DE528505C - Elektrode fuer elektrische OEfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle - Google Patents
Elektrode fuer elektrische OEfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver KohleInfo
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Description
- Elektrode für elektrische Öfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle Die Erfindung betrifft eine Elektrode für elektrische Ofen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle mit das Arbeitsgut tragender scheibenförmiger, sich drehender Elektrode mit Öffnungen für die Einführung eines Aktivierungsgases, z. B. Luft, oder einer Flüssigkeit und im Abstand davon die zugehörige Gegenelektrode.
- Gemäß der Erfindung hat die sich drehende Elektrodenscheihe auf ihrer Oberfläche radiale Hohlrippen, deren Rückwände je eine Anzahl Düsenöffnungen enthalten für das Einblasen des Gases oder der Flüssigkeit, durch die der Rohstoff im Ofen behandelt und durchgeführt wird. Durch entsprechende Anordnung der Düsenöffnungen bei an sich bekannten drehbaren Elektrodenscheiben wird einerseits die Verstopfung dieser Öffnungen verhindert und andererseits die Durchrührwirkung auf die unmittelbar über der Scheibe liegenden Zone konzentriert und infolgedessen verstärkt. Ein weiteres Merkmal ist die Vorsehung einer an der Unterseite der Scheibe angebrachten spiralförmigen Rippe, welche Verstopfung des unter der Scheibe befindlichen Raumes verhindert, indem dort sich etwa ansammelndes Arbeitsgut fortwährend nach außen bewegt und der seitlichen Auslaßöffnung zugeführt wird.
- In der Zeichnung ist Abb. i ein senkrechter Schnitt durch den elektrischen Ofen, Abb.2 eine Draufsicht auf die drehbare Elektrodenscheibe und Abb. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. 2.
- Der elektrische Ofen io hat in seiner Ofenkammer 1q. eine obere, senkrecht einstellbare, von einem abnehmbaren Deckel 15 getragene Elektrode i i und eine untere drehbare Elektrodenscheibe 12, auf der das Arbeitsgut 13 ruht, durch das mittels der Elektroden Strom geleitet wird. Das Pflanzenmaterial oder die Kohle wird durch die Leitung 16 eingeführt und aus der Kammer durch die Leitung 17, und zwar durch die Wirkung von Gasen, befördert. Diese Gase werden in bekannter Weise durch die untere Elektrode eingeblasen. Zu diesem Zweck hat die Elektrode einen scheibenähnlichen Kopf 18, auf dem radiale Hohlrippen i9 verlaufen, deren der Drehrichtung abgewendete Rückwände Düsenöffnungen 20 haben. Diese Anordnung verhindert ein Verstopfen der Düsen und konzentriert die Durchrührwirkung des Ärbeitsguts mittels der eingeblasenen Gase oder Luft auf die unmittelbar über der Scheibe liegenden Zone des Arbeitsgutes.
- Die Bohrungen 2i der Hohlrippen laufen in der Mitte in einen senkrechten Kanal 22 in der Nabe 23 der Elektrode 12 aus. Die Nabe ist mit einem Flansch 2,4 auf einer Welle 27 befestigt, die durch den Boden 26 des Ofens hindurchgeht, in einem Lager 25 geführt wird und ein Kegelrad 28 trägt, das in Eingriff mit dem Kegelrad 29 einer Antriebswelle 30 steht. Der über das Kegelrad 28 nach unten ragende Te'i:1 31 der Hohlwelle 27 sitzt drehbar in einer Stoffbüchse 32, welche an einer Gaszuführungsleitung 33 angeschlossen ist. An diese Leitung greift die elektrische Leitung 34., welche die Elektrode 12 mit Strom versorgt, und die obere Elektrode i i ist am Deckel 15 mit der elektrischen Leitung 35 verbunden.
- Die untere Fläche der Elektrodenscheibe 18 hat eine nach unten ragende spiralförmige Rippe 36, welche bei Drehung der Elektrode dazu dient, etwa unter der Scheibe angesammeltes Material einem seitlichen Auslaß zuzuführen.
- Durch Vorsehung einer Türöffnung 37 in der Seitenwand des Ofens io können die Düsenöffnungen 2o mittels eines geeigneten Werkzeuges von Zeit zu Zeit gesäubert werden. Die Tür ist so angeordnet, daß die Reihen der Öffnungen leicht inspiziert werden können.
