche gemeinsam von Wellen 13 paarweise getragen werden. Eine dieser W_ elfen wird durch einen Elektromotor 1q, angetrieben. Durch :die Reibungskraft zwischen den Rollbahnen und; den in Drehung versetzten Rollen wird daher die Form mitgenommen. Im Innern der Form befindet sich eine nicht dargestellte Auskleidung, z. B-. aus einem Jutehanf- oder einem Baumwollgewebe, welches derart ausgebildet ist, daß es in Gegenwart von Zement das Wasser nur bei einer höheren Drehzahl der Form wahrnehmbar austreten läßt. Die Auskleidung ist mit der Form leicht abnehmbar verbundien.
  • Ein Untergestell ig mit zwei lotrechten Rahmen 15 trägt die Wellen 13 und -den Motor, 1q.. Längs der lotrechten Rahmen können waagerechte Querbalken 16 lotrecht verschoben und in jeder beliebigen Stellung festgehalten werden. Jeder der Querbalken 16 trägt zwei Rollen 17, welche auf .den Rollbahnen, io aufruhen und somit ,die Lage der Form i i auf den Rollen i2 sichern'. Die gegenseitigen waagerechte Entfernungen der Wellen 12 sowie der Rollen, 17 können je nach Größe der betreffenden Form eingestellt werden (siehe strichpunktierte Angaben in Abb.2).
  • Das Untergestell i9 ist an vier Punkte 2o aufgehängt und trägt ein Gehäuse 2i, in welchem sich die- zur Erzeugung längs - und quer - gerichteter Erschütterungen bestimmte Vorrichtung befindet. Diese kann z. B. aus Nocken bestehen oder aus rasch umlaufenden, exzentrisch gelagerten Massen. Diese Vorrichtung sieht außerdem vor, daß der Ausschlag und die Häufigkeit der erzeugten Erschütterungen oder Schwingungen gesondert verändert werden können.
  • Die Ausübung des neuen Verfahrens gestaltet sich mittels der beschriebenen Vorrichtung wie folgt: Die Form-ii mitsamt ihrer Auskleidung wird auf die Rollen i2 aufgebracht und die Rollen 17 auf die Rollbahnen io herabgelassen. Zum Schutz gegen das austretende Wasser kann ein dieForm umgebender Schirm angeordnet werden.
  • Alsdann werden der Motor 1q. und, .die die Erschütterungen erzeugende Vorrichtung 2.1 derart .in Betrieb gesetzt, daß .die Form mit einer verhältnismäßig kleinen Drehzahl umläuft und die mit einer gegebenen Häufigkeit hervorgerufenen Erschütterungen einen Ausschlag von z. B. 2 bis 3 mm aufweisen. Dann wird der Beton in verhältnismäßig flüssigem Zustand entweder durch das eine Ende oder gleichzeitig durch beide Enden in die Form gegossen.
  • Wie schon angegeben, ist die Auskleidung der Form derart getroffen, daß sie in Gegenwart von Zement das Wasser nur bei einer höheren Drehzahl der Form wahrnehmbar austreten läßt. Unter diesen Verhältnissen wird der Beton durch die Fliehkraft zwar gegen die Auskleidung und die Form angepreßt, aber das ursprünglich überschüssige Wasser bleibt in der Masse, wodurch eine gegenseitige Bewegung des Kieses, Sandes und der Zement- und Schlackenteilchen und deren geeignete Verteilung begünstigt wird.
  • Erhöht man die Drehgeschwindigkeit der Form etwas, so sondert sich das überschüssige Wasser unter der Wirkung der Fliehkraft von den schwereren Teilchen des Konglomerates ab, und da sein Großteil nicht durch die Auskleidung hindurchzutreten vermag, fließt es gegen das Innere der in Bildung begriffenen Röhre.
  • Während dieser ersten Herstellungsperiode wirken die Fliehkraft und die Erschütterungen folgendermaßen: Unter dem Einfluß der Erschütterungen wird dein Kies und .den verschieden großen Konglomeratteilchen die Möglichkeit gewährleistet, ihre Lage zueinander zu verändern, bis sie im Röhrenquerschnitt günstig verteilt sind, und dies auch dann, nachdem das Wasser zum größten Teil ausgeschieden ist und der Beton ohne die Erschütterungen schon derart erstarrt wäre, daß eine Veränderung der gegenseitigen Lage der verschiedenen Teilchen unmöglich würde, ohne daS der Beton jedoch seine höchste Dichtigkeit bereits erreicht hat. Wie weiter oben erklärt, werden die verschiedenen Teilchen durch die Erschütterungen in Bewegung gehalten, so daß die Fliehkraft, auch wenn sie sehr gering ist, die Bestandteile des Betons dicht aneinander bringt und dadurch die größtmögliche Dichtigkeit erzielt. Wenn andererseits das Wasser während dieser ersten Herstellungsperiode nach außen entwiche, so würden in diesem Fall die erreichte Verteilung und Sackung und somit die Dichtigkeit der hergestellten Röhre beeinträchtigt.
