DE530152C - Verfahren zum Herstellen von Rohlingen fuer verschmolzene Mehrstaerkenglaeser - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Rohlingen fuer verschmolzene Mehrstaerkenglaeser

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DE530152C
DE530152C DE1930530152D DE530152DD DE530152C DE 530152 C DE530152 C DE 530152C DE 1930530152 D DE1930530152 D DE 1930530152D DE 530152D D DE530152D D DE 530152DD DE 530152 C DE530152 C DE 530152C
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glasses
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    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/14Pressing laminated glass articles or glass with metal inserts or enclosures, e.g. wires, bubbles, coloured parts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/06Construction of plunger or mould
    • C03B11/08Construction of plunger or mould for making solid articles, e.g. lenses
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    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
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    • C03B23/20Uniting glass pieces by fusing without substantial reshaping
    • C03B23/22Uniting glass lenses, e.g. forming bifocal lenses
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    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
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    • C03B2215/46Lenses, e.g. bi-convex
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Rohlingen für verschmolzene 1Vlehrstärkengläser Verschmolzene Mehrstärkengläser werden im allgemeinen so hergestellt, daß man in eine Kronglasplatte eine Höhlung einschleift, in diese dann einen Flintglasknopf legt und beide Teile in einem Muffelofen so weit erhitzt, daß das Flintglas auseinanderfließt und die Höhlung im Kronglas ausfüllt. Voraussetzung dafür ist, daß der Erweichungspunkt des Kronglases erheblich höher liegt, damit es an der Berührungsfläche mit dem Flintglas keine Deformation erleidet.
  • Nun hat jedoch das Flintglas eine sehr starke Farbenzerstreuung, die sich bei dem fertigen Mehrstärkenglas störend bemerkbar macht, und man ist deshalb dazu übergegangen, an Stelle des Flintglases ein hochbrechendes Barytglas (z. B. schweres Barytkron) zu verwenden. Das letztere hat aber einen höheren Erweichungspunkt als das gewöhnliche Kronglas, mit dem es verschmolzen werden soll, und deshalb läßt sich das oben beschriebene Verfahren hier nicht mehr anwenden. Man hat zwar versucht, das schwere Barytkron durch geänderte Zusammensetzung leichter schmelzbar zu machen, aber man läuft dabei Gefahr, die Wetterbeständigkeit des Glases sehr zu verschlechtern. Man muß -dabei bedenken, daß ohnehin große Schwierigkeiten bestehen, ein für den vorgenannten Zweck geeignetes Glaspaar ausfindig zu machen, weil die Gläser außer den vorgeschriebenen Brechungs- und Zerstreuungsverhältnissen auch noch andere Eigenschaften haben müssen, wie z. B. gleiches Ausdehnungsvermögen, Blasenfreiheit, bestimmte Schleifhärte u. dgl. mehr.
  • Wendet man statt dessen das bekannte Verfahren zümHerstellen farbenfreier, verschmolzener Mehrstärkengläser an, den noch nicht erweichten Knopf aus Barytkron in das bereits erweichte Kronglasstück einzudrücken, so ergeben sich große Schwierigkeiten, weil die Erweichungstemperaturen der beiden Gläser nur wenig voneinander verschieden sind. Wenn das Kronglas gerade eine gewisse Bildsamkeit erreicht hat, liegt die Ofentemperatur nur wenig unter dem Erweichungspunkt des Barytkrons. Selbst wenn man das größere und deshalb schwerere Kronglasstiick beim Verschmelzen auf den Barytglasknopf legt, genügt die Schwere allein nicht, um beide Glasstücke zu vereinigen; zum mindesten müßte man sehr lange Zeit warten, bis das wenig erweichte Kronglas sich vollständig auf den Barytglasknopf senkt. Dann ist aber die Gefahr sehr groß, daß durch die längere Einwirkung der Hitze auf die zu vereinigenden, polierten Glasflächen eine Entglasung stattfindet, die sich als Schleier in dem fertigen Mehrstärkenglas äußert und dieses unbrauchbar macht.
  • Man ist deshalb gezwungen, beim Verschmelzen der beiden Gläser, wie bekannt, einen gewissen Druck anzuwenden.
  • Hier zeigt sich nun eine neue Schwierigkeit insofern, als die Zähigkeit des nur wenig erweichten Kronglases, so .groß ist, daß ein ziemlich erheblicher Druck- angewendet werden muß, um-die läse_r-zur Vereinigung zu bringen. Dieser Druck reicht aber schon hin, um auch das Barytglasstück, das sich nahe der Erweichungstemperatur befindet, etwas zu deformieren, wodurch das Mehrstärkenglas unbrauchbar würde.
  • Nach eingehenden Versuchen hat sich nun ergeben, daß man diesen Übelstand beseitigen kann, wenn man vermeidet, daß der Druck des Stempels sich. unmittelbar auf die Barytglaslinse überträgt. Zu diesem Zwecke wurde, wie die Abbildung zeigt, der Stempel s an der Stelle, die beim Drücken gerade über der Barytglaslinse b liegt, ausgehöhlt, und zwar in etwas größerem Umfang, als die Form des Barytglases aufweist. Die über dem Bärytglas.stück liegende Masse -des Krön= glases k kann also in die Stempelhöhlung h hinein ausweichen, und der Vorgang spielt sich etwa so ab, als wenn man die lederartige Kronglasschicht über das Barytkronglas stülpt und zieht.
  • Versuche an einer großen Zahl von Probestücken haben gezeigt, daß es auf diese Weise möglich ist, die beiden Glasstücke trotz dicht beieinanderliegender Erweichungstemperaturen schnell zu vereinigen, ohne das Barytglasstück zu deformieren.
  • Bei diesem Verfahren war das Barytglasstück, wie in der Abbildung dargestellt ist, unten angeordnet, konnte also mit seiner Unterfläche glatt aufliegen, wodurch die Gefahr der Deformation ohnehin vermindert wird. Durch geeignete Vorrichtungen würde es allerdings auch möglich sein, das Bary tglasstück von oben in die untenliegende, erweichte Kronglasplatte einzudrücken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Rohlingen für 'verschmolzene Mehrstärkengläser, bei denen das Glasmaterial für das Nahteil aus schwerer schmelzbarem, für das Fernteil aus leichter schmelzbarem Glas besteht und bei dem-das Nahteilstück in das erweichte Fernteilstück gedrückt. wird, dadurch-gekennzeichnet, daß in dem Stempel oder der Auflagefläche, welche das Fernteilstück gegen das Nahteilstück preßt, eine der Form und Größe des letzteren angepaßte Höhlung vorgesehen ist, in welche das verdrängte Glasmaterial des Fernteilstückes ausweichen kann.
DE1930530152D 1930-09-27 1930-09-27 Verfahren zum Herstellen von Rohlingen fuer verschmolzene Mehrstaerkenglaeser Expired DE530152C (de)

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DE1930530152D Expired DE530152C (de) 1930-09-27 1930-09-27 Verfahren zum Herstellen von Rohlingen fuer verschmolzene Mehrstaerkenglaeser

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DE (1) DE530152C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3130029A (en) * 1959-06-23 1964-04-21 Bausch & Lomb Method for making fused multifocal lenses

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3130029A (en) * 1959-06-23 1964-04-21 Bausch & Lomb Method for making fused multifocal lenses

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