- Die Mittel zur Regenierung bzw. Aktivierung sind die gewöhnlichen Aktivierungsmittel, wie Luft oder Sauerstoff. Es können jedoch auch andere Oxydationsmittel verwandt werden, durch welche die schwebenden Kobleteilchen durcheinandergewirbelt werden, so daß ein inniger Kontakt zwischen den Teilchen und dem Medium stattfindet, wodurch eine vollständige Aktivierung der Kohleteilehen durch Oxydation stattfindet.
- Die Arbeitsweise des Ofens ist folgende: Durch das Rohr 16 fällt das zugeführte Material infolge seiner Schwere auf die rotierende Elektrode 2o. Schon während des Herabgleitens des Materials findet eine, -wenn auch geringe, teilweise Regenerierung bzw. Aktivierung statt. Durch das durch die seitlichen Öffnungen der unteren Elektrode geblasene Medium, vorzugsweite Luft, wird bei gleichzeitiger Aktivierung des Materials dieses von der Elektrode seitlich abgeblasen und gelangt im Ofen aufsteigend zur Auslaßöffnung 17. Durch die Drehbewegung der Elektrode wird außerordentlich inniger Kontakt zwischen dem zu behandelnden Material und der ausströmenden Luft herbeigeführt und das Material von den Verunreinigungen durch Oxydation vollständig befreit. , Durch die seitliche Anordnung der öffnungen 2o in der Elektrode 12- wird ferner ein Herabgleiten des zu regenerierenden bzw. aktivierenden Materials ermöglicht, während senkrecht nach oben angeordnete Öffnungen nicht nur ein zu rasches Ausblasen des Materials verursachen würden, sondern auch das Eindringen des noch nicht regenerierten Materials erschweren bzw. dieses sofort wieder abführen würden, ohne daß es durch den Ofen nach abwärts gleitet.
- Der Druck der durch diese Öffnungen ausströmenden Luft ist gerade so groß, daß er die regenerierten, von der Elektrode weggeblasenen Kohleteilchen ohne Rücksicht auf deren Größe mit sich durch den Ofen zum Auslaß führt, wobei die Teilchen den Hauptstoß auf der Elektrode erhalten. Durch diesen Stoß auf der Elektrode wird ihnen eine solche Energie mitgeteilt, daß sie den Ofen durchwandern können. Die an der Unterseite angebrachte spiralförmige Rippe führt das unter der Scheibe angebrachte Material dem Auslaß zu, um ein Verstopfen des Ofens zu vermeiden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrode für elektrische Öfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle mit das Arbeitsgut tragender scheibenförmiger, sich drehender Elektrode mit Öffnungen für die Einführung eines Aktivierungsgases, z. B. Luft, oder einer Alctiv ierungflüssigkeit und einer darüber befindlichen Gegenelektrode, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Elektrodenscheibe (i2) auf ihrer Oberfläche radiale Hohlrippen (i9) hat, deren der Drehrichtung abgewendete Rückwände je eine Anzahl Düsenöffnungen (2o) enthalten für das Einblasen des flüssigen oder gasförmigen Mediums, durch welches das Arbeitsgut behandelt und im Ofen durchgerührt wird.
- 2. Elektrode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Fläche der Elektrodenscheibe (i2) eine spiralförmig nach außen verlaufende Rippe (36) aufweist, durch die gegebenenfalls unter der Scheibe sich ansammelndes Arbeitsgut fortlaufend der Ausgangsöffnung zugeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN29136D DE528505C (de) | 1928-08-04 | 1928-08-04 | Elektrode fuer elektrische OEfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEN29136D DE528505C (de) | 1928-08-04 | 1928-08-04 | Elektrode fuer elektrische OEfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE528505C true DE528505C (de) | 1931-06-30 |
Family
ID=7344963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN29136D Expired DE528505C (de) | 1928-08-04 | 1928-08-04 | Elektrode fuer elektrische OEfen zur Herstellung und Wiederbelebung aktiver Kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE528505C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967943C (de) * | 1951-12-31 | 1958-01-02 | Johannes Wotschke Dr Ing | Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung chemischer und/oder physikalischer Vorgaenge bei hohen Temperaturen |
-
1928
- 1928-08-04 DE DEN29136D patent/DE528505C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE967943C (de) * | 1951-12-31 | 1958-01-02 | Johannes Wotschke Dr Ing | Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung chemischer und/oder physikalischer Vorgaenge bei hohen Temperaturen |
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