DE528176C - Verfahren zum Wiederanwaermen von Glasstuecken bis zur Pressfaehigkeit - Google Patents

Verfahren zum Wiederanwaermen von Glasstuecken bis zur Pressfaehigkeit

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DE528176C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B29/00Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins
    • C03B29/04Reheating glass products for softening or fusing their surfaces; Fire-polishing; Fusing of margins in a continuous way

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Wiederanwärmen von Glasstücken bis zur Preßfähigkeit Es ist seit langem bekannt, Glasstücke zum Zwecke des Pressens in Muffel- oder sonstigen Öfen bis zur Erreichung des für das Pressen erforderlichen Erweichungsgrades zu erhitzen. Es zeigte sich aber bei allen bisher bekannten Verfahren, daß das Glasstück mit zunehmender Erweichung das Bestreben hat, auf seiner Unterlage anzuhaften.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Mangel zu beheben. Dies wird durch das nachstehend näher- beschriebene Verfahren erreicht.
  • Bei den bisher bekannten Verfahren nimmt die Herdplatte, auf welche die Glasstücke während des Erweichungsprozesses aufgelegt werden, die Temperatur des Ofens an, so daß auch sie ihrerseits an das kalt ein-.gelegte Werkstück Wärme abgibt. Die Wärmezufuhr zum Glase geschieht also allseitig, und die Wärmeaufnahme vollzieht sich an allen Begrenzungsflächen mit etwa der gleichen Geschwindigkeit. Es liegt also stets ein Temperaturgefälle nach dem Innern des Glases zu vor. Dadurch ist gegeben, daß bis zur vollständigen Erweichung des Innern des Werkstückes die Unterseite eine höhere Temperatur annimmt, als zur Erreichung der Preßfähigkeit unbedingt erforderlich wäre. Dadurch ist bedingt, daß die erweichten Glasstücke das Bestreben haben, an ihrer Unterlage festzukleben oder, falls die Unterlage mit Mitteln versehen ist, die dies Festhaften verhindern, durch die Mittel zur Verhinderung des Haftens verunreinigt werden.
  • Diesen Nachteil kann man vermeiden, wenn man das Glas nur von oben beheizt und verhindert, daß die Herdplatte die Temperatur des Ofenraumes annimmt. Man kann das erreichen, indem man der Herdplatte derartige Wärmeleitfähigkeit gibt und die Erwärmung derart schnell erfolgen läßt, daß ein Temperaturgefälle in den Glasstücken von der Oberfläche nach der Unterfläche von einer derartigen Größe entsteht, daß ein Haften an der Herdplatte nicht erfolgt. Man kann dieses Temperaturgefälle noch dadurch verstärken, daß man die Herdplatte von unten kühlt oder dieselbe als endloses Band ausbildet, das aus einzelnen Metallplatten von entsprechendem Wärmeableitvermögen bestehen kann, und auf dem Rücklauf, also außerhalb der Heizkammer, entsprechend abkühlt. Durch diese Anordnung wird erreicht, däß die untere Begrenzungsfläche, welche gleichzeitig die Auflagefläche auf der Herdplatte darstellt, die kälteste Zone des Werkstückes ist.
  • Es leuchtet ohne weiteres ein, daß es' bei diesem Verfahren des Anheizens einen Zeitpunkt geben muß, bei welchem die große Masse des Werkstuckes bereits bis zur Preßfähigkeit erweicht ist, während die untere Begrenzungsfläche, also die Auflagefläche des Werkstückes, auf der Herdplatte die Hafttemperatur an der Unterlage noch nicht erreicht hat. Das Werkstück zeigt also weder das BestiFeberi auf der Hefdplatte anzuhaften, noch werden kleinste Teile eines etwa verwendeten S-freumittels "an demselben ankleben, so daß das Werkstück nach Beendigung dieses Arbeitsganges keinerlei Veränderung seiner Oberflächen in bezug auf Glanz und Flächenreinheit aufweist. Bei Verwendung dieses Verfahrens ist man daher auch nicht gezwungen, feuerbeständige Materialien für Herdplatten zu verwenden, sondern es können Metallplatten in Anwendung kommen. Die Erwärmung der kühleren Unterseite des Werkstückes erfolgt nach Abnehmen von der Herdplatte oder dem endlosen Bande des Ofens durch die dem Werkstück innewohnende Eigenwärme.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Wiederanwärmen von Glasstüclten bis zur Preßfähigkeit, bei welchem die einzelnen Glasstücke auf einer Unterlage durch eine Wärmmuffel hindurchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage eine solche Wärmeleitfähigkeit hat und die Erwärmung in der Muffel derart schnell erfolgt, daß in den einzelnen Glasstücken von der Oberfläche des Stückes nach der Unterfläche ein Temperaturgefälle von solcher Größe entsteht, daß die Glasstücke an der Unterlage nicht haften.
  2. 2. Ofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i mit einem endlosen Transportband zum Hindurchführen der einzelnen Glasstücke durch den Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportband aus einzelnen Metallplatten zusammengesetzt ist, deren Wärmeableitvermögen, gegebenenfalls unter Benutzung besonderer Kühlmittel, genügt, um ihre Temperatur während des Durchgangs durch den Ofen unter der Erweichungsteinperatur des Glasstückes zu halten.
DE1930528176D 1930-03-11 1930-03-11 Verfahren zum Wiederanwaermen von Glasstuecken bis zur Pressfaehigkeit Expired DE528176C (de)

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