  • Gegen Ende dieser ersten Herstellungsperiode wird die die Erschütterungen hervorrufende Einrichtung derart geregelt, daß die Größe ,der Ausschläge ab- und ihre Häufigkeit zunimmt.
  • Hat die Röhre die gewünschte Dichtigkeit erreicht, so werden .die Erschütterungen ganz eingestellt, und die Drehgeschwindigkeit der Form i i wird erhöht. Im Verlauf dieser zweiten Periode durchfließt das vorher ins Innere der Röhre getriebene Wasser unter dem Einfluß der erhöhten Fliehkraft die Röhrenwände und die Formauskleidung, welche sich aber einem Entfliehen der starren Teilchen widersetzt, während das Wasser durch die Bohrungen der Form i i: hindurch gegen den Schirm geschleudert wird. Dabei werden die feinsten Festkörperchen, welche das Wasser mitführt, von diesem in die immer noch vorhandenen Poren der Röhre mitgenommen, verstopfen dieselben und erhöhen hierdurch die Undurchlässigkeit der gesamten Röhre.
  • Ist die Herstellung der Röhre beendigt, so werden der Motor 14 abgestellt, die Rollen 17 sowie die Rollbahnen to entfernt, und es können dann die Form i i mitsamt der Auskleidung und der darin befindlichen Röhre an einer beliebigen Stelle zur vollen Erstarrung gelagert werden. Hierzu wird das Ganze etwa lotrecht aufgestellt und die Form und deren Auskleidung abgeschält bzw. entfernt. Die Form kann dann von neuem in die Maschine gebracht und eine neue Röhre hergestellt werden.
  • Dank des Zusammenwirkens der Fliehkraft, der Erschütterungen und der Entwässerung besitzt die Röhre sehr rasch eine derartige Festigkeit, daß die Auskleidung aus der Form ohne Gefahr des Insichzusammensinkens der Röhre möglich ist, sobald diese an ihre Lagerstelle gebracht wurde. Die Undurchlässigkeit dieser Röhre ist größer als diejenige der auf einer anderen Weise hergestellten Röhren.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung eines beispielsweisen Verfahrens zur Herstellung von Röhren geht hervor, daß die Fliehkraft und die Erschütterungen während einer gewissen Zeitspanne gleichzeitig auf den Baustoff wirken bzw. die Lage der Einzelkörperchen in der werdenden Röhre beeinflussen können, ohne daß aber diese Gleichzeitigkeit bis zur Fertigstellung der Röhre durchzuhalten braucht.
  • Bedient man sich einer aus gelochtem Blech hergestellten, nicht ausgekleideten Form oder einer aus einem sehr feinen Drahtnetz gebildeten Form, so kann man feststellen, daß die Durchlässigkeit .der Form sich im ersten Fall sehr unregelmäßig gestaltet, und daß sie im angenommenen zweiten Fall zu groß ist, wodurch in beiden Fällen die Qualität der hergestellten Röhre beeinträchtigt wird.
  • Die Auskleidung dient hier hauptsächlich dazu, um einen bestimmten Durchlässigkeitsgrad der Form sichterzustellen, um den hergestellten Gegenstand, nachdem er der Form entnommen ist, gegebenenfalls zusammenzuhalten und beiläufig auch .dazu, um ein Anhaften des Baustoffes an der Form zu verhindern.
  • Die Erschütterungen, welchen die Form i i unterworfen .wird, können längs - oder quer - gerichtet sein; sie können auch in einem Winkel gerichtet werden, was die Abnutzung der Maschine beträchtlich vermindert. Es können auch kombinierte ErschÜtfierungen vorgesehen werden.
  • Die Auskleidung kann auch anders als durch ein Gewebegebildet werden, wenn nur dafür gesorgt wird, daß sie nur das Wasser, nicht aber auch die feinsten festen Körperteilchen durchläßt. So kann. sie z. B. aus Papier hergestellt werden oder aus einem anderen Faserstoff, welcher nach Zusatz einer Flüssigkeit in Breiform auf ein Geflecht gelegt wird, oder aus einem für sich undurchlässigen Baustoff, z. B. aus ganz dünnem Blech, in welchem durch Bearbeitung der Oberfläche schmale Rinnen oder Ritzen eingebracht werden, ohne daß aber durch eine derartige Bearbeitung Baustoff entfernt wird.
