DE531065C - Schmelzofen fuer Stahlguss, Temperguss, Spezialeisen, hochschmelzende Metalle, Emaillen usw. - Google Patents
Schmelzofen fuer Stahlguss, Temperguss, Spezialeisen, hochschmelzende Metalle, Emaillen usw.Info
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- DE531065C DE531065C DER72355D DER0072355D DE531065C DE 531065 C DE531065 C DE 531065C DE R72355 D DER72355 D DE R72355D DE R0072355 D DER0072355 D DE R0072355D DE 531065 C DE531065 C DE 531065C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B3/00—Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
Description
- Schmelzofen für Stahlguß, Temperguß, Spezialeisen, hochschmelzende Metalle, Emaillen usw. Schwenkbare Schmelzöfen, die ein Abfließen der Schmelze vom Schmelzraum in den Überhitzungsraum mittels Schwenkens des Ofens ermöglichen, sind bekannt, ebenso Zwillingsöfen, in denen abwechselnd geschmolzen oder überhitzt wird, jedoch ein Abfließen der Schmelze von einem Ofen in den anderen Ofen nicht stattfindet, wie auch rotierende Trommelöfen, die ein Wandern der Schmelze in Längsrichtung des Ofens gestatten. Ferner werden auch schwenkbare Trommelöfen mit niedrig gelagerter Ofendecke bekannt sein. Diese letzteren Öfen können jedoch mit Rücksicht auf die niedrige Ofendecke lediglich hin und her geschwenkt werden, jedoch nicht rotieren, es sei denn, daß die niedrige Ofendecke so hoch gelagert wird, daß ein Überlaufen der Schmelze ermöglicht wird. In diesem Falle kann jedoch von einer niedrig gelagerten Ofendecke nicht mehr die Rede sein.
- Gegenüber den bekannten Trommelöfen soll die Erfindung eine wesentliche Verbesserung in wärmetechnischer Beziehung und in der Behandlung der Schmelze vorstellen.
- Der Fortschritt der Erfindung besteht nun einesteils darin, daß trotz dauernden oder zeitweiligen Rotierens des Trommelofens die Schmelze nicht über die niedrig gelagerten Ofendecken läuft, sondern im großen ganzen in eine weitere, im Ofenraum angeordnete Wanne ausweicht. Dadurch ist es möglich, auch bei rotierenden 'Trommelöfen die wirksame niedrige Ofendecke um das Maß der Badtiefe niedriger über dem Schmelzbad anzuordnen, als dies bei den bisherigen Trommelöfen möglich ist.
- Es kann daher auch das Schmelzbad be= . liebig tief gewählt werden, ohne den Abstand der Ofendecke bis zur Badoberfläche zu beeinflussen.
- In diesem rotierenden Trommelofen sind nun zwei oder mehrere Wannen innerhalb eines Ofenraums so angeordnet, daß die beim Ofenschwenken - oder Rotieren - in.Längsrichtung des Ofens von einer Wanne in die . nächste Wanne fließende Schmelze die Ofendecken im allgemeinen nicht berührt oder nur zum geringen Teil berührt und somit auch diese wärmetecbnisch wirksamen Ofendecken in geringerem Maße der zerstörenden Wirkung der Schmelze und Schlackendecke ausgesetzt sind.
- Das Längswandern der Schmelze von .einer Wanne in die nächste Wanne und evtl. zurück sowie auch die Querbewegung der Schmelze bringt neben dem vorteilhaftenkräftigen Durchmischen und Entgasen der Schmelze einen vollkommenen Temperaturausgleich der Schmelze in allen ihren Schichten sowie in Längsrichtung des Ofenraumes.
- Der in Fig. i dargestellte Trommelofen. ist mit drei Wannen a, b und c versehen, über denen jeweils eine flache und niedrig gelagerte Ofendecke angeordnet ist. In der Wanne c ist der Ausguß d angebracht. Die Ofentüre dient gleichzeitig zum Abzug der Heizgase. Der Ofen wird durch den Brenner f in der üblichen Weise beheizt und ist auf den Rolleng drehbar gelagert.
- Diese Ofenkonstruktion dient zum Zweck, kleinere Mengen evtl. zu schmelzen und zu überhitzen, sowie in der Hauptsache zum Überhitzen und zur Nachbehandlung von flüssigem Einsatz, der im Kupolofen o. dgl. erschmolzen ist.
- Für letzteren Zweck wird nach Vorerhitzen des Ofens dieser so gestellt, daß die Wannea unten liegt. Das Material wird nun eingesetzt und einige Zeit überhitzt, dann wird der Ofen um iSo° geschwenkt, wobei dann die Schmelze in die nächste, nunmehr untenliegende Wanne b fließt, wie gezeichnet in Fig. i. Der Einsatz wird weiter erhitzt, und die Wannen a und c werden gleichzeitig vorerhitzt. Dann wird der Ofen weiter um i8o° geschwenkt, die Schmelze fließt nun in die nächste Wanne c, und in der Wanne a kann wieder ein Einsatz erfolgen.
