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Patrone zum Sprengen mittels flüssiger Gase Die Erfindung bezieht
sich auf eine Patrone zum Sprengen mittels flüssiger Gase, bei der die Sprengung
durch Verdampfung des flüssigen Gases mittels eines wärmeentwickelnden Körpers,
beispielsweise eines elektrischen Heizwiderstandes oder einer Sprengladung, eingeleitet
wird.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen Heizwiderstand in einer
mit Wasser o. dgl. gefüllten Sprengpatrone axial in Form einer Drahtspirale oder
eines beheizten Rohres anzuordnen. Der rohrförmige Heizkörper war dabei an dem einen
Deckel der Sprengpatrone befestigt und ragte frei in das Innere derselben.
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Hierdurch ist der Nachteil gegeben, daß der Heizkörper verhältnismäßig
steif und schwer ausgeführt werden muß, um ein Durchhängen und die dadurch bedingte
ungleichmäßige Wärmeverteilung in der Patrone zu vermeiden.
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Durch die vorliegende Erfindung wird dieser -Nachteil dadurch beseitigt,
daß der rohrförmige wärmeentwickelnde Körper zwischen beiden Stirnwänden der Patrone
gehalten wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer beiderseitigen Stützung des
Heizkörpers, so daß derselbe trotz leichter und dünner Ausführung nicht durchhängen
oder seine Lage ändern kann und genau in der axialen Lage bleibt. Außerdem ist hierdurch
eine einfache und billige Herstellung dieses bei jeder Sprengung zu erneuernden
Teiles gegeben, und das Einsetzen läßt sich leicht und ohne Zeitverlust durchführen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch eine Sprengpatrone nach der Erfindung,
Abb. 2 eine weitere Ausführungsform nach Abb. i.
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In der Zeichnung ist i das zylindrische Außengehäuse der Patrone,
in dessen einem Ende ein Deckel :2 zwischen Ringmuttern 3 und q. gehalten ist. Dieser
Deckel wird bei der Sprengung längs einer in ihn eingedrehten Ringnut 5 zerstört,
so daß sich die Patrone bei der Sprengung durch ihr hierdurch geöffnetes Ende entlädt.
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Das andere offene Ende der Patrone ist durch einen Schraubenstopfen
G abgeschlossen, in dem unter Zwischenschaltung einer elektrisch isolierenden Packung
7 ein Stopfen 8 durch eine Mutter 9 gehalten wird, der die Zuführungskanäle io für
das flüssige Gas zum Laden der Patrone enthält.
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Zwischen dem Stopfen 8 und dem Deckel wird in der Achse der Patrone
ein sich durch die ganze Länge derselben erstreckendes gelochtes Rohr i i aus elektrisch
leitendem Werkstoff gehalten. An die Mutter 9 ist durch die Leitung 12 der eine
Pol, an das Patronengehäuse i durch die Leitung 13 der andere Pol einer Zündbatterie
angeschlossen. Wird der Stromkreis geschlossen, so wird das Rohr der Länge nach
von dem Strom durchflossen und erhitzt. Die erzeugte Wärme verteilt sich radial
nach außen in dem in der Patrone enthaltenen flüssigen Gase und bewirkt eine augenblickliche
Verdampfung desselben. Verstärkt wird diese Wirkung noch, wenn das Rohr i i aus
einem solchen Werkstoff und in solchen Abmessungen gefertigt ist oder die Stromstärke
so weit gesteigert wird, claß ein Schmelzen des Rohres ii eintritt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb.2 ist statt des Rohres i i aus leitendem
Werkstoff ein Rohr 1.2 aus nichtleitendem Werkstoff, beispielsweise Pappe, einer
keramischen Masse o. dgl., angeordnet, das mit einem wärmeentwickelnden Stoff
13, beispielsweise Schwarzpulver, gefüllt und der Länge nach durch einen
elektrischen Leiter 14 durchzogen ist. Durch Erhitzung dieses Leiters erfolgt eine
Verbrennung oder Detonation der als Initialladung dienenden Füllung 13, deren Wärmeentwicklung
unter Zerstörung des Rohres 12 aus isolierendem Werkstoff dem flüssigen Gase mitgeteilt
wird, so daß dieses zur Verdampfung gelangt und durch die eintretende Drucksteigerung
die Sprengung bewirkt. Die Größe der Initialladung 13 wird naturgemäß derart
gewählt, daß sie nicht nachteilig auf die Wetter einwirken kann,