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Die Erfindung betrifft einen Nebelwurfkörper, der aus einem einen elektrisch entzündbaren Nebelstoff enthaltenden, rohrförmigen Wurfkörper besteht, der an seinem hinteren Ende eine Kammer zur wenigstens teilweisen Aufnahme einer vom Wurfkörper lösbaren, elektrisch zündbaren Treibladungskartusche aufweist, mit deren Hilfe er aus einem Werfer abschiessbar ist.
Nebelwurfkörper dieser Art sind z. B. in der österr. Patentschrift Nr. 274616 beschrieben. Diese beschäftigt sich mit der Behebung bestimmter Gefahren, die von bereits abgeworfenen Wurfkörpern herrühren können. Es sind auch Nebelwurfkörper bekannt (vgl. z. B. USA-Patentschrift Nr. 3, 298, 311), bei denen die Nebelstoffladung in mehrere getrennte Räume aufgeteilt ist. Der Zweck dieser Massnahme ist, die Wirksamkeit zu steigern bzw. auch die Verwendung bei Tag und Nacht zu ermöglichen.
Es ist nun bekannt, dass pyrotechnische und militärische Körper, die mit elektrischen Zündern ausgestattet sind, eine ständige Gefahr darstellen, wenn sie in Fahrzeugen mitgeführt werden und nicht durch besondere Verpackung geschützt sind. Schwere Unfälle wurden dadurch hervorgerufen. In einem Kampffahrzeug können diese Vorkehrungen nur schwer realisiert werden, da die in Bereitschaft liegenden Nebelwurfkörper im Ernstfall ohne Verpackung einsatzbereit transportiert werden. Weiters versagt bei Nebelwurfkörpern mit fest eingebauter Treibladung oftmals die Durchzündung oder es greift die Zündung nicht auf den Nebelsatz über, in welchem Falle der Nebelwurfkörper, er relativ kostspielig ist, unbrauchbar und wertlos geworden ist.
Diese Nachteile zu beseitigen, ist eines der Ziele der Erfindung, das erreicht wird, wenn erfindungsgemäss der Nebelstoff, wie an sich bekannt, aus mehreren, vorzugsweise zwei, durch eine Trennwand voneinander getrennten Teilen besteht, die in Längsrichtung des Wurfkörpers hintereinander liegen, und dass jedem dieser Nebelstoffteile ein in einem der Wurfkörper axial durchsetzten Zündrohr angeordneter, gesonderter, elektrischer Zünder zugeordnet ist, wobei die Treibladungskartusche und die Zünder für die Nebelstoffteile elektrisch hintereinandergeschaltet sind.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Nebelwurfkörpers sind die oberwähnten Verpackungsschwierigkeiten, die beim Bestreben eine hinreichende Sicherheit zu erzielen, bei den herkömmlichen Nebelwurfkörpern zwangsläufig auftreten, sicher vermieden, weil bloss die kleine Kartusche einer Verpackung bedarf, was keine Schwierigkeiten mit sich bringt. Ist bei Verwendung erfindungsgemäss ausgebildeter Nebelwurfkörper etwa ein Versagen der Zündung festzustellen, so genügt es in der Regel, die Treibladungskartusche auszuwechseln. Ein Verlust des gesamten, kostspieligen Nebelwurfkörpers kann damit sicher vermieden werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Nebelwurfkörper dadurch gekennzeichnet, dass die Zünder für den Nebelstoff in einer im Zündrohr befindlichen Zündmasse eingebettet sind und das Zündrohr mit Öffnungen versehen ist, die den Rohrmantel durchsetzen. Es sind vorzugsweise die Öffnungen im Mantel des Zündrohres durch schmelzende Abdichtungen gegen den das Zündrohr umschliessenden Nebelstoff abgedichtet.
Dabei ist es zweckmässig, wenn der mit Zündmasse erfüllte Innenraum des Zündrohres frei von einer Unterteilung ist.