  • Gleichzeitig mit der Entwässerung der werdenden Röhre kann man in diese eine oder mehrere Flüssigkeiten oder Stoffe einbringen, welche entweder die Erstarrung des Betons beschleunigen oder seine Undurchlässigkeit noch vergrößern. Diese Zugabe kann selbsttätig erfolgen, sobald die Herstellung der Röhre entsprechend weit fortgeschritten ist. Hierdurch ergibt sich eine Ersparnis an Arbeitsaufwand, eine genauere gleichmäßigere Herstellung und durch die Vorausbestimmung des Momentes der Zugabe der Flüssigkeit eine Ersparnis an dieser besonderen benötigten Flüssigkeit. Wird diese z. B. unmittelbar ,dann eingeführt, nachdem bereits etwa drei Viertel des befindlichen überflüssigen Wassers ausgetrieben sind, so wird eine bessere Wirkung erreicht, als wenn man besagte Flüssigkeit zu früh oder zu spät einbringt.
  • Anstatt dem allzu heftigen Ausspritzen des Wassers aus der umlaufenden Form durch einen einfachen Schirm entgegenzuwirken, kann man diesen doppelwandig gestalten, wobei das Wasser zwischen den zwei Wänden aufgenommen wird und durch eine entsprechend bemessene Öffnung abfließt. In diesem Fall kann selbstverständlich dieEntwässerung außer durch die Drehgeschwindigkeit der Form noch durch Veränderung der Größe dieser Ausflußöffnung beeinflußt werden.
  • Die Form i i kann auch verschiedentlich von dem gezeigten Ausführungsbeispiel abweichen.
  • Es wäre auch möglich-, die Erschütterungen unmittelbar der Form zu erteilen, ohne daß das Untergestell i9 mitbewegt wird.
  • An Stelle des vom Untergestell i9 getragenen Motors: 1q. könnte auch ein von diesem ersteren unabhängiger Motor verwendet werden.
  • Die Mittel, welche zum Eingießen der Baustoffe in die Form dienen, können den Erschütterungen unterworfen sein oder auch nicht.
  • Schließlich können auch Mittel vorgesehen werden, welche die Drehgeschwindigkeitsänderungen der Form, die Veränderungen des Ausschlages und der Häufigkeit der Erschütterungen, die etwaige Beigabe einer Flüssigkeit zur schnelleren Erstarrung oder zur Erreichung einer höheren Undurchlässigkeit der Röhre selbsttätig in bestimmten Zeitabständen hervorrufen.
  • Die hergestellten Hohlkörper brauchen nicht durchaus Röhren zu bilden. Ihr Querschnitt könnte auch anders als kreisförmig, er könnte z. B: vieleckig sein. Es wäre auch möglich, die Röhren aus einem anderen Baustoff als Beton herzustellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schleuderverfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Beton oder ähnlichen plastischen Massen, bei dem mit wechselnder Drehgeschwindigkeit zweckmäßig unter zeitweiligem zusätzlichen Rütteln gearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vorverdichtung nur mit einer solchen geringen Geschwindigkeit geschleudert wird, daß sich das überschüssige Wasser im Innern des Hohlkörpers ansammelt, dagegen nach erreichter Vorverdichtung mit einer solch hohen Geschwindigkeit, daß das angesammelte Wasser mit den noch im Wasser schwebenden Teilchen zur völligen Verstopfung der Poren in .den Formling eindringt und unter Zurücklassen .der Masseteilchen durch die bereits vorverdichtete Wandung hindurch aus der durchlässigen Form herausgeschleudert wird. a. Schleuderverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschlag und die Anzahl der Erschütterungen, denen die Form zeitweilig ausgesetzt ist, während der Herstellung eines Hohlkörpers einzeln oder zusammen verändert werden. 3. Schleuderverfahren nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß der im Innern des vorverdichteten Hohlkörpers angesammelten Flüssigkeit ein oder mehrere Flüssigkeiten oder Stoffe beigemengt werden, die die Abdichtung der Poren des Formlings verbessern oder ein Erstarren beschleunigen. q.. Vorrichtung zur Ausübung des Schleuderverfahrens nach Anspruch i, .die mit verschiedener Geschwindigkeit umläuft und zweckmäßig das aufgegebene Gut zeitweilig rüttelt, gekennzeichnet durch eine umlaufende flüssigkeitsdurchlässige und im Innern mit einer gleichfalls flüssigkeitsdurchlässigen Schicht ausgekleidete Form. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß um die Form (z z) in bekannter Weise eine flüssigkeitsundurchlässige Wand angebracht wird, die zurReglung der Flüssigkeitsbewegung mit einer oder mehreren einstellbaren öffnungen versehen ist.
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