DE554232C - Einrichtung zur ununterbrochenen, gleichfoermigen Erzeugung von Zinnoxyd - Google Patents

Einrichtung zur ununterbrochenen, gleichfoermigen Erzeugung von Zinnoxyd

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DE554232C
DE554232C DE1930554232D DE554232DD DE554232C DE 554232 C DE554232 C DE 554232C DE 1930554232 D DE1930554232 D DE 1930554232D DE 554232D D DE554232D D DE 554232DD DE 554232 C DE554232 C DE 554232C
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tin oxide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G19/00Compounds of tin
    • C01G19/02Oxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Einrichtung zur ununterbrochenen, gleichförmigen Erzeugung von Zinnoxyd Zinnoxyd wird bisher fast allgemein in Öfen hergestellt, bei denen das Entfernen des Oxyds von der Oberfläche des Bades von geschmolzenem Zinn durch einen Arbeiter von Hand erfolgt. Der Arbeiter zieht dabei durch eine über der Oxvdierwanne in dem Ofen befindliche Öffnung mittels eines Kratzers das Oxyd aus dem Ofen heraus. Bei diesem Verfahren ist zur dauernden Beobachtung und Bedienung des Ofens mindestens ein Arbeiter notwendig, von dessen Übung und Aufmerksamkeit der Erfolg abhängig ist. Die Beschaffenheit und die Reinheit des gewonnenen Oxyds sind naturgemäß bei dieser Handgewinnung sehr unregelmäßig. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens liegt in dem recht erheblichen Staubverlust durch die dauernd offene Austragöffnung, insbesondere beim Ausbringen des Oxyds und durch den Abzug der Abgase.
  • Es wurde in der Literatur bereits vorgeschlagen, das Oxyd in einem geschlossenen Ofen zu erzeugen und von der Oberfläche des Bades fortzublasen in einen Nebenraum, in dem dann durch Trennung des Oxyds vom Luftstrom das Oxyd gewonnen wird. Man hat auch bereits vorgeschlagen, in das hocherhitzte Zinnbad nach Abstellung der Heizung Sauerstoff einzublasen, die sich dann bildenden Dämpfe abzuleiten und in einem Nebenraum durch Kondensation dieser Dämpfe das Zinnoxyd zu gewinnen. Diese Vorschläge zeigen jedoch keine ohne weiteres ausführbare praktische Lösung der Aufgabe, die Entfernung des Oxyds von Hand aus dem Zinnbad zu vermeiden. -Diese Lösung ist Gegenstand der Erfindung. Bei der Einrichtung nach der Erfindung erfolgt die Gewinnung des Zinnoxyds nicht auf eine von dem Handverfahren grundsätzlich abweichende, praktisch nur mit großen Schwierigkeiten ausführbare Weise, sondern die Einrichtung beruht nur auf dem Gedanken, unter Beibehaltung des der Handgewinnung zugrunde liegenden Prinzips die Handarbeit durch selbsttätig arbeitende Einrichtungen zu ersetzen. -Erfindungsgemäß sind in einem geschlossenen Ofen dicht-über der ständig auf gleicher Höhe gehaltenen Zinnoberfläche Einrichtungen zur fortlaufenden Entfernung des entstandenen Oxyds aus der Oxydierwanne angeordnet. Die Oberfläche des Zinnbades in der Oxydierwanne wird selbsttätig dauernd auf gleicher Hölle gehalten, so daß die Einrichtungen-zum Abnehmen des Oxyds von der Oberfläche stets den gleichen Abstand von der Oberfläche behalten und daher stets in gleicher Weise wirken. Dadurch wird die ununterbrochene, gleichförmige Gewinnung von Zinnoxyd stets gleichmäßiger Beschaffenheit ermöglicht. Die über der Zinnoberfläche, angebrachten Einrichtungen können nun den sich auf der Zinnoberfläche ansetzenden Oxydierstaub ent-_weder mechanisch von der Oberfläche abstreichen, wie dies auch bei dem Handverfahren geschah, oder aber pneumatisch von der Oberfläche absaugen.