Durch diese Ausgestaltung des Nebelwurfkörpers wird ein Ausströmen des Nebels an beiden Enden des Nebelwurfkörpers sichergestellt.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Treibladungskartusche in einem Behälter angeordnet, der von einem Kegel umschlossen ist, der mit seinem grösseren Durchmesser im Bereich eines Endes der Granate angeordnet ist und dort durch in Abstand voneinander entlang des Umfanges des grösseren Durchmessers des Kegels angeordneten Distanzstützen gegen den Mantel des Wurfkörpers abgestützt ist. Durch diese Ausgestaltung der Erfindung wird vermieden, dass der bei Zünden der Treibladung entstehende Druck auf die den Aufnahmeraum der Nebelmasse abschliessende Platte und damit auch über die in dieser Platte befindlichen Ausströmöffnungen für den Nebel auf die diese Öffnungen verschliessenden schmelzenden Membranen übertragen wird. Weiters bewirkt der Richtkegel eine Versteifung des Wurfkörpers.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der die Treibladungskartusche umschliessende Kegel von einer Abschlussplatte des den Nebelstoff enthaltenden Raumes absteht, wobei in er Abschlussplatte Durchlassöffnungen angeordnet sind, die in den Raum zwischen dem Aussenmantel des Kegels und dem Mantel der Granate münden.
Der Nebelstoff ist mittels elektrischer Zünder entzündbar, die bevorzugt in einem Zündrohr angeordnet sind, das den Wurfkörper in Längsrichtung durchsetzt.
Der Nebelkörper kann, etwa zwecks Einfüllens einer neuen Nebelmasse in einfacher Weise zerlegt werden, wenn in Weiterbildung der Erfindung, das Zündrohr mittig an der Abschlussplatte befestigt ist, und an seinem von der Abschlussplatte abliegenden Ende ein Gewinde für eine Mutter trägt, die an einer auf das Zündrohr aufgeschobenen Abdeckplatte anliegt, deren Rand an einer Ringschulter im Inneren des Wurfkörpers abgestützt ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen Fig. l einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgestalteten Nebelwurfkörper und Fig. 2 schematisch ein Detail aus Fig. l zur Veranschaulichung der elektrischen Schaltung.
In den Zeichnungen ist mit--l--der Mantel des Nebelwurfkörpers bezeichnet. Im Inneren des Mantels des Nebelwurfkörpers befindet sich der Nebelstoff-22--. Der Nebelwurfkörper besitzt eine elektrisch
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eingebettet ist. Je ein Anschlusskontakt ragt hiebei aus dem Boden und dem Deckel der Kartusche. Der Anschlusskontakt--28--auf dem Deckel der Kartusche--9--ist, wie die Fig. l und 2 zeigen, nach Art eines Steckers ausgebildet. Die Kartusche selbst wird in den Nebelwurfkörper erst eingesetzt, wenn ein Bereitschaftsbefehl vorliegt bzw. nach Aufhebung des Befehls wieder herausgenommen, wobei lediglich die überwurfmutter --7-- von dem Treibladungskartuschenbehälter--6--auszuschrauben bzw. von diesem
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Nebelwurfkörper, der aus einem einen elektrisch entzündbaren Nebelstoff enthaltenden, rohrförmigen Wurfkörper besteht, der an seinem hinteren Ende eine Kammer zur wenigstens teilweisen Aufnahme einer vom Wurfkörper lösbaren, elektrisch zündbaren Treibladungskartusche aufweist, mit deren Hilfe er aus einem Werfer
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mehreren, vorzugsweise zwei, durch eine Trennwand (25) voneinander getrennten Teilen besteht, die in Längsrichtung des Wurfkörpers hintereinander liegen, und dass jedem dieser Nebelstoffteile (22) ein in einem den Wurfkörper axial durchsetzenden Zündrohr (3) angeordneter, gesonderter, elektrischer Zünder (12,12') zugeordnet ist, wobei die Treibladungskartusche (9) und die Zünder (12,12') für die Nebelstoffteile (22) elektrisch hintereinandergeschaltet sind.
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