DE52802C - Brütvorrichtung mit selbstthätigem Wärme-Regeler - Google Patents

Brütvorrichtung mit selbstthätigem Wärme-Regeler

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DE52802C
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Germany
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heat
flap
regulator
incubation
container
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52802D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. PFAFF in München, Neuhauserstr. 24 IV
Publication of DE52802C publication Critical patent/DE52802C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K41/00Incubators for poultry
    • A01K41/02Heating arrangements
    • A01K41/026Heating with water

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirtschaftliche Geräthe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. December 1889 ab.
Die erste und wesentliche Bedingung für eine gedeihliche Entwickelung der Brut ist bekanntlich die gleichmäfsige Zufuhr bezw. Ergänzung warmer Luft und Feuchtigkeit; diese aber ist abhängig von grofser Sorgfalt und steter Ueberwachung, so dafs die künstlichen Brütapparate wegen der damit verbundenen aufserordentlichen Mühewaltung sich nur einen auf Grofsbetrieb beschränkten Eingang zu verschaffen vermochten. Die zur Beseitigung dieser Umstände bisher erdachten Heizungs- und Ventilations - Regeler versorgen gewöhnlich den Apparat zwar periodisch selbstthätig, dann aber bedürfen sie meist in ι bis 2 Tagen selbst wieder einer Controle, einer Erneuerung der Einstellung u. s. w., um die Regulirung der Wärme auf gewisse Zeit weiter zu besorgen. Besonders ist dies der Fall bei dem mittelst eines durch Hebelgestänge den Docht der Flamme hebenden oder senkenden Regelers in Form eines vom Wasserinhalt des Apparates bewegten Schwimmer.
Der diese Erfindung betreffende Brütapparat mit Wärme - Regeler soll dagegen ohne jede Aufsicht bleiben können, ohne dafs für- ihn, für die Brut oder für die. Anlage bezw. für das betreffende Local eine Gefahr in Bezug auf Feuer entstände, und wobei man das Haus ruhig verlassen kann, während der Apparat anstandslos weiter arbeitet. Aufserdem soll derselbe bei jeder Aufsentemperatur gleich gut wirken und den schroffsten Temperaturwechsel, z. B. bei Verbringung aus einem geheizten Local in die freie Winterluft, ohne jeden nachtheiligen Einflufs ertragen. Wird er durch Ofenwärme oder dergleichen geheizt, so ist jede weitere Arbeit am Apparat nach seiner erstmaligen Versorgung ausgeschlossen; geschieht die Erwärmung mittelst Oellämpchen, so ist nur das jeweilige Putzen und Versorgen derselben mit OeI nöthig. Der Regeler dagegen, die Seele des Apparates, soll nach geschehener Einstellung keiner weiteren Controle bedürfen.
Den Apparat, welcher aus zwei in einander gesteckten Behältern, namentlich einem Cylinder α und einem niedrigen Behälter b, zusammengesetzt und oben mittelst zweier Deckel c d geschlossen ist, zeigt Fig. 1 von oben nach Entfernung beider Deckel, Fig. 2 in der Gesammtansicht von vorn mit geöffnetem Thürchen, Fig. 3 nach Abnahme des oberen Behälters b (Cylinder α allein von oben) und Fig. 4 im Gesammtdurchschnitt nach Linie A-B.
Der Cylinder α ist unten mit einer Sandschicht belegt, auf welcher das Oellämpchen steht, das hier von gewöhnlichster Art sein und mit beliebigem Material, also aufser Petroleum auch mit gewöhnlichem Brennöl gespeist werden kann. Wird statt eines Lämpchens Ofenwärme oder Gas angewendet, so ist dies ganz belanglos für die Wirkung. Löcher e sorgen für den Eintritt der nöthigen Verbrennungsluft. Oben ist der Cylinder mit einem Bodeny geschlossen, welcher nebst dem Rohrstutzen g und dem Rohr g1 schon zum Bereich des Regelers gehört. Der eigentliche, vom Behälter b gebildete Brütraum zerfällt in die äufsere Umhüllung (den Behälter b) und einen innerhalb desselben ' in einigem Abstand von ihm befestigten Doppelbehälter h i, in dessen Zwischenraum Wasser eingegossen wird, während der Innenraum von i zur Aufnahme der Eier dient. Der Behälter h mit i wird durch einen Deckel«:

Claims (1)