  • In der Zeichnung sind mehrere .Ausführungsbeispiele der Einrichtung -nach der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Fig. z zeigt im Längsschnitt eine Einrichtung finit mechanischer Entfernung des Zinnoxyds durch sich drehende Abstreicherarme und mit Gasbeheizung. Fig.2 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. i. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 2.
  • Die Fig.4 und 5 zeigen im Quer- und Längsschnitt eine etwas abgeänderte, im übrigen jedoch auf dem gleichen Prinzip beruhende Ausführungsform: In Fig.6 ist eine Ausführung mit teils mechanischer und teils pneumatischer Entfernung des Zinnoxyds dargestellt.
  • Fig. 7 zeigt schematisch eine andere Ausführungsform mit elektrischer Beheizüng und pneumatischer Entfernung des Zinnoxyds.
  • In Fig. 8 ist eine Ausführung mit mechanischer Entfernung des Zinnoxyds durch eine fortlaufende Abstreicherkette veranschaulicht.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. i bis 3 ist iri dem zylindrischen Ofen i die feuerfeste Oxy dierwanne 2 eingehängt. Das in dieser Wanne befindliche Zinn wird durch die Gasbrenner 3, durch welche gleichzeitig die Oxydationsluft eingeführt wird, auf Oxydationstemperatur erhitzt. Den Brennern wird durch die Ringleitung q. Gas zugeführt. Außen ist an dem Ofen ein Vorratsgefäß 5 angebracht, welches in dem Hohlraum 6 seines Doppelmantels durch den Gasbrenner 7 heizbar und durch die Leitung 8 mit der Wanne :2 verbunden ist. In dieser Leitung befindet sich das Absperrorgan 9, welches so eingestellt wird, daß der Zinnzufluß zur Wanne dem Zinnverbrauch entspricht. Zur selbsttätigen Einstellung des Regelorganes 9 ist in der Wanne ein elektrischer Kontakt io vorgesehen, welcher bei steigender Oberfläche im schließenden, bei sinkender Oberfläche im öffnenden Sinne auf das Organ 9 einwirkt. Über der Zinnoberfläche drehen sich in der Wanne die Abstreicher i i, _ welche an der Welle 12 sitzen, die von außen durch die Welle 13 über den Kegeltrieb 14 langsam gedreht wird. Die Abstreicher i i sind so an der Welle angebracht, daß sie das entstandene Zinnoxyd auf der Zinnoberfläche zum Rande der Wanne hin streichen. An einer oder mehreren Stellen 15 ist der Rand der Wanne niedrig gehalten und abgeflacht. An diesen Stellen wird das Zinnoxyd von den Abstreichern über den schrägen Wannenrand gedrückt, so daß es herunterfällt und durch die Rinne 16 in den Sammelbehälter 17 im unteren Teil des Ofens gelangt. An den Stellen 15 könnte das gesammelte Zinnoxyd auch pneumatisch abgesaugt werden. Eine derartige Saugleitung ist bei i8 angedeutet.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig.q. und 5 ist durch Zwischenwände i9 aus der Wanne 2 ein nach unten offenes Stück 2o herausgeschnitten. Die Abstreicher i i bestehen aus :einem oberen, an der Welle befestigten Teil 21 und einem unteren, mit dem Teil 21 gelenkig und federnd verbundenen Teil 22. Bei der Drehung der Abstreicher streichen die unteren Teile 22 über die Zinnoberfläche und nehmen dabei das Zinnoxyd mit. Wenn die Abstreicher die Zwischenwände i9 erreichen. schieben sie das Zinnoxyd die abgeschrägte Oberkante der Wand hinauf, so daß es durch die Öffnung 2o nach unten in den Sammelbehälter 17 fällt. Infolge der federnden gelenkigen Verbindung der Teile 21 und 22 können die Abstreicher über die Zwischenwände i9 hinweggehen.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 wird das Zinnoxyd durch die Abstreicher und ihre Welle hindurch abgesaugt. Die Abstreicher i i sind deshalb hohl ausgebildet und unten finit Sauglöchern 23 versehen.
  • " Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind bewegte Teile nicht vorhanden. Die Erhitzung des Zinns in der Wanne 2 . erfolgt elektrisch durch die Stromspulen 24. Durch die Leitung 25 wird in dem vollkommen geschlossenen Ofen Druckluft eingedrückt, die teilweise zur Oxydation verbraucht wird und teilweise wieder ausgelassen wird, wobei sie als Träger des entstandenen Zinnoxyds dient. Das Ablassen der Druckluft mit dem Zinnoxyd erfolgt durch Saugrohre 26, die sich zu einem gemeinsamen Rohr 27 vereinigen, welches zum Sammelbehälter 17 führt, wo das Zinnoxyd von der Luft getrennt wird. Durch Regelung des Luftaustritts ist es bei dieser Ausführungsform möglich, in dem Ofen einen Überdruck zu erhalten, der die Oxydation begünstigt.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig.8 ist der Ofen im Querschnitt rechteckig. Das Abstreichen des Zinnoxyds von der Oberfläche erfolgt durch ein endloses, mit Abstreicheril besetztes Band 28, welches über Wellen 29 geführt wird, von denen eine von außen angetrieben wird.
  • Die Erfindung ist auf die dargestellten Ausführungsformen nicht beschränkt. Insbesondere könnten alle Einzelheiten der Behei7ung, der Luftzuführung, des mechanischen Antriebes usNv. in an sich bekannter Weise auch anders ausgeführt sein. Ebeaso wie für den Zufluß des Zinns zur Oxydierwanne könnte auch für die Regelung der Temperatur Lind der Luftzufuhr in an sich bekannter Weise eine elektrische Kontrolle vorgesehen sein.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur ununterbrochenen, gleichförmigen Erzeugung von Zinnoxyd durch Oberflächenoxydation eines Bads von geschmolzenem Zinn, dadurch gekennzeichnet, daß dicht über der ständig auf gleicher Höhe gehaltenen Zinnoberfläche Einrichtungen zur fortlaufenden Entfernung des entstandenen Oxyds aus der Oxydierwanne angeordnet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe zur Regelung des Zuflusses von flüssigem Zinn zur Oxydierwanne durch elektrische Kontakte (io) gesteuert werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung einer runden Oxydierwanne (2) konzentrisch über der Wanne eine senkrechte Welle (13) mit über die Badoberfläche hinstreichenden Abstreicherarmen (r I) angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,. daß der untere Teil (22) der Abstreicharme an dem obren Teil (21) gelenkig und federnd befestigt ist und das Zinnoxyd über radiale Zwischenwände (ig) der Wanne in zwischen diesen Wänden angeordnete Öffnungen (2o) schiebt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i, da-. durch gekennzeichnet, daß bei Anordnung einer rechteckigen Wanne über dem Zinnbad ein mit Abstreichern besetztes endloses Band vorgesehen ist.
  6. 6. Einrichtung nach -Anspruch I, g('-kenn,zeichnet durch mehrere mit einer gemeinsamen Vakuumleitung (27) verbundene Saugleitungen (26) mit über der Zinnoberfläche verbreiterten Mündungen.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch über der Zinüober= fläche bewegte rohrförmige, mit Saugöffnungen (23) versehene Abstreicherarme, welche das Oxyd abstreichen und gleichzeitig absaugen.
DE1930554232D 1930-03-30 1930-03-30 Einrichtung zur ununterbrochenen, gleichfoermigen Erzeugung von Zinnoxyd Expired DE554232C (de)

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