- Kurz vor weiterem Schwenken des Ofens wird in der Wanne c .durch die Öffnung d die Schmelze abgestochen, und dann wird der Ofen um weitere 9o° geschwenkt usf., so daß ein kontinuierlicher Betrieb entstehen kann, unter Voraussetzung des absatzweisen Drehens des Ofens. Wird der Ofen jedoch rotiert, erfolgt an der Wanne d bzw. c ein Rückfließen in die mittlere Wanne b und von hier aus in die Wanne a bzw. c. ' Der rotierende Ofen (Fig.2 und 3) hat nur zwei Wannen, über denen ebenfalls eine niedrige Ofendecke gelagert ist. #Dieser Ofen soll in der Hauptsache zum Schmelzen dienen, jedoch auch zum Überhitzen und zur Nachbehandlung von Metallen.
- Für ersteren Zweck wird der Ofen so gesetzt, daß die Wanne a oben und die Wanne c unten liegt. Das Material kann nun zum größten Teil in der Wanne c eingesetzt werden und zum Teil auch auf der der Wanne a gegenüberliegenden Ofendecke. Der niederschmelzende Einsatz sammelt sich nun in der Wannec, währenddessen die Wannea vorerhitzt wird. Ist der Einsatz nun zum großen Teil einigermaßen niedergeschmolzen, so wird der Ofen zweckmäßig langsam dauernd rotiert. Die Schmelze fließt nun beim Rotieren des Ofens aus der Wanne c zuerst radial gegen die Seitenwände des Ofens und breitet sich dann allmählich in Längsrichtung des Ofens über die ganze Ofenlänge aus, um sich bei weiterer Ofendrehung in -der Wanne a wieder zu sammeln usf., so daß die Schmelze von einer Wanne in die andere Wanne fließt.
- Bei langsamer Drehung des Ofens breitet sich die Schmelze rechtzeitig über die ganze Ofenlänge aus, so daß eine Überflutung der Ofendecke durch die bewegende Schmelze gar nicht oder nur in geringem Maße erfolgen kann und die schützende Schlackendecke stets auf dem Bade mitschwimmt.
Claims (2)
- YATENTANSPRUCHE: i. Drehbarer Flammofen mit Gas-, ö1-oder Kohlenstaubfeuerung zum Vorwärmen, Schmelzen und Überhitzen von -Metallen, Stahl, Tempergüß und Emaillen, mit zwei oder mehr in der Längsachse des Ofens liegenden und miteinander in Verbindung stehenden Kammern, dadurch' gekennzeichnet, daß die Drehachsen der verschiedenen Kammern versetzt zueinander und exzentrisch zu .der Umlaufachse des ganzen Ofenkörpers liegen und die inneren Begrenzungsflächen der einzelnen Kammern geneigt zueinander verlaufen.
- 2. Drehbarer Flammofen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch drei nebeneinander angeordnete Kammern (a, b, c),. deren mittlere (b) hinsichtlich ihrer inneren Begrenzungsflächen so gestaltet ist, daß das Metallbad bei absatzweiser axialer Drehung des Ofens um iSo° nach der einen oder anderen benachbarten Kammer abfließt und bei weiterer Drehung um 18o° in die mittlere Kammer zurücli#-fließen kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER72355D DE531065C (de) | 1927-09-16 | 1927-09-16 | Schmelzofen fuer Stahlguss, Temperguss, Spezialeisen, hochschmelzende Metalle, Emaillen usw. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER72355D DE531065C (de) | 1927-09-16 | 1927-09-16 | Schmelzofen fuer Stahlguss, Temperguss, Spezialeisen, hochschmelzende Metalle, Emaillen usw. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE531065C true DE531065C (de) | 1931-08-05 |
Family
ID=7414360
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER72355D Expired DE531065C (de) | 1927-09-16 | 1927-09-16 | Schmelzofen fuer Stahlguss, Temperguss, Spezialeisen, hochschmelzende Metalle, Emaillen usw. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE531065C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2654591A (en) * | 1948-11-29 | 1953-10-06 | Schmidt Peter | Turning furnace for metallurgical purposes |
| US2694565A (en) * | 1950-03-28 | 1954-11-16 | Sainderichin Nicolas | Rotary furnace |
-
1927
- 1927-09-16 DE DER72355D patent/DE531065C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2654591A (en) * | 1948-11-29 | 1953-10-06 | Schmidt Peter | Turning furnace for metallurgical purposes |
| US2694565A (en) * | 1950-03-28 | 1954-11-16 | Sainderichin Nicolas | Rotary furnace |
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