  1. mit Glasscheibe und der äufsere, etwas höhere Behälter b, also der ganze Apparat, mit dem Deckel d geschlossen. Die Heizung wird erzielt durch Erhitzung des Raumes, welcher zwischen dem Cylinderboden/und demWasser- und Eierbehälter h i sich befindet und somit die Hitze an den letzteren und den Behälter b abgiebt. Die Ventilation erfolgt durch Löcher k im Behälter b, durch welche frische Luft eintritt, die sich mit der bereits zwischen b und h befindlichen warmen vermischt und vorgewärmt in den durch das Wasser gleichmäfsig erwärmten Brütraum i durch die Löcher / tritt, sowie durch die vom Brütraum i durch h und b ins Freie mündenden Röhrchen, mittelst deren die verbrauchte Luft abgeführt wird. Die Befeuchtung der Eier endlich geschieht infolge Austretens der Wasserverdunstung durch die Löcher m, welche sich in der Verbindung von h und i befinden, die mit einem gleichfalls durchlochten Ring belegt ist, in den Brütraum. Die Zu- und Abfuhr der Luft regelt sich von selbst. Der Feuchtigkeitsgrad wird erkannt mittelst eines in den Eierraum miteingelegten Feuchtigkeitsmessers und hiernach durch Verdrehen des Ringes m1, wodurch die Löcher nt mehr oder weniger geschlossen oder geöffnet werden, also durch Abschliefsen oder Eintretenlassen der Verdunstung regulirt.
    Der Wärme-Regeler dagegen besteht aus folgenden Anordnungen:
    Auf dem in der Mitte durchlochten Boden f des Cylinders α, und zwar über der OefFnung ruht eine Klappen, am besten aus Mika (Glimmerschiefer), welche, mittelst des Hebels n1 an ο beweglich befestigt, am Ende dieses Hebels eine Klemmschraube ρ und aufserdem eine Regulirschraube q trägt. Diese beiden Schrauben dienen als Gegengewicht, und zwar wird durch entsprechende Verstellung der Regulirschraube stets ein Uebergewicht über die Klappe erzielt, diese also stets offen gehalten. Im Eierbehälter (Brütraum) ist in der Mitte eine bimetallische Feder r angebracht, welche mittelst eines nur in Fig. ι durch punktirte Linien angedeuteten Gehäuses für sich abgeschlossen, und an deren vorderem Ende ein Stiftchen 5 befestigt ist, das durch eine wasserdichte Oeffnung in h i abwärts ragt und in die Klemmschraube ρ gesteckt wird.
    Sobald nun bei Heizung des Apparates der aus dem Brutraum i nach aufsen ragende Wärmemesser t eine Wärme von ca. 3 R. anzeigt, welche um mehr als i° weder überschritten werden, noch sich mindern darf, wird der Regeler auf diesen Wärmegrad eingestellt, d. h. das Stiftchen s wird, indem man die Klappe η schliefst, in der Klemme ρ festgeschraubt. Sofort beginnt nun das Spiel des Regelers, d. h. die bimetallische Feder r wird sich ausdehnen, daher den Stift 5 nach oben ziehen und folglich die Klappe nach unten drücken, also die Zufuhr der Wärme abschliefsen, welche dann genöthigt ist, ihren Weg durch das Ableitungsrohr g g1 zu nehmen und somit wirkungslos nach aufsen zu strömen. Kühlt sich allmälig das Wasser in h i und folglich der Brütraum ab, so zieht die Feder sich wieder zusammen, der Stift s wird vom Gewicht der Klemme ρ und Schraube q abwärts gezogen, und die Klappe öffnet sich wieder, so dafs die Wärme wieder durch/ nach oben gelangen kann. Wie ersichtlich, ist die Rohrleitung ein wichtiges Glied in der gesammfen Anordnung, da ohne sie die Wärme sich nicht ohne Weiteres reguliren liefse, sondern, im Cylinder a verbleibend, indirect fortheizen würde. Das Spiel des Regelers soll nach den praktischen Proben ein sehr feines sein und erhält den Apparat innerhalb einer Schwankung von nur Y2 0, wodurch die Natur am besten nachgeahmt wird, in stets gleicher Wärme. Der Regeler und die sonstige Bauart des Apparates schützen ihn nach Ansicht des Erfinders gegen jeden schroffen Temperaturwechsel, und auch wenn er Wochen lang aufser Betrieb, also erkaltet ist, genügt das blofse Einstellen der Lampe, um ihn ohne jede Aenderung des Regelers sofort wieder gebrauchsfähig zu machen.
    Pate ν τ-Anspruch:
    Eine Brütvorrichtung mit selbstthätigem Wärme-Regeler, bei welcher eine auf dem Cylinderboden/ befindliche, mit Hebel n1 versehene Klappe η durch eine im Brütraum i befindliche bimetallische Feder r, mit der sie durch Stiftchen s und Klemme ρ verbunden ist, bewegt wird, und wobei unter der Klappe das Wärmerohr g und das Abzugsrohr gl angeordnet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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