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Schneidunterlage für Papierschneidemaschinen Bei den mit Drehtisch
arbeitenden Papierschneidemaschinen wächst immer mehr die Arbeitsgeschwindigkeit,
so daß sich die abfallenden Papierspäne in kurzer Zeit am Stand des die Maschine
bedienenden Mannes so sehr häufen, daß sie die Arbeit stören.
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Es ist bereits bekannt, bei mit drei Messern arbeitenden Papierschneidemaschinen
ohne Drehtisch, deren Tisch hoch und tief gestellt werden kann, aus vielen aufeinanderliegenden,
mit sich nach oben verringernder Breite bestehenden Teilen zusammengesetzte Schneidunterlagen
mit abgeschrägten Flächen zu verwenden, von welchen die Abfallspäne sofort nach
dem Durchschnitt des Messers abgleiten. Bei diesen bekannten Unterlagen war ihre
jeweilige Höhe je nach der zu schneidenden Blattgröße verschieden.
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Es ist ferner bekannt, bei Dreimessermaschinen Schneidunterlagen von
gleichbleibender Höhe zu verwenden, welche aus einem Mittelstück für die kleinste
zu schneidende Blattgröße bestehen, an welches dann für größere zu schneidende Blattgrößen
Leisten seitlich angebaut werden. Diese Anordnung läßt sich bei Drehtischmaschinen
nicht verwenden, da bei kleineren Blattgrößen die abgeschnittenen Späne auf dem
Untertisch liegenbleiben würden.
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Die bekannten Papierschneidemaschinen mit Drehtisch haben keine Verstellung
des Tisches für hoch und tief, wie dies bei Verwendung der bekannten, waagerechten
Schneidunterlagen verschiedener Höhe mit abgeschrägten Seitenflächen erforderlich
ist. Das Messer gleitet durch eine Kurbelbewegung in .eine bestimmte tiefste Stelle
im Tiefgang, die feststeht. Infolgedessen können die bekannten Schneidunterlagen
verschiedener Höhe bei Papierschneidemaschinen mit Drehtisch nicht verwendet werden,
da ihre Tischfläche für kleine zu schneidende Blattgrößen zu- hoch und für größere
zu schneidende Blattgrößen zu tief liegen würde.
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Um nun bei Papierschneidemaschinen mit Drehtisch die abfallenden Späne
beim Schneiden verschiedener Blattgrößen durch Schrägflächen .abführen zu können,
werden gemäß der Erfindung Unterlagen von gleicher Höhe, aber verschieden großen
waagerechten Auflageflächen für die Stapel verwendet, welche den verschiedenen zu
schneidenden Blattgrößen entsprechen und bei denen drei Seitenflächen abgeschrägt
sind und die vierte, dem Preßkörper zugewendete Seite senkrecht verläuft. Alle Unterlagen
haben hierbei die gleiche Grundfläche, die der Dmehtischfläche angepaßt ist.
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Es ist also bei Dmehtischmaschinen für jede Stapelgröße eine besondere
Unterlage geschaffen, die aus einem Stück besteht. Die Unterlagen für die verschiedenen
Stapelgrößen haben alle dieselbe Grundfläche und dieselbe Höhe. Eine derartige Schneidunterlage
gestattet in jeder Lage, in die sie gedreht wird, ein Abführen der abfallenden Papierspäne,
eine Aufgabe, die bisher bei Drehtischmaschinen nur durch besondere Vorrichtungen,
wie
z. B. durch angetriebene Förderbänder, hätte gelöst werden können. Durch die Erfindung
wird also nicht nur die Maschine, sondern auch ihre Bedienung einfacher und die
Zahl ihrer beweglichen Teile verringert.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
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Abb. i zeigt eine solche Unterlage im Seitenriß und Abb. z im Aufriß.
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Abb. 3 ist ein Grundriß.
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Abb.4 und 5 zeigen verschiedene Unterlagen im Schnitt.
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Die Unterlagen i haben oben verschieden große Auflageflächen a für
die Stapel, aber gleich große Auflageflächen 3, mit denen sie auf dem Drehtisch
4 aufliegen. 5 ist der zu schneidende Stapel. Durch Festspannen der Spindel 6 werden
Stapel 5, Unterlage i und Drehtisch 4 fest .miteinander verbunden. Das Messer 7
.schneidet den Abfall 8 ab, der auf der schrägen Bahn gleitend in einen Abfallbehälter
fällt. Bei diesen Drehtischmaschinen ist nur ein Messer 7 vorgesehen. Der Tisch
4 dreht sich nach jedem Schnitt um seine Achse und schaltet eine neue Seite des
Stapels in den Bereich des Messers. Durch die schrägen Flächen der Unterlage gleiten
die Späne immer .an derselben Stelle dem bedienenden Manne gegenüber ab. Der Untertisch
und der Standort des bedienenden Mannes bleiben frei von Spänen. Die Unterlagen
i sind zwecks leichter Auswechselung leicht gehalten. Da sie .aber dem Preßdruck
standhalten müssen, sind sie in der Richtung der Dzehachse mit Verstärkungsrippen
9 versehen.
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In Abb. 4 ist die Auflagefläche z des Aufsatzes zur Aufnahme eines
Stapels von der Blattgrößea bestimmt, während sie in Abb. 5 zur Aufnahme eines Stapels
von der Blattgröße b bestimmt ist. Höhe und Grundfläche 3 der Unterlage sind in
beiden Fällen gleich.