DE15907C - Brütapparat - Google Patents
BrütapparatInfo
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- DE15907C DE15907C DENDAT15907D DE15907DA DE15907C DE 15907 C DE15907 C DE 15907C DE NDAT15907 D DENDAT15907 D DE NDAT15907D DE 15907D A DE15907D A DE 15907DA DE 15907 C DE15907 C DE 15907C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K41/00—Incubators for poultry
- A01K41/02—Heating arrangements
- A01K41/026—Heating with water
Landscapes
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- Animal Husbandry (AREA)
- Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
- Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem im Nachfolgenden beschriebenen Brütapparat wird die wärmende Kraft dadurch
erzeugt, dafs heifses Wasser von einem getrennten Erzeuger zugeleitet und nicht durch
eine Flamme oder eine Feuerung innerhalb des Apparates selbst hervorgebracht wird.
Die Eier liegen in einem hohlen, trockenen Raum im Innern des Heifswasserbehälters. Der
Behälter ist in horizontaler Richtung durchlocht, so dafs das eine Ende ungefähr in Brusthöhe
der Person, welche den Brütprocefs zu beobachten hat, steht.
Die Eier bleiben constant während der 21 Tage des Brütens in diesem hohlen Raum,
dessen Form hierbei ohne Belang ist.
Nach den gewöhnlichen Brütmethoden, bei Anwendung von heifsem Wasser, werden die
Eier zur Zeit der Abkühlung zwei mal täglich bewegt, was nicht naturgemäfs ist; wenn die
Eier nicht Bewegung erhalten, so werden dieselben ungenügend gekühlt oder die Wärme
wird am Erzeugungsort zu sehr vermindert.
Bei der vorliegenden Methode bleiben die Eier zur Kühlzeit ungestört liegen, wie im
natürlichen Nest, wenn die Henne dasselbe verläfst.
Trotz des stetigen Vorhandenseins des mit heifsem Wasser angefüllten Behälters oberhalb
der Eier, wird kühle Luft zur erforderlichen Zeit plötzlich und in solchem Mafse zugelassen,
dafs die Kühlzeit verringert und das übermäfsige Abkühlen des Heifswasserbehälters vermieden
wird.
Der Heifswasserbehälter erlangt die erforderliche Wärme sehr leicht wieder, weil das heifse
Wasser um die Eierkammer circulirt, sobald der Behälter von neuem gefüllt wird.
Bei den gewöhnlichen Heifswasser- Brütapparaten wird keine von unten wirkende Wärme
angewendet. Auch dies ist gegen die Natur, denn der Boden des Nestes besteht aus nicht
leitendem Material, deshalb behält das Nest viel durch die Brust und die Füfse der Henne
übertragene Wärme in sich aufgespeichert, die die Eier in Abwesenheit der Henne nicht erkalten
läfst.
Diesen Umstand beachtet die vorliegende Erfindung, indem sie unterhalb der Eier nicht
allein während der Brütperiode, sondern auch während des Abkühlens die Wärme bestehen
läfst, so dafs das zu starke Abkühlen durch die hinzutretende kalte Luft vermieden wird. Die
meisten Eierbehälter der Brütapparate haben einen glatten Boden. Bei der gegenwärtigen
Erfindung neigt sich der Boden des Apparates nach der Mitte hin, wo ein Näpfchen angebracht
ist, dessen Wasserinhalt beim Verdunsten das Material des Nestes und die Eier etwas
anfeuchtet.
Um diesen Zweck zu erreichen, erhält der Boden die Form, welche bei Backöfen üblich
ist; die Seiten sind jedoch etwas über die normalen Verhältnisse solcher Oefen verlängert,
um eine möglichst grofse Anzahl Eier aufnehmen zu können. Die Eierkammer ist in der
Breitseite mit einer abnehmbaren, eine Ventilationsöffnung enthaltenden Thür versehen und
besitzt andererseits ein Fenster, durch welches der Thermometerstand der Kammer beobachtet
werden kann, ohne die Thür zu öffnen. Ein Ventilationsrohr wird so angeordnet, dafs dasselbe
nach Bedarf vollständig oder theilweise zu öffnen oder zu schliefsen ist. Um das Innere der
Eierkammer herum wird ein Heifswasserbehälter
und ein Mantel, welcher mit nicht leitendem Material angefüllt ist, angeordnet, so dafs die
Wärme bei möglichst geringem täglichen Zusatz von heifsem Wasser aufrecht erhalten bleibt.
Um diesen Mantel ist ein hölzerner Kasten, mit der Thür gegenüber der Mündung zur Eierkammer,
angeordnet. Dieser Behälter und Mantel können oben und an den Seiten der Eierkammer
von beliebiger Form sein, es ist jedoch die Einrichtung zu treffen, dafs ein sich immer
mehr verengender Theil des Heifswasserbehälters unter dem schrägen Boden der Eierkammer
läuft, so dafs das geringste Quantum heifses Wasser da angewendet wird, wo die animalische
Wärme des wachsenden Lebens in den Eiern am gröfsten ist. Auf diese Weise wird den
Eiern eine gewisse Wärme mitgetheilt, welche durch Anwendung einer Scheibe aus Kork oder
korkähnlichem Material oder durch Sand oder Stroh, aus welchem das Nest gebildet, abgeschwächt
wird.
