DE53003C - Photographische Camera, bei welcher die Auslösung des Momentverschlusses durch einen in der Camera angeordneten Einstell-Spiegel bewirkt wird - Google Patents

Photographische Camera, bei welcher die Auslösung des Momentverschlusses durch einen in der Camera angeordneten Einstell-Spiegel bewirkt wird

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DE53003C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/58Means for varying duration of "open" period of shutter

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographie.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine photographische Camera, die für Moment- und Zeitaufnahmen bestimmt ist, und bei der, um beim Einstellen aufrechte Bilder zu sehen, ein Reflexspiegel angewendet ist, so dafs die matte Scheibe nicht vertical, sondern horizontal gelagert ist. Der Abschlufs der empfindlichen Platte gegen die Bildstrahlen geschieht nicht am Objectiv, sondern direct vorn vor der Platte durch eine Rollgärdine, die für das Exponiren einen entsprechenden Ausschnitt besitzt. Das Charakteristische der Camera liegt darin, dafs bei Momentaufnahmen die Auslösung den Reflexspiegel beseitigt und durch diesen die Rollgardine. auslöst. Dieses zeitliche Nacheinanderwirken geht aber so schnell vor sich, dafs es praktisch gleichzeitig geschieht, so dafs Momentaufnahmen gemacht werden können., Da auf der matten Scheibe das Bild stets zu sehen ist, so erleichtert dies das richtige Exponiren bei den Momentaufnahmen sehr. Zum Scharfeinstellen des Bildes kann das Objectiv durch Trieb und Zahnstange dem Reflexspiegel genähert oder von ihm entfernt werden.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein verticaler Längsschnitt;
Fig. 2 ein verticaler Querschnitt in der Linie ι-i der Fig. 1 ;
Fig. 3 ein Horizontalschnitt in der Linie 2-2 der Fig. 1;
Fig. 4 eine Vorderansicht der Camera.
Ein leichter Holzkasten α ist auf seiner Vorderseite mit einer Thür a1 versehen, in der eine Klappe α2 angebracht ist, die dem Objectiv b gegenübersteht. Soll exponirt werden, so wird der die Klappe a1 geschlossen haltende Vorreiber gedreht, so dafs die Klappe, auf die leichte Federn von innen drücken, aufspringt und das Objectiv b frei wird. Letzteres ist auf dem Objectivbrett bl befestigt, welches durch einen Balg b2 mit der festen Vorderwand des Kastens α verbunden ist und durch eine Zahnstange und Trieb von aufserhalb des Kastens mittelst eines Knopfes b3 verstellt werden kann. Nach Oeffnen der Thür λ1 ist genügend Platz, um eine Blende in das Objectiv b einbringen zu können.
Die hintere Stirnfläche a3 des Kastens α läfst sich herunterklappen, um eine Cassette c in den Kasten a, der dazu mit passenden Nuthen versehen ist, einschieben "und den Schieber der Cassette öffnen oder schliefsen zu können. Unmittelbar vor der Cassette ist eine Zeugrollgardine d angebracht, die sich auf den beiden Walzen / und g auf- und abwickelt. Die untere Walze g windet eine Feder, deren Spannung durch einen auf der Längsseite des Kastens α vorstehenden Knopf gl und Sperrfeder g·2 regulirt werden kann, auf, sobald durch Drehung der oberen Walze / mittelst eines nach der Seite vorstehenden Knopfes /2 die Rollgardine d auf diese Walze / aufgewickelt wird. Damit die Gardine d nicht beliebig zurücklaufen kann, hält ein Sperrkegel/3, der .in ein auf der Walze/sitzendes Sperrrad/1 einfällt, die Walze/ in ihrer Stellung fest. Die Gardine d ist so lang, dafs sie in voll aufgezogenem und in voll abgelaufenem Zustande
S3 (ßi
die Cassette bezw. die empfindliche Platte c1 lichtdicht deckt und aufserdem zwischen diesen vollen Zeugtheilen noch ein der Gröfse der empfindlichen Platte c1 entsprechendes Loch besitzt, durch welches die Bildstrahlen momentan oder für Zeit auf die empfindliche Platte c1 fallen können.
Vor der Rollgardine ist im Innern des Kastens, α, unter 450 zur Achse des Objectivs geneigt,; ein Spiegel s angebracht, der sich um die obere Kante seiner Fassung, die eine Welle s1 bildet, drehen kann. Dieser Spiegel 5 bildet gleichsam den Deckel einer lichtdichten Querwand s2, die sich in entsprechender Form quer durch den Kasten α erstreckt. Die durch das Objectiv b gehenden Strahlen werden von dem Spiegel s nach oben reflectirt und zeigen auf der in der Decke des Kastens α angebrachten matten Scheibe m das Bild genau so, wie es auf der empfindlichen Platte cl erscheint, weil jeder Punkt des Spiegels s ebenso weit von der matten Scheibe m, als von der empfindlichen Platte c1 entfernt ist. Sobald beim Einstellen mittelst Drehens des Knopfes ba das Bild auf der matten Scheibe m scharf erscheint, wird es auch auf der empfindlichen Platte c1 scharf ausfallen müssen. Ueber der matten Scheibe m ist ein Schirm m1 angeordnet, der bei Nichtgebrauch der Camera auf letztere heruntergeklappt wird.
Nachdem die Einstellung des Bildes geschehen und der Schieber der Cassette c aufgezogen ist, wird es nothwendig, den Spiegel s zii beseitigen und für Momentaufnahmen die Oeffnung in der Gardine vor· der empfindlichen Platte vorbeizuführen. Dies geschieht durch pneumatische Auslösung. Im Innern des Kastens α ist in einem Cylinder \ unter einem Kolben ^1 eine Gummiblase angeordnet, die durch einen Schlauch in bekannter Weise mit der pneumatischen Birne in Verbindung steht. Der Kolben ^1 greift durch eine an seiner geradegeführten Stange befestigte Kreuzschleife y an einen seitlich vorstehenden Stift s3 der Spiegelfassung, so dafs durch Drücken der Birne der Spiegel 5 um seine Welle s1 nach oben schwingt und den Bildstrahlen freien Durchgang so lange gestattet, als der Luftdruck anhält. Wird letzterer aufgehoben, so klappt der Spiegel in seine normale Lage zurück und beendet die Exposition. Für Zeitaufnahmen ist bei diesem Vorgang die Rollgardine so weit auf die Walze f aufgewickelt, dafs die Oeffnung der Gardine der empfindlichen Platte gegenübersteht und die Feder der unteren Walze g durch Ausheben ihres Gesperres abgespannt wird. Auf der Spiegelfassung ist ein Daumen ρ angebracht," der den Sperrkegel f3 aus dem Sperrrade fl aushebt, sobald der Spiegel in seine höchste Stellung gehoben wird. Damit also die Walze g die Gardine nicht nach unten ziehen kann, was ein Verdecken der Platte c1 zur Folge hätte, mufs die Feder der Walze g abgespannt werden. Für Momentaufnahmen bleibt diese Feder gespannt und die Gardine d so weit, als angängig, auf die Walze f aufgewickelt, die empfindliche Platte also verdeckt. Sobald der zur Aufnahme passend erachtete Zeitpunkt, der auf der matten Scheibe beurtheilt wird, gekommen ist, hebt ein Druck auf die Birne den Spiegel s in seine höchste Stellung und dieser löst durch den Daumen ρ in demselben Augenblick den Sperrkegel fB aus, so dafs die Gardine sich auf die Walze g aufwickelt, dabei die Oeffnung der Gardine momentan vor der empfindlichen Platte vorbeiführt, die Exposition stattfinden läfst und sofort die empfindliche Platte wieder bedeckt. Ein Aufheben des Druckes auf die pneumatische Birne läfst den Spiegel s wieder sinken. Nach zugeschobenem Schieber wird die Cassette aus dem Apparat zur weiteren Bearbeitung der Platte c1 herausgenommen. Damit jedes Eindringen von Licht durch die matte Scheibe m zur empfindlichen Platte unmöglich ist, ist der Spiegel s durch einen Balg aus weichem Leder, der nur ein entsprechendes Loch zum Durchlassen der Bildstrahlen besitzt, gegen den Deckel der Camera abgedichtet.
Es sei noch bemerkt, dafs die pneumatische Auslösung auch durch eine mechanische irgend einer bekannten Construction ersetzt werden kann.

Claims (2)

Patent-Anspruch: Eine photographische Camera, dadurch charakterisirt, dafs:
1. der das Bild auf die horizontale matte Scheibe (m) reflectirende Spiegel :(s) durch pneumatischen Druck gehoben wird und dabei für Momentaufnahmen die von der empfindlichen Platte (c) befindliche Rollgardine (d) durch den Spiegel fs) ausgelöst wird;
2. für Zeitaufnahmen 'der Spiegel (s) durch pneumatischen Druck gehoben und in gehobener Stellung für gewünschte Zeit gehalten wird, während die vor die empfindliche Platte gebrachte Oeffnung in der Rollgardine stehen bleibt, weil die Feder der Zugwalze (g) abgespannt isf.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT53003D Photographische Camera, bei welcher die Auslösung des Momentverschlusses durch einen in der Camera angeordneten Einstell-Spiegel bewirkt wird Expired - Lifetime DE53003C (de)

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