Der Apparat dient zugleich als Aufbewahrungsbehälter für die jungen Hühner während
einiger Tage nach ihrer Geburt.
Fig. ι ist die perspectivische Ansicht des auf einem Ständer ruhenden Brütapparates;
Fig.'2 der Längsschnitt nach der Linie A-B in Fig. i;
-Fig. 3 ein Querschnitt des Apparates nach
der Linie C-D in Fig. i. Der Ständer ist in diesen beiden letzten Figuren weggelassen, a
ist ein Kasten von kegelförmiger, oben abgeflachter Gestalt. Die Theile des Kastens werden
mittelst Schrauben verbunden, die so anzubringen sind, dafs sie wenigstens bei einem
der Theile nicht in das Hirnholz, sondern quer durch die Fasern laufen, wodurch der Kasten
genügende Widerstandsfähigkeit erhält und die Anwendung von Bändern oder Eckplatten überflüssig
macht.
a1 ist ein Deckel aus Metall oder anderem
passenden Material, um das möglicherweise entweichende Wasser abzuhalten, welches beim
Füllen ausgetreten sein sollte.
Dieses Metallstück wird nach oben gebogen, so dafs sämmtliche Holzfugen geschützt werden,
und ist so eingerichtet, dafs es behufs Reparatur leicht abgenommen werden kann.
In dem Kasten α ist ein Heifswasserbehälter b aus Zink oder anderem passenden Material angeordnet,
welcher durch die Träger c gehalten wird und auf geeignete Weise gestützt sein kann.
Rohrförmige Oeffnungen zum Eingiefsen und Ablassen des Wassers werden angebracht, wie
bei d dargestellt ist.
Die Brütkammer f ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Am Boden der Kammer ist eine
Lage Sand f1 und eine Lage Häcksel f2 angeordnet.
Die Sandlage dient dazu, zu gestatten, dafs Feuchtigkeit durch eine Anzahl ringförmig angeordneter
Löcher g eines verschiebbaren Rohres h entweichen kann. Dieses Rohr h pafst
in eine kreisförmige Vertiefung i hinein. Die Häcksellage läfst den in der unteren Lage den
Eiern entschlüpften Küchelchen Luft zum Athmen. Man gelangt zu der Kammer durch die mit
Griffen k k versehene Thür j, deren Kanten abgeschrägt sind, Fig. 2.
Die Glasscheibe / in der Thür kann durch ein genau eingepafstes Stück Kork verschlossen
werden.
Ein Thermometer m steht auf dem Sand unmittelbar innerhalb der Thür und zeigt die
Wärme in der Brütkammer f an. Eine Klappe η mit zwei den Griffen k k entsprechenden Vertiefungen
k1 kl und einer Durchlochung s, so
dafs dieselbe über den Ventilirstöpsel r pafst,
ist schwingend in einem Gestell η' angeordnet,
welches an den vorderen Theil des Kastens angeschraubt ist. Die Ventilation der Kammer/
geschieht bei gewöhnlicher Temperatur durch die beiden Holzpfropfen, welche durch den
Heifswasserbehälter laufen und die Verbindung zwischen der Brütkammer/ und der freien Luft
herstellen. Einer dieser Stöpsel ο ist mittelst eines Korkringes q in ein Rohr / des Heifswasserbehälters
b eingesetzt und ragt nach aufsen, wie in Fig. 2 gezeigt. Der andere Stöpsel r ist
von gleicher Form und pafst in eine Bohrung der Thür/ Das äufsere Ende der Durchbohrung
des Stöpsels ist so angeordnet, dafs dasselbe durch die Seiten der Bohrung 0 der Klappe
oder Lade η nicht verschlossen wird, wenn letztere zuschlägt. Die Durchlochung o1 dieses
Stöpsels ist, wie dargestellt, angeordnet, um eine' gleichmäfsige Luftvertheilung zu erzielen.
Eine Lage Schlackenwolle t oder anderes geeignetes nicht leitendes Material ist zwischen
dem Kasten α und dem Heifswasserbehälter b angeordnet, um das Entweichen von Wärme zu
verhindern und zu vermeiden, dafs die äufsere Luft auf das Innere des Apparates eine nachtheilige
Wirkung ausübe.
Das Metall des Heifswasserbehälters b wird stark befestigt an den Theilen, wo der Kasten mit
Oeffnungen versehen ist, wie bei d ejp gezeigt.
Sämmtliche hervorragende Rohrtheile, mit Ausnahme des Ablafsrohres, bestehen aus Holz als
schlechtem AVäimeleiter.
Claims (2)
1. Der Boden der Eierkammer, welcher so hergestellt ist, dafs die Seiten sich nach der
Mitte hin neigen.
2. Die Tasse, welche in der Mitte des Fufsbodens der Eierkammer angeordnet ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15907C true DE15907C (de) |
Family
ID=292920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15907D Active DE15907C (de) | Brütapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15907C (de) |
-
0
- DE DENDAT15907D patent/DE15907C/de active Active
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